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Berit

Aachener Weinsommer

10. September 2015 | von

Kurz nach Beginn der Reit-EM, die dieses Jahr in Aachen stattfindet, startete auch der Aachener Weinsommer. Ich hab’s zwar leider nicht zum eigentlichen „Weinsommer“ auf den Katschhof geschafft, dafür stand aber eine Weinprobe in dem Weinladen in der Neupforte an.

Weinprobe, hört sich erst mal so fancy an. Und eigentlich bin ich ja auch eher die Bier als Weintrinkerin. Und Ahnung hab ich von Wein ja schon mal gar nicht. Das einzige was ich vor der Weinprobe so richtig wusste war, dass ich eher Rot- als Weißweintrinkerin war und dass da auch mal der 2 €-Wein aus dem Supermarkt ausreicht.

Bei der Weinprobe ging es dann mit Weißwein los, zu meiner Überraschung schmeckten mir die ersten beiden Weißweine direkt richtig gut. Also erste Erkenntnis des Abends: Ich mag Weißwein, nur da darf es halt nicht der für 2€ aus dem Supermarkt sein. Es kamen noch 4 weitere Weißweine, von denen mir noch ein weiterer richtig gut schmeckte. Nachdem wir mit der ersten Hälfte der Weine (den Weißweinen) durch waren, bekamen wir auch eine Liste mit allen Weinen der Weinprobe, außerdem erfuhren wir, dass alle Weine, die wir probierten bei ca. 5-12 € die Flasche lagen, also wirklich bezahlbar. Also direkt die zweite Erkenntnis des Abends: Guter Wein ist gar nicht unbedingt unbezahlbar und es lohnt sich vielleicht wirklich mal in den Weinladen anstatt in den Supermarkt zu gehen, weil man beraten wird und sicherlich auch das bekommt was auf der Flasche steht. Weiter ging es dann mit den Rotweinen. Und obwohl ich mich ja vorher noch als Rotweintrinkerin bekannt hatte, schmeckte mir hier nur ein Wein richtig gut, die anderen waren mir oft zu schwer oder zu kräftig. Bei jedem Wein den wir probierten sollten wir sagen was wir meinten raus zu schmecken bzw. an was uns der Geschmack erinnerte. Zur Hilfe gab es dabei so eine Art „Aromenkreise“ mit den wildesten Vorschlägen von verschiedenen Früchten und Gemüsen (ok das mag noch einleuchten) aber auch Teer, Gras und Papier waren dabei. Zu jedem Wein gab es Anekdoten zu seiner Herkunft, dem Anbaugebiet, der Herstellung und den Besonderheiten. Ich habe echt einige Dinge gelernt, die ich so überhaupt nicht wusste z.B. dass es nur noch sehr wenige Wurzelechte Reben gibt, d.h. das Wurzel und Rebe von Anfang an zusammengehören, sondern dass die meisten Reben auf (ich meine) amerikanische Wurzeln gesetzt werden, weil diese widerstandsfähiger sind. Am Abschluss des Abends waren wir also um einige Kenntnisse reicher und hatten 11 verschiedene Weine probiert, von denen 4 sehr nach meinem Geschmack waren (und davon wie gesagt 3 Weißweine – schon allein für diese Erkenntnis hat sich der Abend gelohnt).

Und für mich steht eins fest, das nächste Mal wenn ich Lust auf Wein habe, geh ich in den Weinladen, denn es ist wirklich nicht viel teurer als im Supermarkt, dafür kann man sich aber sicherer sein, dass einem der Tropfen auch schmeckt und man das bekommt was man möchte.



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