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IT Center

Kategorie: ‘Administrierende’

pSTAIX – Eine prozessorientierte Architektur zur Unterstützung von Prozessen in Forschung und Lehre

17. November 2017 | von

IT-Service Provider an Hochschulen, wie das IT Center, sind mit stetig zunehmenden Anforderungen an neue und bestehende IT-Systeme und Wünschen nach fachspezifische IT-Lösungen zur individuellen Prozessunterstützung konfrontiert. Für das IT Center ist es daher wichtig, Dienste so zur Verfügung zu stellen, dass diese einen direkten Mehrwert für Nutzende liefern, aber auch flexibel genug sind, um zukünftig auf geänderte Anforderungen reagieren zu können.

pSTAIX reagiert auf diese Anforderungen. pSTAIX steht für „Process Oriented Software Tiers for Application Interfaces and EXtensions“ und stellt eine Referenz-SOA (Service Orientierte Architektur) dar, in der system- und technologieabhängige zu prozessorientierten Schnittstellen abstrahiert werden. Verwendet werden dazu „Tiers“ (also Ebenen), um schrittweise technologie- und prozessabhängige Aspekte voneinander zu trennen. Die Organisation der Schnittstellen in diesen Tiers erlaubt es den Betreibenden, die Implementierung einzelner Dienste auszutauschen, ohne alle bestehenden Anwendungen anzupassen.

(verallgemeinerte Modellierung)

Ebenso ist es eine Art Anleitung dafür, wie Softwareentwicklungs- und IT-Betriebs-Teams strukturiert werden können, um die Implementierung und Betrieb eines prozessorientierten Service zu ermöglichen: ein Team ist für die Bereitstellung einer definierten Schnittstellenstruktur verantwortlich und kann sich auf die Entwicklung und Umsetzung in seinem jeweiligen Verantwortungsbereich konzentrieren.

Bereits für die RWTHApp haben Mitarbeitende des IT Centers eine derartige Referenzarchitektur entwickelt. Neben der RWTHApp fand die Referenzarchitektur bei der Entwicklung des Dienstes simpleArchive Verwendung, um Dienste zur Unterstützung von eScience aufzubauen. Hier wurden verschiedene, bereits bestehende IT-Dienste pSTAIX-konform miteinander kombiniert. Die so entstandene Anwendung, aber auch die prozessorientieren Schnittstellen stehen jetzt für Einrichtungen der RWTH Aachen zur Verfügung und können somit in Prozesse und Apps integriert werden.

Das Schwerpunktteam eScience berät Sie gerne dazu, wie Sie die Dienste des IT Centers für Forschungsprozesse in Ihrer Einrichtung nutzen können. Wer neugierig geworden ist und mehr darüber erfahren möchte, kann den ganzen Artikel hier lesen:

Politze, M., Decker, B. & Eifert, T., (2017). pSTAIX – A Process-Aware Architecture to Support Research Processes. In: Eibl, M. & Gaedke, M. (Hrsg.), INFORMATIK 2017. Gesellschaft für Informatik, Bonn. (S. 1369-1380). DOI: 10.18420/in2017_137

Ein IT Center-Dienst geht in die Welt – simpleArchive bald auch an der TU Darmstadt im Einsatz

13. November 2017 | von

Der vom IT Center der RWTH Aachen bereitgestellte Dienst simpleArchive ermöglicht den einfachen Upload von Forschungsdaten sowie deren erneute Bereitstellung. Zu diesem Zweck verbindet simpleArchive bestehende Dienste des IT Centers über eine einfache Oberfläche.

Seit dem 12.09.2017 ist simpleArchive im Regelbetrieb. Ende diesen Jahres wird die Anwendung auch an der TU Darmstadt zum Einsatz kommen. Zugleich wird der von der TU Darmstadt betriebene Research Data Management Organiser (RDMO) in die IT-Infrastruktur der RWTH Aachen integriert. Die Partner des IT Centers auf Darmstädter Seite sind die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) sowie das Hochschulrechenzentrum.

