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Raphael

Schlagwort: ‘Madison’

Wo ist das Wasser?

11. August 2016 | von

Beim letzten Mal habe ich geschrieben, was ich in Aachen alles vermisst habe, aber natürlich gibt es auch eine Menge Dinge aus Madison, die mir fehlen.

Neben den vielen Leuten und natürlich generell Madison, haben viele Dinge mit Wasser zu tun:

Zum einen fehlen mir die Seen, so wie der Ausblick von der Terrace. Nur zur Erinnerung, wie das aussieht:
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Ich habe lange Zeit nicht verstanden, wenn viele Aachener gesagt haben: „Aachen ist schön, aber es fehlt das Wasser!“. Mitlerweile kann ich das sehr gut nachvollziehen, da Wasser nicht nur ein gutes Klima bringt sondern auch viele coole Freizeitmöglichkeiten!

Aber was wirklich sehr fehlt (und ich verstehe bis heute nicht, warum sich die Dinger noch nicht in Deutschland großflächig durchgesetzt haben) sind Wasserspender:
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Wieso gibt es die hier nicht? Wir haben weltweit das vermutlich beste Leitungswasser überhaupt, aber die Wasserspender sind super rar. In den USA gibt es die Überall, selbst mitten in irgendwelche Parks. Und es ist einfach praktisch, reduziert den Müll und spart Geld!

Aber naja, wenn man alles verstehen würde, wäre die Welt ja auch langweilig 😉

Time to say goodbye :(

22. Juni 2016 | von

Nach der Konferenz brache meine letzte Woche in Madison an. Und dafür präsentierte sich die Stadt noch einmal von seiner schönsten Seite:

Panorama Madison

Da ich in der Uni nicht mehr wirklich etwas zu tun hatte, habe ich es mir einfach gut gehen lassen. So haben wir zum kleinen Abschied von Johanna (sie ist 3 Tage vor mir zurückgeflogen) dekadent gefrühstückt (mit Pancakes und Frenchtoast):

Frühstück :)

Frühstück 🙂

Und auch wenn der Zoo in Madison jetzt nicht das Highlight schlechthin war, wir hatten dennoch Spaß!
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Doch dann stand auch schon mein letzter Abend an, bei dem ich viele Freunde und Kollegen zu einem gemeinsamen Abschiedessen eingeladen habe – ein wunderschöner aber auch trauriger Abend zu gleich.

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Und nachdem dann Zahbürste, Handtuch und Haarwachs sicher im Koffer verstaut waren, hieß es: Time to say goodbye!
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Und auch wenn ich mich natürlich riesig auf meine Familie und Freunde, auf Deutschland und auf Aachen gefreut habe, so viel mir der Abschied super schwer!

Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Leuten bedanken, die diesen Austausch und dieses Erlebnis möglich gemacht haben, angefangen bei der unendlichen Unterstützung meiner Familie und Johanna, beim IKV und DAAD für die Chance und die finanzielle Unterstützung, sowie beim gesamten Polymer Engineering Center rund um Natalie und Tim! Danke für diese unvergessliche Zeit und bis hoffentlich ganz bald! 🙂

Oh du schönes Madison!

10. April 2016 | von

Da ich aktuell leider sehr eingespannt mit meiner Masterarbeit bin (ich habe nur noch 3 Wochen bis zur Abgabe…), gibt es heute mal wenig Text, aber viele Bilder. Denn ich will mit einem Vorurteil aufräumen, das Wisconsin bzw. Madison langweilig oder nicht schön sein. Sicherlich hat Madison nicht so viele Attraktionen zu bieten wie z.B. Chicago oder New York, aber Madison hat einfach viele schöne Ecken und eine wunderbare Natur. Jeden morgen auf dem Weg zur Uni gehe ich an dem größten der vier Seen, dem Lake Mendota, vorbei, genauer gesagt dem James Madison Park (benannt nach dem 4. Präsidenten und einem der Gründerväter der USA, sowie Namensgeber der Stadt). Und egal ob September, Februar oder April, der Blick auf den See ist jeden morgen etwas besonderes, aber seht selbst. Ich lasse euch mit den Bildern alleine, bis zum nächsten Mal!

September
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Ostern/ Springbreak in der Heimat :)

04. April 2016 | von

Wie sicherlich einige von euch wissen, haben die Amis im März ihre „Osterferien“, sog. Springbreak. Da dies zeitgleich zu Ostern in Deutschland war, habe ich mich nach einigen Überlegungen dazu entschieden, meine Familie zu überraschen (Ostern ist immer ein schönes Familienfest), sowie meine Freundin und meine Freunde wiederzusehen und nach Deutschland zu fliegen. Auch wenn ich im Juni schon wieder ganz in Deutschland bin, dachte ich, dass ein kurzer Heimaturlaub nicht schaden kann!

