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Hsinchu: Campuslife At National Tsinghua University

18. November 2015 | von

 

Dear friends,

I want to write in German today, because this post is more interesting for German students who plan to do exchange here as well in the future.

Also nochmal Hallo! Natürlich bin ich hier nicht nur zum Reisen hingekommen,sondern primär zum Studieren! Ich verbringe auch die allermeiste Zeit auf dem Campus der National Tsinghua University (NTHU).

NTHU

Hier mal ein Eindruck vom Campus….

campus_map

Der ist echt groß, wunderschön, hat viel Natur und man merkt auch mitten im Campus nicht, dass außerhalb des Campus‘ eine Stadt ist. Der große Teich links auf dem Bild ist perfekt für ein Abendbierchen. Aber eine Campus Tour gebe ich euch ein andern Mal.

Ich möchte heute über meinen Alltag an der NTHU schreiben.

Tsinghua University? Liegt das nicht in Peking?

Ja…Nein…Jain, also man muss grundsätzlich zwischen der Tsinghua University in Peking und der National Tsinghua University in Hsinchu unterscheiden. Die National Tsinghua entstand aus der ursprünglichen Tsinghua nach dem Aufstieg der Kommunisten in China. Sie wurde von der Belegschaft der ursprünglichen Tsinghua gegründet, die sich dem Kommunismus widersetzten. Eigentlich steht das „National“ in Taiwan nur zur Unterscheidung von staatlicher und privater Uni.

Lebensunterhaltkosten

Für ein Wohnheimzimmer zahlt man hier umgerechnet zwischen 60-100Euro im Monat. Es gibt aber nur 4-er oder 2-er Zimmer. Für mich war das ein Schock, aber man gewöhnt sich schon schnell daran und so schlimm ist wirklich nicht, wobei ich auch nur von 2-er Zimmer sprechen kann. Die Hygiene könnte oft besser sein, aber daran wird und muss man sich auch gewöhnen. Exchange Students werden aber bevorzugt in die saubereren Wohnheime gesteckt.

Fürs Essen kann man gut im Campus essen. Es gibt drei Mensen. In allein Mensen gibt es zahlreiche Essensstände, da kann man zwischen Japanisch, Thailändisch, Chinesisch, Koreanisch und keine Ahnung noch was wählen. Es gibt auch einen Mc Donalds und Seven-Eleven. Direkt außerhalb des Campus gibt es noch einen Nightmarket, aber eher in der Form von vielen Geschäften als Ständen. Eine Mahlzeit kostet in der Regel zwischen 1,50-3,00Euro.

FoodCollage

Das Leben in Taiwan ist somit recht günstig. Marken Elektronik und Kleidung haben aber den ziemlich selben Preis wie in Deutschland.

Kurse an der National Tsinghua University

Leider gibt es nicht allzu viele Kurse auf Englisch. Aber die Taiwanesen benutzen selbst in den chinesischen Kursen englische Lehrbücher. Die ganzen Vorlesungsmaterialien sind auch auf Englisch und die Klausur auch. An sich kann man schon chinesische Kurse wählen und etwas mit dem Professor vereinbaren. Man hat hier in den Vorlesungen schon ein ganz anderes Gefühl. In meinen Kursen sind immer zwischen 10 und 30 Leuten. Es fühlt sich wie Schule an und die Vorlesungen sind auch stark auf das jeweilige Lehrbuch gestützt. Hausaufgaben und Anwesenheit fließen in die Endnote hier ein.

Natürlich gibt es dann noch die Chinesisch Kurse, die alle sehr gut ausgebaut sind. Die Lehrerinnen sind alle  sehr freundlich und humorvoll.  Das Kursbuch lehrt auch wirklich alltagstaugliche Wörter, was ich an den deutschen Chinesisch Lernbücher oft kritisiere. Man muss sich aber evtl. einiges umgewöhnen, da in Taiwan ja traditionelle Zeichen geschrieben werden, zudem man zu manchen Dinge auch andere Zeichen benutzt. Traditionelle Zeichen sind schwerer, aber auch schöner, ich werde da irgendwann auch in einem Blogeintrag nochmal etwas schreiben.

In Kooperation mit der National Chiaotung University, die direkt neben an ist, kann man auch Kurse dort wählen.

Freizeitangebot

Die National Tsinghua University bietet an sehr breites Sport Angebot an. Da gibt es wirklich alles, was man auch kennt: Schwimmen, Fitness, Fußball, Tennis….neben Sport gibt es noch Clubs. Es gibt echt für alles mögliche einen Club: Klavier, Gitarre, Ukulele, Hunde, Kochen, Fahrräder, Motorroller, Tauchen, Wandern…..ihr seht, es gibt tatsächlich alles!

Banny Ku

Ich selbst habe viele Freunde durch den Gitarren, Ukulelen und den Club für traditionelle, chinesische Instrumente gefunden. Ich spiele auch nächste Woche auf einen größeren Uni-Konzert.

Über die Aktivitäten lernt man am besten Locals kennen. Taiwanesen sind echt sehr lieb, offen und hilfsbereit. Leider können viele nicht gut Englisch reden, da sie das nicht geübt sind. Aber wenn man mal Hilfe braucht, wird jemand für dich gesucht, der Englisch gut kann.

Taiwan wird man erst in vollen Zügen genießen können, wenn man Locals kennt. Ich habe meine engeren Locals damals schon in Aachen kennengelernt, als die zu uns für ein oder zwei Auslandssemester gekommen sind, über das beBuddy-Programm kennengelernt. Ich empfehle jeden da mitzumachen, mich hat das echt bereichert!

Hsinchu als Stadt selbst ist nicht sehr aufregend. Fürs Feiern fährt man extra nach Taipei. Aber mit den richtigen Leuten kann man auch eine Menge Spaß in Hsinchu haben.

Ich hoffe, ich habe euch einen guten Überblick über mein Leben hier verschaffen! 🙂

Bis bald!

-Benny

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