Um simpleArchive an der TU Darmstadt zur Verfügung zu stellen, wird die gesamte, hinter diesem Dienst stehende Aachener IT-Infrastruktur für prozessorientierte Anwendungen an der TU Darmstadt etabliert. Die dortigen lokalen Dienste können in diese Infrastruktur integriert werden. Ein Loadbalancer sichert die Kommunikation zwischen den Prozessen und den Basisanwendungen. Für die Weitergabe von archivierten Daten an andere Forschende wird der GigaMove-Dienst genutzt, den das IT Center für die Deutschen Hochschulen über den DFN zur Verfügung stellt.

Im Laufe der Kooperation wird die genutzte Software so modularisiert, dass nur die relevanten Softwarebestandteile an beiden Standorten betrieben werden.

Das Team des IT Centers installiert die benötigten, in Aachen entwickelten Softwarekomponenten. Das Darmstädter Hochschulrechenzentrum übernimmt den Betrieb der Server und des dort vorhandenen Archivdienstes. Langfristig werden beide Einrichtungen gemeinsam an der Weiterentwicklung des Dienstes arbeiten. Neben der gemeinsamen Nutzung von simpleArchive wird ebenfalls bei der Erarbeitung von Nutzungsbedingungen kooperiert, um die standortspezifischen Nutzungsbedingungen zu erhalten und die Sicherheit der archivierten Daten zu gewährleisten.

Im Zuge der Kooperation wird ebenso der von der Universitäts- und Landesbibliothek der TU Darmstadt (ULB) betriebene Research Data Management Organiser (RDMO) an der RWTH Aachen installiert. Mit RDMO können Institutionen und Forschende das Forschungsdatenmanagement ihrer Projekte strukturiert planen und begleiten. Die Anwendung erlaubt das Erfassen aller relevanten Planungsinformationen in Datenmanagementplänen und die Verwaltung aller Datenmanagementaufgaben über den gesamten Datenlebenszyklus.

Die ULB Darmstadt ist derzeit dabei, RDMO für die Forschenden der TU Darmstadt zur Verfügung zu stellen und den Zugang via Single-Sign-On zu ermöglichen. Die gewonnenen Erfahrungen werden dann genutzt, um die Anwendung auch in Aachen zu installieren und sie den Aachener Forschenden zugänglich zu machen.

Die Kooperation zeigt, dass der Mehrwert der in Aachen entwickelten Anwendung simpleArchive auch von anderen Hochschulen gesehen wird. Sie ermöglicht es darüber hinaus beiden Hochschulen, ihren Forschenden neue IT Services zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die knappen Ressourcen in der Softwareentwicklung optimal zu nutzen. In Aachen ist man überzeugt, den Herausforderungen im Bereich Forschungsdatenmanagement nur erfolgreich begegnen zu können, wenn auch zukünftig Synergien mit anderen Hochschulen realisiert werden.

Das UNEKE-Projekt im Interview

30. Oktober 2017 | von

Frage: Guten Tag Herr Brenger, sie arbeiten für das IT Center der RWTH Aachen University im UNEKE-Projekt zum Forschungsdatenmanagement. Das ist ja zunächst ein recht kryptischer Name, unter dem man sich vielleicht spontan nichts vorstellen kann. Können Sie uns erklären, wie genau die Architektur des Projektes aussieht und, vor allem, womit es sich befasst?

Bela Brenger: Aber natürlich, sehr gern. UNEKE („Vom USB-Stick zur NFDI – Entwicklung eines Kriterien geleiteten Entscheidungsmodells für den Aufbau von Forschungsdateninfrastrukturen“) ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt zum Forschungsdatenmanagement. UNEKE adressiert die für Hochschulen zentrale strategische Fragestellung , ob auf dem Weg zur NFDI für die Speicherung von Forschungsdaten lokale Speicherstrukturen nötig sind oder bestehende externe Angebote genutzt werden können. Hier entwickelt UNEKE einen Kriterienkatalog, der eingebettet in eine Roadmap als Entscheidungsgrundlage für Hochschulen dienen soll.

