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Fabian (Beijing)

Schlaaaaaand-Stimmung in Peking

18. Juni 2014 | von

Die Fußball-Weltmeisterschaft läuft! Foto 1 (2)Und die will man natürlich auch in Asien verfolgen. Aufgrund der Zeitverschiebung ist  das allerdings gar nicht so einfach, denn Anstoß für die Vorrundenbegegnungen ist hier zwischen 0 und 6 Uhr Ortszeit. Das bedeutet also entweder lange aufbleiben oder früh aufstehen – oder einfach gar nicht schlafen.

Am Montag, oder am besser gesagt am Dienstag nach chinesischer Zeit, startete auch die deutsche Mannschaft ins Turnier. Und wir deutschen Studenten durften uns das Spiel sogar auf „heimischem Boden“ ansehen, die der deutsche Botschafter in Peking hatte zum gemeinsamen Public Viewing in die Botschaft geladen. Ausgestattet mit Deutschlandtrikot (nicht ganz original, aber dafür auch nur 8,50€ bei passabler Qualität) stellten wir uns pünktlich um 23 Uhr in die Warteschlange und waren über den Andrang überrascht, insgesamt dürften einige Hundert Deutsche vor Ort gewesen sein.

Noch größer war die Freude dann nach dem Eintritt, denn neben einer großen Leinwand fuhr die Botschaft auch deutsches Bier (Pils & Weizen) sowie Brezeln und Bratwurst (!!!) auf. Was man über Monate in Peking kulinarisch vermisst hatte, wurde nun in Hülle & Fülle und kostenlos angeboten. Schon vor dem Anpfiff war ich im siebten Himmel.

Das Spiel werdet ihr sicher auch verfolgt haben, daher mussFoto 3 ich da nicht in die Details gehen. Kurz vor dem Herzkasper war ich allerdings bei der Ausführung des Elfmeters von Thomas Müller, als im Anlauf auf einmal der englischsprachige Stream stehen blieb. Nach langen zähen Sekunden durften wir dann auch, wenn auch etwas verspätet, jubeln. Um weiteren Herz-Rhythmusstörungen vorzubeugen, wurde anschließend auf chinesisches Fernsehen umgestellt.

Die ganz ausgelassene Public Viewing Stimmung kam im Anschluss nicht mehr richtig auf. Vielleicht lag es an der späten Uhrzeit, vielleicht an dem ungewöhnlichen Ort, und nicht ganz unbedeutend war sicherlich auch, dass spätestens zur Halbzeit komplett die Luft raus war. So hatte sich die Botschaft auch nach Spielende ziemlich schnell geleert. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis, vielen Dank für die Einladung!

Weiter geht es dann am Sonntagmorgen gegen Ghana. Diesmal ganz „regulär“ in einer Bar. Und Durchhaltevermögen sollte man auch mitbringen – die Begegnung beginnt um 3 Uhr.

Viele Grüße aus Peking!

 

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