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Alexander

Archiv für Mai 2014

RWTH macht Romanistik dicht!

23. Mai 2014 | von

Böse Überraschung zum Wochenende: Eine Woche vor der Europawahl verkündet die RWTH die Schließung der Romanistik. Das bedeutet konkret, dass man die Fächer Französisch und Spanisch künftig nicht mehr in Aachen studieren kann.

Insgesamt 620 Menschen wollten zum letzten Wintersemester mit einem Studium in Französisch oder Spanisch beginnen, doch offensichtlich ist das nicht genug: In der offiziellen Bekanntmachung der RWTH ist von „rückläufigen Studierendenzahlen“ die Rede. Und auch der Bedarf an Französisch- und Spanischlehrern sinke – zumindest letzteres stimmt, wenn man sich eine Prognose des Landes NRW anschaut. Freie Kapazitäten gibt es dagegen immer noch im Unterrichtsfach Spanisch.

Anscheinend reicht das aber nicht mehr länger aus, um beide Fächer in Aachen anzubieten – gerade in unmittelbarer Nähe zu Belgien (und Frankreich) ein großer Verlust. Gut eine Woche nach Bekanntmachung der geplanten Schließung laufen bereits über 1.000 Studenten in einer Petition Sturm gegen die Pläne der Hochschule – schließlich studieren immerhin 13% aller Studierenden an der Philosophischen Fakultät. Meine Stimme  hat die Petition schon jetzt – eure auch? Oder haben Sprachen an einer Technischen Hochschule sowieso nichts verloren? Ich würde mich echt mal interssieren wie ihr dazu steht!

Gerade bei uns in Aachen tragen die beiden Studienfächer Französisch und Spanisch erheblich zur Vielfalt der Studienlandschaft bei – vor allem im Lehramt. Ohne Französisch und Spanisch werden künftige Lehramtsstudenten in Aachen nur noch die Wahl zwischen Deutsch und Englisch haben – zumindest dann, falls sie später eine Sprache unterrichten möchten. Die unmittelbare Nähe zu Belgien (einem französischsprachigen Land) und Frankreich selbst sowie die vorhanden Kapazitäten in Spanisch machen die beiden Studienfächer auch heute noch attraktiv. Falls ihr das genauso seht: Unter dem Beitrag gibt es nochmal den Link zur Petition!

Hier ein guter Artikel der Aachener Zeitung mit ein paar Hintergrundfacts!

 

HIER GEHTS ZUR PETITION: Die Fächer Französisch und Spanisch an der RWTH nicht schließen!

 

 

Bis demnächst,

Alexander

 

 

Alexander

Marshmallows, Minnelieder und Mensageddon

11. Mai 2014 | von

Eine volle Woche liegt hinter uns, schauen wir also einfach mal in bester 90 Sekunden-Manier, was alles so passiert ist!

 

Marshmallowsah02_bend1

 

… habe ich auf dem Öcher Bend zwar keine gesehen, dafür gab es dort aber allerhand Fahrgeschäfte, die das Herz eines jeden Jahrmarktfans höher schlagen ließen und von Gähn über Würg so ziemlich alles boten. Wer sich nicht bereits nach einer der kleineren Attraktionen sein Frühstück nochmal durch den Kopf gehen ließ, konnte sich zum Beispiel auf den Gladiator trauen – oder vielleicht doch einfach aufs Ponykarussell… Leider hatten sich die Preise auch diesmal gewaschen und es war schwierig genug, sich nichts leisten zu können. Montag war der Spaß auch schon wieder vorbei, mal abwarten, wie es im Herbst wird – denn dann findet der nächste Bend statt!

Minnesang

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Ungeahnte Klänge in der Technischen Hochschule gabs beim Minnesangabend über das Leben und Werk Walthers von der Vogelweide. Neben meinem Professor für Ältere Deutsche Literatur stand auch ein professioneller Minnesänger (prima Beruf, geh damit mal zum Arbeitsamt) auf der Bühne, letzterer sang und beeindruckte dabei mit -teils überlieferten, teils selbst komponierten- Melodien auf Harfe und Tambourin. Nachdem der Einstieg in die ÄDL für mich ein bisschen holprig war, konnte mich der Abend wieder ein wenig versöhnen und mit der Thematik begeistern. Dass germanistische Veranstaltungen an der RWTH übrigens keineswegs nur für eine Handvoll Leute stattfinden, bewies der proppenvolle Hörsaal. Also, liebe Veranstalter, bitte wiederholen!

