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neuland: Der Erstsemester-Blog

Das RWTH-ABC

23. November 2013 | von

Weil die meisten RWTHler Buchstaben nur als Variablen irgendwelcher komplizierten Gleichungen kennen und dieser Zustand aus der Sicht eines Geisteswissenschaftlers absolut inakzeptabel ist, habe ich mir das Alphabet vorgeknöpft und schön sortiert das wichtigste zusammengeschrieben! In diesem Beitrag gibt es die erste Hälfte, die zweite folgt vermutlich gegen Weihnachten herum (kümmert euch schon mal um Geschenke, das geht jetzt wirklich flott!). Wenn ihr für die Buchstaben N bis Z Vorschläge habt, schreibt sie mir in die Kommentare! 🙂

A

A wie Audimoritz

Moment, Audimax ist klar, aber was ist bitte das Audimoritz? Nun, eigentlich sollten wir darin schon seit diesem Wintersemester sitzen können, doch weil Bau- und Finanzierungspläne gleichermaßen über den Haufen geschmissen wurden, ziehen sich die Arbeiten am bald größten Hörsaalgebäude der RWTH (und vielleicht sogar dem größten Europas) weiter hin. In Anlehnung an den bisherigen Spitzenreiter (dem Audimax) erhielt der Megabau an der Claßenstraße den Kosenamen Audimoritz. Wenn alles gut geht, sollen 2015 die ersten Vorlesungen stattfinden. Aber bis dahin soll ja auch der Berliner Flughafen fertig sein…

B

B wie Bibliothek

Egal welcher Studiengang, hier kommt langfristig niemand dran vorbei: In Zeiten von E-Books und Tablets ist der erste Besuch für manche zwar durchaus mit einem Schock verbunden („Wie jetzt, Papier?“), trotzdem lädt die Bib zum bleiben ein. Es sei denn, man wechselt (leise! kaum hörbar!) ein paar Worte mit jemand anderen – in diesem Fall wird man von allen Seiten mit tödlichen Blicken durchbohrt.

C

C wie SuperC

Das SuperC befindet sich direkt am Hauptgebäude und verdankt seinem Namen der… nun, eigentlich weiß das keiner so genau. Die Form kanns eigentlich nicht sein, erinnert der Verwaltungsbau doch eher an eine überdimensionierte Bushaltestelle oder ein umgedrehtes L. Weil die Bezeichnung SuperUmgedrehtesL aber wohl zu unhandlich für den täglichen Sprachgebrauch war, hat man bei der Namensgebung auf Genauigkeit verzichtet und aus Jux das C gewählt. Dass das bislang niemandem auffallen wollte, liegt anscheinend wie vermutet daran, dass die sich Aachener Studenten mit Buchstaben nicht so richtig auskennen.

D

D wie Delirium

Delirium, delarium, voll wie ein Aquarium. Kommt manchmal nach Abenden in der Pontstraße vor… oder wo auch immer der war…13-45_entchen-ah

E (wie Entchen)

E wie Exzellent

Wer das nicht versteht darf sich eine neue Uni suchen.

F

F wie Frauen

Sieht man anteilstechnisch an der RWTH schon seltener!

wie Feuerzangenbowle

Großevent in Aachen, das an diesem Wochenende stattfindet! Nächste Woche gibts dann mehr über Pfeiffer (mit drei „f“!)!

G

G wie Geld

Haben die meisten Studenten prinzipiell zu wenig. Grund dafür sind schwindelerregende Mietpreise, gigantische Anschaffungslisten und die sich immer wieder als ungünstig erweisende Lage der Pontstraße. Abhilfe schaffen Studentenjobs.

H

H wie Hausaufgaben

Gibt es hier auch, anders als in der Schule interessiert sich aber nur noch in den seltensten Fällen jemand dafür, dass die auch erledigt werden. Insofern gut, dass man eigentlich viel freier lernen könnte, insofern schlecht, dass man es halt nur könnte. Stattdessen gibt es so viel wichtigeren Kram zu erledigen und – oh, die Woche ist ja schon wieder rum!

I

I wie Intelligenz

Hilft!