So bin ich also am 18. März über den kleinen Umweg Istanbul nach Düsseldorf geflogen. Meine Familie wusste von dem ganzen nichts. Da ich erst Sonntagabends spät bei meinen Eltern ankommen sollte und ich sie nicht schon mit dem Klingeln erschrecken wollte (ich meine wer klingelt in einem 2000 Leute Dorf Sonntagabends um 22:00 Uhr?!), musste eine kleine Lüge herhalten: Johanna schrieb meiner Mutter, dass sie aufgrund eines Softballturniers in der Nähe sei, aber aufgrund Verzögerungen erst sehr spät nach Hause käme (meine Eltern wohnen in der Nähe von Hannover) und ob es möglich wäre, dass sie bei meinen Eltern übernachtet. Da dies, wie vermutet, kein Problem war, waren meine Eltern auf Besuch vorbereitet und das Bett schon gemacht 😉

Wie erhofft, war die Freude bei meiner Familie riesig und mir tat es natürlich auch sehr gut, alle einmal wieder zu sehen! Von Hannover ging es dann zunächst nach Aachen, dann zu Johannas Familie nach Köln und dann wieder für Ostern zurück nach Hannover 🙂 Natürlich wurde viel gegessen und auch der erste Schluck Alkohol nach dem Fasten sehr genossen! (da ich auch an Sonntagen gefastet habe war es der erste nach 46 Tagen)

Erster Gin Tonic nach 46 Tagen Fastenzeit!

Erster Gin Tonic nach 46 Tagen Fastenzeit!

Nachdem ich in den knapp 2 Wochen in denen ich da war versucht habe so viele Leute wie möglich wiederzusehen, stand am letzten Tag dann noch eine schöne 90er Party in Köln an. Dabei wurden erst einmal deutsche Freiheiten in Form eines Bieres auf offener Straße genossen (Wegbiere sind in den USA nämlich verboten):

Vortrinken vor der 90er Party!

Vortrinken vor der 90er Party!

Erstes Wegbier nach 7 Monaten!

Erstes Wegbier nach 7 Monaten!

Zum Schluss stand dann der Rückflug über den größten Flughafen der Welt (zumindest bezogen auf die Passagiere pro Jahr) an: Atlanta. Ein riesiges Ding! Mit Curbside-Check-In und „kurzen“ Schlangen vor dem Security Schalter (der ist irgendwo hinter den Treppen auf dem Bild.)

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Fast hätte ich mir in Atlanta sogar noch meinen kompletten Urlaub finanziert bzw. sogar Geld verdient, da nach Passagieren gefragt wurden, die bereit wären, ihren Flug gegen einen 700 Dollar Voucher auf einen späteren Flug umzubuchen. Doch dann habe ich leider noch den letzten Platz in meinem originalen Flug bekommen – immerhin an den Notausgangssitzen mit viel Beinfreiheit und eine tolle Aussicht!

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Die Welt ist klein!

23. März 2016 | von

Heute ist es Zeit für eine Geschichte, die schon etwas her ist, aber immer noch erzählenswert. Sie zeigt, wie klein die Welt doch manchmal sein kann.

In einem Gespräch mit Flo (einem Masteranden aus Erlangen) haben wir uns darüber unterhalten, wie ich eigentlich an das Polymer Engineering Center gekommen bin, da er wusste, dass ich eigentlich Produktionstechnik vertiefe. Dabei ereignete sich folgender Dialog, der zeigt, dass die Welt winzig ist:

Flo: „Wie bist du dann ans PEC gekommen?“
Ich: „Ich habe ein Auslandssemester in Lyon gemacht und dort an der Materialwissenschaftsfakultät studiert. Dadurch hat sich mein Interesse für Kunststoffe geweckt.“
Flo: „Ach cool! Meine Mitbewohnerin von hier kommt auch aus Frankreich, aber ich habe keine Ahnung aus welcher Stadt!“
Ich: „Ich weiß, die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns kennen ist gering, aber wie heißt sie denn?“
Flo: „Camille. Aber die studiert auch irgendwas mit Energie!“
Ich: „Ach ok, so heißt da ja eh jede zweite. Aber ich habe in Lyon sogar ein Fach an dem Energietechnikinstitut gehört.“
Flo: „Ja, meine Mitbewohnerin hat so einen italienischen Nachnamen. Vicen… irgendwas!“
Ich: „Ach verarsch mich nicht, aber nicht Vincensini!“
Flo: „Doch, so heißt sie!“
Und tatsächlich, ein kurzer check bei Facebook und seine Mitbewohnerin war tatsächlich meine Sitznachbarin aus Regelungstechnik in Lyon.
Er hat ihr direkt geschrieben, sie ist direkt zur bar gekommen, Beweisselfie gemacht:

Wiedersehen mit Camille!

