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Berit

Alle Jahre wieder…. – Prinzessinnentag

02. September 2015 | von

Es soll ja Leute geben, die ihren Geburtstag nicht besonders feiern, denen ihr Geburtstag nicht besonders wichtig ist oder die ihren Geburtstag gar so verbringen wie jeden anderen Tag im Jahr auch. Zu diesen Leuten habe ich noch nie gehört und werde ich wohl auch niemals gehören. Geburtstage sind für mich Ehrentage (auch wenn man in Grunde genommen nichts anderes gemacht hat als auf die Welt zu kommen und die Ehre wohl eigentlich eher der Mutter gebühren sollte, die dafür ganz schöne Qualen und Schmerzen auf sich genommen hat – aber egal) und dementsprechend sollen sie auch gefeiert werden. Das mir Geburtstage so überhaupt nicht egal sind, liegt sicherlich an meiner Familie. Bei uns hieß Geburtstag haben: mit Geburtstagsliedern geweckt werden, Frühstück und Geschenke ans Bett gebracht bekommen, Nachmittags Kaffee und Kuchen mit der ganzen Verwandtschaft und am Wochenende dann Kindergeburtstag mit vielen selbst ausgedachten Spielen bzw. Party mit den Freunden als ich dann älter wurde. Ja Geburtstag haben war einfach immer toll.
Und dann kam ich nach Aachen. Da ich am gleichen Tag wie Harry Potter Geburtstag habe, liegt mein Geburtstag eigentlich immer in der Klausurphase. Unglücklicherweise habe ich auch – mit Ausnahme von diesem Jahr – natürlich auch immer ein oder zwei Tage nach meinem Geburtstag eine Klausur schreiben müssen, so dass ich ihn am Anfang gezwungenermaßen, später dann freiwillig immer in Aachen gefeiert habe. Das hieß dann also erst mal kein Wecken mit Geburtstagsliedern und Frühstück ans Bett mehr, so dass eine neue Art der Zelebration her musste. Ich weiß gar nicht mehr genau wie es dazu kam, doch seit meinem ersten Geburtstag in Aachen hat es sich so eingebürgert, dass ich den ganzen Tag (pünktlich ab 00.00 Uhr) mit einem rosa Krönchen, das bei Bedarf auch blinken kann, durch die Gegend laufe. Manche mögen das peinlich oder albern finden, aber es hat sich halt irgendwie so eingespielt und solange ich meinen Geburtstag in Aachen feier, wird sich das wohl nicht mehr ändern (letztes Jahr habe ich sogar meine Bachelor-Arbeit an meinem Geburtstag abgegeben – bin also mitsamt Krönchen ins ZPA und zum betreuendem Professor spaziert – unvergesslich). Auch wenn es kein Geburtstagsfrühstück ans Bett mehr gibt, meine Familie rückt trotzdem noch jedes Jahr zu Kaffee und Kuchen an. Und irgendwie sind Geburtstage seit ich in Aachen bin noch besonderer geworden, denn als ich noch zu Hause gewohnt habe, habe ich meine Familie ja ständig um mich rum gehabt, jetzt sehe ich sie vereinzelt mal alle paar Monate und noch seltener alle zusammen. (Fast) alle einem wichtigen Menschen um sich zu haben, ist doch eigentlich das wundertollste Geburtstaggeschenk, was einem Familie und Freunde machen können – und wenn’s dabei noch Kuchen gibt, umso besser.

Das obligatorische Bild mit Krönchen

Das obligatorische Bild mit Krönchen



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