J

J wie Jobben

Der einzige Weg, um abgesehen vom BAföG an Geld heranzukommen. Die Palette reicht von Kellnern, Nachhilfe und Korrigieren über Hiwi-Stellen bis zu Praktika und Jobs in der Garderobe. Oder aber man bloggt einfach über sein erstes Semester. Sollen auch ein paar machen!

K

K wie Klausurrelevant

Alles!

L

L wie Leistungsüberprüfung

Genauso beliebt wie Klausuren und Tests in der Schule. Während beim eTest häufig „nur“ Kreuzchen bei Multiple Choice-Fragen gesetzt werden müssen, kann eine ausgewachsene Klausur gerne mal zwei Semester umfassen („Kombiklausur“) und durchaus zum Verzweifeln bringen. Zwei Wochen vorher mit dem Lernen anzufangen reicht da leider nicht mehr aus, wie schön war da die Schule!

 

wie L2P

Kommt eigentlich von L²P, das ausgeschrieben Lehr- und Lernportal bedeutet. Hier findet man ungefähr alles, daher extrem nützlich. Einzig und allein die Schachtelstruktur der Ordner ist blöd, daher ist dieses kostenlose Programm ziemlich praktisch, das automatisch alle verfügbaren Dateien auf die heimische Festplatte saugt. Danke an Lukas für die Empfehlung!

M

M wie Mitschreiben

Kann man getrost vergessen, denn die meisten Professoren legen ein so schnelles Tempo vor, dass man mit dem Mitschreiben der Folien und des Vortrages kaum bis gar nicht hinterherkommt. Das geschundene Handgelenk dankt es einem mit Sehnenscheidenentzüdungen (zu erkennen an den fashen Handgelenkstützen in blau und vielen weiteren Farben!). Wenn man Glück hat, hat der Prof die Folien auf L2P gestellt. Wenn nicht… nicht.

 

Hat euch das ABC gefallen? Was würdet ihr verbessern? Schreibts mir in die Kommentare und schlagt eure eigenen Wörter vor! 🙂

 

Bis dahin,

Alexander

 

* Zu den Kommentaren: Um Missverständnisse ausdrücklich auszuräumen und auch zukünftig zu vermeiden, habe ich den Punkt umformuliert.

7 Antworten zu “Das RWTH-ABC”

  1. Julian sagt:

    Hi Alex,
    unter „F“ hast du geschrieben

    „F wie Frauen

    Unwichtig, Maschis haben so etwas nicht.“

    Ich finde das ziemlich frauenfeindlich, Frauen als unwichtig zu beschreiben! Darüber hinaus vergisst du, dass auch Frauen Maschinenbau studieren. Ich denke mir mal, du hast das als Witz gemeint. Selbst dann halte ich das für nicht angebracht.

    • Alexander sagt:

      Hallo Julian,
      danke für deinen Kommentar!

      Natürlich halte ich Frauen nicht für unwichtig, das habe ich auch gar nicht geschrieben – nur, dass sie für Maschinenbauer (anteilig) keine wirkliche Rolle spielen. Klar, es gibt auch Frauen, die Maschinenbau studieren, nur sind sie mit nur knapp über 10% aller Studierenden deutlich in der Unterzahl. Maschinenbau ist übrigens auch das Fach mit der schlechtesten Frauenquote an der RWTH – das zu schreiben ist dann aber nicht frauenfeindlich von mir, sondern einfach nur ein kleiner Seitenhieb. 😉 Schließlich sollen meine Beiträge unterhalten und niemanden diskriminieren.

      Viele Grüße
      Alexander

      • Julian sagt:

        Zur Info: Der Anteil von Frauen in der Studierendenschaft liegt bei 31%. Im Maschinenbau sind es 11,4%. Und wenn du das bemängeln wolltest dann hättest du das anders schreiben müssen. Du schreibst ganz klar, dass sie unwichtig sind und Maschis „sowas“ nicht haben. Da packst du auch noch diese Besitz-Komponente rein, als würde man Frauen „haben“ können. Das ist schon hart frauenfeindlich. Da das ganze auch Stichwortcharakter hat, steht die Aussage zwischen Feuerzangenbowle und exzellent ziemlich alleine und deine vermutliche Intention kommt dadurch nicht rüber.

