Kategorien
Seiten
-

AachenerFachdidaktikForum

Kategorie: ‘Vortragsreihe Pädagogische Herausforderungen im Schulalltag’

Vortrag: Was ist denn schon normal? Sonderpädagogische Förderschwerpunkte und Entwicklungsdefizite in der inklusiven Schule

13. Januar 2016 | von

Foto Wiebusch Schmitz (2)„Was haben Inklusionsschüler/innen überhaupt?“ „Was ist denn mit ihnen los?“ Diese oder ähnliche Fragen werden häufig von (angehenden) Lehrern/innen gestellt, die plötzlich mit Inklusion konfrontiert werden. Unsicherheiten und unzureichende Vorinformationen prägen den Schulalltag an Regelschulen.

„Darauf bin ich nicht vorbereitet! Dafür habe ich keine Ausbildung!“

Im Rahmen des Vortrags geben die Förderschullehrerinnen Claudia Wiebusch und Britta Schmitz einen informativen Einblick in die verschiedenen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte und die häufigsten Entwicklungsdefizite im Schulalltag. Beide sind an der Europaschule Herzogenrath  tätig und verfügen über langjährige Berufserfahrung sowohl an Förderschulen als auch im gemeinsamen Lernen der Regelschule .

Eine Anmeldung zum Vortrag ist nicht erforderlich.

Alle Teilnehmer/innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe finden Sie auch auf unserer Homepage: www.lbz.rwth-aachen.de/aktuelles.

_________________

Termin: 19.01., 18.15-19.45 Uhr

Ort: RWTH Aachen, Hörsaal Be 225, Wüllnerstraße 2

Scaffolding in Internationalen Förderklassen

15. Dezember 2015 | von
Foerderklasse

Internationale Förderklasse am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Aachen

„Wird es denn heute auch Informationen für Studierende des Lehramts für Berufskollegs geben?“ So lautete eine Einstiegsfrage in den Vortrag zum Thema Internationale Förderklassen, der am letzten Donnerstag im Rahmen der Vortragsreihe Pädagogische Herausforderungen im Schulalltag des LBZ stattfand.

Eindeutig bejahen konnten dies die beiden Referenten Nils Grupe und Frederik Steinkuhle vom Hildegard-von-Bingen Gymnasium aus Köln. Hatten Sie doch mit der vorgestellten Methode „Scaffolding“ eine Herangehensweise für sprachsensiblen Unterricht mitgebracht, die sich von der Primarstufe bis in die Erwachsenenbildung hinein einsetzen lässt. Die Methode soll Kinder und Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen dazu animieren, ihre Alltagssprache in eine Bildsprache zu überführen, wobei die Lernenden durch Hilfestellungen, Reduktionen und Strukturen entlastet werden. Damit ist sie gerade auch für den Einsatz in Internationalen Förderklassen an Berufskollegs wie bspw. in Simmerath/Stolberg geeignet.

Wie demotivierend dagegen unreflektiert verwendete Materialien bereits in unteren Klassenstufen wirken können, zeigten die Referenten eindrucksvoll an verschiedenen Beispielen aus dem Deutsch- und Geographieunterricht. Wichtig war den Beiden darauf hinzuweisen, dass – bei aller Zeitnot im Schulbetrieb – mitunter schon ein vordergründig nur kleiner Schritt (beispielsweise für einen einzigen Schüler ein separates Arbeitsblatt mit Hilfen anzufertigen) ein wichtiger Anfang sein kann, um sprachsensibel zu unterrichten.

Die lebhafte Diskussion und die interessierten Fragen der Studierenden und externen Gäste bereits während des Vortrags zeigten, wie aktuell und wichtig die vorgestellte Thematik für die Schulen und die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer im Moment ist.

Vortrag: Internationale Förderklassen

03. Dezember 2015 | von
Das Geschwister Scholl Gymnasium in Aachen führt seit dem Schuljahr 2012/13 Internationale Förderklassen. Sie wird im Zusammenhang mit Modellen Internationaler Förderklassen von der TU Dortmund als Best-Practice-Beispiel geführt.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Aachen führt seit dem Schuljahr 2012/13 Internationale Förderklassen. Es wird im Zusammenhang mit Modellen Internationaler Förderklassen von der TU Dortmund als Best-Practice-Beispiel geführt.

Sie kommen aus Syrien, Afghanistan und Somalia, manche auch aus Georgien, Polen oder dem Kosovo. Ihre Heimat haben sie verlassen, sind vor Krieg, Gewalt, Unterdrückung oder Perspektivlosigkeit geflüchtet. Die Schülerinnen und Schüler in sogenannten Internationalen Förderklassen sind bunt gemischt und doch haben alle dasselbe Ziel: ein neues Leben zu beginnen.

