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Raphael

Wochenende in „Windy City“!

16. November 2015 | von

 

Wie ich bereits in meinem ersten Blog-Eintrag erwähnt habe, ist Madison, für amerikanische Verhältnis, nahezu eine Nachbarstadt von Chicago. Je nach Verkehrslage dauert die Fahrt zwischen 2,5 und 3,5 Stunden (ich empfehle die Rush-hour niemandem, aber ein Erlebnis ist es definitiv!). Daher haben wir Ende September das letzte richtig warme Wochenende genutzt und uns (einen Teil) von Chicago, auch „Windy City“ genannt, angeschaut.

Durchaus interessant finde ich, dass man den Ursprung des Spitznamens gar nicht mehr kennt. Eine der meist verbreitetsten (und für Touristen auch offensichtliche) ist der Wind, der durch die Stadt zieht. Tatsächlich kommt der Name aber scheinbar von den „long-winded politicians“, also den umständlichen Politikern. Aber das nur am Rande.

Wir sind ingesamt zu fünft nach Chicago gefahren und hatten das Glück über Airbnb (sehr empfehlenswert!) in Marva eine super gute Gastgeberin gefunden zu haben, die uns viele wertvolle Tipps gegeben hat.

Architecture Boat Tour

Architecture Boat Tour

So haben wir bei Dämmerung die „Architecture Boat Tour“ durch den Chicago River gemacht und konnten so die Innenstadt im Hellen und im Dunklen sehen, was sehr beeindruckend war.

Architecture Boat Tour

Was mir vorher gar nicht bewusst war (Schande über meine Allgemeinbildung), ist, dass Chicago eine wirklich „junge“ Stadt ist. 1871 wurde nämlich fast die ganze Innenstadt aufgrund eines Scheunenbrands niedergebrannt. Während unser Bootguide uns also diese Geschichte erzählte, viel auch immer wieder der Name des offenbar sehr bekannten Architekten, der sich gesprochen „Mieswänderoh“ anhörte. Er hat nahezu alle gutaussehenden Gebäude am Chicago River gebaut. Nach dem der Name gefühlte 87 Mal viel, hat es bei mir Klick gemacht, da ich zufällig mal unter dem Straßenschild in Aachen angehalten habe und mir die Herkunft des Namens durchlas: Er meinte „Mies-van-der-Rohe“ – ja genau der „Mies-van-der-Rohe“, in dessen Straße in Aachen das RWTH Gym steht. Welche Ehre diesem großen Architekten doch zu teil kommt!

Als wir dann Marva am nächsten Morgen stolz davon erzählten, dass ein Aachener Chicago designed hat und wir das vorher nicht wussten, ist sie fast aus allen Wolken gefallen: „I thought he is a big star in Germany?!“ (sie hatte 3 Bücher von ihm). Sollte dies so sein, dann Schande über mein Haupt. Da ich mich in diesem Blog natürliche nicht lächerlich machen will, habe ich vorher eine Stichprobe an Leuten gefragt, und bis auf eine Ausnahme wussten das die meisten auch nicht (in Deutschland hat er übrigens die Nationalgalerie in Berlin designed).

Aber seis drum, auf jeden Fall haben wir am nächsten Tag, mit dem Wissen, dass ein Aachener Chicago designed hat, die wunderschöne Stadt angeschaut:
IMG_1418

Später sind wir dann in das 96. Stockwerk des John Hancock Towers, um uns die Stadt von oben anzuschauen. Auch dies war ein Geheimtipp von Marva: Im 96. Stock im John Hancock Tower ist eine Lounge, für die man keinen Eintritt bezahlt, einen guten Drink genießen kann und einen wunderbaren Blick über die Stadt hat. Kein langes Gewarte und keine 20 Dollar Eintritt, wie z.B. für den Willis (ehemals Sears) Tower oder das „360 Chicago“ im John Hancock zahlen muss, obwohl das sogar noch 2 Stockwerke weiter unten ist. Die Skyline war von oben und von unten beeindruckend. Den besten Blick aus dem John Hancock hat man übrigens aus der Frauentoilette (nein, ich war nicht drin!). In der Männertoilette sieht man übrigens nur eine orangene Wand. Aber auch für Männer war der Blick aus dem Restaurant akzeptabel:

Blick aus dem John Hancock Tower über Chicago

Blick aus dem John Hancock Tower über Chicago

Neben dem Sight Seeing waren wir noch im „Shedd Aquarium“ und im „Museum of Science and Industry“, was beides auch sehr spannend war. Wir haben uns alle „Go-Pässe“ geholt, sprich drei „Attraktionen“ für deutliche weniger Geld, als es Original gekostet hat.

Und ja, ich weiß, Chicago hat noch mehr zu bieten, aber an drei Tagen war für uns nicht viel mehr drin. Über die verschiedenen Parks und die „Bohne“ berichte ich nach meinem nächsten Besuch und verabschiede mich mit ein Paar Bildern bis nächste Woche!

 

 

 

 

 

 

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