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Max

Schlagwort: ‘Backpacking’

Ende der Reise

29. Oktober 2015 | von

Die letzten Tage waren etwas turbulent. Wer die Nachrichten verfolgt hat, konnte sich beinahe täglich mit neuen Horrorgeschichten über Tote und Verletzte in Israel und den palästinensischen Gebieten auseinander setzen. Für mich als kulturinteressierten Menschen und Student der Sozialwissenschaften brachte der Besuch der Gebiete beider Seiten spannende Einblicke in die tatsächliche Situation vor Ort.

Rumhängen mit den Bäckern

Rumhängen mit den Bäckern

Aus Gesprächen mit Einheimischen, sowohl Israelis, als auch Palästinensern kann man authentischere Informationen beziehen, als von den größeren Medien. Die Situation ist leider eine sehr verfahrene und kaum zu lösen. Mir scheint, dass die Bürger beider Seiten Frieden wollen. Die immer wiederkehrenden Konflikte werden eher von Einzelnen geschürt.

 

Eine Japanerin, die ich vorher in Jordanien kennengelernt hatte, war von einem Steinwurf in Ibron verletzt worden. Wie ihr euch vorstellen könnt, beschäftigte mich dieser Fakt sehr stark, katapultierte er mich doch aus einem Gefühl der Surrealität direkt in die nackte Wahrheit: Sicherheit ist nicht gegeben.

 

 

Davon und von e-Mails des Auswärtigen Amtes in Unbehagen versetzt, reiste ich mit dem Mini-Bus von Ramallah nach Jerusalem.

Auf dem Weg von Ramallah nach Jerusalem...

Auf dem Weg von Ramallah nach Jerusalem…

 

Wir kamen nahe des Damascus-Gates (eines der Nord-Tore der Altstadt) an und konnten es uns nicht nehmen lassen, einen scheuen Blick zu werfen, wie es dort aussah. Knappe 10 Tage zuvor war es ein buntes Treiben gewesen, mit Marktschreiern, Musikern und Touristen. Nach den Zwischenfällen sah das Ganze so aus:

Das Damascus Gate am 4. Oktober

Das Damascus Gate am 4. Oktober

Wer genau hinsieht, kann etliche Sicherheitsleute entdecken, welche die Altstadt für junge Palästinenser abriegelten.

Den öffentlichen Verkehr innerhalb Jerusalems meidend, gingen wir zu Fuß zum Busbahnhof, um dann mit dem Fernbus von Jerusalem nach Haifa zu fahren. Die somit eher brenzligen Gebieten konnte ich ohne weitere Zwischenfälle hinter mir lassen.

Die letzten paar Tage verbrachte ich bei Freunden, um schließlich mit dem Flieger über Istanbul nach Hamburg zu fliegen.

Hallo, Deutschland!

 

Semesterferien

21. Oktober 2015 | von

Wenn die vorlesungsfreie Zeit im Sommersemester sich als besonders lang herausstellt, dann bieten sich viele Möglichkeiten. Für mich hieß es dieses Mal, den Rucksack packen und über Athen in den nahen Osten zu fliegen. Was wäre denn ein Studium ohne kulturellen Austausch und Erfahrungen?

In Athen besuchte ich eine Freundin und Ihre Familie und nach drei Tagen voller Gyros, Spaziergänge und Strand ging der Flieger nach Tel Aviv.

Akropolis Athen

Die Akropolis

Im jüdischen Kalender fallen oftmals etliche hohe Feiertage in die Monate September und Oktober. So auch dieses Mal: ich verbrachte den höchsten Feiertag „Jom Kippur“, den Tag der Versöhnung, in Tel Aviv. Besonders für die gläubigen Juden ist dieser Feiertag extrem wichtig. Sie fasten 25 Stunden und verbringen ihre Zeit in den Synagogen oder beim Studium religiöser Texte. Das ganze Land Israel ruht, öffentlicher und privater Verkehr stehen still, Geschäfte haben geschlossen; nur notwendige Aufgaben wie die Krankenrettung und Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit sind gestattet.

Im Umkehrschluss bedeutet das: keine Kraftfahrzeuge auf den Straßen, dafür umso mehr flanierende Menschen, Radfahrer, Skateboarder und Jogger.

Mein persönliches Highlight in Tel Aviv war der leerstehende Ayalon Highway, auf dem ich mich spontan einigen kreativen Köpfen anschloss, einen menschlichen Peace-Schriftzug auf dem Highway zu schaffen.

(Ich bin rechts unten im A) (Credit: Shlomi Levi)

(Ich bin rechts unten im A) (Credit: Shlomi Levi)

Man beachte auch die Drohne links oben im Foto.

Die Reise ging weiter über Jerusalem und Eilat bis nach Jordanien, wo ich mir die Ruinen von Petra anschauen konnte. Von dort fuhr ich über Amman in die palästinensischen Gebiete nach Ramallah, wo ich diesen Eintrag schrieb.

Bis zum nächsten Mal!