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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

CDS-Kurs „Management von Forschungsdaten“ am 29.01.2016

18. Januar 2016 | von

Forschungsdaten sind Grundlage und Ergebnis der wissenschaftlichen Arbeit. Ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit dieser wertvollen Wissensressource steigert die Effektivität der Forschung und wird zunehmend auch von Drittmittelgebern gefordert.

Möchten Sie Ihren persönlichen Umgang mit Forschungsdaten optimieren, dann kommen Sie zum nächsten CDS-Kurs „Management von Forschungsdaten“, der am Freitag, den 29.01.2016 in der Universitätsbibliothek stattfindet. Dieser interdisziplinäre Kurs gibt Ihnen einen Überblick über das Themengebiet und die Unterstützungsangebote seitens der RWTH.

Bei Fragen zu Kursinhalten wenden Sie sich bitte an das Team Forschungsdaten der UB: forschungsdaten@ub.rwth-aachen.de

Themenschwerpunkt Forschungsdatenmanagement auf dem Infotag des IT Centers am 20.01.2016

08. Januar 2016 | von

Der zweite Infotag des IT Centers steht unter dem Motto „eScience“ und findet am Mittwoch, den 20. Januar 2016 im Foyer des Gebäudes Kopernikusstr. 6 statt. Beginn ist 9.00 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Drei Vorträge bilden den thematischen Schwerpunkt zum Forschungsdatenmanagement:

  • Albert Bilo, CIO und Direktor der Universitätsbibliothek an der Universität Duisburg-Essen wird über den Stand von Forschungsdatenmanagement in NRW berichten.
  • Einen Einblick in die Praxis des Forschungsdatenmanagements in interdisziplinären Forschungsprojekten gibt Prof. Georg Bareth von der Universität zu Köln.
  • Benedikt Magrean, Geschäftsführer des IT Centers, informiert über den Stand und die geplanten Aktivitäten zum Forschungsdatenmanagement an der RWTH Aachen.

In den Pausen bietet eine Poster-Ausstellung Anregungen zu ausführlichem Austausch im persönlichen Gespräch.

Neben dem Schwerpunktthema werden noch viele weitere Vorträge zu verschiedenen Themen der Hochschul-IT angeboten. Das vollständige Programm finden Sie hier.

Projektgruppe unterstützt Forschungsdatenmanagement an der RWTH

23. November 2015 | von

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der RWTH brauchen eine Umgebung, in der sie mit ihren Forschungsdaten effizient, unkompliziert und rechtlich abgesichert arbeiten können. Vor diesem Hintergrund hat das Rektorat am 29.09.2015 – dem Vorschlag der AG Forschungsdatenmanagement entsprechend – die Einsetzung einer Projekt-Gruppe zum Forschungsdatenmanagement beschlossen.

Die Projektgruppe unter Leitung von Herrn Magrean (IT Center) setzt sich aus Mitarbeitenden des IT Centers, der UB, der ZHV sowie Vertretern der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen. Ihre Arbeit wird durch eine Lenkungsgruppe unter der Leitung des Prorektors für Lehre, Prof. Mathar, gesteuert.

Ziel ist der stufenweise Aufbau von Angeboten, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sensibilisieren, qualifizieren oder die technische Unterstützung bieten, ein nachhaltiges und qualitätsvolles Forschungsdatenmanagement in ihrer Arbeitsumgebung zu etablieren. Dabei sieht das Projekt bis Ende 2017 u.a. folgende Teilziele vor:

  • Erarbeitung eines Leitbildes zum Forschungsdatenmanagement
  • Etablierung eines ganzheitlichen Beratungsangebotes
  • Entwicklung von Weiterbildungsangeboten
  • Bereitstellung durchgängiger technischer Lösungen zur Unterstützung des gesamten Forschungsprozesses in mindestens 3 Fachdisziplinen

In enger Abstimmung mit den Forschenden werden zunächst fünf Use Cases erarbeiten, um die Entwicklung der für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement notwendigen Infrastrukturen und unterstützenden Services optimal am Bedarf der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu orientieren.

