Kategorien
Seiten
-

Akustik-Blog

Kolloquium

Aug
23
Fr
Julia Wagener: Untersuchungen zum binauralen Sprachübertragungsindex in Klassenräumen
Aug 23 um 11:00 – 11:30

Wann das menschliche Gehör Schall als Lärm empfindet, ist subjektiv. Schon im jungen Alter wird der Mensch jeden Tag durch laute Geräusche belastet. Die konventionellen und standardisierten Messmikrofone können jedoch nicht aufnehmen, wie komplex Schall beziehungsweise Lärm vom Menschen wahrgenommen wird. Dafür wurden in der Psycho- und Raumakustik erste binaurale Modelle entwickelt, welche auf der Körpergeometrie und kognitiven Wahrnehmung von Erwachsenen basieren. Dabei ist noch unbekannt, ob diese Modelle auch für Kinder anwendbar sind, da sich die Physiologie und Wahrnehmung von der eines Erwachsenen unterscheiden. Auf diesem Gebiet wurden bereits erste Forschungen angestellt, die noch keine signifikanten Ergebnisse lieferten. In dieser Bachelorarbeit werden die Auswirkungen von verschiedenen Erfassungsmethoden auf den binauralen Sprachübertragungsindex mit einem Erwachsenen- und einem Kinderkunstkopf sowie einem Referenzmikrofon untersucht.

Dafür werden die indirekte und die direkte Messmethode nach DIN EN 60268-16 von Mai 2012 zur Messung des Sprachübertragungsindexes verwendet. Die indirekte Methode beruht auf einer mathematischen Modifikation der Impulsantwort durch die Schroeder-Gleichung, mit der die Modulationsübertragungsfunktion berechnet wird. Bei der direkten Messmethode allerdings, wird mithilfe eines auf geeignete Art und Weise modulierten Prüfsignals der Sprachübertragungsindex gemessen. Die Einflüsse der drei unterschiedlichen Empfänger in beiden Messmethoden werden in dieser Arbeit miteinander verglichen und die Vor- und Nachteile werden, in Betrachtung des Arbeitsaufwandes und vor allem basierend auf den Ergebnissen, aufgezeigt. Bei den angestellten Untersuchungen bestätigte sich, dass die binauralen Aufnahmetechniken der menschlichen Sprachverständlichkeitsempfindung mehr entsprechen als die Aufnahme mit omnidirektionalen Mikrofonen.  Es stellte sich außerdem heraus, dass es sowohl für die indirekte, als auch für die direkte Messmethode keinen signifikanten Unterschied in den Werten des Sprachübertragungsindexes für Erwachsenen- und Kinderkunstköpfe gibt. Da die Auswertungsergebnisse der indirekten und der direkten Messmethode vergleichbar sind, ist es für raumakustische Messungen des Sprachübertragungsindexes, in Anbetracht des zeitlichen Aufwandes, zu empfehlen, die indirekte Messmethode zu verwenden.

Ben Heiser: Praxissemester bei ConnectCom Sàrl
Aug 23 um 11:30 – 12:00

ConnectCom ist ein kleines luxemburgischen Unternehmen welches auf Funkverkehr spezialisiert ist. In den vergangenen Jahren wurde die analoge Funktechnik zunehmen von der digitalen Funktechnik, wie z.b. DMR und TETRA, verdrängt. Zum Kundenkreis von Connectcom gehören große Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen sowie staatliche Einrichtungen zur öffentlichen Sicherheit. Dies hat zur Folge, dass es viele unterschiedliche Ansprüche an die Anwendungen und Lösungen gibt. ConnectCom stellt dabei sowohl Funkgeräte wie auch die nötige Architektur zur Verfügung. Eine der zentralen Tätigkeiten im Praktikum war das Testen und Zertifizieren von unterschiedlichen Funkgeräten. Dabei stand erst der administrative Teil im Vordergrund und später auch das Testen selbst. Dabei soll gewährleistet werden, dass die unterschiedlichen Geräte in unterschiedlichen Szenarien vorhersehbar funktionieren. Dies ist für jede neue Firmwareversion notwendig weswegen die Automatisierung dieses Prozesses wichtig ist. Desweiteren standen viele unterschiedliche Tätigkeiten auf der Tagesordnung wie z.b. Projektmanagement, das Planen der Bereitstellung einer  neuen Basisstation und die Konfiguration einer neuen Plattform zur Ortung von Funkgeräten innerhalb von Gebäuden ohne GPS Empfang.

Sep
6
Fr
Sir Harold Marshall: Six decades of Room Acoustics – research, design and rooms – “Presence”
Sep 6 um 11:00 – 12:00

In each of the decades starting in 1955 advances have been made in understanding the design of rooms for music – in research and in the design of the rooms themselves which often outstrip the limitations of the research. In this talk I shall outline at least one design in each decade and the underlying research.  Quite often these were concurrent. A common theme is the search for the “more” than physical science – a “more” which we value in music rooms.  Understanding “Presence” is an on-going quest.