        • Alexander sagt:

          Die von dir genannte Zahl im Maschinenbau ist korrekt, wie ich in meiner ersten Antwort auch schon geschrieben habe. Die zweite stimmt ebenfalls, spielt jedoch keine Rolle, da ich ausdrücklich auf Maschinenbau verweise. „Bemängeln“ möchte ich überhaupt nichts, nur unterhalten – auch das habe ich schon geschrieben!

          Ich denke, dass du vielmehr ein Problem damit hast, dass ich es eben NICHT „ganz klar“ geschrieben habe. Denn was mit „unwichtig“ gemeint war ist „unwichtig zu erklären“ und eben nicht „Frauen sind unwichtig“.

          Zur Besitzkomponente: Das finde ich sehr weit hergeholt, zumal das absolut nicht meinem Wortsinn entspricht. Es geht um die Tatsache, dass der Studiengang Maschinenbau wenig Studentinnen HAT und nicht darum, dass Maschinenbauer keine Beziehungen hätten – was ich weder andeuten wollte, noch für richtig halte. Wenn du es aber nicht so verstanden hast (wieso auch immer), dann wüsste ich nicht, wer da wen besitzen sollte.

          Auch, dass es der einzige Unterpunkt mit Stichwortcharakter ist, stimmt nicht: Schau mal unter „K wie Klausurrelevant“ oder „I wie Intelligenz“ nach, dort findest du sogar noch kürzere Absätze. Ein letztes Mal zur Intention: Ich möchte weder bemängeln, noch kritisieren, sondern einzig und allein unterhalten! Einzige Ausnahme ist ein Link in der Beschreibung zu L2P, den ich tatsächlich nützlich finde und teilen wollte. Abgesehen davon ist der Beitrag (wie die meisten anderen von mir) augenzwinkernd geschrieben. Ich möchte mich nicht in eine frauenfeindliche Ecke drängen lassen und auch keine Intention angedichtet bekommen, die ich gar nicht beabsichtigt habe, denn das würde weder dem Beitrag noch mir selbst gerecht werden.

          Wenn ich deinen Humor nicht getroffen habe, dann kann ich daran nichts ändern – Geschmäcker sind eben verschieden. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass ich mit diesen sechs Wörtern irgendjemanden angegriffen habe.

          Viele Grüße
          Alexander

  2. laura sagt:

    zeit, dass sich hier mal eine frau meldet, oder?
    ich konnte drüber lachen und habe mich kein bisschen diskriminiert gefühlt.

    alexander hat recht: es bringt wenig, bei solchen aussagen an der satzoberfläche zu kritisieren. gesagtes und gemeintes sind nicht das gleiche und der K – wie kompetenter leser – versteht so etwas in der regel auch. nur so funktioniert ironie, und die ist es auch, die den text unterhaltend macht.
    es ist auch nicht einmal eindeutig, dass sich ‚unwichtig‘ hier auf frauen an sich bezieht. ich lese hier, dass „F – wie frauen“ als eintrag für ein rwth-alphabet unwesentlich ist (daher folgt „F – wie feuerzangenbowle“). das ist etwas völlig anderes (M – wie metasprache) und höchstens ein kleiner seitenhieb in richtung rwth und maschinenbau. aber bei denen scheint keiner angst zu haben, sie könnten durch einen blogeintrag diskriminiert werden.

    ich würde mich über einen zweiten teil freuen!
    viele grüße
    laura

    • Alexander sagt:

      Hallo Laura, danke für deinen Kommentar! Freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat! 🙂 Der zweite Teil kommt schon bald in der Weihnachtspause, das dauert also nicht mehr lang!
      Viele Grüße
      Alexander

    • Julian sagt:

      Da ich bei euch keine Einsicht auf diesem Wege der Diskussion sehe, werde ich jetzt hier nichts mehr dazu sagen. Bis auf eins: Nur weil du, Laura, dich als Frau nicht diskriminiert fühlst, heißt das ja nicht, dass sich niemand diskriminiert fühlt. Vielleicht denkt ihr da mal drüber nach.
      Schöne Grüße
      Julian

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