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RWTH-Schreibzentrum

Schlagwort: ‘Zentrum für Kreatives Schreiben’

Einen Moment, bitte

27. März 2017 | von

Momente auf Knopfdruck? Die Kurzgeschichten von Lukas Cremer, lanjähriger Teilnehmer unseres Oberseminars Texte in Arbeit, entwickeln sich langsam aber sicher zu einem ganz eigenem Genre. Hier eine seiner vielen Kürzestgeschichten aus dem letzten Wintersemester.


Stella lehnt sich vor und legt ihre Hand liebkosend in Timons Nacken. Ein Blick in seine moosgrünen Augen verrät ihr alles, was sie wissen will. Bis jetzt war es nur tollkühne Fantasie, nicht wahrhaftig, aber auch nicht zu leugnen. All das ändert sich im unendlichen Zeitpunkt, in dem sich ihre Lippen treffen.

Momentmacher Mark lehnte sich entspannt zurück und räkelte sich in seinem Stuhl. Sein 100. Angebot wurde schon vor der Mittagspause angenommen. Und dann auch noch ein erster Kuss. Die waren ihm eindeutig am liebsten. Stella und Timon hatte er aber auch schon wirklich mehr als genug Momente verschafft. Doch die Freude darüber, dass sie diesen einen Moment nicht hatten verstreichen lassen, machte alle Mühen mehr als wett. „Du hast doch wieder zwei zusammengebracht, so selbstgefällig, wie du da rumlümmelst!“, wurde Mark von seinem Kollegen Lars aufgezogen.
„Ich hab’ hier niemanden zusammengebracht!“, schoss Mark mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück. „Ich mache hier ausschließlich Gelegenheiten bewusst … Okay, du hast Recht“, räumte er ein, „die zwei waren längst überfällig. Worauf hast du heute so Lust?“
„Pass mal gut auf. Guck dir an, was für ’ne Serie der Meister jetzt hinlegt! Deine ersten Küsse toppe ich doch locker!“

Pascal hängt, die Ski bereits angeschnallt, an der eiskalten Kufe eines Helikopters.
„Jetzt oder nie!“, schießt es ihm durch den Kopf. Zweimal schon hat er sich nicht weiter getraut, aber heute ist ganz allein sein Tag. Mit einem langgezogenen Urschrei lässt er sich die Meter bis zum Tiefschnee fallen.

Pierre steht vor dem Regal im Supermarkt. An dieser Stelle hat er bereits x-mal den Weißtoast in den Einkaufswagen geladen. Als er jetzt so dasteht, weiß er gar nicht mehr genau, warum eigentlich. Irgendwie ist ihm heute nach irgendwas anderem zumute. Der Wagen leistet mehr Widerstand als sonst, als Pierre ihn wieder anschiebt. Doch die Entscheidung ist gefallen. Ohne zu wissen, was er morgen frühstücken wird, trottet er leise pfeifend davon.

Tanja wirft den schrillenden Wecker an die Wand. Sie wird heute ausschlafen. Und morgen auch. Und überhaupt. Der Job hat ihre Freunde, ihre Gesundheit, ihr Leben gefressen. Das einzige, was sie heute außer Ausschlafen tun wird, ist kündigen.

Lars lachte laut auf. „Das macht mir auch immer wieder Spaß!“, grölte er. „Davon biete ich heute auf jeden Fall noch mehr an! Aber jetzt kommt erstmal noch ein ganz besonderer. Ich bin gespannt, was passiert.“

Lukas nimmt den Stift in die Hand und starrt gedankenverloren auf das weiße Blatt Papier. Er kann alles schreiben. Alles.

Geschäftsidee mit Brieftauben

15. September 2016 | von

van Bebber

 

Von einem Taubenschlag in Aachen, zu einer der wichtigsten Nachrichtenagentur der Welt: Im Rahmen unseres Kurses Journalistisches Schreiben ging Jonas van Bebber den Spuren der Nachrichtenagentur Reuters nach und entdeckete eine erstaunliche Geschichte. Herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung in der AZ / AN!
Am 21. Juli 1816, also vor 200 Jahren, wird Paul Julius Reuter geboren. der Unternehmer legt in der Aachener Pontstraße den Grundstein für die Nachrichtenagentur Reuters.

 

Zwischen Speisekarte und Heizstrahler zieren ein paar bunte Kacheln die Wand neben dem Eingang des Restaurants „Reuters House“ in der Aachener Pontstraße. Zu erkennen ist ein Vogel, dessen Federn mosaikartig in grün, orange und schwarz nebeneinander schimmern. Es könnte das Symbol einer 68er-Friedenstaube sein. Oder ein Hinweis auf exotische gegrillte Kostbarkeiten. Zu essen bekommt man in der Aachener Pontstraße ja alles. Paul Julius Reuter – liest man in der Inschrift auf den Kacheln – ließ durch Brieftauben auf das Dach dieses Hauses Nachrichten aus Brüssel tragen. Die Gedenktafel am Haus 117 ist also ein Denkmal für den deutschen Unternehmer. Vor 175 Jahren lässt dieser hier ein erfolgreiches Geschäft mit Nachrichten aufblühen.