Um ihnen die Chance zur Integration in die Gesellschaft zu geben und echte Perspektiven für sie zu schaffen, stellt der Erwerb deutscher Sprachkenntnisse einen elementaren Teil der Beschulung dar. Seit im Laufe dieses Jahres immer mehr Kinder und Jugendliche aus aller Herren Länder nach Deutschland kommen, stehen auch immer mehr Schulen vor der Frage, wie diese Aufgabe umgesetzt werden kann.

Frederik Steinkuhle und Nils Grupe sind Lehrer am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium in Köln. Sie arbeiten bereits seit vielen Jahren als Lehrer in Internationalen Förderklassen. In ihrem Vortrag gehen sie sowohl auf die theoretischen Grundlagen eines sprachsensiblen Unterrichts als auch auf praktische Erfahrungen aus dem Schulalltag ein.

_________________

Termin: 10.12., 18.15-19.45 Uhr

Ort: RWTH Aachen, Hörsaal Be 225, Wüllnerstraße 2

„Erlebniswelt Rechtsextremismus“

18. November 2015 | von

Es mag dem spannenden und auch durchaus verwirrenden Titel der Veranstaltung geschuldet sein. Oder auch der hochaktuellen Relevanz des Themas. Auf jeden Fall zog Michael Klarmanns Vortrag so viele Studierende und externe Gäste an wie noch kein anderes Thema der Vortragsreihe Pädagogische Herausforderungen im Schulalltag.

Und die Zuhörer wurden sodann auch nicht enttäuscht. Klarmann skizzierte eindrucksvoll an (teils verstörenden) Praxisbeispielen, wie modern und auf den ersten Blick antiautoritär rechte Gruppierungen u.a. über soziale Medien und die Inszenierung von Erlebniswelten in der Jugendszene neue Mitglieder rekrutieren. „Besonders auffällig“, so der Journalist „ist dabei, dass die Rechten heute zum Teil in Sachen Kleidung und Frisuren den Linksautonomen deutlich näher stehen als der landläufigen Vorstellung von Aufmärschen mit Glatzen und Springerstiefeln“. Zudem operiere, so Klarmann weiter, die Braunszene häufig auch mit Anlehnungen an die Popkultur und die Hip-Hop-Szene, um für Jugendliche attraktiv zu wirken.

Aufklärung sowie aufgeklärt sein und bleiben ist damit ein zentraler Schlüssel der Präventionsarbeit. Denn aus den neuen Anwerbestrategien der rechten Szene ergeben sich zumindest tw. auch sich wandelnde Problemlagen für u.a. Polististen und Lehrer.  Klarmann plädierte an die Anwesenden, sich kontinuierlich über die neuen Methoden zu informieren und im Zweifelsfall z.B. an die entsprechenden Beratungsstellen der Bezirksregierung zu wenden.

Vortrag: „Erlebniswelt Rechtsextremismus“

12. November 2015 | von
Nein dankeDie verschiedenen rechten Szenen mögen von den politischen Ansichten her ewiggestrig erscheinen. In der Ansprache möglicher Anhänger bewegen sie sich dagegen am Puls der Zeit und setzen insbesondere mit Blick auf ihre jungen Zielgruppen auf die Nutzung von Facebook, Youtube, Twitter & Co. Hier werden virtuelle Erlebniswelten generiert, die in weiterer Folge im realen Alltag der Jugendlichen Einzug halten. Der Weg von einem eher antiautoritären Einstieg in die Szene hinein in deren autoritäre Strukturen ist damit geebnet.

Wie rechtsextreme Anwerbeprozesse im Detail aussehen und wie pädagogische Fachkräfte, LehrerInnen und Eltern auf diese aufmerksam werden können, skizziert Michael Klarmann (Journalist und Referent) im Rahmen der Vortragsreihe ‚Pädagogische Herausforderungen im Schulalltag‘ in seinem Vortrag ‚Erlebniswelt Rechtsextremismus‘.

Der Vortrag richtet sich an Lehramtsstudierende, LehrerInnen, pädagogische Fachkräfte sowie grundsätzlich Themeninteressierte.

_________________

Termin: 16.11., 18.15-19.45 Uhr

Ort: RWTH Aachen, Hörsaal Be 225, Wüllnerstraße 2

Leider sitzt die Vernunft im Frontallappen!