Die Projektgruppe ist offen für weitere Anwendungspartner, Best Practices oder Herausforderungen im Datenmanagement, um die Anforderungen möglichst vieler Einrichtungen und Fachbereiche in der Entwicklung berücksichtigen zu können. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unseren SPOC (Single Point Of Contact servicedesk@itc.rwth-Aachen.de ).

Informationen zum Forschungsdatenmanagement an der RWTH Aachen finden Sie auch auf unserer Webseite oder nutzen Sie die Informationsseiten der UB.

HRK – Wie Hochschulleitungen das Forschungsdatenmanagement voranbringen können

13. November 2015 | von

Dies ist das Thema einer umfangreichen Empfehlung, die am 10.11.2015 von der Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) verabschiedet wurde. Sie baut auf einer Empfehlung vom Mai 2014 auf, in der bereits das Management von Forschungsdaten zu einer zentralen strategischen Herausforderung für Hochschulleitungen erklärt wurde, und zeigt Handlungsoptionen, Orientierungspfade und Umsetzungsmöglichkeiten beim Aufbau von institutionellen Infrastrukturen, die für ein qualitätsvolles Forschungsdatenmanagement notwendig sind.

In der vorliegenden Empfehlung werden die vielschichtigen Entwicklungen und Herausforderungen daher aus der Organisationsperspektive in Form einer praktischen Handlungsanleitung dargestellt. Damit wird den Hochschulleitungen erstmals ein konkreter Leitfaden für die Weiterentwicklung des FDM an der eigenen Hochschule und innerhalb von Verbünden an die Hand gegeben.

Zudem appelliert die HRK an die Politik in Bund und Ländern, sowohl eine koordinierende Rolle beim Aufbau übergreifender Infrastrukturen zu übernehmen als auch die notwendige Finanzierung bereitzustellen.

DINI/nestor-Workshop „Forschungsdaten auswählen und bewerten“

28. Oktober 2015 | von

Am 17.11.2015 findet an der Universität Duisburg-Essen der vierte Workshop der DINI/nestor-AG Forschungsdaten statt. Er thematisiert die Fragen rund um die Auswahl und Bewertung von Forschungsdaten für die Archivierung:

[…] Wie wird entschieden, welche Forschungsdaten in welcher Form aufbewahrt werden und welche nicht? Wer entscheidet letztlich über Auswahl und Archivierung?

Der Workshop hat nicht die Erwartung, fertige Lösungen zu präsentieren. Ziel ist es vielmehr, die zu diskutierenden Faktoren in Form von Vorträgen und Breakout-Sessions herauszuarbeiten.

In der Session „Praktische Übung zum Auswählen und Bewerten von Forschungsdaten“ erarbeiten Kleingruppen anhand von konkreten Beispielen Argumente für erhaltenswerte und nicht erhaltenswerte Forschungsdaten. Hierfür suchen wir insbesondere Negativbeispiele. Denn während sicher erhaltenswerte Forschungsdaten leicht zu finden sind, sind Daten, die die Datenproduzenten selbst als nicht erhaltenswert einschätzen, viel schwieriger zu identifizieren und in der Regel nicht zugänglich.

Als Moderator dieser Session würde ich mich besonders über konkrete Beispiele von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der RWTH freuen! Wenn Sie den Workshop mit einem Beispiel aus Ihrer Forschung unterstützen möchten, schicken Sie bitte bis zum 08.11.2015 eine Kurzbeschreibung der Daten (nicht die Daten selbst) an: d.schmitz@ub.rwth-aachen.de. Wenn Sie gerne persönlich am Workshop teilnehmen wollen, erfolgt die Anmeldung über die DINI-Webseite.

TIFF oder JPEG2000 zur Archivierung von Rastergrafiken?

13. Oktober 2015 | von

Am 30.09. und 1.10.2015 fand am Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften (ZB MED) in Köln ein Workshop zu den Bildformaten TIFF und JPEG2000 statt, in dem die wesentlichen Unterschiede, Vorteile und Nachteile beider Bildformate für die digitale Langzeitarchivierung behandelt wurden.