Das Projekt ist im Juni diesen Jahres in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen und der Abteilung für Informatik und angewandte Kognitionswissenschaft der Universität Duisburg-Essen gestartet. Universitätsbibliothek und IT Center gelten als die wesentlichen Akteure im Bereich der Verwaltung und Speicherung von Forschungsdaten. Von ihnen werden im Rahmen von UNEKE die Anforderungen an Infrastrukturen zur Speicherung von Forschungsdaten ermittelt und evaluiert.

Frage: Ah, das ist interessant. Gerade dem Forschungsdatenmanagement widmen sich an der RWTH Aachen University ja unterschiedliche Einrichtungen, sodass das ihr Projekt hier sicher gut aufgehoben ist.

Ich habe gelesen, dass seit Oktober bereits Workshops im UNEKE-Projekt stattfinden. Was haben diese Workshops zum Ziel?

Bela Brenger: Grundlegend sollen die Workshops helfen, die Anforderungen verschiedener Forschungsdisziplinen und -kulturen differenziert abbilden zu können. Daher richten sie sich auch explizit an Forschende unterschiedlicher Fachrichtungen, wie die Naturwissenschaften und die Medizin, aber ebenso die Geistes- und Sozialwissenschaften und die Ingenieurwissenschaften.

Frage: Wie muss man sich das vorstellen? Was genau passiert in diesen Workshops?

Bela Brenger: Die Workshops sind in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase können die Teilnehmenden in einer offenen Form die von ihnen wahrgenommenen Anforderungen und Herausforderungen beim Umgang mit Forschungsdaten artikulieren. Diese Antworten werden zunächst (in einem deskriptiven Sinne) festgehalten.

Ausgehend von diesen Antworten werden in der zweiten Phase mit den Teilnehmenden gezielte, das heißt vorstrukturierte Interviews geführt. Diese Interviews werden nach dem Workshop transkribiert und analysiert. Das heißt, die Antworten werden auf Gemeinsamkeiten und Differenzen und mit Blick auf den Kontext der wissenschaftlichen Disziplinen untersucht, sodass die rein deskriptive Ebene verlassen und die Ebene wissenschaftlicher Forschung betreten wird.

Frage: Das klingt vielversprechend und greift den in der empirischen Sozialforschung etablierten Mixed-Methods-Ansatz auf.

Wie lief es denn bisher?

Bela Brenger: Die ersten Workshops liefen ganz gut. Die Teilnehmenden waren sehr engagiert.

Frage: Die Frage ist vielleicht zu früh, aber dennoch: Lassen sich schon einige Ergebnisse in ihren Konturen am Horizont wahrnehmen?

Bela Brenger: Hmm, die Antwort fällt hier momentan gerade noch schwer. Grundlegend ist die Frage, ob sich Erkenntnis für die eine Fachdisziplin auf die anderen übertragen lassen. Weil sich die Gegenstandsbereiche der jeweiligen Forschung unterscheiden, kristallisiert sich heraus, dass in der einen Wissenschaft eher Anforderungen an die technische Infrastruktur, in der anderen eher Anforderungen an Datenschutz im Fokus der Forschenden stehen. Darauf muss das Forschungsdatenmanagement kontextsensibel reagieren.

Frage: Wie geht es nach den Workshops weiter?

Bela Brenger: Die Workshops stecken zunächst einen qualitativen Rahmen ab, innerhalb dessen es möglich sein wird zu beantworten, auf welche technische Infrastruktur bereits zurückgegriffen werden kann, um Forschungsdaten zu managen. Zugleich sollen aber auch Potentiale eruiert werden. Durch eine größere Umfrage soll dieser Rahmen dann quantitativ gefüllt werden. Es wird sich zeigen, ob die Workshops einen guten Rahmen zur Bedarfserhebung und Analyse eines größeren Kontexts liefern.

Frage: Dann noch viel Erfolg im Projekt und danke für das Interview.

Bela Brenger: Sehr gerne!

 

Das Interview führte Markus Baum.

Wir unterstützen Ihr Forschungsdatenmanagement!