1850: Sehnlich erwartete Börsenkurse rauschen durch die noch neuen Telegrafenleitungen und bedeuten bare Münze, wenn man die Zahlen schneller kennt als die Konkurrenz. Das Verlangen der Menschen nach allgemeinen Nachrichten wird zunehmend größer. Berlin und Aachen sind bereits mit einer Telegrafenlinie verbunden, ebenso Paris und Brüssel. Aber zwischen Aachen und Brüssel gibt es noch keine elektrische Verbindung. Der 33-jährige Paul Julius Reuter entdeckt die Lücke im Nachrichten-Netz und handelt.

 

Schneller als der Postzug
Schnelligkeit ist gefragt. Wie kann Reuter die Brücke schlagen, bevor ihm jemand zuvorkommt? Brieftauben – so denkt er – sind der Schlüssel zum Erfolg! Die Idee ist pragmatisch, Flugtiere werden als Übermittler bislang noch nicht oft eingesetzt. Ein halbes Jahr lang lässt er täglich mehrere Brieftauben mit dem Zug nach Brüssel transportieren. Seine Botinnen eilen mit Nachrichtenzetteln – vor allem Börsendaten – zum Taubenschlag in der Pontstraße zurück und sind etwa sieben Stunden schneller als der Postzug. Reuter legt damit in Aachen den Grundstein für eine der heute noch erfolgreichsten Nachrichtenagenturen der Welt. Aktuelle Meldungen zwischen Deutschland, Österreich, Belgien und Frankreich werden hier per Luftpost ausgetauscht.

„Am liebsten würde ich das Reuters House kaufen und dort – so schnell es geht – ein Brieftaubenmuseum eröffnen. Das war schon immer mein Traum“, erzählt der Aachener Unternehmer Michael Mahr, begeisterter Hobby-Taubenzüchter mit 100 eigenen Wettflugtieren und Reuter-Experte. In seinem Büro stapeln sich wertvolle Dokumente zur Geschichte des deutschen Brieftaubensports. Wahrscheinlich ist es die größte Sammlung dieser Art in Deutschland. Zeitgenössische Berichte, alte Zeitungsartikel, Porträts und erhalten gebliebene Briefe zeichnen ein präzises Bild von Reuters Wirken. Am 21. Juli 1816 wird Israel Beer als dritter Sohn der jüdischen Familie Josaphat in Kassel geboren. Während einer Lehre in der Bank seines Onkels in Göttingen lernt er Carl Friedrich Gauß kennen, von dem er sich dessen Forschungen zur Telegrafie zeigen lässt. Im Alter von 30 Jahren tritt Israel Beer zum christlichen Glauben über und lässt sich taufen. Warum er gerade den Namen Reuter annimmt, ist unklar. Vermutlich aus Gründen der gesellschaftlichen Akzeptanz betont er seine jüdischen Wurzeln nicht, schämt sich aber auch nicht dafür. Zu seiner Familie hat er eine starke Bindung. Er heiratet Ida Magnus, Tochter eines preußischen Bankiers. Gleich zweimal schließen sie den Bund: Nach Reuters Taufe geben sich die zwei erneut das Ja-Wort. Alles soll korrekt sein.

Einige Versuche, in Deutschland oder England Fuß zu fassen und ein eigenes Geschäft zu gründen, zeigen Reuters Ehrgeiz und seine Unnachgiebigkeit. 1848 verschlägt es ihn nach Paris, wo er bei Charles Havas in der „Agence Havas“ arbeitet, der ersten europäischen Nachrichtenagentur. Nach einem Jahr macht er sich dort mit einem Pressebüro selbstständig, das jedoch nur mäßig erfolgreich läuft. Neben dem florierenden Nachrichten-Netz von Havas gibt es zu der Zeit in Berlin das W.T.B., „Wolffs Telegraphisches Bureau“. Der findige Reuter erkennt 1849 das Potenzial der Aachener Region am damaligen Vierländereck, in der sich noch niemand mit einem Nachrichtenbüro niedergelassen hat. Es ist der ideale Standort für den Nachrichtenaustausch zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Mehr noch: Reuters Brieftauben können bald auch Informationen aus Frankreich von Brüssel nach Aachen bringen, denn neben der schon funktionierenden Telegrafenlinie Aachen-Berlin wird 1850 die elektrische Übermittlung zwischen Paris und Brüssel möglich. Die Aachener Bankiers und Unternehmer sind sehr interessiert – die Nachfrage vor allem nach Wechselkursen, Informationen zu Staatsanleihen oder zur Politik aus Paris und Berlin ist hoch.

Entscheidend für den Erfolg des Brieftaubendienstes ist ein Aachener Brauer, Bäcker und Taubenzüchter: Heinrich Geller schließt mit Reuter einen Vertrag, der Reuter 40 Brieftauben zusichert. Geller bietet dem neuen Freund Reuter in seinem Haus in der Pontstraße eine Unterkunft an. Auf dem Dach des Hauses befindet sich der Taubenschlag. Reuters Büro ist gut zu Fuß erreichbar. Der Brieftaubenservice startet am 28. April 1850 und funktioniert hervorragend. Die „Depeschen“ mit den Nachrichten bestehen aus extra dünnem Papier, das die Tauben transportieren. Die hohen Kosten für die Beförderung der Tiere mit dem Zug sind schnell erwirtschaftet. Nach etwa drei Monaten kannReuter alle 200 Tauben von Geller nutzen und ihm monatlich 30 Taler zahlen – eine stattliche Summe.