26. Oktober 2015 | von

Peter Köster und die Eskapaden des pubertierenden GehirnsDas ist ja eigentlich kein Problem, stellt Lehrkräfte und Eltern aber oft vor große Herausforderungen. Denn das kindliche und später dann auch pubertierende Gehirn reift sozusagen von hinten nach vorn. Der Reifungsprozess beginnt im hinteren Teil, in dem sich beispielsweise das Sehzentrum befindet, und erreicht im Laufe der Jahre auch den Frontallappen.

Wie rasant sich das menschliche Gehirn verändert, veranschaulichte Peter Köster, Studiendirektor am Aachener Einhard Gymnasium, im Rahmen der Vortragsreihe ‚Pädagogische Herausforderungen im Schulalltag‘. In seinem Vortrag ‚Achtung PUBERTÄT! – Was ist bloß mit unseren Kindern los?‘ stellte er auf sehr informative und gleichzeitig überaus unterhaltsame Weise die Entwicklung des menschlichen Gehirns in seinen ersten 20 Lebensjahren dar. Köster machte deutlich, dass die Pubertät keinesfalls eine nur durch Hormone gesteuerte Phase im Leben eins Menschen ist, sondern durch einen regelrechten Umbau des Gehirns mitgesteuert wird. Darüber hinaus lieferte er u. a. Antworten auf das veränderte Schlafverhalten pubertierender Jugendlicher, auf den ‚normalen‘ Leistungsabfall in der Schule sowie die unterschiedlichen Kommunikations- und Verhaltensweisen von Mädchen und Jungen.

Und was können wir daraus lernen? Mit mehr Verständnis für die Vorgänge der Hirnreifung kann es Lehrkräften gelingen, pubertierende Schülerinnen und Schüler gelassener und angemessener zu begleiten und deren Eltern hilfreicher zu beraten.

Vortrag: „Achtung PUBERTÄT! – Was ist bloß mit unseren Kindern los?“

16. Oktober 2015 | von

Bild Pubertät„Pubertät ist … wenn Lehrer nerven und Eltern peinlich sind!“ Auf diese einfache Formel könnte man es wohl aus Sicht der Jugendlichen bringen. Doch Eltern und Pädagogen brauchen mehr Erklärungsangebote!

Diese liefert Peter Köster am 21. Oktober in seinem Fachvortrag „Achtung Pubertät! Was ist bloß mit unseren Kinder los?“

Basierend auf neueren Erkenntnissen der Neurobiologie begibt er sich auf Entdeckungsreise durch die Entwicklungsgeschichte des menschlichen Gehirns und findet dabei spannende Antworten rund um Fragen, die bspw. das geänderte Schlafverhalten pubertierender Jugendlicher, den ’normalen‘ Leistungsabfall in der Schule sowie unterschiedliche Verhaltens- und Kommunikationsweisen bei Mädchen und Jungen betreffen.

Peter Köster ist Fach- und Hauptseminarleiter am Studienseminar Köln, Studiendirektor am Einhard Gymnasium in Aachen sowie Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln. Neben seiner Vortragstätigkeit bietet er zudem Workshops für Pädagogen und Eltern an.

Der Vortrag ist gleichzeitig Auftakt der Vortragsreihe „Pädagogische Herausforderungen im Schulalltag“. Diese steht – flankierend zum Aachener Didaktiktag 2015 – im Wintersemester unter dem Themenschwerpunkt „Heterogenität und Differenzierung in Schule und Unterricht“. Weitere Infos und Termine zur Vortragsreihe finden Sie hier.

_________________

Termin: 21.10., 18.15-19.45 Uhr

Ort: RWTH Aachen, Hörsaal Be 225, Wüllnerstraße 2

Vortrag: Schulsozialarbeit als Teil des multiprofessionellen Teams der Inklusiven Schule

24. Juni 2015 | von

VortragsreiheDas Lehrerbildungszentrum der RWTH lädt im Rahmen seiner Vortragsreihe „Pädagogische Herausforderungen im Schulalltag“ am Donnerstag, den 2. Juli zum Semesterabschluss.

Martina Schnieders, Expertin für „verhaltenskreative“ Kinder und Jugendliche, widmet sich in ihrem Vortrag dem Thema  Schulsozialarbeit als Teil des multiprofessionellen Teams der Inklusiven Schule .

Wie immer ist eine Anmeldung zum Vortrag nicht erforderlich.

Alle Teilnehmer/innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

___________

Termin: 2. Juli, 18.15 Uhr

Ort: Hörsaal RS 5, Rochusstr. 2-14