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Bloghaus-Küche

Wir stellen vor: Markus

10. Januar 2015 | von

Hallo Markus! Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast ein bisschen über Dich und Dein Leben zu erzählen!
Von wo schreibst Du uns gerade?

Aktuell schreibe ich euch wahrscheinlich aus Laos, meinem zweiten Reiseziel nach Thailand. Entweder sitze ich gerade auf einem Slowboat auf dem Mekong, wandere durch Luang Prabang oder Van Vieng oder bin in Vientianne und weine darum, dass mein Urlaub schon vorbei ist 😉

Wie findet man sich in einem Land zurecht, das sprachlich so weit weg ist von allem was man kennt?

Das ist eingentlich ziemlich einfach. Korea bzw. wahrscheinlich die meisten asiatischen Länder sind sehr gastfreundlich und die Menschen versuchen einem zu Helfen wo es geht.
In Korea kommt der hohe technologische Standart hinzu. Alles funktioniert einfach. Ob Nahverkehr, der sogar deutlich besser als in Europa ist, das Essengehen oder Shoppen, man findet sich schnell zurecht, sofern man keine Angst hat evtl. mal auf jemanden zu treffen, der nun wirklich kein Wort Englisch spricht 😉
Korea ist sicherlich sehr einfach zu bereisen und zu erkunden. Ich für meinen Teil hatte nicht eine einzige negative Erfahrung mit Menschen in Korea oder Situationen in denen ich mich nicht mehr orientieren konnte oder nicht mehr weiter wusste.

Du studierst Maschinenbau, hast Du als Kind schon an Deinem Fahrrad rumgeschraubt und bist im Karohemd zur Welt gekommen oder hat sich dieser Wunsch erst später entwickelt?

Hm nein 😉 Bastler war ich nie so richtig, auch wenn ich mir zumindest keine zwei linken Hände zuschreiben würde. Dafür fehlte mir aber meist die Geduld. Evtl. war mein erster Strampler Karo, aber dafür muss ich erst einmal Kinderfotos durchwühlen 😉
Maschinenbau zu studieren entschied sich während meines Zivildiensts und war eine Mischung aus Mangel an Alternativen, technisch- naturwissenschaftlichem Interesse und Bauchgefühl. Ich habe es auch bisher nicht so richtig bereut auch wenn das Studium oft hart ist und sich jeder wahrscheinlich einmal fragt, ob es nicht doch etwas anderes hätte sein können 😉
Letztlich muss man auch mal schauen wo mich der Berufsweg hin verschlägt, ob in einen dunklen Konstruktionskeller oder die Spitze eines DAX-Unternehmens (hahaha 😉 ), wer weiß 😉

Eine Frage, die wir jedem stellen: Was sind die 5 wichtigsten Dinge, die Du in Deiner Zeit an der RWTH und in Asien bis jetzt gelernt hast?

Hm. Schwer zu sagen ehrlich gesagt. An der RWTH wären das durch meine Fachschaftsarbeit und das allgemeine Studentenleben evtl. die folgenden 5:
1. Die RWTH ist ein Staat im Staat.
2. Oft fühlt man sich an das Irrenhaus aus Asterix zurück erinnert.
3. Thermo schreibt jeder zweimal.
4. Montags ist Kiste-Abend.
5. Steter Tropfen höhlt den Stein. Oder besser, wer hart arbeitet, schafft es auch 😉

In Asien würde ich sagen:
1. Asiaten sind im Schnitt deutlich netter als Europäer.
2. English-Speaking heißt eigentlich, sie verstehen kein Wort.
3. Asiaten essen dem Vorurteil gemäß wirklich scharf 😉
4. Manchmal ist deutsche Ordnung doch was schönes.
5. Vielfalt und Erlebnisse findet man nicht in Klöstern oder Restaurants, sondern auf der Straße.

Was machst Du, wenn es gerade keine Enthalpien zu bestimmen oder Spannungen zu berechnen gibt?

Ich gehe gern ins Kino, koche gern oder treffe mich mit Freunden. Oft hänge ich (oder mehr hing ich) auch in der Fachschaft rum und habe Würstchen gegrillt, Bühnen aufgebaut, Bier gezapft, Flyer verteilt oder Studis beraten 😉 Hin und wieder muss ich natürlich auch zugeben, das ein oder andere Computerspiel zu genießen 😉

Du bist sehr engagiert in der Fachschaft Maschinenbau, was wünschst Du Dir für und von Deinen Kommilitonen?

Für meine Kommilitonen wünsche ich mir weiterhin gute (oder noch bessere) Studienbedingungen, vernünftigte Profs, gute Lehre und dass die RWTH sich wieder darauf besinnt, weshalb sie existiert. Für und wegen der Studierenden.
Von meinen Kommilitonen wünsche ich mir mehr Engagement über das eigene Studium hinaus. Gestaltet euer Studium mit, argumentiert mit Professoren und Uni-Angehörigen. Bleibt auf dem Laufenden, was um euch herum abgeht und helft neuen Leuten beim Einstieg ins Studium. Dabei muss man nicht 40 Stunden die Woche in der Fachschaft arbeiten oder überhaupt mitarbeiten, aber ein Interesse an den Strukturen und der „Tagespolitik“ der RWTH bzw. ein aktives Mitwirken in dieser wäre sehr wünschenswert und käme nicht zuletzt euch selbst zu Gute. 😉

Was muss man in Aachen unbedingt gemacht haben?

Uff.
Wie wäre es im Weihnachtsverkauf im Lindt Werksverkauf stehen und dabei zusehen wie Omas sich um die letzte Packung Bruch-Schokolade streiten?
Carolusthermen und Domschatzkammer kann man natürlich auch mal gesehen haben.
Bodyflying kann ich nur empfehlen. Einfach mal googeln, liegt nördlich von Aachen und ist ein heiden Spaß für diejenigen, die sich nicht sicher sind ob sie aus einem Flugzeug springen wollen oder nicht. 😉
Montags in die Kiste und natürlich die Maschi-Ersti-Party im Oktober 😉

 



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