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Max

Weiter geht die Reise

Liebe Leute, es ist gar nicht möglich, alles in Worte zu fassen, was ich schon wieder erlebt habe. Jetzt bin ich in Trinidad und schon die letzten paar Tage in Havanna waren total eindrucksvoll und aufregend. In Vedado wollte ich mir erst einmal ein Eis bei der größten Eiskette „Coppelia“ kaufen. Das stellte sich aber als ein wenig komplizierter heraus, als ich gedacht hatte. Aus unerfindlichen Gründen wurden Extranjeros von den Kubanern getrennt, die Touristen sollten offenbar Touristenpreise zahlen. Da ich aber nicht brennend daran interessiert war, alleine Eis zu essen, während ich 10 Meter in der anderen Richtung Hunderte Kubaner hören, aber nicht sehen konnte, lehnte ich dankend ab, verwies auf die andere Richtung und versuchte mein Glück, dorthin zu gelangen. Einmal angekommen setzte ich mich unten auf einen der vielen freien Plätze an einer Art Bartheke, fragte meine Sitznachbarin nach der besten Sorte und wollte gerade bestellen, als eine Art Sicherheitskraft auftauchte und mir mitteilte, dass ich hier nicht sein könnte. Ich habe erst einmal gar nichts verstanden, verwies auf die vielen freien Plätze. Anscheinend standen etliche hunderte Kubaner draußen Schlange, um sich an diesem heißen Sonntag ein Eis zu gönnen und ich hatte irgendwie die Schlange umgangen. Er bat mich also, Extranjero-Eis zu kaufen oder mich in die Schlange zu stellen, ich war gerade am Gehen, als mich zwei junge Kubaner in einer Art Mikroschlange zwischen Eisausgabe und der großen Schlange draußen auf sich aufmerksam machten. „Podemos entrar juntos“ sagten sie. Ich ließ mir die Chance natürlich nicht entgehen und stellte mich dummdreist dazu. Eine geniale Idee, sehr nette Jungs. Letztendlich konnten wir tatsächlich zusammen eintreten und die Jungs beschwerten sich direkt über das System, über die künstlich lange Schlange draußen. Auch im oberen Restaurant waren viele Tische komplett leer, seltsam… Letztlich bedankte ich mich bei den beiden und dem ihnen fremden Mann für die Hilfe und bezahlte für den ganzen Tisch. Eine Portion Eis (= 4/5 Kugeln) kosteten 5 CUP. Die anderen drei aßen jeder 2 Portionen, für mich reichte eine. Umgerechnet zahlte ich also circa 1,50€ für schiere Unmengen an echt leckerem Eis…
Ansonsten lief ich dann mit den beiden noch zusammen die Calle 23 entlang, kubanisches Bier in der Hand, lernte die Mutter von Harold kennen und düste dann zusammen mit ihm in einer Carro Americano in Richtung Habana Vieja. Nachdem ich mich dann ein wenig in meiner Casa ausgeruht hatte, ging es erneut mit einer Carro zu David, um endlich den Besuch der Fábrica des Artes hinzubekommen. Dort war es super interessant, eine große Fabrik mit verschiedenen Bars, Außenbereichen, Foto-, Kunst- und Skulpturausstellungen, einer großen, einer kleinen Bühne für Live-Musik und einer Theaterbühne. Preislich war es auf jeden Fall im Rahmen und einen Besuch ist es auf jeden Fall wert! Meinen letzten Abend verbrachte ich mit meinem Casa-Hermano Raudelito auf der Couch und verlor einige Male in Fifa gegen ihn; er hat sich damit wohl in letzter Zeit mehr auseinandergesetzt, als ich.
Jetzt bin ich jedenfalls in Trinidad, nicht in Santa Clara, weil die Verbindung dorthin besser funktioniert hat. Die Busfahrt habe ich mit einer Taiwanerin (Lucy) und einem Irländer (Owen) verbracht, wir haben uns gegenseitig ausgetauscht und nachdem Owen in Cienfuegos ausgestiegen war, übten Lucy und ich zusammen noch ein wenig Mandarin. Meine Casa-Familie, die ich im Vorhinein schon telefonisch festgemacht hatte, holte mich netterweise vom Bus ab und bis jetzt ist auch hier in Trinidad alles cremig mit Sonnenschein!

Carro Americano

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Fahrrad gefällig.

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Katze

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 Los Vesinos

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Nachrichten für den ersten Stock

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Vedado Motorbike

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