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neuland: Der Erstsemester-Blog

„Moves like Jagger!“

12. Dezember 2013 | von

Militärischer Drill, Gleichschritt. Ist es die Fremdenlegion? Nein, es ist härter. Es ist ein Kurs des Hochschulsportzentrums der RWTH, vielleicht der härtesten Kurs in ganz Aachen. Wo immer jemand aus der Reihe tanzt, folgen lautstarke Anweisungen: „Los, Melonen unter die Arme!“, „Kopf nach oben!“. „Hoch mit den Haxen!“. Auch die Frage „Was ist das denn für eine Körperhaltung?“ hat sich uns ins Gedächtnis gebrannt. Um welchen Kurs es geht? Nun, um einen Tanzkurs. Aber nicht irgendeiner, nein, um die Mutter aller Tanzsportarten – Gesellschaftstanz.

Wen ich jetzt mit der Einleitung verschreckt haben sollte: Nein, so streng ist Tanzen an der RWTH natürlich nicht, ganz im Gegenteil! Zusammen mit meiner Tanzpartnerin und gut zwanzig anderen Paaren geht es jede Woche in die Sporthalle in der Ahornstraße, um von Samba über Wiener Walzer alles zu lernen, was der Standardtanz so zu bieten hat. Wie alle anderen Sportkurse war auch Gesellschaftstanz sehr begehrt und direkt zu Semesterbeginn ausgebucht – dass meine Partnerin und ich trotzdem einen Platz ergattern konnten, verdanken wir langen Abenden auf der Internetseite des HSZ (unter stetigem Hämmern auf die „Aktualisieren“-Taste – es könnte ja was frei werden) und unseren sehr freundlichen Tanzlehrern, die uns auch eine Woche später noch in den Kurs aufgenommen haben.

 

Lange Abende gibt es jetzt zwar auch, nun wird aber getanzt! Die zwei Stunden vor dem Kurs kann man sich optional mit Lernen vertreiben, was in der siebten Woche Studium gar keine so schlechte Idee ist. Wirklich etwas anderes kann man dort oben in der Ecke nämlich nicht machen, insbesondere Essbares ist schwer aufzutreiben (wie ich leidvoll erfahren musste).

 

Und das Tanzen? Macht einfach nur Spaß. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass wir zu den Paaren gehören, die am meisten lachen, einfach weil es so viel Spaß macht – und das entschädigt dann auch für die Warterei in der nasskalten Jahreszeit und nächtliche Zugfahrten (bisher immer Glück gehabt! Mal sehen wie das mit Schnee werden wird, wenn der letzte Zug nachhause ausfällt und ich am Westbahnhof campen kann.). Bei geballter gute Laune ist es fast schon wieder schade, dass es (abgesehen vom freien Training) nur einen Termin pro Woche gibt.

 

Was macht ihr für Sport? 🙂 Falls ihr die Kommentarbox nicht finden solltet – die ist direkt hier drunter!

 

Machts gut,

Alex

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