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Markus

Socken, Schuhe, Unterwäsche. Hab ich alles?

03. November 2014 | von

Socken, Schuhe, Unterwäsche. Hab ich alles?

Reisepass, Tausende Kopien, Flugtickets. Hab ich wirklich alles?

Wird schon, denk ich mir! Koffer zu, Problem gelöst. Fürs Erste. Oder? Vielleicht doch noch einen Blick riskieren? Nein. Koffer zu! Was vergessen? Bestimmt. Egal, das wird schon! Muss ja!

Schnell zum Abschlussbier mit Freunden. Abschlussbier. Das letzte Mal deutsches Bier für fünf Monate. Ich vermisse es jetzt schon. Denn das erste Gesetz, dem ich mich ab jetzt unterwerfen möchte lautet: Kein deutsches oder westliches Essen oder gar Getränke, bevor ich wieder in Deutschland bin.

Acht Stunden später. Flughafen Düsseldorf. Security Check.
War klar, wer muss mal wieder etwas wegwerfen? Genau, ich. Wie immer.
Diesmal aber keine Schere, Taschenmesser oder Feile, nein, es ist nur Deo. Deo. Nicht mehr als 100ml. Im Handgepäck. Hat aber partout nicht mehr in den normalen Koffer gepasst. War eh zu schwer.
Aber warum exportiere ich Deo? Dazu später mehr.

Ab in den Flieger. 16 Stunden Flugzeit, zwei Stopps. Vier Stunden Zwischenaufenthalt mit Zeitverschiebung. 27 Stunden unterwegs. Uff. Beinfreiheit ist anders, aber kennt man ja.

Zum Frühstück gibt es kleine Nudeln, schon komisch oder? Aber lecker waren sie, wobei sie noch besser mit einem Löffel statt Stäbchen zu essen gewesen wären…

Aber wo geht’s eigentlich hin? Genau, nach Seoul, Südkorea! Zweitgrößte Metropolregion der Welt mit knapp 25 Millionen Einwohnern. Eingepfercht zwischen Bergen und Meer, auf engstem Raum gestapelt, geschichtet und verpackt und nun noch einer mehr. Ein Deutscher, der unbedingt mal ganz weit weg wollte!

Passende Wörter wie Schmelztiegel finde ich doof und viel zu überladen. Sagen wir einfach: Es wird ein Abenteuer.

Aber warum eigentlich?

  • Mein Koreanisch: Nennen wir es rudimentär.
  • Meine bisherige Auslandserfahrung: Es gibt noch was anderes als Europa??
  • Die Englischkenntnisse der meisten Koreaner: Dürftig bis Unterirdisch.
  • Nudeln zum Frühstück? Irgendwas ist hier verkehrt!?!

Das kann also nur Spaß machen!

Ein Semester an der Korea University und dann einen Monat Urlaub in Asien, das kann man mal gemacht haben, kurz bevor der Master-Abschluss und der nahende Berufseinstieg drohen, findet ihr nicht? Ich schon!

Daher schreib ich ab jetzt meine Erlebnisse für euch auf und hoffe, euch auch für ein Auslandssemester begeistern zu können (muss ja nicht gleich Südkorea sein).

Im nächsten Eintrag gibt es dann die ersten Eindrücke von Seoul, einen Kurzbericht über den Himalaya Seouls, Kimchi, koreanische Gastfreundschaft, warum ich Deo exportiere und mehr über die wichtigste Regel, wenn man einmal an einer koreanischen „Elite“-Uni studieren sollte.
Beste Grüße aus Seoul,

Markus

PS: Da die RWTH etwas mit dem Einrichten des Blogs gebraucht hat, werde ich etwas zeitverzögert bloggen, und euch viel aus der Vergangenheit erzählen. Solltet ihr aber Interesse an speziellen Dingen oder Themenbereichen haben, lasst es mich einfach wissen 😉

PPS: Wirklich passende Bilder zu diesem Eintrag gibt es nicht, daher einfach nur meine ersten Eindrücke in Seoul 😉

 

Renaturierter Fluss in Seoul_Blog 1 Na, was wird das wohl sein? Frühstück gefällig? Hauptgebäude der Korea University Meine erste Mahlzeit in Korea, super!

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