25. Oktober 2017 | von

Eine hochwertige und kundenorientierte Unterstützung des Forschungsdatenmanagements bedarf eines integrierten Supports. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Produkte und Dienstleistungen zum Forschungsdatenmanagement (Webtools oder Fortbildungen und Beratungen) nicht vom IT Center allein, sondern auch in Kooperation mit dem Dezernat 4.2 – Forschungsförderung und der Universitätsbibliothek erbracht werden.

Bereits seit Längerem beschäftigt sich das IT Center mit verteilten Supportstrukturen und einem integrierten Support-Modell. Ein Ergebnis hieraus ist, dass die RWTH ein einheitliches Service-Modell für das Forschungsdatenmanagement etabliert, in dem das IT-ServiceDesk als Single Point of Contact agiert (siehe Abbildung). Das IT-ServiceDesk ist daher ein integraler Bestandteil des Forschungsdatenmanagements.

Alle Anfragen zum Forschungsdatenmanagement werden über die E-Mail-Adresse servicedesk@rwth-aachen.de an das Tickettool helpLine weitergeleitet. Über das Tickettool gehen diese Anfragen zentral im IT-ServiceDesk ein, werden dort mittels des Tickettools klassifiziert und kategorisiert. Als Standard definierte Anfragen werden direkt vom IT-ServiceDesk beantwortet. Weitergehende Anfragen werden an die entsprechenden beteiligten Institutionen (die Universitätsbibliothek, das Dezernat 4.2 – Forschungsförderung oder die Fachabteilung des IT Centers) weitergeleitet, die ebenfalls mit dem Tickettool arbeiten. Dieses Vorgehen bedeutet, dass auf den bestehenden Supportstrukturen des IT-ServiceDesk aufgebaut wird. Der Vorteil ist, dass anfragende Einrichtungen nicht überlegen müssen, an wen sie sich wenden können. Zudem bleibt die Problemhistorie aufgrund des konstanten Mediums für alle Beteiligten nachvollziehbar.

Auf diesem Wege ist es möglich, den Prozess der Einführung von Unterstützungsmaßnahmen zum Forschungsdatenmanagement an der RWTH Aachen mit einem umfassend zielführenden Support zu begleiten.

 

Forschungsdatenmanagement geht uns alle an!

17. Oktober 2017 | von

Im Rahmen des BMBF-Projekts UNEKE erarbeiten die RWTH Aachen und die Universität Duisburg-Essen kooperativ einen strategischen Ansatz, der den Bedarf hinsichtlich der Speicherinfrastruktur bei Forschungsdaten eruieren soll. Ausgehend von dem ermittelten Bedarf und den Rahmenbedingungen an den beiden beteiligten Universitäten soll eine allgemeine Entscheidungsgrundlage für Hochschulen entstehen, die sowohl die jeweilige Infrastruktur als auch den fach- und wissenschaftsspezifischen Bedarf berücksichtigt.

Hier sind wir auf IHRE Mithilfe angewiesen! Wir möchten Sie einladen, Ihre Bedarfe, Wünsche, aber auch Vorbehalte gegenüber dem Forschungsdatenmanagement aus ihrer fachwissenschaftlichen Sicht in unsere Workshops einzubringen.

Bitte melden Sie sich hier zu einem der folgenden Termine an, um Ihre Einschätzung zum Thema einzubringen und mehr über die aktuellen Entwicklungen im Forschungsdatenmanagement zu erfahren.

Ein Workshop dauert knapp 3 Stunden. Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein iPad sowie zwei Echo Dots verlost!

Das UNEKE-Projekt wurde von der Arbeitsgruppe Forschung und Entwicklung der Universitätsbibliothek, dem Lehrstuhl für Professionelle Kommunikation in sozialen Medien und dem IT Center der RWTH Aachen initiiert. Weitere Details finden Sie unter www.uneke.de. Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen der Projektkoordinator Herr Bela Brenger gerne zur Verfügung.

Warum Forschungsdatenmanagement?