Taubenzüchter Mahr zieht aus einem Stapel gesammelter Kopien und Briefbögen drei Seiten heraus, die der „Zeitschrift für Brieftaubenkunde“ aus dem Jahr 1939 entstammen. Es ist ein Bericht des Journalisten F. A. Bacciocco, der 1850 als Dienstbote arbeitet und die eingeflogenen Nachrichten von Gellers Taubenschlag zu Reuters Büro bringt. Mahr liest aus dem Bericht vor: „Dann kommt der Moment der gespanntesten Erwartung. Herr Geller entlockt seiner Brust die süßesten Locktöne – und klatsch! lag eine unserer Blauen auf dem Brett. ‚Brav‘ – sagte Geller – ‚do es der Zeddel!‘“ Geller übergibt dem Dienstboten dann die Nachricht und fügt hinzu: „Ne schöne Groß an der Herr Reuter.“

 

Sicherheit und Diskretion
Mahr kümmert sich heute um 100 eigene Tauben in seinem Schlag in Seffent im Aachener Stadtbezirk Laurensberg. „Leider ist die Beliebtheit für diesen Sport hier in Deutschland stark zurückgegangen. Etwa 120 000 Brieftaubenzüchter gab es 1968, heute sind es weniger als ein Drittel. Während sich diese Leidenschaft hier, in Belgien, Holland oder Frankreich im Steilflug zurückentwickelt, erleben wir ein Aufblühen des Sportes etwa in China und Japan. Das ist erstaunlich, die Menschen dort kaufen jede Menge Tauben aus Deutschland.“

Zeitgenossen beschreiben Reuter als klein und intelligent. Scharfe Augen und prägnant im Gespräch. Er ist bei seinem Service auf Sicherheit und Diskretion bedacht – grundlegende Werte, für die die Agentur heute noch bekannt ist. Er lässt bei jedem Flug drei Tauben mit identischer Nachricht ausstatten, und die in Aachen ankommenden Tiere werden größtenteils von Geller persönlich vonden Botschaften befreit, der diese nicht zu lesen hat. Für Verstöße sind vertraglich hohe Geldstrafen festgelegt. Die Nachrichten werden gut verpackt – zum Teil in Spardosen – und von Dienstboten auf direktem Weg zum Büro von Reuter gebracht, wo alle Personen, die die Informationen verarbeiten, die Texte zur selben Zeit zu sehen bekommen. Bacciocco schreibt: „Reuter hatte mich erwartet und nahm begierig den blechernen Sparpott in Empfang. Während ich meine Entlohnung entgegennahm, flogen schon die Federn über das Papier.“

 

Zuverlässig und schnell
Am 16. April 1851 ist der Bau einer Telegrafenlinie zwischen Aachen und Brüssel vollendet. Die lange elektrische Verbindung zwischen Paris und Berlin ist damit komplett, so dass keine Zwischenübermittler mehr nötig sind. Dies bedeutet das Aus für Reuter in Aachen, der den Dienst mit den Brieftauben nur etwa ein halbes Jahr lang anbieten kann. Reuters Meldungen stehen aber schon zur Aachener Zeit hoch im Kurs: Als zuverlässig und schnell gelten seine Dienste. Trotz aller Schnelligkeit im Nachrichtengeschäft prägt er mit seiner Agentur schon im 19. Jahrhundert den Leitspruch „First do it right, then do it first“ – Richtigkeit kommt vor Schnelligkeit. „Reuter war ein angesehener Mann, der in Aachen deutliche Spuren hinterlassen hat und die Region stark beeinflusst hat“, sagt Mahr.

Reuters Ehrgeiz und sein ökonomisches Talent führen dazu, dass er schnell neue Erfolge erzielt. Werner
von Siemens legt ihm einen Neustart in London nahe. 1851 eröffnet Reuter dort ein Büro für Wirtschaftsnachrichten, und es entsteht ein ungeahnter Brennpunkt für den internationalen Austausch von Nachrichten, so dass Reuter mit der Havas-Agentur in Paris konkurrieren kann. Dieser Startpunkt in England zählt heute oft als die bedeutendere Gründung der Agentur. Die Aachener Zeit mit den Brieftauben fällt dabei leicht unter den Tisch.

Das „Reuters House“ ist ganz untypisch für die Imbissbuden-Landschaft in der Pontstraße. Gemütlichkeit und italienische Musik in einem schicken Restaurant. Die Weinkarte ziert ein silberner Vogel. Ganz klar: Eine Brieftaube. „Haben Sie etwas gefunden?“, fragt der Kellner. Aber klar! Einen Rotwein aus Spanien und eine Geschichte voller Überraschungen.

„Außer mir weiß es niemand mehr.“

25. Juli 2016 | von
 Dieses bewegende Portrait des überlebenden jüdischen Widerstandskämpfers, schrieb Simone Hüttenberend im Rahmen unseres Journalistisches Schreiben . Vielleicht habt ihr es auch schon in der letzten Ausgabe der AStA-Zeitschrift „relatif“ gesehen? Danke für diesen tollen Artikel!

