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Alexander

WeltMAIster der Herzen

02. Mai 2014 | von

Es ist wieder soweit: In ganz Deutschland wird der Tag der Arbeit genutzt, um sich unter dem Deckmantel der Brauchtumspflege mal so richtig die Kante zu geben. Doch während bei vielen die Leber die einzige ist, die arbeitet, herrschen in unserer beschaulichen Ecke des Rheinlandes noch Tradition, Sitte und Ordnung: Pünktlich zum Maifeiertag überraschen überwiegend frisch Verliebte ihre Angebetete mit Maibäumen und Maiherzen und sichern sich so die Gunst der Damenwelt. Doch während die Maibaumfraktion einfach wenige Tage zuvor in den nächstgelegenen Wald zieht und die dortige Baumschule um ihre schönsten Sprösslinge erleichtert, ist bei Maiherzkonstrukteuren noch echte Ingenieurskunst gefragt! Wer neu in Aachen ist und sich wundert, warum in der Stadt plötzlich geschmückte Bäume aus dem Boden schießen, Krepppapier-Herzen am Fenster hängen oder einfach ein paar Tipps abstauben will, schaut hier einfach mal rein!

Alexanderblog4Schritt 1: Alles beginnt mit einem nackten Stück Styropor. Das könnt ihr mit einer Stichsäge präzise in Form bringen. Weil Stichsägen aber nicht gerade zum Standardinventar von Studenten zählen, besucht ihr am besten mal euren Vater oder plündert die Küche – denn der Elektro-Brotschneider aus der Küche wirkt wahre Wunder! Alternativ darf es auch das härtere Styrodur oder aber auch einfach Holz sein, allerdings bohrt ihr euch hierfür später einen Wolf.

AlexanderblogSchritt 2: Weil so ein nacktes Stück aus Styropor aber ziemlich unspektakulär ausschaut, müssen Rosen ran – alternativ kann man auch Kugeln nehmen, nur machen die nicht so viel her. Ob Rosen oder Kugeln, meist werdet ihr hierfür Krepppapier (oder seltener Servietten) brauchen, und das nicht zu knapp. Plündert also früh genug die Supermärkte und staubt dabei gerade noch Draht (zum festbinden) und je nach Untergrund Klammern (zum feststecken) ab.

Alexanderblog2Schritt 3: Dann kann der Spaß auch schon losgehen – der euch, je nach Größe eurer Vorlage, ganz schön beschäftigen wird. Deshalb kann es nicht schaden sich einfach mal Verstärkung zu holen und sich ein paar Freunde einzuladen, die sich in Aussicht auf einen Kasten (oder vergleichbar erfolgreiche Köder) ans Rosendrehen machen. Techniken dazu gibt es quasi eine Bazillionen, schaut also einfach mal was euch am besten gefällt. 😉

Schritt 4: Wer so weit ist, dass er die Rosen auf seine Vorlage stecken kann, hat es beinahe geschafft. Ist die Schandtat endlich vollbracht, solltet ihr es gut in einer durchsichtigen Folie einpacken – denn selbst wenn euer Maiherz fantastisch aussieht und ihr damit die Gunst eurer Holden erobert habt, Krepppapier färbt schon bei wenig Regen wie blöde und auf einen wütenden zukünftigen Schwiegervater (der von der neuen Farbe seiner Hausmauer wenig amused ist) könnt ihr wahrscheinlich verzichten. 😉 Das Aufhängen selbst ist meistens feuchtfröhlich und zumindest auf dem Dorf stets von einem Trecker begleitet, entschädigt also für die Arbeit der vorausgegangenen Wochen. Und immerhin habt ihr ein tolles Geschenk für eure Liebste!

Wer fertig ist und das Herz an Ort und Stelle gebracht hat, darf sich entspannt zurücklehnen und sein Werk bewundern. Das hängt dort dann genau einen Monat und wandert danach entweder in den Keller oder bekommt einen Ehrenplatz über dem Bett eurer (zukünftigen) Freundin – ganz sicher! Also macht eurer Liebsten eine Freude und dreht schon mal kräftig Rosen fürs nächste Jahr! Das kann nämlich richtig Spaß machen. 😉 Alternativ könnt ihr ja auch mal etwas anderes ausprobieren, zum Beispiel einen waschechten Maibusch (wenn ihr keinen Baum umknüppeln wollt) oder einen Maibonsai (hält länger und macht sich prima auf der Fensterbank).

P.S.: Im Schaltjahr sind übrigens die Frauen dran! Bis zum nächsten Schaltjahr dauert es aber noch etwas, das ist nämlich erst 2016. Aber weil sich die Männer für drei Herzen in vier Jahren ohnehin ein riesiges Maiherz verdient haben, dürfen die Frauen trotzdem schon gerne mit dem Drehen anfangen. 😉

P.P.S.: Schön, dass ihr auch im zweiten Semester dabei seid! 🙂

Bis dann,

Alexander

Alexanderblog3

Hallo Welt!

31. März 2014 | von

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