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Markus

One night in Bangkok makes a hard man humble…

01. Januar 2015 | von

… Not much between despair and ecstasy…

Da ich diesen wohl bekannten Song gerade höre empfehle ich allen Lesern dies ebenso zu tun, fürs Ambiente und so 😉
Tja, ich bin in Bangkok. Warum eigentlich?
Bisher wusste ich nur wenige Sachen über Bangkok Thailand:
– Wahrscheinlich größter Puff Südostasiens (inklusive Deutschen Sex-Touristen
– Thai Massagen gibt es mit und ohne Happy End
– Thailand ist ebenfalls das Reiseziel der „Nord-Asiaten“ im Winter
– Thailand ist nicht sonderlich wohlhabend
– Es gibt den ältesten Monarchen der Welt in Thailand (der wird seit geraumer Zeit nur noch am Leben gehalten)
– Bangkok ist verrückt, zumindest wenn man dem oben genannten Song Glauben schenken darf 😉

Nun bin ich also hier. Und muss feststehlen, Bangkok ist irre. Mit irgendwas um neun Millionen Einwohnern gibt es so gut wie keine U-Bahn/Hochbahn und Busse sind für Touristen meist nicht benutzbar, dafür gibt es an jeder Ecke Taxis und Tuk Tuks.
Tuk Tuks? Kann man das essen? Nein. Ein Tuk Tuk ist ein -zumindest dem Aussehen nach- selbst zusammen geschraubtes „Gefährt“ mit drei Rädern, auf dem hinten eine Sitzbank installiert ist um Touristen oder auch Einheimische zu befördern. Ums kurz zu machen, die Dinger stinken, fahren irre schnell und haben Fahrer, die in Deutschland definitiv an einer MPU scheitern würden!
Zusammengefasst also ein heiden Spaß 😉 Wenn man rausgefunden hat, das ein vernünftiger Preis für Tuk Tuk-Fahren etwa bei einem Sechstel bis Viertel des vom Fahrer veranschlagten Preises liegt, klappt das auch mit dem Verhandeln ganz gut. Eine Fahrt kostet etwa 80 Baht (2 Euro) für bis ca. 6 Kilometer, abhängig vom Verkehr und eurem Verhandlungsgeschick. Da es aber auch einfach Tausende von den Dingern gibt, lohnt es sich einfach weiterzugehen und den nächsten Fahrer zu fragen.

Aber naja, one night in Bangkok. Sind bei mir ein paar mehr aber ich beschreibe euch mal meinen ersten Tag, der ziemlich verrückt war. Vorab, jeder, der mit „komischem“ Essen oder alternativem Tierfleisch Probleme hat, sollte hier aufhören zu lesen und im nächsten

Nachdem Manuel (ebenfalls Deutscher, den ich in Seoul kennengelernt habe) Sonntagabend gut gelandet sind (never ever Air Asia again, nicht mal Wasser gibt es umsonst), das Hostel erreicht haben und ins kleinste Doppelzimmer der Welt eingezogen sind, konnte am Montag die Stadt unsicher gemacht werden.

20141222_104615 20141222_104623Fangen wir mal mit unserer direkten Umgebung an.
Laut Hostelbookers hat das Hostel eine schlecht Lage, wir fühlten uns hier aber gleich wohl (siehe rechts). Fußläufig in 2 Minuten liegt ein Autoverwehrter-/Reperaturviertel in nem Man alles findet 😉 Fand ich als Ingenieur schon beeindruckend und ich weiß nicht wie viele Tonnen Autoteile dort liegen aber es waren eine Menge 😉
Zum Glück hatten wir aktiv Hunger, sonst hätten wir wohl als Autozerleger in Bangkok angeheuert 😉

20141222_105319Weiter ging es also auf der Suche nach etwas Essbarem. An einer Straßenküche wurden wir fündig und bestellten mit Händen und ein bisschen Englisch Papaya Salat mit gebratenem Hähnchen (links). Zusammen für etwa 2 Euro. Sau günstig, sau scharf und sau lecker 😉
Die Papaya ist dabei nicht wie wir sie kennen voll ausgereift als Frucht sondern noch sehr früh gepflügt, in kleine Schnipsel geschnitten und dann im Salat als „Gemüse“. In einem Thai-Kochkurs (siehe Bilder unten) haben wir dann erfahren, dass die Thais viele Früchte unreif pflücken 20141222_105746un20141222_115437d dann als Salat benutzen. Super Sache fand ich und echt lecker. Unser Mal genossen wir natürlich unter einem der zahlreichen Konterfeis des Königs, der hier als eine Art Heiliger verehrt wird.
Auf der Straße schlecht über den König sprechen ist in Thailand übrigens verboten, weshalb viele Thais am liebsten garnicht über ihn oder Politik reden 😉
Trotzdem ist der König wie gesagt sehr beliebt und sein nahender Tot wird als große Tragödie gesehen, die das Land sogar an den Rand eines Bürgerkrieges bringen könnte.

