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Bloghaus-Küche

Wir stellen vor: Laura

17. Januar 2015 | von

Diese Woche erzählt Laura ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Schön, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast!
Du studierst Umweltingenieurwesen, vor ein paar Jahren hätte ich dich wohl gefragt, wie man auf so etwas kommt, heute klingt es nach einer innovativen und zukunftsträchtigen Idee, was hat Dich nach Aachen gebracht?

Ich bin hier geboren und war ganz froh, dass es hier einen Studiengang gibt, der mir gefällt. So konnte ich ganz bequem da bleiben, wo meine Freunde und meine Familie sind 🙂

Wie ist es als Ingenieurin in Aachen?

Wenn man die schweren Sachen wie höhere Mathematik erstmal gepackt hat… eigentlich ganz cool. Wenn man will gibt es eine ganze Menge gute Angebote – zumindest im Wasserbau, wo ich bin. Es werden viele Exkursionen angeboten – ganz besonders die Vertieferexkursion an Pfingsten hat mich immer sehr gereizt und dieses Jahr bin ich auch endlich dabei!

Man sollte aber schon eine Menge Durchhaltevermögen mitbringen, denn einfach ist anders 😉

Wenn es eine Sache gäbe, die Du an Aachen und Deiner Hochschule ändern könntest, was wäre es?

Ein richtig gutes Eiscafé in Aachen wäre toll! Del Negro ist bei mir direkt um die Ecke und gefühlt laut 80% der Befragten das beste Eiscafé hier. Ich muss ehrlich gestehen, das ich das sehr schade fände. Das am Elisenbrunnen ist besser. Aber am allerbesten ist das Eis in Kohlscheid, gegenüber von McDonalds. Das ist nur leider viel zu weit weg, um im Sommer mal eben spontan hinzugehen.

An der Hochschule würde ich mir teils interaktivere Vorlesungen wünschen. Da passt man einfach besser auf, ganz besonders wenn, wie bei mir, nach 8 Semestern Studium langsam die Luft etwas raus ist. Das führt zwar oft dazu, dass erstmal mehr geschimpft wird, weil niemand gerne mitarbeitet, aber im Grunde sorgt es für bessere Noten und entspanntere Lernzeiten. Bei mir jedenfalls.

Was sind Deine 5 wichtigsten Dinge, die Du in Deiner Zeit an der RWTH bis jetzt gelernt hast?

– Kerle sind auch nur Menschen. Ich komme von einem Mädchengymnasium und habe auch in meiner Freizeit eigentlich fast nur Freundinnen gehabt, am Anfang des Studiums musste ich mich deswegen tatsächlich erst einmal wieder umgewöhnen. Das ging aber Dank meiner kleinen allerersten Lerngruppe sehr leicht.

– Schule war schöner. Man hört es ja immer mal wieder, dieses „Sei froh, dass du noch zur Schule gehst“ oder inzwischen: „Sei froh, dass du noch studierst“. Als Schüler hab ich das irgendwie nie so recht nachvollziehen können, aber inzwischen seh ich das auch so. Manchmal kommt es mir vor, als würde ich für ein Semester genau so viel lernen wie fürs gesamte Abitur. Und damit sind die 2 Jahre gemeint, nicht nur die tatsächlichen Abiprüfungen.

– Egal wo meine Freunde wohnen, man sieht sie fast alle gleich selten, wenn man sie nicht in der Uni trifft. Ob das nun Düsseldorf, Dresden, Trier oder um die Ecke ist… Treffen planen will gelernt sein. Aber gute Freundschaften halten jede lange Pause aus!

– eine gute Lerngruppe (und wenn sie nur aus zwei Leuten besteht) ist Gold wert. Wirklich! Auf Dauer macht alleine Lernen leicht depressiv und motivieren kann man sich in der Gruppe gegenseitig auch besser. Allerdings auch sehr gut gegenseitig ablenken. Aber das gehört dazu.

– Kreativität ist für mich überlebenswichtig. Das ich gerne kreativ bin wusste ich schon immer, aber durch teilweise lange Kreativitätspausen im Studium habe ich bemerkt, dass ich das nicht nur gerne bin, sondern auch brauche. Als Ausgleich zum Lernen, rechnen und den ganzen Fakten. Ein bisschen Fantasie ist zum Abschalten unerlässlich.

Wofür hättest Du gerne mehr Zeit?

Oh, mein wunder Punkt. Für alles! Aber ganz besonders für all die vielen Hobbies, die ich gerne hätte. Mit denen könnte ich mein Leben absolut ausfüllen, auch ohne Arbeit. Aber das bringt ja leider kein Geld, also muss ich Prioritäten setzen.

Wo möchtest Du unbedingt noch hin?

Irland, Italien und Japan, wenn es um Länder geht. Bali war sehr schön, das ist definitiv nochmal eine Reise wert. Gerne würde ich mir auch ein paar Tauchgebiete raussuchen und erkunden. An die Niagara-Fälle möchte ich auch unbedingt – generell mal ein paar Wasserfälle sehen.

Was muss man in Aachen unbedingt gemacht haben?

Einmal auf den Dom hinauf und dort runterschauen (geht an einem Wochenende im Jahr) und den Schokovorrat beim Lindt Werksverkauf auffüllen. Möglichst dann, wenn sonst niemand dort hin will. Ich bin zwar nicht unbedingt bedingungsloser Fan von Lindt, aber für so manches lohnt sich ein Besuch dort trotzdem sehr! Zu Weihnachten muss man außerdem mal die Zimtsterne probiert haben, die Bäckereien wie Moss oder Drouven anbieten. Sehr viel besser als alles, was man im Supermarkt bekommt 🙂

 



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