TIFF (Tagged Image File Format) ist ein robustes, sehr verbreitetes und lizenzfreies Format für die digitale Langzeitarchivierung. Der größte Nachteil ist jedoch seine Komplexität. TIFF-Dateien beanspruchen viel Speicherplatz und lassen kein Streaming zu.

JPEG2000 dagegen ermöglicht eine visuell verlustfreie Kompression (visually lossless) und spart damit Speicherplatz. Ein schrittweiser Bildaufbau ermöglicht die komfortable Verwendung, da Bilder geringerer Qualität durch Anzeigen nur eines Teils der Originaldatei dargestellt werden können. JPEG2000 ist jedoch nicht uneingeschränkt lizenzfrei und die Qualität der Bilder hängt von der Implementierung ab. Software, die JPEG2000 in vollem Umfang unterstützt, steht open source nicht zur Verfügung.

Für welches Format man sich in Hinblick auf die digitale Langzeitarchivierung entscheidet, hängt davon ab, was für Bilder archiviert werden und wie die weitere Nutzung aussieht.

Des Weiteren wurden in dem Workshop Themen wie Farbmanagement bei der Erstellung und Erhaltung von Bilddateien (z.B. Workflow, Farbprofile), die „Migration“ der Bilddateien als Erhaltungsmaßnahme sowie verschiedene Validierungstools diskutiert. Das Forschungsdatenteam der UB berät Sie gerne zur Archivierung von Bilddateien: forschungsdaten@ub.rwth-aachen.de

DFG verabschiedet Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

06. Oktober 2015 | von

Die Dokumentation von Forschungsdaten nach fachspezifischen Standards und ihre langfristige Archivierung sind daher nicht nur bedeutsam für die Qualitätssicherung wissenschaftlicher Arbeit, sondern auch eine grundlegende Voraussetzung für die Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen.

Vor diesem Hintergrund hat der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in seiner Sitzung am 30. September 2015 „Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten“  verabschiedet und fasst damit die bereits geltenden Erwartungen an Antragstellende hinsichtlich des Umgangs mit den im Projekt entstehenden Forschungsdaten konsistent zusammen. Demnach sollen

  1. Überlegungen zum Datenmanagement schon in die Projektplanung und Antragstellung Eingang finden
  2. Forschungsdaten nach Möglichkeit zeitnah verfügbar gemacht werden
  3. Forschungsdaten den Regeln der Guten Wissenschaftlichen Praxis folgend langfristig gesichert werden

Darüber hinaus wird auf Angebote der DFG zur Untertützung des Managements von Forschungsdaten verwiesen. Gerne untertützt Sie das Forschungsdatenteam der Universitätsbibliothek bei der Beantwortung Ihrer Fragen  forschungsdaten@ub.rwth-aachen.de.

Die gesamte Meldung der DFG finden Sie in den Information für die Wissenschaft Nr. 66 vom 6. Oktober 2015.

CDS-Seminar „Management von Forschungsdaten“ am 30.10.2015

25. September 2015 | von

Als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler arbeiten Sie ganz selbstverständlich mit Forschungsdaten in den verschiedensten Arten und Formaten. Sie gehören zu Ihren Forschungsprozessen und sind die Grundlage Ihrer Publikationen und nicht zuletzt auch der Doktorarbeit.

Manchmal empfinden Sie den Umgang mit Daten aber auch als aufwendig. Sie verlieren den Überblick, suchen lange nach früheren Daten oder brauchen viel Zeit diese nachzuvollziehen. Und wie ist es, wenn Sie mit anderen zusammenarbeiten oder wenn Sie beim Verlassen des Institutes die Forschungsdaten übergeben wollen? Könnten andere mit Ihren Forschungsdaten weiterarbeiten?

Wenn Sie Ihren persönlichen Umgang mit Forschungsdaten verbessern möchten, besuchen Sie das nächste Seminar „Management von Forschungsdaten“, das am Freitag den 30.10.2015 in der Universitätsbibliothek stattfindet. Das Seminar wird Sie für den nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten sensibilisieren, Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, das persönliche Datenmanagement zu optimieren und Sie auf die Unterstützungsangebote der RWTH zum Forschungsdatenmanagement aufmerksam machen.

