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neuland: Der Erstsemester-Blog

Münster, Bonn, Aachen

09. Oktober 2013 | von

13-40_muenster_ahWas tut man, wenn man eine Woche lang so gut wie gar nicht in Aachen war und daher keine unterhaltsamen Unigeschichten zu erzählen hat? Richtig, man kupfert ab und klaut bei denen, die was zu erzählen haben! Wie ich zum Beispiel. (;

Ich fuhr diese Woche nämlich nach Münster und besuchte dort einen guten Freund, der seit einigen Wochen Architektur studiert und sich inzwischen in seiner neuen Wohnung eingerichtet hat. Die ist zwar klein und kostet monatlich ein stolzes Sümmchen (Münster ist hinsichtlich der Mietkosten genau so schlimm wie Aachen), besticht aber durch die stilsichere Einrichtung einer nicht weiter erwähnten schwedischen Möbelhauskette (die ich demnächst auch mal stürmen werde, ich brauch dringend mal einen neuen Schreibtisch). Nachdem ich die ersten dreieinhalb Stunden Zug- und Busfahrt hinter mich gebracht hatte und endlich bei ihm angekommen war, gabs erstmal etwas Selbstgekochtes (wie vom Italiener!) und danach allerhand zu erzählen – zum Beispiel über kaputte Heizungen. Die scheint bei ihm zwar warm zu werden, aber kein bisschen zu heizen. Als es dann eines Abends trotzdem spürbar wärmer wurde, glaubte er das Problem gelöst zu haben – skeptisch machte nur das komische Leuchten aus der Küche, in der, wie sich nach kurzer Recherche herausstellte, seit fünf Stunden der Backofen lief. Dort war es nun zwar nicht mehr auszuhalten, der Rest der Wohnung aber angenehm temperiert – trust him, he’s an engineer! Doch abgesehen von diesen kleineren Startschwierigkeiten kommt der aufstrebende Architekturstudent super zurecht und ist von Münster angetan. Ist aber auch wirklich eine schöne Stadt. Was mich aber am meisten gefreut hat war die Tatsache, dass man sich trotz der Entfernung immer noch wunderbar versteht und der Anfang des Studiums längst nicht das Ende aller alter Freundschaften bedeuten muss – auch wenn man auseinandergeht. Ich werde demnächst sicherlich nochmal vorbeischauen und dann hoffentlich auch eine längere Zeit dort bleiben können, letzte Woche musste ich leider viel zu schnell wieder verschwinden.

13-40_bonn_ahAm nächsten Tag ging es nämlich Richtung Bonn, wo verschiedene Persönlichkeiten im früheren neuen Plenarsaal des Bundestages passend zum Tag der deutschen Einheit über die Wiedervereinigung und Heimat sprachen. Schon komisch auf den Stühlen zu sitzen, von denen Politiker einmal über die Zukunft Deutschlands entschieden haben – oder fast auf ihnen einzuschlafen, denn der Schlafmangel nach dem langen Tag vorher machte sich bemerkbar und lockte so manchmal ins Reich der Träume. Macht aber nichts, denn der Tag war trotzdem interessant und verpasste mir die wöchentliche Dosis Kultur.

Doch damit war die Woche noch nicht zu ende, denn Freitag stand das erste Treffen meines Studienganges in Aachen an. Mit über dreißig Literatur- und Sprachwissenschaftlern zogen wir erst durch Aachen und fanden trotz anfänglicher Zweifel später genügend Platz im Sowiso – wobei, eigentlich sollte ich Literatur- und Sprachwissenschaftlerinnen schreiben, denn zunächst blieb ich der einzige männliche Ersti. Das änderte sich erst später, als zwei weitere zu uns stießen und so den Testosteronpegel der Gruppe in ungeahnte Höhen schraubten. Ich bin mal gespannt, ob es im Studium genauso aussieht oder sich doch noch mehr Jungs finden lassen, die dasselbe studieren wie wir. Mit den Komponenten Deutsch und Englisch bin ich auf jeden Fall nicht alleine und kann mich auf etwas Gesellschaft in den Vorlesungen freuen!

Nächste Woche geht es dann mit der Orientierungswoche richtig los – mal abwarten, was da alles auf mich zukommt. Und vielleicht bekomm ich dann auch endlich mal meinen Stundenplan zusammen. Oder vielleicht mal Post vom BAföG-Amt – hoffentlich überarbeiten die sich nicht! Nächste Woche steht übrigens auch ein Kick-off mit den Bloggern und der RWTH auf dem Plan, vielleicht kann man da ja auch etwas zu schreiben!

Bis dahin,

Alexander

 

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