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Markus

Seoul Incheon International Airport – Samstag 14.30 Uhr und nun?

11. November 2014 | von

Tja da steh ich hier. In Seoul, am Incheon International Airport. Und nun?

Gerade noch in Aachen unterwegs in letzter Sekunde meine Wohnung geräumt und jetzt schon genau 8 626, 88 km weiter kann ich kaum glauben.
Sechs tausendsechshundertsechsundzwanzig. Komma acht acht. Das alles nach etwas Schlaf auf ungemütlichen Flugzeugssitzen und der ersten Kontaktaufnahme mit der koreanischen Bevölkerung im Flieger? Unmöglich. . .

Während ich noch so in meinen Gedanken schwelge, werde ich jäh von einem koreanischen Pulk überrannt, dass sich in rasantem Tempo in Richtung Passkontrolle bewegt. Achja, da war ja was. Passkontrolle… Ich bleibe ja nicht nur im Flughafen.
Schnell noch die Zähne geputzt, die koreanische Zollerklärung ausgefüllt und ein neues Hemd angezogen und ab in die Schlange. Deo wäre nicht schlecht gewesen doch das liegt ja in Düsseldorf am Security Check-In…

Ne gute Stunde später habe ich mich mit neuem Einreisestempel und meinen Koffern bewaffnet in den vorderen Bereich des Flughafens vorgekämpft, wo bereits die Korea University Buddies auf uns warten und uns in Bussen zu unserer Unterkunft bringen. Bei dieser Gelegenheit erklärt sich auch gleich ein mir bis dahin unverständliches Phänomen.
Ich nenne es mal National-Socialising.
Wer kennt es nicht aus Deutschland? Unterschiedliche Nationalitäten bilden in Windeseile kleine Gruppen innerhalb ihres neuen Heimatlandes und bleiben vermehrt unter sich. So auch hier. Und bei mir?
Nach keinen 5 Minuten hat sich die angekommene Ausländergruppe in 5 Nationalitäten aufgespalten, wobei neben den Hauptsprachgruppen Deutsch, Chinesisch, Amerikanisch und Japanisch eine Mischgruppe aus allen anderen Sprachen entsteht. Ohne das es jemand wollte, einfach automatisch. Aber naja, das ändert sich ja bestimmt nochmal…

Doch was nun? Im Wohnheim angekommen und ausgepackt breitet sich ein Hungergefühl aus, das dringend gestillt werden sollte. Also ab mit den neuen Kommilitonen raus, die Umgebung erkunden und bestmöglich etwas Essbares finden.
Unseren großartigen Zufallserfolgt (rechts) habt ihr schon letzteMeine erste Mahlzeit in Korea, super!
Woche gesehen, allerdings möchte ich darauf noch einige Worte verschwenden.
Warum Zufallserfolg? Naja, keine englische Karte, als einziger kann ich zwar lesen was dort in koreanischer Schrift steht doch kann ich nicht einmal gut raten was es bedeutet und ein Kellner der Englisch wohl für einen Ausländischen Schnaps hält, der leider nicht auf der Karte steht und nicht für eine Sprache.
Hierbei lernten wir aber direkt die koreanische Art des Essensgehen kennen. Wird in Deutschland jeder Gast mit einem Teller bedient ist es hier eher der Normalfall eine große Schüssel/Pfanne/Topf o.ä. pro Tisch zu bekommen in der, vor den Augen des Gasts, das Essen zubereitet wird. Dazu gibt es verschiedene Beilagen und alle essen gemeinsam.
Futterneid??? Gibt’s nicht, wenn einer noch nicht Satt ist wird weiter bestellt.

Hauptgebäude der Korea UniversityIm Anschluss an dieses vorzügliche Mal gab es noch eine kurze Campus-Erkundung mit dem (links) wunderschönen Hauptgebäude im koreanisch antiken Baustil. Findet ihr nicht? 🙂
Auf Koreanisch heißt die Korea University übrigens 고려 (Goryeo – geht auf ein antikes Königreich in Korea zurück), wurde 1905 als erste moderne Hochschuleinrichtung Koreas gegründet und gehört zu den SKY-Universities, den drei angesehensten Universitäten Koreas, die einen absoluten Elitestatus in der Gesellschaft genießen und als Garant für eine erfolgreiche Karriere und Wohlstand gelten.

Soviel aber erst einmal zum ersten Tag. Man kann sagen, ich bin gut angekommen, die Umgebung gefällt mir und ich hatte einen guten Start.
Mal sehen was noch kommt. Am Montag fangen die Einführungsveranstaltungen für alle Austauschstudenten an und eine Woche darauf dann leider schon die Uni…

Bis die Tage,
Markus

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