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Raphael

Schlagwort: ‘Tradition’

Thanksgiving & Black Friday!

30. November 2015 | von

Die letzte Woche war mal wieder eine sehr traditionsreiche Woche in den USA, denn es fanden zwei „Feiertage“ statt, also ein richtiger und ein Feiertag, wenn man auf Schnäppchen steht!

Der vierte Donnerstag des Novembers ist traditionell Thanksgiving, ein in den USA und Kanada gefeiertes Erntedankfest, das größte Familienfest in den USA, von dem Stellenwert in vielen Familien sogar über Weihnachten!
Im Mittelpunkt stehen dabei dabei zwei Sachen: Familie/ Freunde und Essen! Viel Essen! Also wirklich unfassbar viel Essen! Der Truthahn bildet dabei natürlich das Herzstück des Essens! Und zum Nachtisch darf der Pumpkinpie nicht fehlen! Ansonsten gilt: Alles was lecker ist, darf beim Essen nicht fehlen!

Wir wurden bei unserem Arbeitskollegen Rogelio und seiner Frau Corey eingeladen, die uns zeigen wollten, wie ein „typisch amerikanisches“ Thanksgiving aussieht. Sie hatten einen 22 Pfund (ca. 11 Kilo) Truthahn besorgt und auch sonst viele Leckereien vorbereitet. Das Menü konnte sich wahrlich sehen lassen:

Thanksgiving Turkey

Thanksgiving Turkey

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Wochenende in „Windy City“!

16. November 2015 | von

 

Wie ich bereits in meinem ersten Blog-Eintrag erwähnt habe, ist Madison, für amerikanische Verhältnis, nahezu eine Nachbarstadt von Chicago. Je nach Verkehrslage dauert die Fahrt zwischen 2,5 und 3,5 Stunden (ich empfehle die Rush-hour niemandem, aber ein Erlebnis ist es definitiv!). Daher haben wir Ende September das letzte richtig warme Wochenende genutzt und uns (einen Teil) von Chicago, auch „Windy City“ genannt, angeschaut.

Durchaus interessant finde ich, dass man den Ursprung des Spitznamens gar nicht mehr kennt. Eine der meist verbreitetsten (und für Touristen auch offensichtliche) ist der Wind, der durch die Stadt zieht. Tatsächlich kommt der Name aber scheinbar von den „long-winded politicians“, also den umständlichen Politikern. Aber das nur am Rande.

Wir sind ingesamt zu fünft nach Chicago gefahren und hatten das Glück über Airbnb (sehr empfehlenswert!) in Marva eine super gute Gastgeberin gefunden zu haben, die uns viele wertvolle Tipps gegeben hat.

Architecture Boat Tour

Architecture Boat Tour

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Amerikanischer Karneval!

06. November 2015 | von

Der 31. Oktober ist der Tag des amerikanischen Karnevals: Halloween!
Anders, als das viele in Deutschland vermuten (wenn ich mir zum Beispiel die vielen Fotos auf Facebook von deutschen Halloweenparties anschaue), geht es den Amerikanern dabei gar nicht wirklich ums „Gruseln“, sondern vielmehr ums Verkleiden, den Mut zur Hässlichkeit und vor allem Spaß haben – also wie Karneval in Deutschland! Halloween ist aber bei Weitem nicht nur der eine Tag bzw. Abend, sondern mit einigen Traditionen verbunden, von denen ich einige mitnehmen konnte!

Eine Woche vor Halloween habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Kürbis geschnitzt. Und obwohl ich nie der Feinmotorischste war, konnte sich das Ergebnis sehen lassen. (Meiner ist der Minion ganz links, zwar mit Schablone, aber ich war trotzdem zufrieden):
Kürbisse schnitzen :)

Ärgerlicherweise haben unsere Kürbisse nicht ganz bis Halloween durchgehalten. Denn wie man im nächsten Bild sehen kann, hatten die Eichhörnchen unsere Kürbisse zum Fressen gern 😉

Eichhörnchen frisst Kürbis 2 :(

Eichhörnchen frisst Kürbis 1 :(

Am Freitag vor Halloween, also dem 30.10., stand dann die erste Halloweenparty an. Wir waren auf einer Party eingeladen, bei der man ein „B“-Kostüm tragen sollte. Da Borat etwas zu kalt war, habe ich mich letztenendes für ein aufblasbares Ballerina-Kostüm entschieden. Insbesondere der Vergleich mit dem Black Swan neben mir zeigt meine pure Eleganz:

Big Ballerina

Im gleichen Kostüm ging es dann am Samstag zum Highlight der Woche, dem Freakfest! Das Freakfest ist ein riesiges Open-Air Halloween-Festival in Madison. Bis 2006 hat es um die 100.000 Besucher gezählt, bis das Ganze von der Stadt übernommen wurde und Eintritt verlangt wurde. Das führte zu einer Reduzierung der Besucherzahl auf ca. 30.000 Personen, was immer noch beeindruckend war. Jeder hat mit jedem gefeiert und Spaß gehabt – und an einigen Ecken wurde auch hemmungslos gebützt. Karneval eben 😉
Mein Kostüm kam dabei ziemlich gut an, insbesondere bei den asiatischen Besuchern, sodass ich am Ende des Abends 64 Mal nach einem Foto gefragt wurde!

