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Bloghaus-Küche

Kategorie: ‘Allgemein’

Wir stellen vor: Nina

24. Januar 2015 | von

Hallo Nina! Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast und uns etwas über Dich und Dein Leben erzählst.

Du studierst Architektur, war das von Anfang an Dein Plan?

Jein. Ich kann mich daran erinnern, dass ich mit 14 zuhause auf der Terrasse gesessen habe und Grundrisse von Häusern und Hotels gezeichnet hab. Eine wesentliche Zeit meiner Kindheit und Jugend habe ich dann auch damit verbracht, die Möbel in meinem Zimmer hin und her zu schieben. Mit 17 kam dann das erste Praktikum in einem Architekturbüro in Köln. Das war ziemlich ernüchternd und nicht so ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. Noch dazu wirkten die 4 Mitarbeiter ein wenig deprimiert. Nach dem Abi war ich völlig ratlos und hab mit Umwegen über ein Praktikum in einer Werbeagentur, 3 Semestern International Business, einem Praktikum im Rechnungswesen und einem bei einem Schreiner endlich dann hierher gefunden.

Wie viel Zeichnen, Basteln, Modellieren gehört zum ArchitekturStudium und wie viel Mathe und Statik erwartet einen Architektur Studenten an der RWTH?

Zu viel und zu wenig. Wenn es nach mir geht. Ich bin keine Mathe-Ass, aber ich hätte nichts gegen eine höhere Gewichtung der Statik. Die hat man dem Architekten abgezwackt und dann den Bauingenieur erfunden. Daraus resultiert nun der vermutlich ewig dauernde Kampf zwischen diesen beiden Parteien.  Viele Architekten entwerfen Objekte, die so faktisch nicht gebaut werden können und achten nur auf die Ästethik; die Bauingenieure meckern nur und haben dafür kein Auge – so die Vorwürfe.

Das „Malen und Basteln“, was gerne mal belächelt wird, ist dabei allerdings nicht zu unterschätzen. Der einem sich selbst auferlegte Perfektionismus kann einen schonmal in den Wahnsinn treiben. Wenn wir da bis in die späten Nachtschichten sitzen, kommen angeritzte Fingerkuppen regelmäßig vor. Das eigene Wohl ist dabei allerdings immer dem Modell unterstellt – jenes wird grundsätzlich zuerst gerettet. Das Arbeitspensum hat jedenfalls schon das ein oder andere mal dafür gesorgt, dass wir uns fragten, ob es wohl Statistiken über Selbstmordraten oder vermehrte Herzinfarkte in Architektenkreisen gibt.

Alles in allem ist das Studium äußerst facettenreich, da findet jeder seine Stärke. Nach dem, was ich so von Leuten aus anderen Studiengängen mitbekomme und was ich in meinem alten Studium erlebt habe, würde ich sogar sagen, dass es wohl kaum ein anderes Studium gibt, das so abwechslungsreich ist.

Was ist dein Lieblings-Studenten-Essen?

Schlafen. Mittlerweile, wenn ich mich entscheiden muss, würde ich Schlaf immer Essen vorziehen. Aber wenn genug Zeit zum Essen ist, gehe ich besonders gern für Köttbullar in die Mensa. Ansonsten muss ich sagen, dass ich am allerliebsten bei mir zuhause in der viel zu kleinen Küche stehe, was leckeres koche und dann ein paar Gäste hab, mit denen ich zusammen essen kann.

Was sind Deine 5 wichtigsten Dinge, die Du in Deiner Zeit an der RWTH bis jetzt gelernt hast?

Survival of the fittes – wobei der „am besten Angepasste“ hier definitiv jener ist, der es schafft sich zu organisieren. Sonst ist man hoffnungslos verloren.

Es gibt doch eine ganze Menge netter und „normaler“ Maschis.

Das schnellste Schnitzel gibt’s dienstags in der Expresslinie.

Studieren ist silber, aber schlafen ist Gold.

Wenn du es dir selbst nicht recht machst, kannst du es auch niemand anderem recht machen.

 

Wenn man in Aachen richtig feiern will, wo sollte man hingehen?

Da fallen mir als erstes unsere WG-Parties ein 😀 Generell würde ich sagen, dass nix über eine gute WG-Party geht. Und dann bin ich noch der Meinung, dass überall ne gute Zeit haben kann, egal ob Hotel Europa, Nox oder Apollo. Man muss nur die richtigen Leute im Gepäck haben.

Was gefällt die an Deiner Hochschule überhaupt nicht?

