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Alexander

Schlagwort: ‘Romanistik’

„Diese Veranstaltung ist reines Alibi“

06. Juni 2014 | von

Warum die Philosophische Fakultät ein Boot ist, ein Besucher schon in den ersten Minuten einen filmreifen Abgang hinlegte und es nicht nur um Spanisch und Französisch geht.

Erst gestern sprachen Studierende, Vertreter der Fakultät und des Dekanats über die geplante Schließung der Romanistik. Die Hütte war voll (siehe das fachmännisch zensierte Bild), ich war da und hab fleißig mitgeschrieben – falls ihr also nicht kommen konntet, habt ihr nun die Gelegenheit euch in epischer Breite (fast) alles durchzulesen, was bei der Veranstaltung zur Zukunft der Romanistik gesagt wurde! Und das lohnt sich, denn langweilig war es auf keinen Fall!

Noch vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung zeigte sich wie viel Zündstoff die geplante Diskussion bot: Als der Moderator Nicht-RWTHler darum bat, den Saal zu verlassen, meldete sich ein Besucher aus den vorderen Reihen und fragte, ob er ein Statement abgeben könne – doch der Moderator verweigerte ihm das Wort. Für den Besucher war das Beweis genug: Hier werde nicht mit offenen Karten gespielt, mehr noch, die Veranstaltung sei reines Alibi. Unter tosendem Beifall verließ er daraufhin den Saal. Was ein Auftakt!

 

Das Dekanat

Das Dekanat* eröffnete daraufhin deutlich ruhiger die Veranstaltung und setze zu Erklärungen an: Demnach sei der Strategierat und das Rektorat zu dem Schluss gekommen, dass die „Geisteswissenschaften ihre Integration in das Profil der Hochschule erhöhen“ sollten – dazu gehöre unter anderem die interdisziplinäre Vernetzung. Um hierfür Kapazitäten zu schaffen, solle die Romanistik geschlossen werden, weil andere Lösungen – wie zum Beispiel die Abgabe von Stellen in jedem Institut – keine Alternativen seien. Die freigewordenen Kapazitäten sollen dann für die Schaffung eines neuen Profils der Philosophischen Fakultät genutzt werden.

05_06_2014_RomanistikveranstaltungDass diese Forderungen keineswegs kurzfristiger Natur sind, zeigte sich im weiteren Verlauf der Ansprache: Bereits 2012 habe es konkrete Pläne gegeben, die Romanistik zu schließen. Weil die Schließung eines Institutes aber die Zustimmung des Landes NRW erfordere, habe man diese Pläne vorerst intern behandelt – wir erfuhren also erst davon, als das Land seine Zustimmung schon gegeben hatte.

Das Dekanat stimmte zu, dass diese Nachricht für alle Mitarbeiter und Studierende eine „schockierende Mitteilung“ sei, verwies aber auf das Jahr 2022/23, für das die Schließung geplant ist. Demnach hätten die Studierenden Zeit, ohne Druck ihr Studium zu vollenden, zudem blieben die Mitarbeiter weiter beschäftigt.

Die Ansprache schloss mit der Feststellung, dass die RWTH und die Philosophische Fakultät „attraktiv“ für Studierende sei – allerdings nähmen die Studierendenzahlen langfristig ab und man müsse sich fragen, ob das in zehn Jahren noch immer der Fall sein werde, weil die Universitäten aus Köln und Bonn beispielsweise ebenfalls bald um diese Studierenden konkurrieren würden. Man habe also die Gelegenheit, jetzt zu einer Fakultät zu werden, die für Studenten in zehn Jahren attraktiv sei.

 

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Rettet die Romanistik!

03. Juni 2014 | von
02_06_2014_RomanistikrettenZur Homepage der Romanistik

Habt ihr diese Woche schon ein Institut gerettet? Wenn nicht, dann könntet ihr doch der

Couvenhalle (beim Hauptgebäude)

am Mittwoch, den 04.06.2014

um 17:00 Uhr

einfach mal einen kleinen Besuch abstatten! Denn dort findet bald eine Infoveranstaltung des Dekanats zur Schließung der Romanistik statt – klingt vielleicht dröge, ist aber extrem wichtig, zudem, weil die Initiative zur Rettung der Aachener Romanistik durch die Anwesenheit möglichst vieler Studenten beweisen will, dass die angekündigte Schließung der Mehrheit der Studierenden eben nicht gleichgültig ist. Falls ihr euch am Mittwochabend also noch nichts vorgenommen habt, schaut doch einfach für ein Stündchen vorbei und setzt ein Zeichen – und später könnt ihr euch dann zur Belohnung einen in der Ponte trinken gehen. 😉

Die Petition hat übrigens schon über 2500 Unterstützer! Und falls die alle kommen sollten, ist die Hütte am Mittwoch voll. 😉

Zeigt, dass Studierende etwas bewegen können! Und wie einmalig es wäre, wenn sich die Hochschulleitung doch noch von den Studentinnen und Studenten umstimmen ließe!

Wir sehen uns Mittwoch,

Alexander

RWTH macht Romanistik dicht!

23. Mai 2014 | von

Böse Überraschung zum Wochenende: Eine Woche vor der Europawahl verkündet die RWTH die Schließung der Romanistik. Das bedeutet konkret, dass man die Fächer Französisch und Spanisch künftig nicht mehr in Aachen studieren kann.

Insgesamt 620 Menschen wollten zum letzten Wintersemester mit einem Studium in Französisch oder Spanisch beginnen, doch offensichtlich ist das nicht genug: In der offiziellen Bekanntmachung der RWTH ist von „rückläufigen Studierendenzahlen“ die Rede. Und auch der Bedarf an Französisch- und Spanischlehrern sinke – zumindest letzteres stimmt, wenn man sich eine Prognose des Landes NRW anschaut. Freie Kapazitäten gibt es dagegen immer noch im Unterrichtsfach Spanisch.

Anscheinend reicht das aber nicht mehr länger aus, um beide Fächer in Aachen anzubieten – gerade in unmittelbarer Nähe zu Belgien (und Frankreich) ein großer Verlust. Gut eine Woche nach Bekanntmachung der geplanten Schließung laufen bereits über 1.000 Studenten in einer Petition Sturm gegen die Pläne der Hochschule – schließlich studieren immerhin 13% aller Studierenden an der Philosophischen Fakultät. Meine Stimme  hat die Petition schon jetzt – eure auch? Oder haben Sprachen an einer Technischen Hochschule sowieso nichts verloren? Ich würde mich echt mal interssieren wie ihr dazu steht!

Gerade bei uns in Aachen tragen die beiden Studienfächer Französisch und Spanisch erheblich zur Vielfalt der Studienlandschaft bei – vor allem im Lehramt. Ohne Französisch und Spanisch werden künftige Lehramtsstudenten in Aachen nur noch die Wahl zwischen Deutsch und Englisch haben – zumindest dann, falls sie später eine Sprache unterrichten möchten. Die unmittelbare Nähe zu Belgien (einem französischsprachigen Land) und Frankreich selbst sowie die vorhanden Kapazitäten in Spanisch machen die beiden Studienfächer auch heute noch attraktiv. Falls ihr das genauso seht: Unter dem Beitrag gibt es nochmal den Link zur Petition!

Hier ein guter Artikel der Aachener Zeitung mit ein paar Hintergrundfacts!

 

HIER GEHTS ZUR PETITION: Die Fächer Französisch und Spanisch an der RWTH nicht schließen!

 

 

Bis demnächst,

Alexander

 

 

Alexander