Danach ging es ab ins erste „Wat“, die Tempel hier. Zu sehen gab es neben nem schönen Gebäude den größten Goldbuddha der Welt (siehe oben). Insgesamt über 6 Tonnen wiegt das Ding und ist schon ziemlich beeindruckend. Wer jetzt glaubt man würde auch nur einen Polizisten oder Militär als Sicherungsmaßnahme zu finden, der irrt gewaltig. Niemand. Sehr seltsam finde ich, dass dort nicht hin und wieder mal eine Ecke verschwindet, aber naja, Buddhas klauen scheint wohl nicht hoch im Kurs zu stehen.

Nachdem wir noch Chinatown und ein paar weitere Tempel unsicher
gemacht hatten ging es auf zum nächsten Tagesordnungspunkt: 20141222_18050820141222_172110
Food Tour!
Meiner Meinung nach definitiv ein Muss für jeden Thailand Touristen und mit 20-25 Euro nun auch nicht gerade unbezahlbar.
Als kleiner Starter gab es frittierte Frösche, die auf Grund ihrer Größe nun nicht wirklich intensiv nach irgendetwas schmecken. Ich würde sagen nen netter Snack, mit Chips vergleichbar 😉
Danach mehrere Salate, hier mal mit Schweinezunge und Ohren 😉 Super lecker, kalt gegessen, scharf mariniert mit süßer Chili Sauce.
20141222_18185020141222_184843Weiter ging es mit den beiden Gesellen im linken Bild. Ja richtig, das sind ebenfalls Frösche. Diesmal etwas größer als eine Hand unr nur auf Kohle gebraten statt frittiert.
Ziemlich lecker auch wenn man sicher etwas Überwindung braucht um es wirklich zu probieren 😉 Schmeckt nach einer Mischung aus Hähnchen und Fisch, wobei der Fischgeschmack nur ganz leicht zu spüren ist. Ne Delikatesse und nur zu empfehlen 😉
Da wir neben den Gerichten in den Bildern ungefähr noch 10 weitere Sachen probiert haben, konnten wir erst einmal nicht mehr weitermachen und die Tour Guide zeigte uns den Tempel neben dem Königspalast (Bild oben). Ziemlich beeindruckend, insbesondere wenn man bedenkt, dass dieser normalerweise für Besucher nach 5 Uhr geschlossen ist und wir durch einen Hintereingang an den Mönchen vorbei hereingegangen sind. Die Türme sind übrigens Grabstätten, wobei man sich nicht mehr sicher ist, ob wirklich noch Überreste von Menschen darin liegen, die Thais trauen sich einfach nicht nachzuschauen 😉

Weitere Details der Food Tour spare ich euch einfach mal, aber wir haben definitiv alles probiert, was die Küche in Bangkok so zulässt. Gleichzeitig noch ein paar schöne Sehenswürdigkeiten gesehen, ein gelungener erster Tag in Bangkok.
Geschichten über die Rotlichtviertel erspare ich euch mal, wir sind ja hier auf einem RWTH-Exzellenz-Blog und nicht auf einer zwielichtigen Seite 😉

Für mich geht es jetzt alleine weiter nach Chiang Mai, das liegt im Hohen Nordosten Thailands und ist nicht so touristisch, sondern mehr etwas für Backpacker. Aber denke auch dort gibt es Internet, so dass ich das ein oder andere Foto hochladen oder eine Geschichte erzählen kann. Wie es ausschaut gibt es neben Elefantenreiten und einem Hochseilgarten über ein Tal mit 400 Meter Tiefe auch ein Kloster zum Meditieren, das mich wohl für ein paar Tage aufnehmen wird. *Ommmmm*

Unten findet ihr noch ein paar weitere Bilder, unter anderem vom Kochkurs (würde ich übrigens auch jedem Bangkok-Touri empfehlen) bzw. unsrem Ergebnis, dem Wat Arun mit seinen krankhaft steilen Treppen und dem Sonnenuntergang in Bangkok 😉 Achja, eine Bootsfahrt, die ist lustig, daher davon auch noch zwei Schnapsschüsse..

Machts gut,
bis die Tage
Markus

 


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