11. Oktober 2017 | von

Stellen Sie sich vor, sie haben vor Jahren eine wissenschaftliche Arbeit abgeschlossen und diese sorgsam auf einem Datenträger gespeichert, den sie selbst nach vier Umzügen noch wiederfinden. Nun wollen Sie erneut auf ihre Ergebnisse zugreifen, um diese für weitere Arbeiten zu nutzen. Jedoch verfügt Ihr Notebook über kein Diskettenlaufwerk. Ihre Daten sind für Sie ad hoc nicht mehr nutzbar.

Das ist ein typisches Problem, mit dem sich Forschungsdatenmanagement beschäftigt. Forschungsdatenmanagement umfasst alle Methoden und Verfahren, die Forschende nutzen können, um Forschungsdaten langfristig zu sichern und zu nutzen. Ein erfolgreiches Forschungsdatenmanagement gewährleistet, dass während der Projektdauer und in der Zeit danach keine wertvollen Daten verloren gehen und schützt darüber hinaus Daten vor Missbrauch und Diebstahl. Durch das Forschungsdatenmanagement wird wissenschaftliches Arbeiten nachvollziehbar dokumentiert und es können Daten und Publikationen eindeutig den jeweiligen Forschenden zugeordnet werden. Dritte nehmen Forschungsleistung auf diesem Weg wahr, können darauf verweisen und eventuell für Kooperationen anfragen. Gutes Forschungsdatenmanagement erlaubt es, Daten über die eigentliche Projektlaufzeit auch für neue Vorhaben nutzbar zu machen. Gut archivierte Daten ermöglichen einen effizienten Zugriff auch unter veränderten Fragestellungen und führen zu neuen Projekten und Synergieeffekten.

Forschungsdatenmanagement kommt auch den Anforderungen öffentlicher Mittelgeber/innen entgegen. Diese erwarten zunehmend, dass Forschungsdaten frei zur Verfügung gestellt werden. Bei Anträgen für die Deutsche Forschungsgemeinschaft beispielsweise ist ein Datenmanagementplan mittlerweile unverzichtbar. Eine steigende Zahl von Verlagen erwartet, dass die zu einer Publikation gehörenden Daten mit eingereicht und den Lesenden frei zur Verfügung gestellt wird.

Sie merken sicherlich schon, dass Forschungsdatenmanagement ein Thema ist, an dem künftig niemand mehr vorbeikommen wird – weil es viele Vorteile bringt. Die RWTH Aachen University hat sich daher das Thema auf die Fahnen geschrieben und möchte Sie dabei unterstützen. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und entwickeln fachspezifische Lösungen. Näheres erfahren Sie auf der Webseite des Forschungsdatenmanagements. Eine visuelle Untermalung dieser Beantwortung der Frage „Warum Forschungsdatenmanagement“ finden Sie hier.

Objekt-Speicher für das Gemeinschaftslabor für Elektronenmikroskopie (GFE)

29. September 2017 | von

Objekt-Speicher ist eine relativ neue Art von Speichersystemen. Hier existieren keine konventionellen Dateisysteme, sondern jede Datei wird als individuell identifizierbares Objekt gespeichert und verwendet. Aus diesem Unterschied resultieren einige Besonderheiten, die Objekt-Speicher als besonders geeignet für Forschungsdatenmanagement (FDM) erscheinen lassen. So sind alle am Markt verfügbaren Systeme in Geschwindigkeit und Kapazität im laufenden Betrieb erweiterbar. Außerdem erlaubt die Technik sogenannte geoverteilte Redundanz, also eine Absicherung der Services und vor allem der gespeicherten Daten auch gegen den Ausfall eines Standortes. Mit konventioneller Technik könnte dies nur mit einer kompletten Verdoppelung des Speichervolumens und einer Datenspiegelung erreicht werden.

In den letzten Monaten hat das IT Center auf seiner Serverhosting-Infrastruktur eine Testumgebung eines Objekt-Speichers aufgebaut und funktionale Tests durchgeführt. Diese sind erfolgreich verlaufen, so dass das IT Center nun aus Eigenmitteln eine Pilot-Infrastruktur in der Größenordnung von 100 TB realisiert, um hiermit die Umsetzung von FDM weiter voranzutreiben.