Das Fest hat eine für die Amerikaner durchaus wichtige und traditionsreiche Woche super abgerundet und kann ich jedem nur empfehlen. Zum Abschluss noch ein Paar Eindrücke von dem Festival (die Unschärfe ist natürlich nur dem dunklen Wetter geschuldet):
Freakfest

Freakfest

Freakfest

Freakfest

Freakfest

The greatest tradition in College Football!

30. Oktober 2015 | von

Samstag, 6.00 Uhr morgens, der Wecker klingelt. An einem Samstag! Kurz frage ich mich selbst: „Warum das Ganze?“, doch dann fällt mir ein: Football-Heimspieltag! Und das bedeutet Spektakel!

Zweimal „Snoozen“, eine fixe Dusche, einmal Zähneputzen und Haaremachen später streife ich mir mein rot-weißes Badger T-Shirt über und es geht los. Mittlerweile ist es immerhin schon 7 Uhr, noch knappe 4 Stunden bis zum Spiel. T-Shirt bei 8 Grad Celsius ist zwar noch etwas zu kalt, aber das Wetter soll schön sonnig werden. Mit dem ganzen „Germanhouse“ geht es zunächst erst einmal in Richtung Kapitol und Farmers‘ Market. Frühstück ist angesagt. Auf dem Programm steht Spicy Cheesebread, eine Mischung aus Hefeteig mit Käse vermischt und Gewürzen – schmeckt genauso geil wie es sich anhört. Und hat auch nahezu kein Fett! Zufälligerweise haben wir an dem Tag mit Brian, dem Besitzer der Cheesbread-Bäckerei, Bekanntschaft gemacht. Da er Deutschland liebt und auch gleichzeitig noch Bayernfan ist, gab es direkt noch gutes Deutsches Brot und ein Cheesebread für den Weg zum Stadion obendrauf.

Gut gestärkt und mit weiterem Proviant unterm Arm geht es weiter zum Tailgaiting, dem eigentlichen Event bei Heimspielen. Alle Parkplätze in einem Umkreis von ca. 2 km vom Stadion sind ein reines Meer aus rot-weiß gekleideten Menschen, die grillen, das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich nehmen, diverse Spiele spielen, sich unterhalten und insbesondere einfach Spaß haben und sich so auf das Spiel einstimmen. Die UW Madison wurde zum wiederholten Male als Uni mit dem besten Tailgaiting gekürt. Obwohl es so früh am morgen ist, ist die ganze Stadt am explodieren und es sind einfach alle gut drauf!

Auch wir stimmen uns hier auf das Spiel ein, bis es schließlich kurz vor 11 ins Stadion geht. Läppische 80.000 Zuschauer passen in das Camp Randell (zum Vergleich: Nur der BVB hat in Deutschland ein größeres Stadion und es handelt sich um ein College Football Stadion), das Stadion ist „natürlich“ restlos ausverkauft, für wohlgemerkt College Football. Also maximal 22-jährige Studenten, die einem Ei hinterherlaufen und dafür noch nicht einmal Geld bekommen (Ich bin mir übrigens jetzt endgültig sicher, dass ich kein Profifußballer mehr werde :(). Du siehst, es ist fast die gleiche Stimmung, als wenn die Allemania im Tivoli gegen den SC Verl spielt!

Der Blick, der sich beim Betreten des Stadions bietet, ist folgender:

Camp Randell 1

Dann geht das Spiel mit dem Kick-Off los. Selbst für Footballunbegeisterte wird eine Menge geboten. So hüpfen während des ganzen Spiels Cheerleader vor den Rängen rum, in der Halbzeitpause spielt die Marchingband und Bucky, das Maskottchen der Badgers, muss nach jedem Punktgewinn so viele Liegestütze machen wie die Badgers Punkte haben (Das Spiel ging übrigens 52:0 aus, das waren bei 7 Touchdowns und einem Kick am Ende des Spiels insgesamt 248 Liegestütze).

Das eigentliche Highlight jedes Heimspiels findet aber zwischen dem dritten und vierten Quarter statt und wird als „Greatest Tradition in College Football“ angekündigt, doch sieh einfach selbst (leider nicht selbst aufgenommen):

Bei entsprechend deutlichem Spielstand verlassen nach dem Jump Around leider schon viele das Stadion, was ich persönlich relativ unsportlich finde, aber muss man so wohl akzeptieren.
Generell ist ein Footballspieler dann gegen 14:00 Uhr, also nach ca. 3 Stunden, vorbei. Nach einem Mittagssnack heißt es dann für mich auch erst einmal: Ausruhen und bis nächste Woche! 🙂

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