Bei Fragen zu Kursinhalten wenden Sie sich bitte an das Team Forschungsdaten der UB: forschungsdaten@ub.rwth-aachen.de

 

Mehr als Technik: Forschungsdatenmanagement braucht Personen, die bereit dazu sind

18. September 2015 | von

Am 11.09.2015 fand an der RWTH Aachen ein Vortrag zum Forschungsdatenmanagement statt. Er war mit rund 40 Personen aus Wissenschaft und Infrastruktureinrichtungen der RWTH sehr gut besucht.

Die Vortragende Frau Roller ist Professorin für Simulationstechnik & Wissenschaftliches Rechnen sowie Leiterin des Zentrums für Informations- und Medientechnologie (ZIMT) der Universität Siegen. Sie kennt die RWTH bestens aus ihrer Zeit als Professorin für Angewandtes Supercomputing im Maschinenbau. In ihrem Vortrag gab sie eine umfassende Einführung zum Thema, zur Definition von Forschungsdaten, zu ihrer Verankerung im wissenschaftlichen Wertschöpfungsprozess und zu den Fragen, warum man Forschungsdatenmanagement betreiben sollte und worin das eigentliche Problem liegt. Dabei griff sie immer wieder auf ihren großen, eigenen Erfahrungsschatz als Wissenschaftlerin zurück.

Ein wesentliches Fazit ihres Vortrags war, dass der Umgang mit Forschungsdaten sowohl von Forschungsprozessen als auch von gelebten Forschungskulturen geprägt ist.

Deshalb wird es nie eine rein technische Lösung geben, sondern man braucht immer Personen, die bereit dazu sind.

Bei der Entwicklung von Lösungen befindet man sich stets im Spannungsfeld zwischen lokal versus zentral, Bottom Up versus Top Down, individuell versus kooperativ.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Vorteilen des Datenmanagements durchaus bewusst sind. Sie wünschen sich jedoch funktionierende Best Practice Beispiele, die ihnen den Weg weisen und sie bereit dazu machen, jetzt für das langfristige Ziel zu investieren.

Praxisorientierte Ratschläge zum Umgang mit Daten

09. September 2015 | von

Die Analyse von Daten ist eine Herausforderung, insbesondere wenn sich die Daten selbst oder die Auswertungskriterien laufend ändern, die eigenen Ressourcen schwanken, die Zeit knapp ist, nur eingeschränkte technische Werkzeuge zur Verfügung stehen, die Analysen aber trotzdem reproduzierbar und einfach erklärbar sein sollen.

Enda Ridge hat als „Data Scientist“ in seinem Buch Guerrilla Analytics – A Practical Approach to Working with Data (ebook; alternativ hier die Print-Fassung) seine Best Practices für die Datenanalyse unter solchen Bedingungen in Form von sieben Prinzipien zusammengefasst und die Forschung als einen möglichen Anwendungsbereich benannt:

  1. Speicher ist billig, Verwirrung teuer.
  2. Projektstrukturen sollten einfach und visuell sein (keine umfangreich dokumentierten, projektspezifischen Regeln).
  3. Automatisierung mit Programmen ist dem manuellen Vorgehen in einer grafischen Bedienoberfläche vorzuziehen.
  4. Daten müssen zwischen Dateisystem, Analyseumgebung und dem abgelieferten Ergebnis identifzierbar und nachverfolgbar sein.
  5. Änderungen an Daten und Programmen sollten unter Versionskontrolle stehen.
  6. Kooperatives Wissen sollte in versionierten Builds gesammelt werden.
  7. Analyse-Code sollte von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung ausführbar sein.

Auf seiner Webseite findet sich für jedes Prinzip eine kurze Begründung. Das Buch gibt darüber hinaus 90 praktische Tipps zusammen mit Beispielen und hat Eingang in das Programm unseres CDS-Seminars „Management von Forschungsdaten“ (nächster Termin, Freitag 30.10.2015) gefunden.