Als der junge Siegmund die Männer an seinem Fenster vorbeimarschieren sieht, ist er fasziniert von ihrem imposanten Erscheinungsbild: „Baumlange Kerle, adrett gekleidet und gut genährt.“ Disziplinierte Frontsoldaten in geordneten Reihen. Kein einziger Schuss fällt. Die Gerüchte, die den Besatzern vorausgeeilt sind, scheinen sich  nicht zu bewahrheiten; Deutschland ist eben doch eine Kulturnation und weiß sich zu benehmen. Glaubt man.
3. September 1939, zwei Tage nach Kriegsbeginn. Die Nazis besetzen das polnische Będzin, um es kurzerhand in Bendsburg umzubenennen und es in das Deutsche Reich einzugliedern – inklusive seiner 40.000 Einwohner, unter ihnen 27.000 Juden.
In der Nacht vom 8. zum 9. September ermordet die Wehrmacht im historischen Judenviertel 400 Menschen. Sie werden in die Synagoge getrieben und in ihr verbrannt. Wer zu fliehen versucht, wird erschossen. Von eben jenen baumlangen Kerlen, die der junge Siegmund noch fünf Tage zuvor so bewundert hatte. Mit 15 Jahren muss er  erfahren, was es heißt, wenn einen die bloße Existenz zum Verbrecher macht.
Über dem Sofa hängt ein farbenfrohes Bild von den Gärten von Jerusalem. Dunkelgrüne Palmen und Pinien stehen vor einem tiefblauen Himmel, dazwischen liegen weiße Häuser mit roten Dächern. „Das Bild ist von meinem Sohn“, sagt Siegmund Pluznik stolz. Ihm gegenüber hängt ein ähnlich buntes Gemälde, gemalt von seinen Enkeln. Siegmund Pluznik wohnt heute in der Budge-Stiftung in Frankfurt. Das Ehepaar Henry und Emma Budge hat vor über 90 Jahren die Stiftung gegründet, damit hier Juden und Christen miteinander in Würde altern können. Mit diesem Auftrag ist das Seniorenheim einzigartig in Europa, auch wenn es kaum noch möglich ist, die Zimmer zu gleichen Teilen zu belegen. Im koscheren Esssaal sitzen die letzten Überlebenden der Shoah, beinahe wöchentlich werden es weniger.
„Wir durften nicht auf der Hauptstraße laufen, in den Park gehen, auf der Bank sitzen. Alles nicht ausdrücklich Erlaubte war verboten. Darunter fiel vor allen Dingen der Schulbesuch.“ Die Jugendorganisation Ha‘noar Hazioni fasst den waghalsigen Entschluss, ihre Mitglieder trotz Schulverbots weiter zu unterrichten. Siegmund Pluznik ist einer von ihnen. Die Schüler müssen ihre Bücher zum Unterricht schmuggeln und riskieren für ein bisschen Bildung nicht nur das eigene, sondern auch das Leben ihrer Familien. Einmal erwischt gibt es keine Hoffnung auf Rückkehr. „Auschwitz lag 40 km vor den Toren von Będzin. Wir hörten, dass es immer mehr Gaskammern und Krematorien gab. Ganz einfach: Auschwitz bedeutete langsamen oder schnellen Tod. Mit dieser Gewissheit konnten wir alles riskieren. Sie hat uns geholfen, in den Widerstand zu gehen.“
 Als Siegmund Pluznik vor gut 20 Jahren in den Ruhestand geht, wird die Geschichte des Jüdischen Widerstandes zu seiner Lebensaufgabe. Er hat Archive aufgesucht, Dokumente und Fotos durchforstet sowie eine Ausstellung ins Leben gerufen. Er nennt Namen, von Opfern und von Tätern. „Es ist mir wichtig, dass Sie es wissen. Weil nach Elie Wiesel (Shoah-Überlebender und Friedensnobelpreisträger, Anm. d. Red.) wird jemand, der dem Zeitzeugen zuhört, auch zum Zeitzeugen. Vom wem sollen Sie es sonst erfahren? Außer mir weiß es niemand mehr.“
Das erste Opfer der Klasse ist Joseph Weinstock. Er wird in ein Arbeitslager geschickt. Ein paar Wochen später kommt die Nachricht von seinem Tod. Monat für Monat verschwinden weitere Menschen, Bendsburg wird  germanisiert. Während die Wehrmacht die polnische Bevölkerung aus der Stadt vertreibt, wird Siegmund Pluznik mit seiner Familie einem „Geschlossenen Judenbezirk“ zugewiesen. „Im Prinzip war es kein richtiges Ghetto. Unter Ghetto versteht man, wenn es umzäunt ist, mit Mauern umgeben oder mit Wachtürmen und Stacheldraht. Das war in Będzin nicht nötig. Um sich zu verstecken oder wegzulaufen, brauchte man Hilfe. Die hatten wir nicht.“
Als am 1. August 1943 der „Judenbezirk“ liquidiert wird, hat sich die ehemals unpolitische Ha‘noar Hazioni zu einer gut organisierten Widerstandsgruppe entwickelt. Mit Verbindung zu Mordechaj Anielewicz und Eliezer Geller, zwei Anführern des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Ihr erklärtes Ziel ist es, zu überleben, um ihre Geschichte weiter erzählen zu können. Von den 60 Menschen, die an diesem Tag in den Untergrund abtauchen, werden 45 den Krieg überstehen.
Siegmund Pluznik ist der reinste Entertainer, wenn er vor Leuten spricht. In einem Moment scherzt er über seine Karriere als Schulschwänzer, im nächsten durchwacht man mit ihm eine Nacht im Luftschutzbunker. Gerade  Schüler fühlen mit dem jungen Siegmund, der ohne Grund von einem Polizisten ins Gesicht geschlagen wird, und sie fiebern mit, als der 17-Jährige sich auf die Suche nach Schmugglern macht und nicht so recht weiß, wie er das anstellen soll.
In einer zehnköpfigen Gruppe flüchtet Siegmund Pluznik über die Tschechei nach Wien. „Der 1. August 1943 war ein sehr heißer Tag und ich trug ein Sommerjäckchen. Im Winter trug ich noch dasselbe Jäckchen, dieselbe Unterwäsche.“ Im November sinkt die Temperatur in Wien auf unter fünf Grad. Um der Kälte zu entgehen, fährt Siegmund Pluznik lange Strecken Straßenbahn und treibt sich in den öffentlichen Badeanstalten herum. Dabei gilt es, möglichst nicht aufzufallen: Ungepflegte, unbeschäftigte Menschen gelten als suspekt, erst recht in Kriegszeiten. „Wenn Sie obdachlos sind, wo wollen Sie sich rasieren?“
Am Opernring, direkt neben dem Naturhistorischen Museum, steht zu jener Zeit ein Toilettenhäuschen. Im Morgengrauen, wenn es die Männer vor lauter Kälte nicht mehr aushalten, können sie sich hier ein wenig aufwärmen, sich waschen und rasieren. Nur die Toilettenfrau wird Zeugin des Geschehens. Siegmund Pluznik gibt ihr statt 10 Pfennig 20 Pfennig. „Nach ein paar Tagen fand ich eine Rasierklinge beim Waschbecken. Gebraucht
zwar, aber sie war besser als meine. Die Frau hätte mich der Gestapo ausliefern können, stattdessen machte sie mir ein Geschenk. Um jemanden in Not zu helfen, muss man keine Titel, keine Diplome besitzen, man muss nur das Herz an der richtigen Stelle haben.“
Heute spricht Siegmund Pluznik nicht mehr zu Klassen. Er hat seine Ausstellung an den HEIMATSUCHER e.V. weitergegeben. Damit die Geschichte nicht mit den letzten Überlebenden verstummt, hat der Verein das Konzept der Z(w)eitzeugen entwickelt. Die Zeugen der Zeitzeugen veranstalten Ausstellungen und besuchen Schulen. Sie tragen die Geschichten der Shoah weiter und stoßen bei den Schülern auf viel Empathie und Tatendrang. Als frisch gebackene Z(w)eitzeugen können die Schüler schließlich Briefe an die Überlebenden schicken, solange es sie noch gibt.
Siegmund Pluznik sitzt an seinem Küchentisch neben der Durchreiche. Eine große Lupe in der einen, sein Telefon in der anderen Hand. Vorsichtig drückt er die Ziffern und wartet auf das Freizeichen. Am anderen Ende der Leitung meldet sich eine Stimme und Siegmund Pluznik geht in die Charme-Offensive. Am liebsten sucht er Unterstützer für den HEIMATSUCHER e.V. und schmiedet Pläne für neue Ausstellungen und Lesungen. Auch wenn er seit einigen Jahren kaum selbst noch Vorträge hält, den Kampf gegen das Vergessen wird er niemals aufgeben. Es ist ein unerbittlicher Kampf mit einem hartnäckigen Gegenspieler – der Zeit.
„Ich bin 15 Jahre alt und eigentlich ein wenig kalt manchmal, aber du hast mich zum Nachdenken gebracht. Ich sehe jetzt alles mit anderen Augen. Ich finde es gut, dass du deine Erfahrung und dein Wissen mit uns teilst. Mit uns meine ich alle Menschen, die deine Geschichte mitbekommen haben, denn alle Menschen sind gleich. Danke, dass du da bist, Siegmund.“
– Brief einer Schülerin (15 Jahre)