Wiedersehen mit Camille!

Winzige Welt!

Glücksspiel kann glücklich machen

31. Januar 2016 | von

„Jungs, was machen wir heute?“ – „Wie wäre es mit Casino?“ – „Hmm, Ende des Monats, so viel Geld ist nicht mehr da, aber ok, klingt nach ’nem Plan!“

Also sind Carsten, Tobi, Christian und ich relativ spontan ins Casino ca. 45 Minuten von Madison entfernt gefahren. Anders als in Deutschland macht man sich hier nicht groß chic, sondern fährt einfach hin, spielt ein bisschen, und fährt wieder weg.

Meine Motivation hielt sich zunächst etwas in Grenzen und ich hatte auch nicht so viel Lust, Geld auf den Kopf zu hauen aber ich dachte mir: „Gut, 20 Dollar maximum. Mehr nicht.“ Wir wollten auch nicht ewig lange dort bleiben.

Wir also hin, und zunächst einmal überrascht, wie riesig der ganze Laden war. Zunächst mussten wir uns durch die geschätzten 2000 Spielautomaten kämpfen, bis wir uns dann an einen Black Jack Tisch gesetzt haben.

Mit meinen 20 Dollar konnte ich mir sage und schreibe 4 Chips kaufen, Mindesteinsatz war 5 Euro pro Spiel. Und nachdem die erste Runde auch direkt verloren ging, habe ich schon geahnt, dass das kein langer Abend würde. Aber auf einmal vielen die Karten: 18, 19, 17, 20, Black Jack und so weiter. Relativ schnell war der Einsatz verdoppelt, ich wurde mutiger und Zack, war ich bei knapp 87,50 Dollar aus meinen 20 eingesetzten (pro Black Jack gab es immer 2,50 oben drauf). Weil ich zum ersten Mal an dem Abend zwei Runden in Folge verlor, ließ ich dann Tobi ran und habe meinen Gewinn erstmal genossen.

Mein Gewinn beim Black Jack :)

Mein Gewinn beim Black Jack 🙂

Nachdem die andern leider nichts beim Black Jack holen konnten, wollten diese noch ein bisschen am Automaten spielen. Hier kann man halt bereits ab 1 Cent pro Spiel spielen. Nachdem ich erst zu Tobi sagte: „Nee, das ist mir irgendwie zu stumpf, das kann ich ja gar nicht selber beeinflussen“, habe ich mich doch dazu hingerissen, 2 Dollar einzusetzen.
Ich habe dann einfach auf viele Linien (höhere Gewinnchance) und einen hohen Gewinn gesetzt (wodurch das Spiel dann 1,25 Dollar gekostet hat), und auf einmal ist der Automat total ausgerastet und fängt an zu blinken ohne Ende. Ich hatte auf einmal die Auswahl zwischen verschiedenen Freispieloptionen, habe irgendwas gedrückt (ich weiß leider echt nicht, was das bedeutet hat) und der Automat hörte gar nicht mehr auf zu blinken. Nach 10 Minuten dauerblinken war mein Credit von 0,75 Cent auf 80,25 Dollar gestiegen. Tobi konnte es gar nicht glauben, ich musste einfach nur lachen 😀
Als ich meinen Schein dann zum Cashier brachte und der nur mit „What the f***“ antwortete, wusste ich auch, dass der Gewinn für einen Automaten wirklich gut war.

Gewinn am Automaten :)

Gewinn am Automaten 🙂

Insgesamt habe ich dann also in knapp 2 Stunden 150 Dollar aus dem Casino mitgenommen – ein guter Stundenlohn! Nach zwei Runden Bier auf meine Kosten ging ein sehr gelungener Abend zu Ende!

Thanksgiving & Black Friday!

30. November 2015 | von

Die letzte Woche war mal wieder eine sehr traditionsreiche Woche in den USA, denn es fanden zwei „Feiertage“ statt, also ein richtiger und ein Feiertag, wenn man auf Schnäppchen steht!

