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Fabian (Beijing)

Wenn einer eine Reise tut…

18. Juli 2014 | von

…so kann er was erzählen. Und bei Reisen durch China erlebt man eine ganze Menge. Zurzeit reise ich mit Freunden vier Wochen mit dem Auto quer durch das Land und anschließend noch fünf Tage nach Tibet, bevor unser Visum abgelaufen ist und wir uns auf den Weg nach Deutschland machen.
fabianwüste

Los ging die ganze Tour in Peking, per Mietwagen fahren wir erst nach Osten durch die Innere Mongolei und die Wüste zur Seidenstraße, dann Richtung Süden durch die landschaftliche Schönheit Sichuans, und drehen anschließend noch eine große Runde, ehe wir das Auto in Chengdu zurückgeben und per Zug nach Tibet fahren. Wer mehr Details über die Reise erfahren möchte, hier klicken.

Neben den touristischen und absolut sehenswerten Highlights der Reise und dem alltäglichen Wahnsinn auf den Straßen sind es vor allem die kleinen Erlebnisse und Begegnungen, die die Reise besonders machen. Sobald man sich aus dem dann doch ziemlich internationalen Peking entfernt und etwas weiter ins Ländliche fährt, kommt man schnell in Gegenden, wo die Bewohner scheinbar noch nie einen Ausländer gesehen haben – und erst recht keinen, der knapp zwei Meter groß ist und rote Haare hat.

Die allgegenwärtigen Smartphones sind natürlich direkt gezückt, aber im Gegensatz zum anonymen Treiben in der Beijinger Subway wird jetzt eher mal gefragt, ob man nicht zusammen ein Foto machen könne. Oder man macht einfach so offensichtlich und ohne Hemmungen Bilder von uns, dass man scheinbar von einem stillen Einverständnis ausgeht.
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Besonders interessant sind die Reaktionen von Kindern, denen wir offenbar wie große Clowns vorkommen. In einem großen Nationalpark in der Provinz Sichuan hielten mehrere Mütter ihre Kinder dazu an, mit uns auf Englisch ein Gespräch zu beginnen. Dieses war zwar sehr lustig, aber mangels Sprachkenntnissen auch leider ziemlich schnell wieder vorbei. Noch skurriler war es, als in einem kleinen Dorf in der Provinz Gansu ein Vater mir plötzlich sein kleines Kind entgegenhielt, und ehe ich mich versah, hatte ich ein kleines Mädchen auf dem Arm und die Eltern knipsten fleißig drauf los.
fabian kind
Was aber überall gleich ist, ist die Freundlichkeit der Menschen. Auch wenn es in der Kommunikation irgendwann scheitert, werden eben Hände und Füße zur Hilfe genommen, um uns zu helfen. Und gerade jetzt, während bzw. kurz nach der Fußball-Weltmeisterschaft hat man schnell ein Gesprächsthema. Dass Deutschland Weltmeister geworden ist, hat man hier jedenfalls auch mitbekommen und bejubelt.

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