Auf geht’s ins Blätterdach

28. Juni 2016 | von

Eifelbäume

 

Was machen zwei Studierende nachts im Wald? Für ihre Reportage hat Christine Hendriks die beiden bei ihren Forschungen in den Wäldern der Region begleitet.

Ein weiterer interessanter Artikel aus unserem Seminar Journalistisches Schreiben, der auch in der AZ / AN erschienen ist. Herzlichen Glückwunsch!

 

Wie und warum Vanessa Bursche und Klara Krämer Eifelwälder unter die Lupe nehmen. Vom Wert der Bäume.

Es regnet nicht. Seit etwa einer Stunde ist es dunkel. Durch die Baumkronen scheint fahles Mondlicht und wirft bizarre Schatten auf den Waldboden. Ein Käuzchen schreit. Dann ist es wieder still. Niemand ist um Mitternacht im Wald unterwegs – sollte man meinen. Zwei junge Frauen schleppen eine Obstbaumleiter durch das Unterholz und richten sie unter einer Buche auf. Klara drückt die Verankerungen tief in den Boden, während Vanessa ihr Messgerät überprüft. „Das sollte halten“, sagt Klara. Vanessa grinst und klettert die frei stehende Leiter vier Meter hoch bis ins Blätterdach.

Ein RWTH-Projekt

Vanessa Bursche und Klara Krämer sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen. Als Promotions-Stipendiatinnen der Dr.-Axe-Stiftung untersuchen sie den Einfluss verschiedener Waldmanagement-Strategien auf die Entwicklung der Rotbuchenwälder in der Eifel. Silvaluta, ihr Projekt, läuft seit 2010. Ziel ist es, die ökologischen Prozesse zu verstehen, denn neben dem Rohstoff Holz liefern die Wälder einen wichtigen Beitrag zum Klima und dienen als Lebensraum für viele Tierarten.

