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Berit

Da ist sie wieder – die heißgeliebte Klausurphase

28. Juli 2015 | von

Wenn das sonntägliche Gruppenfrühstück von 10 Uhr auf 8 Uhr verlegt wird, es bei jedem dritten Jodelpost um Prokrastination geht und die Bierliste am Kühlschrank eher stagniert als im üblichen Tempo weiterwächst, dann ist es mal wieder so weit – die von uns allen heißgeliebte Klausurphase ist wieder da.
Ab jetzt ist jeder Tag gleich. Aufstehen – Essen – Lernen – Essen – Lernen – Kaffe – Lernen – Essen – Schlafengehen. Also basically lernen und essen. Man weiß auch schnell nicht mehr ob Montag, Mittwoch oder Wochenende ist – erst wenn man vor den verschlossenen REWE-Türen steht dämmert es einem, dass Sonntag ist und man sich auch mal wieder bei den lieben Verwandten melden könnte, um ihnen ein bisschen vorzujammern wie schrecklich das Studentenleben doch eigentlich ist.
In der Klausurphase stelle ich mir oft die Frage, was ich eigentlich sonst mit meiner ganzen Zeit angefangen habe. Doch dann fällt mir wieder ein, dass man außerhalb der Klausurphase ein Leben hat: Freunde einfach so treffen (nicht um Klausuren durchzurechnen oder Verständnis-Fragen zu klären), Schwimmen oder Klettern gehen, generell mal öfters zum Sport gehen, Kaffee oder ein Bierchen trinken gehen oder einfach mal ein Buch lesen, einen Film gucken oder Ausschlafen. Ja das schöne Studentenleben wird in der Klausurphase leider ganz schön eingeschränkt.
Es gibt noch ein weiteres typisches Phänomen der Klausurphase (zumindest im Sommersemester): Immer wenn ich richtig lernen muss, wird das Wetter schön und es wird vor allem warm und die Verlockung nichts zu tun und sich einfach raus in die Sonne zu legen wächst von Tag zu Tag. Am Anfang war ich noch der Auffassung „na wenn die Sonne schon scheint, dass setz ich mich halt raus in den Hof und lerne dort“ – haha ja klar, großartige Idee. Nach endlosen gescheiterten Versuchen weiß ich eins ziemlich sicher: draußen in der Sonne lernen = einschlafen oder mit einem meiner Mitbewohner (und einer kommt bestimmt immer vorbei) verquatschen, also muss ich mich in mein Zimmer einsperren und die Sonne aussperren und das obwohl sie doch in Aachen so selten scheint.
Aber wenn man Glück hat winken am Ende des schwarzen Tunnels noch ein paar Wochen Semesterferien und der Gedanke an diese Zeit hält mich während der Lernzeit bei Laune. Und dieses Sommersemester hab ich tatsächlich ziemlich Glück, denn da einige Prüfungsleistungen schon während des Semesters fällig waren, hab ich nur noch 4 Klausuren und bin (wenn alles gut läuft) Mitte August für dieses Semester fertig. Und dann heißt es erst mal „Tschüss Aachen“ und (hoffentlich) „Hallo Sonne“.
Aber noch ist es leider nicht so weit, dass ich die Koffer packen kann und der Schreibtisch ruft schon wieder, denn morgen wird die erste Klausur (zumindest in der Klausurphase) geschrieben.



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