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Markus

„Der erste Tag an der Korea University“ oder „Die wichtigste Regel an einer Elite-Uni in Korea“

21. November 2014 | von

Hallo zusammen,

es geht also los, das Abenteuer beginnt. So finde ich mich am ersten Montag meines Auslandsaufenthalt in der Inchon Memorial Hall / Global Leadership Hall (Imposanter Name wa?) der Korea University ein.
Zusammen mit etwa 600 weiteren Austauschstudenten, die meisten davon aus China und Restasien, dicht gefolgt von Europäern, Amerikanern und Australiern, die ich einfach mal unkorrekter Weise nicht zu Restasien hinzu zähle. So viele? Muss das sein? Was mach ich hier?
Genau.. wir werden unseren Buddys zugeteilt. je 2-4 Ausländer ein koreanischer Buddy und etwa 60 Austauschstudenten in einer Buddy Group zusammen. Zur Buddy Group später mehr…

Mein Buddy scheint nett zu sein und spricht erstaunlicher Weise gut englisch, Glück gehabt!
Es geht los. Gespannt oder gelangweilt verfolgen wir die Begrüßungsreden verschiedener Würdenträger und der Leitung der Korea University Buddys. Und dann? Schlagartig erwachten alle aus ihrem Tiefschlaf.

Was war passiert? Ein Erdbeben? Ein Tsunami? Krieg mit Nordkorea.
Nein! Es wird angekündigt, das nun die Sprecherin und Ethikbeaufragte Die wichtigste Regel...
des International One-Stop-Service Center (Sone Art Kombi aus International Office, ZPA und Fakultäten) zu Wort kommen wird. Gespannt warten alle darauf, was denn nun noch kommen sollte. Und was ist es? Genau, die wichtigste Regel, die es an der Korea University zu befolgen gilt

„Do not get drunk until you pass out!“ (siehe rechts)

Schnell entbrennen die ersten Diskussionen, ob das nun ein Scherz oder ernst sei, doch so selbstbewusst wie diese junge Frau diesen Leitsatz und seine Wichtigkeit betont, lässt keinen Zweifel, die meinen das ernst… Hier hinterfrage ich zum ersten Mal in was für einem Land wir sind.
Klar, ich will die Aussage nicht abschwächen, aber dachte ich, als erwachsener Mensch solche Regeln automatisch zu befolgen und stelle mir kurz vor, was gewesen wäre, wenn unser geliebter Rektor „Schmachti“ dies bei unserer Einführungsveranstaltung aus seinem Hut gezaubert hätte. Wahrscheinlich mehr eine Einladung als eine Regel, was denkt ihr?

Mensa in Korea Und nun? Tja. Gut Gelaunt und mit leerem Magen, Frühstück hatte ich  bis dahin noch keines in Korea gefunden, ging es ab in die Mensa. Mensa? Muss das sein? Wirklich? Wo ist die nächste Pontstraße?

Naja, im Gänsemarsch der Gruppe hinterher. Erstaunlicherweise funktioniert hier Mensa natürlich anders als in Aachen. Oft (es gibt mehrere konkurrierende Mensa-Unternehmen auf dem Campus) werden einfach viele Kleinigkeiten und ein paar „Hauptgerichte“ angeboten, die man sich frei auswählt. Daraus ist mein erstes Mahl entstanden, umgerechnet 2,10 teuer. Geht. Was gibt es denn?
(von .l.o. bis r.u.): Kimchi, später dazu mehr, Ananas, eingelegte Chilis, ne Art Frühlingsrolle, Sprossensalat und Tonkatsu, eine Japanische Version des Schnitzels. Dazu ein gruselig süßer Apfel-Irgendwas-Saft aus der Dose.

Meine Meinung? Kann man machen, Pontstraße scheint hier unnötig. Um vorweg etwas zu spoilern, ich gehe mindestens 4 mal die Woche in die Mensa und bin nach wie vor von Konzept, Preisen und Geschmack begeistert. Da könnte sich die Aachner Mensa mal eine Scheibe abschneiden. Übrigens wer glaubt, Lebensmittel seien hier einfach billiger als in Deutschland ist auf dem Holzweg. Im Supermarkt zahlt man mindestens doppelt soviel für Obst oder Gemüse, für Fleisch mindestens dreimal so viel. Nix billiger.

Danach gings weiter im Einführungsdschungel, Studentenausweis (inklusive Kreditkarte und Bankkonto) beantragen, Online Campus Software Zugang etc. etc…Das liebste Getränk der Koreaner..

Und abends ab in die Kneipe mit der neuen Kuba Gruppe koreanische Spezialitäten probieren. Was gabs? Chicken and Beer. Klingt nicht nach Korea? Ist es aber! Chicken and Beer scheint etwa 15-20% der Kneipen in Seoul auszumachen ..

Um nicht nur westlichen Kram zu konsumieren kommt natürlich noch Soju dazu, eine Spezialität auf die ich später ausführlicher eingehe.
Soviel sei gesagt, sie schmeckt gruselig und hat etwa 20 Prozent…

Mit deutlichen Kopfschmerzen wache ich am nächsten morgen in meinem Bett auf… Mist… noch ein Einführungstag…
Da der nicht so spannend war, hier nur noch zwei Fotos meines neuen Science Campus‘ und eins, bei dem ich verstanden habe, warum die wichtigste Regel der Korea University wirklich wichtig ist… (PS: Ja, das sind leere Kisten von Soju… Und unsere Buddy Gruppe war allein in diesem Restaurant/Bar/Kneipe)

Bis die Tage
Markus


Science Campus  Science Campus 2

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