Zu den ersten Pilot-Nutzern wird das Gemeinschaftslabor für Elektronenmikroskopie (GFE) gehören.

Moderne Elektronenmikroskope erzeugen aufgrund der neuen Generation schneller Detektoren in Kombination mit neuen analytischen Verfahren hohe Datenmengen. So wird z.B. an jedem Bildpunkt nicht nur eine Intensität, sondern ein kompletter Datensatz aus Beugungsintensitäten und spektroskopischen Daten hinterlegt, wodurch multidimensionale Datensätze mit hohen Anforderungen an die Speicherkapazität entstehen.

Diese erzeugten Daten und die beschreibenden Metadaten sind prototypisch für idealerweise in Objekt-Speichern ablegbare Daten. Die durch diese Kooperation gemachten Erfahrungen auf Nutzer- und Betreiberseite werden wertvolle Erkenntnisse für den weiteren Auf- und Ausbau dieser Infrastruktur liefern sowie die funktionalen Anforderungen der Nutzer an den Objekt-Speicher noch genauer spezifizieren.

Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem GFE und dem IT Center innerhalb dieses Pilotbetriebes wird auf die speziellen Bedarfe der Nutzer im Bereich FDM eingegangen, so dass das IT Center entsprechende angepasste Services anbieten kann.

Der neue Dienst „simpleArchive“ ist da!

19. September 2017 | von

Seit dem 12.09.2017 ist der neue Dienst „simpleArchive“ im Regelbetrieb, der die nachhaltige Nutzung wissenschaftlicher Daten unterstützt. simpleArchive stellt eine innovative Antwort auf die globale, an die wissenschaftliche Community gestellte Anforderung dar, Forschungsdaten über den lokalen Kontext hinaus und im Rahmen einer kooperativen Forschungspraxis langfristig verfügbar zu machen.

Über ein Webinterface ermöglicht simpleArchive den einfachen Upload von Dateien bis zu 2 GB sowie deren Sicherung und erneute Bereitstellung. Die hochgeladenen Daten werden mit einem Persistent Identifier (PID) versehen. Anschließend werden die Dateien automatisiert ins zentrale Archiv-System der RWTH Aachen verschoben. Nutzende haben die Möglichkeit, archivierte Dateien wiederherzustellen und über einen temporären Link herunter zu laden oder mit anderen Personen zu teilen.

Die Anwendung simpleArchive wurde im Rahmen des Projekts „Forschungsdatenmanagement“ entwickelt und verbindet bereits bestehende IT-Dienste des IT Centers über eine einfache Oberfläche. Die beteiligten Dienste sind der „Archiv-Dienst“ zur Archivierung und der Dienst „GigaMove“, über den bereits archivierte Dateien heruntergeladen und – auf Wunsch – mit anderen Personen geteilt werden können. Der Vorteil ist, dass simpleArchive zwar Teil einer komplexen IT-Infrastruktur ist, es jedoch auf zeitgemäßen Webtechnologien basiert und in der Anwendung einfach zu bedienen ist.

Die Anwendung erreichen Sie über https://www.rwth-aachen.de/simplearchive

Weiterführende Dokumentation finden Sie in unserem Dokumentationsportal.

Der Handbuchverkauf geht in die letzte Runde!

24. Oktober 2016 | von

rrzn HandbücherEgal ob frisch immatrikuliert, Mitten im Studium oder zur Unterstützung in Forschung und Lehre. Handbücher können wertvolle Dienste leisten, da komplizierte Zusammenhänge in einfacher und verständlicher Form und dennoch tiefgehend dargestellt werden.

Gewöhnlich sind gerade qualitativ hochwertige IT-Handbücher im Handel sehr kostspielig, daher bieten wir vom IT-ServiceDesk die aktuellen und praxisnahen Software-Handbücher der Leibniz Universität Hannover (ehemals Regionalen Rechenzentrums Niedersachsen (RRZN)) für Zugehörige der RWTH Aachen kostengünstig an.

