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Max

Trinidad

So, endlich gibt es mal wieder ein Update! Trinidad unterscheidet sich sehr von Havanna, während in Havanna in ungefähr jeder Ecke zu jeder Tages- und Nachtszeit etwas los ist (inklusive Licht), so sieht das in Trinidad schon bedeutend anders aus. Meine Casa (Ovidaisi y Roberto, Hostal Muneca) ist in der Nähe der Linea, einer eingleisigen Eisenbahnstrecke, die nur von zwei Zügen befahren wird. Einer für Touristen, einer für Kubaner. Die Züge fahren beide einmal täglich zu einem Dorf und zurück. Wenn man also die Abfahrtszeiten kennt, weiß man auch, dass nach einem passierenden Zug keiner mehr vorbeifahren wird. So brachen wir eines Tages mit der halben Nachbarschaft zu einer Wanderung zu einem Wasserfall auf, winkten den vorbeifahrenden Touristen, und gingen dann entlang der Gleise, über Felder, Weiden und durch ein paar Wälder und landeten letztendlich bei einem wunderbaren Waldsee mit Klippen von denen gesprungen werden wollte, keine Menschenseele weit und breit, außer Diego, einem netten Spanier!
Den haben wir dann auch gleich zum Abendessen mit nach Hause genommen. Die Taiwanerin Lucy, die ich im Bus kennengelernt hatte, hatte ich tags zuvor zufällig auf der Straße getroffen und so waren wir eine nette Runde, die sich an den Pesces Asados gütlich tat. Mit der gleichen Gruppe gingen wir dann auch abends ein wenig in die Casa de la Musica. Sie einmal gesehen zu haben war ganz nett, aber wirklich empfehlenswert scheint mir eher zu sein, vor der Casa de la Musica auf den Treppen zu sitzen. Ist günstiger und es sind mehr Kubaner als hinter der Kasse.
Lucy hatte übrigens erzählt, dass sich der Touristenzug nicht wirklich gelohnt hätte. Stattdessen hatte ich mich an meinem ersten Tag für einen ausgedehnten Spaziergang durch Trinidad entschieden, der direkt von einem vorbeifahrenden Traktor unterbrochen wurde. Ich fragte nämlich den Traktorfahrer an einer Kreuzung, nachdem ich einen freien Sitzplatz erspäht hatte: „Buenas dias, seria possible de sentarme ahi?“ „Si, claro!“ Und schon fuhr ich die letzten paar Meter in Richtung Plaza Mayor, unterhielt mich angeregt mit dem Fahrer, der Agua Potable für Leute lieferte, die gar keinen Wasseranschluss besitzen. Er ließ mich in direkter Nähe zur Plaza Mayor aussteigen, grinste kurz in die Kamera und fuhr weiter. Kurze Zeit später stolperte ich in ein Kulturzentrum hinein, weil ich Musik erlauscht hatte. Eine Band übte ihr Repertoire und zwei Trommeln waren noch frei. Ich platzte kurz in die Probe hinein, jammte ein wenig mit der Gruppe und verließ dann das Zentrum.
Auch schön: die Nachbarn gegenüber haben eine kleine Taubenzucht und Darney zeigte mir stolz seine bunt gemischten Tauben.
Auch war ich mit Roberto und Pedro angeln und Dominospielen, aber das ist eine andere Geschichte!

Blick vom Dach der Casa

Blick vom Dach der Casa

Musikgruppe

Musikgruppe

Radler

Radler

Schachspiel

Schachspiel

Stolzer Taubenzüchter

Stolzer Taubenzüchter

Traktor

Traktor

Wandergruppe

Wandergruppe



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