In erster Linie vermutlich das, was einen an jeder Hochschule nervt: Eine riesige administrative Abteilung, in der sich niemals jemand für irgendetwas verantwortlich fühlt, geschweige denn anzutreffen ist, da nur von 12 bis mittags gearbeitet wird.

Und dann etwas, was speziell unsere Fakultät betrifft, aber bestimmt auch noch an genügend anderen vorkommt: Die Lehrstühle kommunizieren nicht untereinander, immer zum Leid der Studenten. Und dann meint auch noch jeder einzelne wichtiger sein zu müssen als der andere. Das ist manchmal ein bisschen wie im Kindergarten.

Was muss man in Aachen unbedingt gemacht haben?

Das kommt sicher darauf an, wie lang man hier ist. Und wann. Die ein oder andere Wohnheimsparty sollte man mal wohl mitnehmen. Eine Sneakpreview im Eden ist auch zu empfehlen. Da kann so eine schreckliche Schnulze, über die sich zuerst alle gemeinsam aufregen, plötzlich die Stimmung kippen und scheinbar romantische Verse sorgen dann ruckizucki für großes Gelächter in allen Reihen. Das Septemeber-Special find ich ganz cool. In ner schönen Sommernacht sitz ich gerne auf der Terrasse vom Kaiserwetter.

In jedem Fall sollte man eines aber nicht in Aachen tun: Karneval feiern. Dafür sollte man immer und trotz aller möglichen Hindernisse nach Köln fahren 😉

Wir stellen vor: Laura

17. Januar 2015 | von

Diese Woche erzählt Laura ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Schön, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast!
Du studierst Umweltingenieurwesen, vor ein paar Jahren hätte ich dich wohl gefragt, wie man auf so etwas kommt, heute klingt es nach einer innovativen und zukunftsträchtigen Idee, was hat Dich nach Aachen gebracht?

Ich bin hier geboren und war ganz froh, dass es hier einen Studiengang gibt, der mir gefällt. So konnte ich ganz bequem da bleiben, wo meine Freunde und meine Familie sind 🙂

Wie ist es als Ingenieurin in Aachen?

Wenn man die schweren Sachen wie höhere Mathematik erstmal gepackt hat… eigentlich ganz cool. Wenn man will gibt es eine ganze Menge gute Angebote – zumindest im Wasserbau, wo ich bin. Es werden viele Exkursionen angeboten – ganz besonders die Vertieferexkursion an Pfingsten hat mich immer sehr gereizt und dieses Jahr bin ich auch endlich dabei!

Man sollte aber schon eine Menge Durchhaltevermögen mitbringen, denn einfach ist anders 😉

Wenn es eine Sache gäbe, die Du an Aachen und Deiner Hochschule ändern könntest, was wäre es?

Ein richtig gutes Eiscafé in Aachen wäre toll! Del Negro ist bei mir direkt um die Ecke und gefühlt laut 80% der Befragten das beste Eiscafé hier. Ich muss ehrlich gestehen, das ich das sehr schade fände. Das am Elisenbrunnen ist besser. Aber am allerbesten ist das Eis in Kohlscheid, gegenüber von McDonalds. Das ist nur leider viel zu weit weg, um im Sommer mal eben spontan hinzugehen.

An der Hochschule würde ich mir teils interaktivere Vorlesungen wünschen. Da passt man einfach besser auf, ganz besonders wenn, wie bei mir, nach 8 Semestern Studium langsam die Luft etwas raus ist. Das führt zwar oft dazu, dass erstmal mehr geschimpft wird, weil niemand gerne mitarbeitet, aber im Grunde sorgt es für bessere Noten und entspanntere Lernzeiten. Bei mir jedenfalls.

Was sind Deine 5 wichtigsten Dinge, die Du in Deiner Zeit an der RWTH bis jetzt gelernt hast?

– Kerle sind auch nur Menschen. Ich komme von einem Mädchengymnasium und habe auch in meiner Freizeit eigentlich fast nur Freundinnen gehabt, am Anfang des Studiums musste ich mich deswegen tatsächlich erst einmal wieder umgewöhnen. Das ging aber Dank meiner kleinen allerersten Lerngruppe sehr leicht.

– Schule war schöner. Man hört es ja immer mal wieder, dieses „Sei froh, dass du noch zur Schule gehst“ oder inzwischen: „Sei froh, dass du noch studierst“. Als Schüler hab ich das irgendwie nie so recht nachvollziehen können, aber inzwischen seh ich das auch so. Manchmal kommt es mir vor, als würde ich für ein Semester genau so viel lernen wie fürs gesamte Abitur. Und damit sind die 2 Jahre gemeint, nicht nur die tatsächlichen Abiprüfungen.