Normalerweise erhalten Sie die Handbücher zu einem Preis von rund 6€. Aber: Nach den erfolgreichen Handbuch-Aktionstagen zu Beginn des Sommersemesters 2016 bieten wir nun zum letzten Mal die Gelegenheit ausgewählte Software-Handbücher zum Aktionspreis von 1€ zu erwerben. Zudem bekommen Sie beim Kauf von 3 Handbüchern 1 Handbuch gratis dazu.

Ein umfangreiches Spektrum an unterschiedlichen Werken wartet auf Sie. Stöbern lohnt sich.

Eine Auflistung der ausgewählten Handbücher findet man hier.

Wann: 26.10.2016 Uhrzeit: 10:00 – 16:00

Wo: Seffenter Weg 23, Eingangshalle am IT-ServiceDesk

Bitte bringen Sie zudem Ihre BlueCard bzw. Ihren Mitarbeiterausweis mit. Institute können zudem Handbücher reservieren, indem sie das Bestellformular vorab an den IT-ServiceDesk schicken. Die Bücher können dann innerhalb einer Woche im IT-ServiceDesk zu den üblichen Öffnungszeiten abgeholt werden.

Das Team vom IT-ServiceDesk freut sich über Ihren Besuch!

SPAM-Welle – Was steckt dahinter?

20. Oktober 2016 | von

road-sign-464658_1920Derzeit bekommen viele Inhaber einer @rwth-aachen.de oder @<einrichtung>.rwth-aachen.de-Adresse vermehrt SPAM-Mails. Viele Nutzer fragen sich nun, wie es dazu kommen kann, dass ihre E-Mailadresse in die Hände von Spammern gelangt ist.

Wir haben mit einigen Betroffenen der derzeitigen SPAM-Welle gesprochen. Dabei ist herausgekommen, dass die betroffenen Personen ein Dropbox-Konto besitzen und die RWTH-Mailadresse als Loginname genutzt wird.

Warum bekommen gerade diese Personen vermehrt SPAM-Mails?

Hierzu muss man wissen, dass bereits im Jahr 2012 Zugangsdaten für Dropbox-Konten beim Betreiber von Dropbox gestohlen wurden. Diese gestohlenen Zugangsdaten wurden nun vor ca. 2 Wochen im Internet veröffentlicht. Die veröffentlichten Daten beinhalten den Dropbox-Loginnamen und das Dropbox-Passwort aus dem Jahr 2012 in einer gehashten Form. Mit Aufwand ist es möglich aus den gehashten Passwörtern die originalen Passwörter zu extrahieren.

Die Spammer nutzen nun die öffentlich zugänglichen E-Mailadressen für ihre Zwecke und versenden sehr viel SPAM-Mails an diese Adressen.

Was kann dagegen getan werden?

Zu aller erst raten wir allen Personen, die zu dem betroffenen Personenkreis gehören und seit dem Jahr 2012 ihr Dropbox-Passwort nicht mehr geändert haben dringend ihr Passwort zu ändern. Das IT Center hat bereits alle betroffenen Personen per E-Mail über diesen Umstand informiert.

Alle E-Mails die an Mailadressen der Form @rwth-aachen.de oder @<einrichtung>.rwth-aachen.de gesendet werden, laufen über den zentralen Maileingang der RWTH Aachen, hier werden die E-Mails auf SPAM untersucht. Handelt es sich bei einer eingehenden Mail um eine SPAM-Mail, wird von dieser Mail der Betreff um die folgende Markierung ergänzt: ****SPAM****.

Wir empfehlen Nutzern, die vermehrt SPAM-Mails bekommen ihren E-Mailclient so zu konfigurieren, dass Mails die als SPAM markiert wurden automatisch in den Papierkorb verschoben werden.

Leider können nicht immer alle SPAM-Mails automatisch erkannt und entsprechend markiert werden. Um unseren SPAM-Filter weiter zu verbessern ist es notwendig, die nicht erkannten Mails an die folgenden E-Mailadresse als Anhang weiter zu leiten: spam@access.ironport.com

Weiter Informationen zum Umgang mit SPAM-Mails sind in unserem Dokumentationsportal zu finden.