„Es gibt viele alte Bestände schon von vor den Wetteraufzeichnungen, und man weiß nicht, wie die Leute den Wald damals bewirtschaftet haben. Manchmal führen sogar Römerstraßen durch den Wald“, erzählt Martina Roß-Nickoll, Leiterin der Arbeitsgruppe „Ökologie und Ökotoxikologie der Lebensgemeinschaften“. Die Erforschung der unterschiedlich bewirtschafteten Waldflächen im Landkreis Ahrweiler bringt viele Herausforderungen mit sich. „Bäume leben sehr lange. Ein Menschenleben beträgt nur circa ein Fünftel des Lebens eines Baumes.“ Deshalb könne man Wälder nur in Momentaufnahmen untersuchen. Eine komplexe Aufgabe, die für die Ökologin auch eine persönliche Bedeutung besitzt. „Ich möchte die Wälder so naturnah wie möglich gestalten, und durch die Aufklärung der Prozesse vermitteln, wie wertvoll sie für uns sind.“

In einem gesunden Wald ist es im Sommer kühler und feuchter als auf dem freien Feld. Die klimatischen Bedingungen stehen in engem Zusammenhang mit der Photosynthese der Blätter. Ein zentraler biologischer Prozess, den Vanessa Bursche untersucht,um die Vitalität der Bäume zu bestimmen. Denn mit Hilfe von Sonnenlicht, Kohlendioxid (CO2) aus der Luft und Wasser produziert ein Baumsein organisches Baumaterial. Für einen Kubikmeter Holz bindet er eine Tonne CO2 und bildet gleichzeitig 750 Kilogrammlebenswichtigen Sauerstoff – ein echter Beitrag zum Klimaschutz.

Für die Freilandarbeit muss man spontan sein. „Manchmal fahre ich zwei Stunden zum Wald, weil der Himmel klar ist, und kaum bin ich da, fängt es an zu regnen“, sagt Vanessa Bursche und lacht. Ihr Messgerät bestimmt die Photosyntheseleistung der Blätter, indem es sie mit Licht bestrahlt, und „das geht nur, wenn es keine  ungewünschte Reflexion durch Regentropfen gibt und die Blätter eine Stunde vorher nicht mehr dem Sonnenlicht ausgesetzt waren“, erklärt sie.

Deshalb unternahm sie mit Klara Krämer und der Obstbaumleiter bereits diverse lange nächtliche Streifzüge durch die Eifeler Waldgebiete. Das Klettern im Dunkeln ist kein gewöhnlicher Job, aber an Übung mangelt es nicht: Bei zehn Blättern pro Baum und drei Bäumen pro Fläche untersuchte sie 360  Blätter. „Am Anfang hatte ich wirklich ein bisschen Bammel, aber die Leiter ist sehr stabil.“

Nachhaltiges Management

Die Forstwirtschaft hat in Deutschland lange Tradition, und „es wirkt sich langfristig aus, wie die Förster den Wald behandeln“, sagt Martina Roß-Nickoll. Im naturnahen Plenterwald gibt es Bäume verschiedenen Alters, das heißt, es werden nur einzelne Bäume entfernt. Anders der Altersklassenwald: Hier werden die Bäume gruppenweise ab einem bestimmten Alter gefällt. „Ursprünglich war nahezu die gesamte Landesfläche mit   Rotbuchenwäldern bedeckt“, so die Ökologin. Doch durch die intensive Nutzung und die Einführung von schnellwachsenden Fichten und Douglasien sind die Rotbuchenbestände heute auf weniger als fünf Prozent geschrumpft. Nachhaltiges Waldmanagement ist nötig, um diese Wälder für kommende Generationen zu erhalten.

Ein Mikroskop, daneben eine Glasschale mit toten schwarzen Käfern, die säuberlich angeordnet auf dem Rücken liegen – Klara Krämer kennt sie alle. „Ich untersuche, wie sich die verschiedenen Waldwirtschaftsformen auf die Vielfalt der Käferarten auswirken“, sagt die Doktorandin. Dazu hat sie Käfer in Bodenfallen gefangen und 10 000 Liter Waldboden durchsiebt.

Eine gewisse Sehnsucht

Sie holt ein Foto aus ihrem Ordner. „Das ist ein Holzrüssler“, eine seltene Art, die für ihre Arbeit besonders aufschlussreich ist. Der nur zwei Millimeter große Bewohner alter Wälder ernährt sich von Totholz und ist flügellos. Deshalb bewegt er sich nur wenige Meter pro Jahr und kann vor äußeren Einflüssen nicht fliehen. Wenn sie ihn findet, hat Krämer ein wichtiges Indiz, dass es sich um einen alten naturbelassenen Wald handelt.

„Wälder sind etwas Besonderes“, da sind sich die drei Wissenschaftlerinnen einig. „Vielen Leuten ist heute nicht mehr klar, dass diese Ökosysteme ganz ohne den Menschen funktionieren, weil die Konkurrenz um Nahrung und Lebensraum zu balancierten Systemen führt“, sagt Martina Roß-Nickoll. Für die Untersuchung dieser komplexen Prozesse erfahren die Forscherinnen viel positive Resonanz von der Öffentlichkeit. Das sei vor 30 Jahren noch nicht so gewesen, erinnert sich die Gruppenleiterin. „Ich glaube, die Menschen sehnen sich heute nach etwas Dauerhaftem, und finden im Wald Erholung vom hektischen Alltag.“ Ein Grund mehr, wieder in die Eifel zu fahren, finden Klara Krämer und Vanessa Bursche – Ökologinnen aus Leidenschaft.