– Egal wo meine Freunde wohnen, man sieht sie fast alle gleich selten, wenn man sie nicht in der Uni trifft. Ob das nun Düsseldorf, Dresden, Trier oder um die Ecke ist… Treffen planen will gelernt sein. Aber gute Freundschaften halten jede lange Pause aus!

– eine gute Lerngruppe (und wenn sie nur aus zwei Leuten besteht) ist Gold wert. Wirklich! Auf Dauer macht alleine Lernen leicht depressiv und motivieren kann man sich in der Gruppe gegenseitig auch besser. Allerdings auch sehr gut gegenseitig ablenken. Aber das gehört dazu.

– Kreativität ist für mich überlebenswichtig. Das ich gerne kreativ bin wusste ich schon immer, aber durch teilweise lange Kreativitätspausen im Studium habe ich bemerkt, dass ich das nicht nur gerne bin, sondern auch brauche. Als Ausgleich zum Lernen, rechnen und den ganzen Fakten. Ein bisschen Fantasie ist zum Abschalten unerlässlich.

Wofür hättest Du gerne mehr Zeit?

Oh, mein wunder Punkt. Für alles! Aber ganz besonders für all die vielen Hobbies, die ich gerne hätte. Mit denen könnte ich mein Leben absolut ausfüllen, auch ohne Arbeit. Aber das bringt ja leider kein Geld, also muss ich Prioritäten setzen.

Wo möchtest Du unbedingt noch hin?

Irland, Italien und Japan, wenn es um Länder geht. Bali war sehr schön, das ist definitiv nochmal eine Reise wert. Gerne würde ich mir auch ein paar Tauchgebiete raussuchen und erkunden. An die Niagara-Fälle möchte ich auch unbedingt – generell mal ein paar Wasserfälle sehen.

Was muss man in Aachen unbedingt gemacht haben?

Einmal auf den Dom hinauf und dort runterschauen (geht an einem Wochenende im Jahr) und den Schokovorrat beim Lindt Werksverkauf auffüllen. Möglichst dann, wenn sonst niemand dort hin will. Ich bin zwar nicht unbedingt bedingungsloser Fan von Lindt, aber für so manches lohnt sich ein Besuch dort trotzdem sehr! Zu Weihnachten muss man außerdem mal die Zimtsterne probiert haben, die Bäckereien wie Moss oder Drouven anbieten. Sehr viel besser als alles, was man im Supermarkt bekommt 🙂

 

Wir stellen vor: Markus

10. Januar 2015 | von

Hallo Markus! Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast ein bisschen über Dich und Dein Leben zu erzählen!
Von wo schreibst Du uns gerade?

Aktuell schreibe ich euch wahrscheinlich aus Laos, meinem zweiten Reiseziel nach Thailand. Entweder sitze ich gerade auf einem Slowboat auf dem Mekong, wandere durch Luang Prabang oder Van Vieng oder bin in Vientianne und weine darum, dass mein Urlaub schon vorbei ist 😉

Wie findet man sich in einem Land zurecht, das sprachlich so weit weg ist von allem was man kennt?

Das ist eingentlich ziemlich einfach. Korea bzw. wahrscheinlich die meisten asiatischen Länder sind sehr gastfreundlich und die Menschen versuchen einem zu Helfen wo es geht.
In Korea kommt der hohe technologische Standart hinzu. Alles funktioniert einfach. Ob Nahverkehr, der sogar deutlich besser als in Europa ist, das Essengehen oder Shoppen, man findet sich schnell zurecht, sofern man keine Angst hat evtl. mal auf jemanden zu treffen, der nun wirklich kein Wort Englisch spricht 😉
Korea ist sicherlich sehr einfach zu bereisen und zu erkunden. Ich für meinen Teil hatte nicht eine einzige negative Erfahrung mit Menschen in Korea oder Situationen in denen ich mich nicht mehr orientieren konnte oder nicht mehr weiter wusste.

Du studierst Maschinenbau, hast Du als Kind schon an Deinem Fahrrad rumgeschraubt und bist im Karohemd zur Welt gekommen oder hat sich dieser Wunsch erst später entwickelt?

