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Berit

Back in good old Aachen

13. Juli 2015 | von

Nachdem ich mich langsam mit dem Gedanken abgefunden hatte, dass mein Auslandssemester wirklich schon vorbei und ich das Ganze, auch wenn es mir des Öfteren so vorkam, nicht nur geträumt hatte, konnte ich mich langsam wieder an Deutschland gewöhnen. Dass es noch winterlich kalt war und ich seit Monaten keinen Pulli, feste Schuhe geschweige denn Stiefel und Winterjacke getragen hatte, machte es zwar nicht leichter, aber die gemütliche Atmosphäre zu Hause, das gute Essen und Wiedersehen mit Freunden machten es schließlich doch möglich – ich war wieder richtig angekommen und Brasilien kam mir wirklich eher als ein langer Traum als gelebte Wirklichkeit vor.
Mit Deutschland meine ich in diesem Fall meine Heimat, denn mein Zimmer in Aachen konnte ich noch nicht wiederbeziehen, da ich es bis zu Semesterbeginn untervermietet hatte. Das Zurück-nach-Aachen-Kommen stand mir also noch bevor. Wie würde das wohl werden? Wird alles wie früher oder ganz anders? Fühlt man sich im Master anders als im Bachelor? Und wer sind eigentlich meine Kommilitonen? Die meisten würden fremde Gesichter sein, denn nach dem Bachelor haben viele meiner alten Kommilitonen, wie ich ein bis zwei Semester im Ausland oder Praktikum verbracht und außerdem sind zum Masterbeginn viele neue Leute von anderen Unis dazugekommen. Das mag sich jetzt für jemanden der Maschinenbau studiert vielleicht nicht so schlimm anhören, denn bei so vielen Kommilitonen kann man sich ja nicht jedes Gesicht kennen, aber wir waren gegen Ende des Bachelors noch knapp über 30 Leute – da kennt man wirklich jeden.
Zudem hatte sich auch in meiner WG viel getan während ich weg war – einige Urgesteine ausgezogen, dafür vier neue Mitbewohner. Im Wohnheim tut sich natürlich immer mehr als in „normalen“ WG’s, aber trotzdem ist es doch erst mal merkwürdig, wenn man wieder einzieht und sich irgendwie zuhause und fremd zur gleichen Zeit fühlt. Aber dieses Gefühl hat sich ziemlich schnell wieder gegeben, zwar ist es immer noch komisch, wenn ich daran denke, dass meine Mitbewohner teilweise jünger sind als meine kleine Schwester, aber gut – asi es la vida.
Ansonsten hat sich in Aachen nicht wirklich was verändert. Es gibt immer noch viel weniger Frauen als Männer (was mir in den ersten Tagen allerdings sehr stark aufgefallen ist, da es unter den Austauschstudenten in Florianópolis eher anders rum war – hab mich aber schnell wieder dran gewöhnt), die Pontstraße sieht auch noch fast aus wie früher und das Wetter hat sich auch nicht verbessert – also alles beim Alten.



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