 

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Die Mensa ist tot, es lebe die Mensa! Nach der Schließung der umweltfeindlichen Zeltmensa (alles bereits in einem investigativen neuland-Artikel aufgedeckt) machte auch der Grillcube für eine Woche dicht – und das eine Woche vor Eröffnung der neuen Hauptmensa am Pontwall! Dass der Mensageddon ausblieb, ist der Fachschaft Maschinenbau und dem AStA zu verdanken, die schnell reagierten und -ganz im Stil der Zeltmensa- an einem Würstchenstand Hotdogs und nur einen Tag später auch Grillkäse verkauften – für die Vegetarier. Dass ein Aufschrei der ungefütterten Studenten ausblieb, ist vermutlich auch der Nähe der Pontstraße zuzuschreiben – für viele ohnehin die bessere Mensa.

 

Die neue Mensa selbst ist schick und vor allem groß. Auf einem großen Außenareal dürfen sich die Studenten nun auch bei strahlendem Regen nach draußen setzen und den Presslufthämmern und Baggern auf der benachbarten Baustelle lauschen – doch es ist ja auch noch nicht alles fertig. Der Ersteindruck der Mensa ist gut, schöne große Fenster lassen viel Sonnenlicht herein und auch der Express-Bereich ist eine gute Idee gewesen – müsste man jetzt nur nicht immer mit seiner BlueCard bezahlen, Barzahlung geht nun nämlich nicht mehr. Dass es neben den Standardgerichten jetzt unter anderem auch Nudeln und Pizza gibt, erweckt daneben den Eindruck, dass am Audimax nun eine Pontstraße 2.0 hochgezogen worden ist. Und das ist gar nicht schlecht, denn mit direkter Nähe zum Westbahnhof wird die neue Mensa so auch für die Pendler interessant. Ich freu mich also!

 

Übrigens: Ich klaue jetzt einfach mal ganz dreist Philipps Idee und ermutige euch mal zum Kommentieren und Followen! Denn weil unsere tolle Übersichtsseite nun fehlt, müsst ihr als Leser nun durch alle Blogs einzeln klicken – gar nicht cool. Wenn ihr mir einfach einen Kommentar schreibt und dabei eure Mail-Adresse hinterlasst (die wird ja sowieso nicht veröffentlicht), kann ich euch auf Wunsch hin einfach in einen E-Mail-Verteiler packen und euch über die neusten Beiträge informieren – natürlich ohne dass eure E-Mail-Adresse an irgendwelche Dritte geht.

 

… Vielleicht wäre es sogar eine gute Idee das für all unsere Blogs zentral über einen einzelnen Verteiler zu machen. Ich muss da mal mit den anderen reden. 😉

 

Wie gefällts euch bisher?

 

Bis dann,

 

Alexander

WeltMAIster der Herzen

02. Mai 2014 | von

Es ist wieder soweit: In ganz Deutschland wird der Tag der Arbeit genutzt, um sich unter dem Deckmantel der Brauchtumspflege mal so richtig die Kante zu geben. Doch während bei vielen die Leber die einzige ist, die arbeitet, herrschen in unserer beschaulichen Ecke des Rheinlandes noch Tradition, Sitte und Ordnung: Pünktlich zum Maifeiertag überraschen überwiegend frisch Verliebte ihre Angebetete mit Maibäumen und Maiherzen und sichern sich so die Gunst der Damenwelt. Doch während die Maibaumfraktion einfach wenige Tage zuvor in den nächstgelegenen Wald zieht und die dortige Baumschule um ihre schönsten Sprösslinge erleichtert, ist bei Maiherzkonstrukteuren noch echte Ingenieurskunst gefragt! Wer neu in Aachen ist und sich wundert, warum in der Stadt plötzlich geschmückte Bäume aus dem Boden schießen, Krepppapier-Herzen am Fenster hängen oder einfach ein paar Tipps abstauben will, schaut hier einfach mal rein!