Das Projekt Silvaluta des Instituts für Umweltforschung der RWTH Aachen läuft seit 2010 bis voraussichtlich Ende 2016. In diesem Zeitraum werden in der Eifel im Landkreis Ahrweiler unter anderem die Auswirkungen verschiedener Waldbewirtschaftungsformen auf die Vitalität der Bäume und die Lebensgemeinschaften der Tiere und Pflanzen untersucht. Ziel ist es, durch die Forschungsergebnisse ein tieferes Verständnis für die ökologischen Prozesse zu erlangen, um die heimischen Rotbuchenwälder zukünftig naturnah zu gestalten. Förderer sind die Dr.-Axe-Stiftung und die Gemeinde Hümmel.

Die Fahrt ans Ende der Welt

31. Mai 2016 | von

ZKS - Story (logo)

„Sie wollten nicht länger nur träumen – sie wollten leben.“ Vom Traum ins echte Leben und aus dem Kurs auf unseren Blog. Wir bedanken uns bei Katharina Schäfer aus dem Oberseminar: Texte in Arbeit für eine weitere schöne Kurzgeschichte!

 

Sie waren jung und verrückt nach Leben. Was sie wollten: die Welt hinter sich lassen und ein neues Leben in ihrem kleinen roten Auto beginnen. Sie brauchten kein Haus, kein Geld und auch keinen Plan; nur die vage Idee von Sand und Meer führte sie. Alle vier liebten das Meer, und alle vier sehnten sich nach dem salzigen Geruch, der erbarmungslosen Hitze und den wilden Pflanzen.

Keiner von ihnen unterschied sich von anderen Menschen in kleinen und großen Städten. Damals träumten sie unerfüllbare Träume, dachten an unvorstellbare Dinge, waren mit kleinsten Taten überfordert und sahen nicht den Überfluss um sich herum. Eventuell würde das wiederkommen, aber nicht zwangsweise. Im Moment waren sie zusammen und jeder von ihnen glaubte daran, dass sie nicht wieder in diesen Strudel gezogen würden. Sie würden sich gegenseitig erinnern, trösten und, wenn es sein musste, auch zwingen.

Langsam fuhren sie über heiße Landstraßen, während sie sich stetig ihrem Ziel näherten. Es war Hochsommer, und die Fahrt über die Autobahn wäre deutlich bequemer und schneller gewesen, aber keiner hatte es eilig. Wichtiger war, die prächtige Landschaft in sich einzusaugen, jeden Olivenbaum, jede Kaktee und jede Palme im Kopf nachzuzeichnen. Sich vorzustellen, wie es wäre, in den kleinen, verlassenen und teilweise abgebrannten Hütten zu leben und nie wieder in die Stadt zurückkehren zu müssen. Leise, ohne große Ankündigung, waren sie aus diesem Traum, den sie mit Tausenden teilten, geflohen. Sie wollten nicht länger nur träumen – sie wollten leben.

An einer Raststätte machten sie halt, aßen etwas, vertraten sich die Beine. „Morgen müssten wir das Meer erreichen“, sagte einer von ihnen und zeigte in die Richtung, in die sie mussten. Freude. Jubel. Einigkeit. Man entschloss sich, die Nacht durchzufahren, um schon am kommenden Mittag im Meer baden zu können. Während der Weiterfahrt lief Musik, es wurde gelacht und von der anstehenden besseren Zeit geschwärmt.

Irgendwo auf der Welt mochte Krieg sein, ihr Heimatland mochte kalt und traurig sein. Vielleicht waren alle Menschen auf der Welt, sie eingeschlossen, ersetzbar. Im Leben war nichts perfekt, doch nicht immer spielte das eine Rolle. Für sie in diesem Moment auf jeden Fall nicht. In dieser Nacht bekamen die Eingeschlafenen auf der Rückbank die wärmste Decke, wurde das letzte Kleingeld zusammengekratzt, um Kaffee für den Fahrer zu kaufen, hörte man zum hundertsten Mal zu, wenn es wieder um das leidige Thema Liebe ging. Man lebte nur in dieser Nacht.

Sie hatten nichts und waren glücklich. Sie waren Liebende, verbunden in ihrer tiefen Freundschaft, Seelenverwandte, ohne die Bedeutung der Seele zu kennen, Brüder und Schwestern, nur weil sie am Leben waren. Während es langsam dämmerte, konnten sie bereits das Rauschen des Meeres hören. Niemand konnte ihnen noch etwas anhaben.

Fehlende (Schreib-) Kenntnisse zu Studienbeginn: Die Aachener Erstsemesterbefragung 2014

03. April 2014 | von

Im Januar wurden die Erstsemester in den Bachelorstudiengänge der RWTH Aachen zu Ihrer Zufriedenheit mit dem Studium befragt. Das Schöne an den Ergebnissen: Die Mehrzahl der Studierenden sehen die RWTH als Wunsch-UniFireShot Screen Capture #019 - 'RWTH-Aachen-Erstsemesterbefragung-WS13-14_pdf' - blog_rwth-aachen_de_lehre_files_2014_04_RWTH-Aachen-Erstsemesterbefragung-WS13-14und sind mit ihrem Studium zufrieden.