Der vierte Donnerstag des Novembers ist traditionell Thanksgiving, ein in den USA und Kanada gefeiertes Erntedankfest, das größte Familienfest in den USA, von dem Stellenwert in vielen Familien sogar über Weihnachten!
Im Mittelpunkt stehen dabei dabei zwei Sachen: Familie/ Freunde und Essen! Viel Essen! Also wirklich unfassbar viel Essen! Der Truthahn bildet dabei natürlich das Herzstück des Essens! Und zum Nachtisch darf der Pumpkinpie nicht fehlen! Ansonsten gilt: Alles was lecker ist, darf beim Essen nicht fehlen!

Wir wurden bei unserem Arbeitskollegen Rogelio und seiner Frau Corey eingeladen, die uns zeigen wollten, wie ein „typisch amerikanisches“ Thanksgiving aussieht. Sie hatten einen 22 Pfund (ca. 11 Kilo) Truthahn besorgt und auch sonst viele Leckereien vorbereitet. Das Menü konnte sich wahrlich sehen lassen:

Thanksgiving Turkey

Thanksgiving Turkey

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Welcome to the Winter Wonderland!

25. November 2015 | von

Schon bevor ich in Madison angekommen bin wurde mir aus sicheren Quellen gesagt, dass es kalt wird und viel schneit! Ab Anfang November, spätestens! Die Wintersachen aus Deutschland solle ich erst gar nicht mitnehmen, würde eh nichts helfen und nur Platz im Koffer wegnehmen!

Daher habe ich mich direkt nach meiner Ankunft mit einer mega dicken Jacke eingedeckt und seit Anfang November also auf den Winter gewartet. Die ersten zwei Wochen war davon gar nichts zu sehen, teilweise waren es sogar bis zu 20 Grad Celsius! Aber letzten Freitag war es dann endlich soweit. Es waren 20 Grad Fahrenheit (also -7° Celsius) sowie ein „Snowstorm“ mit bis zu 20 Zentimeter Schnee angesagt. In der Stadt wurden teilweise Vorkehrungen getroffen und bereits ein bisschen gestreut. Von dem „Snowstorm“ hat man zunächst nichts wirklich gesehen, bis es dann angefangen hat, ein wenig zu schneien.
Am nächsten Morgen bot sich jedoch folgender Blick aus meinem Fenster:
First Snow Weiterlesen »

Ein bisschen wie Schule!

19. November 2015 | von

Bisher hat man bei meinen Einträgen vermutlich das Gefühl bekommen, dass ich hier aktuell einfach nur versuche, so viele Traditionen wie möglich mitzunehmen und ständig unterwegs bin. Das ist auch durchaus nicht ganz falsch! 😉

Allerdings nimmt der zweite Teil des Wortes Auslandsstudium, also Studium, einen relativ großen Teil des Alltagslebens ein. Denn obwohl viele das Auslandsstudium fast nur mit Spaß und nicht wirklich mit Studium verbinden, so studiere ich hier tatsächlich, um im Mai hoffentlich meinen amerikanischen Master zu erlangen. Da das amerikanische System in meinen Augen sehr interessant und beeindruckend ist, werde ich in dem Artikel ein wenig darüber berichten.

Ich bin hier als „Research Assistant“ an der Uni angestellt, wodurch ich zum Glück keine Studiengebühren zahlen muss (was einfach abartig viel wäre). Im ersten Semester belege ich dabei viele Kurse, das zweite Semester ist fast ausschließlich für meine Forschungsarbeit eingeplant. Ich habe sogar meinen eigenen Schreibtisch 🙂

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Wochenende in „Windy City“!

16. November 2015 | von

 

Wie ich bereits in meinem ersten Blog-Eintrag erwähnt habe, ist Madison, für amerikanische Verhältnis, nahezu eine Nachbarstadt von Chicago. Je nach Verkehrslage dauert die Fahrt zwischen 2,5 und 3,5 Stunden (ich empfehle die Rush-hour niemandem, aber ein Erlebnis ist es definitiv!). Daher haben wir Ende September das letzte richtig warme Wochenende genutzt und uns (einen Teil) von Chicago, auch „Windy City“ genannt, angeschaut.

Durchaus interessant finde ich, dass man den Ursprung des Spitznamens gar nicht mehr kennt. Eine der meist verbreitetsten (und für Touristen auch offensichtliche) ist der Wind, der durch die Stadt zieht. Tatsächlich kommt der Name aber scheinbar von den „long-winded politicians“, also den umständlichen Politikern. Aber das nur am Rande.

Wir sind ingesamt zu fünft nach Chicago gefahren und hatten das Glück über Airbnb (sehr empfehlenswert!) in Marva eine super gute Gastgeberin gefunden zu haben, die uns viele wertvolle Tipps gegeben hat.

Architecture Boat Tour

Architecture Boat Tour

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