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Alexander

Archiv für Juli 2014

Eis essen oder Eis kratzen?

23. Juli 2014 | von

Nein, die letzten Tage waren nicht einfach für den eingefleischten Aachener: Anstatt vom Trommeln des Regens geweckt und draußen von der gewohnten heimeligen Kälte begrüßt zu werden, überstiegen die Temperaturen tatsächlich den einstelligen Bereich und sogar die längst als Mysterium geltende, grell leuchtende Scheibe am Himmelszelt konnte von Augenzeugen bestätigt werden (Anwohner alarmierten panisch den städtischen UFO-Schutzdienst, die wollten damit aber nichts zu tun haben, sodass man wirklich davon ausgehen musste, die SONNE gesehen zu haben). Auf dem Weg zum Midsemester-Ball des Unitanzes überhitzte die Lok des Zuges sogar so stark, dass wir stehen bleiben un die Lok erst einmal abkühlen lassen mussten. Jetzt ists wieder vorbei mit Sommer und Sonnenschein, trotzdem möchte ich euch zu Beginn der Vorlesungsfreien Zeit mal ein paar Freizeitaktivitäten vorstellen (für alle, die so etwas zwischen den Klausuren noch haben), die mal besser mit, mal besser ohne gutes Wetter auskommen. Also los!

Vorschlag 1: Open Air Kino!

Direkt am Donnerstag könnt ihr euch im Kapuziner Karree Fack Ju Göthe anschauen – und das sogar für umme! Vorausgesetzt, ihr habt euch im Aachener Cineplex bereits einen Film angeschaut habt und euch vor Ort nichts besorgen wollt, denn laut Plakat dürfen keine eigenen Nahrungsmittel mitgebracht werden. Damit das ganze nicht ins Wasser fällt (ba dum düsch!) , darf es natürlich nicht regnen – logisch eigentlich.

Vorschlag 2: Hörsaalslam!

Poetry Slam ist cool – schrieb ich schon mal im neuland und hat sich auch nicht geändert. Zuletzt gab es den Story Slam im Humboldthaus (das trotz des Spiels Niederlande gegen Brasilien proppenvoll war) und den Tuna Tourette für sich entscheiden konnte, am 8. August folgt nun der Hörsaalslam im HKW. Eintrittspreistechnisch liegt die Veranstaltung ebenfalls im grünen Bereich, also geht doch einfach mal hin und probiert es aus! 🙂

Vorschlag 3: Eis essen!

Schmeckt natürlich am besten, wenn die Sonne scheint.

Vorschlag 4: Mondo Verde

Eignet sich prima für eine längere Radtour (ein Weg sind in etwa 17 Kilometer, super erreichbar (und ansonsten fahren in der Nähe Züge)) nach Holland: Mit Mondo Verde haben wir einen riesigen Park quasi vor der Haustüre, den man in einem Tag kaum erkunden kann und unheimlich viel an verschiedenen Eindrücken bietet, sei es an exotischer Tierwelt oder an Gartenanlagen. Leider ist der Preis für Studenten etwas happig – dafür hält sich der Park drinnen mit Imbissbuden und dergleichen zurück und man kann einfach mal erkunden gehen und die tollen Nachbauten bestaunen. Wenn es das Wetter, die Klausuren und das BAföG am Monatsanfang also zulassen, könnt ihr ja einfach mal schauen, ob der Park nicht auch etwas für euch ist! 🙂

Was macht ihr so in der Vorlesungsfreien Zeit?

Bis dann,

Alexander

Willkommen in der Wohlfühlvorlesung! – Nach der Klausur ist vor der Klausur

11. Juli 2014 | von

 

Willkommen in der Wohlfühlvorlesung!

 

Viertel nach gehts los! Also schnell am menschenverlassenen Schalter des Kinos vorbeigemogelt und ab in den Kinosaal – doch genauso verwaist wie der Schalter am Eingang ist der Verkaufsstand mit dem Popcorn. Die Enttäuschung ist groß, dennoch geht es weiter in den  Saal, in dem sich bereits Menschen jeden Alters versammelt haben. Kurz vor Beginn öffnet sich die Doppeltür und ein Mann tritt in das schummrige Zwielicht – der Eismann! Doch anstatt zu fragen, ob „Irgendwer nochn Eis?“ mag, zaubert er mit ein paar Knopfdrücken eine Projektion an die riesige Leinwand. Wenigstens der Film scheint zu funktionieren – da erscheint auch schon die Titelfolie der heutigen Vorlesung. Ach Mensch.

 

Tatsächlich finden einige Vorlesungen der RWTH im Aachener Cineplex statt, weil die Räume fehlen. Und das ist im Grunde genommen auch richtig cool – man nehme die riesige Leinwand und die Komfortsessel, bei denen die harten Holzsitze im Hörsaal I des Hauptgebäudes einpacken können. Doch wenn der Seniorstudent neben dir geräuschvoll zu schnarchen beginnt, weil er von dem Dämmerlicht und den bequemen Sitzen klammheimlich ins Reich der Träume entführt worden ist… ähm, dann ist das schon recht seltsam.

 

Nach der Klausur ist vor der Klausur

 

Nach der Vorlesung geht es ab in die Bibliothek zum Lernen – denn die Klausurphase naht. Der Freude über einen Platz in der rammelvollen Bibliothek (die Schlangen morgens früh werden wieder gruselig) folgt die Freude über Kombiklausuren, die den Stoff von zwei Semestern abfragen und von denen ich in einer Woche gleich zwei schreiben darf. Wer durchfällt hat zwar einen zweiten Versuch, wer den versemmeln sollte darf aber ein ganzes Jahr wiederholen – einfach mal so. Darüber könnte ich mich genauso empören wie der ältere Mann neben mir (ich ziehe Seniorstudenten offenbar magisch an), der in irgendeiner Weise von seinem Computer geärgert wird (oops, Klischee) und seinem Ärger lautstark Luft macht. Und das ist in der Bibliothek bekanntermaßen ziemlich mutig, denn der lernende Mob hasst Störungen und verteilt bereits Todesblicke. Ich ziehe dann mal lieber Leine, bevor ich in das Schussfeld gerate.

 

Wo lernt ihr eigentlich, wenn die Lernräume voll sind?

 

Bis dann

Alexander