Kategorien
Seiten
-

Akustik-Blog

Johannes Imort: Die richtungsabhängige Nachhallkurve in Hallräumen

17. August 2018 | von
Wann:
2018-11-30 um 11:00 – 11:30
2018-11-30T11:00:00+01:00
2018-11-30T11:30:00+01:00
Wo:
Institut für Technische Akustik, Seminarraum
Kopernikusstraße 5
52074 Aachen
Deutschland
Preis:
Kostenlos

Die akustischen Absorptionseigenschaften unterschiedlicher Materialien werden meist durch die Bestimmung des Absorptionskoeffizienten für zufälligen Schalleinfall klassifiziert. Die Bestimmung des Koeffizienten setzt voraus, dass das Schallfeld im Hallraum diffus ist. In der Vergangenheit zeigten vielerlei Studien eine schlechte Reproduzierbarkeit derartiger Messungen auf, weshalb der Verdacht naheliegt, dass die Ungenauigkeit der Ergebnisse vor allem auf die Verletzung der Bedingung eines diffusen Schallfeldes zurückzuführen sind. Eine standardisierte Methode zur Charakterisierung von Schallfeld-Diffusität steht bisher nicht zur Verfügung.

Diese Arbeit untersucht das Konzept von richtungsabhängigen Nachhallkurven daraufhin, ob mithilfe dieser Rückschlüsse auf einen systematischen Defekt in der Schallfeld-Isotropie gezogen werden können. Es wurden zwei raumakustische Simulationen durchgeführt, die jeweils aus einem Szenario einer hypothetische Messung von Absorptionskoeffzienten bestehen. Die Ergebnisse wurden ausgewertet und in Kontext mit der Absorptionskoeffizienten-Berechnung nach dem internationalen Standard ISO-354 gesetzt. Ein zentraler Untersuchungsaspekt ist die Abhängigkeit von Raumvolumen und Absorbergröße auf die richtungsabhängige Nachhallkurve. Die Ergebnisse deuten eine Korrelation zwischen der Variation in der richtungsabhängigen Nachhallkurve und dem relativen Fehler bei der Bestimmung von Absorptionskoeffizienten an. Abschließend wird daher ein neuer Schätzwert vorgeschlagen, der die Charakterisierung von Schallfeld-Diffusität stützen kann.

Kommentare sind geschlossen.