Was uns natürlich besonders interessiert hat: Der Bedarf an Veranstaltungen zur Verbesserung der Schreibkompetenz. Tatsächlich geben 34% der Befragten an, dass sie zu Studienbeginn nicht ausreichend Vorkenntnisse „im Verfassen von schriftlichen, akademischen Arbeiten“ mitbringen. Immerhin noch 25% sind der Ansicht, dass Sie diese Fähigkeiten auch nicht durch ihr Studium erwerben können.

Unsere Angebote sollen genau dazu einen Beitrag leisten, diese Nachfrage zu bedienen. Unabhängig davon, ob man am ZKS einen eher wissenschaftlich, journalistisch oder literarisch orientierten Kurs besucht, am Ende wird durch die gezielte Schreiberfahrung und die Betreuung bei der Verbesserung von Texten aller Art auch das Schreiben im Studium leichter fallen.

Wir nehmen das Ergebnis als Asporn und hoffen, viele von denen zu erreichen, die ihre Schreibfähigkeiten verbessern wollen.

In diesem Sinne: Wir wünschen ein produktives Sommersemester 2014 und wünschen beim Studieren und Schreiben viel Spaß und Erfolg!

Ran an den Job: Praxisorientierte Kurse im Sommersemester

27. März 2014 | von

Im kommenden Sommersemester gibt es am Zentrum für Kreatives Schreiben gleich zweimal die Chance, ein berufs- und praxisorientiertes Seminarangebot zu besuchen: Die Veranstaltungen Business Writing und Journalistisches Schreiben finden in direkter Kooperation mit Aachener Unternehmen statt. Sie binden die TeilnehmerInnen in die Unternehmensabläufe ein und bieten die Chance auf erste realistische Arbeitserfahrungen. Ein Ziel der Seminare ist die Veröffentlichung der produzierten Texte durch unsere Kooperationspartner.

Das Seminar Business Writing findet in Kooperation mit dem international agierenden Unternehmen IVU Traffic Technologies AG (mit Sitz in Aachen) statt, das den Studierenden detaillierte Einblicke in die Textproduktion im Berufsleben bietet. Die TeilnehmerInnen werden individuell von Projektleitern der IVU und vom Seminarleiter betreut. Die IVU ist interessiert an einem intensiven Kontakt mit den Studierenden und ist für TeilnehmerInnen aller Fachbereiche offen.SAMSUNG CSC

Das Seminar Journalistisches Schreiben bietet eine enge Zusammenarbeit mit den Redaktionen unserer Kooperationspartner, der Aachener Zeitung, der relatif und dem Hochschulradio Aachen. Nach persönlichem Interesse werden Themen gewählt, Texte spezifisch für ein gewähltes Medium geschrieben und schließlich auch veröffentlicht.

Die Anmeldeverfahren laufen bereits und sind in CampusOffice in der Rubrik Interdisziplinäres Lehrangebot/Softskills/Sprache zu finden. Weitere Informationen zu diesen und anderen Veranstaltungen des ZKS finden Sie auch auf unserer Homepage und auf Facebook.

Rückblick: Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten

13. März 2014 | von

Am 24.04. war es dann soweit: Die erste Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten an der RWTH Aachen fand statt. Der Andrang war groß, freie Plätze waren rar und für viele hätte die Nacht noch länger sein können. Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Angebot so positiv aufgenommen wurde!

Danken möchten wir an dieser Stelle dem Team der Hochschulbibliothek, das durch die engagierte und motivierte Zusammenarbeit mit uns diesen Abend überhaupt erst möglich gemacht hat (und auch für das Catering gesorgt hat, was viel Lob bekam). Danke auch an den ASTA, der tatkräftig unsere Werbung unterstützt und den Abend mit Getränken versorgt hat. Ein herzliches Dankeschön an alle Dozenten, die an diesem Abend als Ansprechpartner und Workshop-LeiterInnen für den nötigen Input gesorgt haben. Und last but not least ein Riesenlob an den Pausen-Express vom Hochschulsport, ihr habt ordentlich Bewegung in die Nacht gebracht!LNdaH 24.02 (4)1

Wir sind bereits dabei, die nächste Lange Nacht zu planen und freuen uns schon darauf. Bis dahin: Viel Spaß beim Schreiben!

Hier gehts zum Artikel der Aachener Nachrichten über die Lange Nacht.

Ankündigung: Die erste lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten an der RWTH

23. Januar 2014 | von

Du bist die einsamen Stunden am Schreibtisch leid? Du brauchst noch einen Motivationsschub, um Deine Hausarbeit rechtzeitig fertigzustellen? Wir bieten Dir eine gesellige Alternative zum quälenden Alleingang:Postkarte_RZ_neu_Seite_1

Zum ersten Mal findet am 24.02.2014 an der RWTH Aachen ab 19 Uhr die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ statt. Hier kannst Du Dich inspirieren lassen, konzentriert arbeiten und Deinen Text ein gutes Stück vorantreiben oder sogar fertigstellen. Weiterlesen »

Das ZKS wünscht eine schöne Weihnachtszeit!

12. Dezember 2013 | von

Die letzten Tage des Jahres 2013 an der Hochschule werden frostiger, die Abende erwärmt von Glühwein: Weihnachten steht vor der Tür.

Wir wünschen allen TeilnehmerInnen unserer Kurse und allen Interessierten ein wunderbares Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

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