Hm nein 😉 Bastler war ich nie so richtig, auch wenn ich mir zumindest keine zwei linken Hände zuschreiben würde. Dafür fehlte mir aber meist die Geduld. Evtl. war mein erster Strampler Karo, aber dafür muss ich erst einmal Kinderfotos durchwühlen 😉
Maschinenbau zu studieren entschied sich während meines Zivildiensts und war eine Mischung aus Mangel an Alternativen, technisch- naturwissenschaftlichem Interesse und Bauchgefühl. Ich habe es auch bisher nicht so richtig bereut auch wenn das Studium oft hart ist und sich jeder wahrscheinlich einmal fragt, ob es nicht doch etwas anderes hätte sein können 😉
Letztlich muss man auch mal schauen wo mich der Berufsweg hin verschlägt, ob in einen dunklen Konstruktionskeller oder die Spitze eines DAX-Unternehmens (hahaha 😉 ), wer weiß 😉

Eine Frage, die wir jedem stellen: Was sind die 5 wichtigsten Dinge, die Du in Deiner Zeit an der RWTH und in Asien bis jetzt gelernt hast?

Hm. Schwer zu sagen ehrlich gesagt. An der RWTH wären das durch meine Fachschaftsarbeit und das allgemeine Studentenleben evtl. die folgenden 5:
1. Die RWTH ist ein Staat im Staat.
2. Oft fühlt man sich an das Irrenhaus aus Asterix zurück erinnert.
3. Thermo schreibt jeder zweimal.
4. Montags ist Kiste-Abend.
5. Steter Tropfen höhlt den Stein. Oder besser, wer hart arbeitet, schafft es auch 😉

In Asien würde ich sagen:
1. Asiaten sind im Schnitt deutlich netter als Europäer.
2. English-Speaking heißt eigentlich, sie verstehen kein Wort.
3. Asiaten essen dem Vorurteil gemäß wirklich scharf 😉
4. Manchmal ist deutsche Ordnung doch was schönes.
5. Vielfalt und Erlebnisse findet man nicht in Klöstern oder Restaurants, sondern auf der Straße.

Was machst Du, wenn es gerade keine Enthalpien zu bestimmen oder Spannungen zu berechnen gibt?

Ich gehe gern ins Kino, koche gern oder treffe mich mit Freunden. Oft hänge ich (oder mehr hing ich) auch in der Fachschaft rum und habe Würstchen gegrillt, Bühnen aufgebaut, Bier gezapft, Flyer verteilt oder Studis beraten 😉 Hin und wieder muss ich natürlich auch zugeben, das ein oder andere Computerspiel zu genießen 😉

Du bist sehr engagiert in der Fachschaft Maschinenbau, was wünschst Du Dir für und von Deinen Kommilitonen?

Für meine Kommilitonen wünsche ich mir weiterhin gute (oder noch bessere) Studienbedingungen, vernünftigte Profs, gute Lehre und dass die RWTH sich wieder darauf besinnt, weshalb sie existiert. Für und wegen der Studierenden.
Von meinen Kommilitonen wünsche ich mir mehr Engagement über das eigene Studium hinaus. Gestaltet euer Studium mit, argumentiert mit Professoren und Uni-Angehörigen. Bleibt auf dem Laufenden, was um euch herum abgeht und helft neuen Leuten beim Einstieg ins Studium. Dabei muss man nicht 40 Stunden die Woche in der Fachschaft arbeiten oder überhaupt mitarbeiten, aber ein Interesse an den Strukturen und der „Tagespolitik“ der RWTH bzw. ein aktives Mitwirken in dieser wäre sehr wünschenswert und käme nicht zuletzt euch selbst zu Gute. 😉

Was muss man in Aachen unbedingt gemacht haben?

Uff.
Wie wäre es im Weihnachtsverkauf im Lindt Werksverkauf stehen und dabei zusehen wie Omas sich um die letzte Packung Bruch-Schokolade streiten?
Carolusthermen und Domschatzkammer kann man natürlich auch mal gesehen haben.
Bodyflying kann ich nur empfehlen. Einfach mal googeln, liegt nördlich von Aachen und ist ein heiden Spaß für diejenigen, die sich nicht sicher sind ob sie aus einem Flugzeug springen wollen oder nicht. 😉
Montags in die Kiste und natürlich die Maschi-Ersti-Party im Oktober 😉

 

Wir stellen vor: Maike!

20. November 2014 | von

Maike-1Hallo Maike, schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast, ein bisschen über Dich zu erzählen.