Alexanderblog4Schritt 1: Alles beginnt mit einem nackten Stück Styropor. Das könnt ihr mit einer Stichsäge präzise in Form bringen. Weil Stichsägen aber nicht gerade zum Standardinventar von Studenten zählen, besucht ihr am besten mal euren Vater oder plündert die Küche – denn der Elektro-Brotschneider aus der Küche wirkt wahre Wunder! Alternativ darf es auch das härtere Styrodur oder aber auch einfach Holz sein, allerdings bohrt ihr euch hierfür später einen Wolf.

AlexanderblogSchritt 2: Weil so ein nacktes Stück aus Styropor aber ziemlich unspektakulär ausschaut, müssen Rosen ran – alternativ kann man auch Kugeln nehmen, nur machen die nicht so viel her. Ob Rosen oder Kugeln, meist werdet ihr hierfür Krepppapier (oder seltener Servietten) brauchen, und das nicht zu knapp. Plündert also früh genug die Supermärkte und staubt dabei gerade noch Draht (zum festbinden) und je nach Untergrund Klammern (zum feststecken) ab.

Alexanderblog2Schritt 3: Dann kann der Spaß auch schon losgehen – der euch, je nach Größe eurer Vorlage, ganz schön beschäftigen wird. Deshalb kann es nicht schaden sich einfach mal Verstärkung zu holen und sich ein paar Freunde einzuladen, die sich in Aussicht auf einen Kasten (oder vergleichbar erfolgreiche Köder) ans Rosendrehen machen. Techniken dazu gibt es quasi eine Bazillionen, schaut also einfach mal was euch am besten gefällt. 😉

Schritt 4: Wer so weit ist, dass er die Rosen auf seine Vorlage stecken kann, hat es beinahe geschafft. Ist die Schandtat endlich vollbracht, solltet ihr es gut in einer durchsichtigen Folie einpacken – denn selbst wenn euer Maiherz fantastisch aussieht und ihr damit die Gunst eurer Holden erobert habt, Krepppapier färbt schon bei wenig Regen wie blöde und auf einen wütenden zukünftigen Schwiegervater (der von der neuen Farbe seiner Hausmauer wenig amused ist) könnt ihr wahrscheinlich verzichten. 😉 Das Aufhängen selbst ist meistens feuchtfröhlich und zumindest auf dem Dorf stets von einem Trecker begleitet, entschädigt also für die Arbeit der vorausgegangenen Wochen. Und immerhin habt ihr ein tolles Geschenk für eure Liebste!

Wer fertig ist und das Herz an Ort und Stelle gebracht hat, darf sich entspannt zurücklehnen und sein Werk bewundern. Das hängt dort dann genau einen Monat und wandert danach entweder in den Keller oder bekommt einen Ehrenplatz über dem Bett eurer (zukünftigen) Freundin – ganz sicher! Also macht eurer Liebsten eine Freude und dreht schon mal kräftig Rosen fürs nächste Jahr! Das kann nämlich richtig Spaß machen. 😉 Alternativ könnt ihr ja auch mal etwas anderes ausprobieren, zum Beispiel einen waschechten Maibusch (wenn ihr keinen Baum umknüppeln wollt) oder einen Maibonsai (hält länger und macht sich prima auf der Fensterbank).

P.S.: Im Schaltjahr sind übrigens die Frauen dran! Bis zum nächsten Schaltjahr dauert es aber noch etwas, das ist nämlich erst 2016. Aber weil sich die Männer für drei Herzen in vier Jahren ohnehin ein riesiges Maiherz verdient haben, dürfen die Frauen trotzdem schon gerne mit dem Drehen anfangen. 😉

P.P.S.: Schön, dass ihr auch im zweiten Semester dabei seid! 🙂

Bis dann,

Alexander

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