Sehr gerne! Willst du einen Kaffee? 🙂 Ich hoffe, irgendwo hier in der Bloghausküche steht ein TopBrewer rum… (nein, der Blog finanziert sich nicht über Produktplatzierung)

Du schreibst jetzt schon seit einem Semester für das Bloghaus, was Du letztes Semester in den USA erlebt hast, kann man auf deinem Blog lesen, was machst Du, wenn Du gerade nicht bloggst?

In einem Wort: Viel 🙂 Derzeit halten mich vor allem meine Masterbewerbungen und das damit verbundene Chaos an Vorbereitungen etwas in Atem. Als Ausgleich – und um meine überflüssigen Pfunde aus den USA abzutrainieren – habe ich gerade einen Fitnesskurs im RWTH Gym begonnen. Neben der Uni arbeite ich in der Personalabteilung der katholischen Kirche in Aachen. Ach ja und vorm Einschlafen lese ich – in love with my kindle. 

Du studierst jetzt BWL und machst bald deinen Master, war das von Beginn an dein Plan?

Fast! 🙂 Zwischen 16 und 19 Jahren hatte ich mir fest in den Kopf gesetzt, eines Tages katholische Theologie zu studieren. Dann kamen ein Auslandsjahr in Südamerika und ein paar andere Dinge dazwischen. Beworben habe ich mich an der RWTH auf Soziologie, VWL, Politische Wissenschaft und Lehramt (Spanisch/Reli) – entschieden habe ich mich dann für Soziologie und VWL. Im dritten Semester kam spontan noch die BWL dazu – ich bin gerade noch nicht sicher, ob das die dümmste oder die beste Entscheidung meines Lebens war. Meinen Master möchte ich übrigens nicht an der RWTH machen…und auch nicht in BWL, soviel sei verraten 😉

Was sind die 5 wichtigsten Dinge, die Du in deiner Zeit an der RWTH und in Boston bis jetzt gelernt hast?

1. Keep calm and carry on.

2. Kaffee ist dein Freund.

3. Der Mensch ist ein Feedbackwesen.

4. Stell (die richtigen) Fragen.

5. Du bist wertvoll – was interessiert dich?

Wie sieht Dein perfekter Uni-Tag aus?

Lustig, dass du mich das jetzt fragst – ich habe seit zwei Wochen keine Vorlesung und keine Übung mehr besucht, weil ich zuviel für meine Masterbewerbungen machen musste. Wenn ich gerade mal etwas Luft habe beginnt mein perfekter Unitag aber prinzipiell erst um 10 und ich hole mir auf dem Weg zur Vorlesung noch schnell einen leckeren Latte Machiatto und ein Croissant. Der Professor in der Vorlesung benutzt optimalerweise ein Mikro, ich habe trotz überfüllter Hörsäle einen guten Sitzplatz erwischt und im Idealfall auch noch Platz genug, um meine Beine auszustrecken (ok, langsam wird es illusorisch). Mittags esse ich mit Freunden draußen und döse anschließend noch ein bisschen im Sonnenschein oder lese ein spannendes Buch für mein anschließendes Seminar. Bevor das gegen 15 Uhr beginnt, hol ich mir den zweiten Kaffee gegen das Mittagstief. Das Seminar wird selbstverständlich von einem unglaublich engagierten Dozenten gehalten und maximal fünf ebenso engagierten Studierenden besucht. Später gehe ich ein Stündchen ins Gym, bevor ich abends mit ein paar guten Freunden bei tiefgreifenden Gesprächen über Gott und die Welt einen Mojito trinke.

Wo gehst Du hin, wenn Du keinen Hunger auf Mensa-Essen hast?

In die Bloghausküche natürlich, am liebsten zum Kochabend mit Freunden :). Sonst: Krippekratz vom Café zum Mohren, im Sommer Eiscafe del Negro, natürlich die chocolate company und das Reuter’s House in der Pontstraße. (langsam könnte man wirklich meinen, dass wir uns über Produktplatzierung finanzieren)

Welche 3 Dinge würdest Du in der Welt gern ändern?

Ich antworte mit zwei Dingen und einem meiner Meinung nach epischen  Zitat aus dem Film Sneakers – die Lautlosen: „Frieden auf Erden und eine gute Gesinnung für jedermann“. Nachschauen kann man die besagte Szene übrigens hier ab min 2:30.

Was muss man in Aachen unbedingt mal gemacht/erlebt haben?

Den Werksverkauf bei Lindt kurz vor Weihnachten und das Taizégebet donnerstagsabends in kafarna:um (19:30 Uhr), dem nachweislich schönsten Ort der Stadt.