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SmartMed

Schlagwort: ‘elektronische Patientenakte (ePA)’

Gesundheitssektor – vom Einzelhandel zum Walmart

11. Oktober 2013 | von

Mit der Einführung der eletronischen Patientenakte und der damit zunehmenden Vernetzung im Gesundheitssektor wird laut David Cutler auch diese Branche eine ähnliche Entwicklung wie der Einzelhandel nehmen.

Ärzte, die alleine eine Praxis betreiben wird es in Zukunft nicht mehr geben. Auch die Zahl der Krankenhäuser wird sich deutlich verringern. Für die Behandlungen wird der Patient in Zukunft zusammengeschlossene Kiniken und Praxen aufsuchen müssen. Nach David Cutler kann der Patient davon nur profitieren.

Der größte Wandel wird die Rolle des Patienten in diesem System sein, der durch aktive Teilnahme in die Behandlung miteinbezogen wird und seine Daten eigenständig in seine Patientenakte einspeist.

Quelle:
Heise Online, 11.10.2013

NRW: Leitlinien für die elektronische Fallakte

30. September 2013 | von

Damit Patientendaten vor jeglichem unbefugtem Zugriff geschützt sind, wird das Land NRW bis zum Jahresanfang Datenschutzvorgaben veröffentlichen, die den Einsatz von elektronischer Fall- und Patientenakten betreffen.

Um den großen Vorteil eFA nutzen zu können ist es vor allem wichtig die Sicherheit für Patient und Arzt zu gewährleisten.

An der Umsetzung arbeiten derzeit neben dem Fraunhofer-Institut und dem Zentrum für Telematik und Telemedizin einige hochschulische Forschungsgruppen mit.

Quelle:
Ärztezeitung, 30.09.2013

Feldversuch erfolgreich: Vernetzung von Pflegeheim und Arzt

21. August 2013 | von

Das Neustädter BRK-Alten- und Pflegeheim hat sich im Rahmen eines Feldversuchs mit einem Hausarzt vernetzt, der 19 Patienten im Haus betreut.

Das Pflegeheim erfasse seine Patientendaten bereits in elektronischer Form. Durch die Vernetzung habe der beteiligte Arzt Zugriff auf die für ihn relevanten Patientenakten erhalten. Die Anzahl seiner Hausbesuche sei davon unberührt geblieben, doch habe er sich nun besser auf diese vorbereiten können.

Sowohl der Arzt als auch das Pflegeheim hätten einen deutlichen Nutzen aus diesem Projekt erfahren. So verläuft nach Angaben der Beteiligten die Kommunikation zwischen Altenheim und Praxis wesentlich einfacher, weil Anrufe entfallen, die den normalen Praxisalltag stören. Auch könne der Arzt schneller und besser informiert Hilfe leisten.

Quelle:
Main Post, 21.7.2013

 

Elektronische Patientenakte optimiert Versorgung auf dem Land

05. August 2013 | von

Die Begründer des Gesundheitszentrums Gelstertal wollen mit innovativen Ideen die Versorgung von Patienten auf dem Land verbessern und gleichzeitig junge Ärzte anlocken.

Das Gesundheitszentrum besteht aus zwei Standorten, zwischen denen die beteiligten Ärzte rotieren. Zusätzlich gebe es eine  EDV-Anbindung zu einem Klinikum. Dafür sei eigens eine elektronische Patientenakte erstellt worden, an die auch der eigene Pflegedienst angeschlossen sei. So solle ein unproblematischer Ablauf zwischen ambulanter und stationärer Versorgung erfolgen und den Ärzten Einflussnahme auf Behandlung und Medikation ermöglicht werden.

Wenn ein Patient am Wochenende entlassen wird und keine Angehörigen hat, zeigt dies die Patientenakte an, und der Pflegedienst unterstützt den Patienten, damit er zu Hause alleine zurecht kommt. So wird verhindert, dass ein Patient zurück in die Klinik kommt, nur weil er niemanden hat, der sich um ihn kümmert“.

Quelle:
Ärzte Zeitung, 19.7.2013

Elektronische Patientenakte gegen Polypharmazie

28. Juni 2013 | von

Zu dem Thema Arzneimitteltherapiesicherheit gebe es noch einige Verbesserungsmaßnahmen.

Das Kernproblem sei, dass die Schuld nicht im Fehlverhalten des Einzelnen liege, sondern vielmehr an der fehlenden Information über die Verordnungen der anderen Leistungserbringer. Es mangele also an einem Gesamtüberblick.

Zudem führe die freie Wahl von Arzt und Therapie bei nicht vorhandener Transparenz zu gefähr­lichen Wechselwirkungen Hier könne die elektronische Patientenakte, die jedem Arzt zur Verfügung stehe, Abhilfe schaffen.

Quelle:
Ärzteblatt, 17.6.2013

BARMER GEK ist für elektronische Vernetzung im Gesundheitswesen

20. Juni 2013 | von

Der Arzneimittelreport der Barmer GEK, der am 11.6.2013 vorgestellt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass insbesondere Kinder und Senioren zu viele Medikamente verschrieben bekommen würden.

Der riskanten Polymedikation könnte durch elektronische Vernetzung und mehr Transparenz im Gesundheitswesen vorgebeugt werden. Mit Applikationen wie der elektronischen Gesundheitskarte, dem elektronischen Rezept und der elektronischen Patientenakte hätten Ärzte und Apotheker einen wesentlich besseren Überblick über die Arzneimitteltherapie, so Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK.

Quelle:
BARMER GEK, 11.6.2013

Die elektronische Patientenakte als Forscherparadies

23. Januar 2013 | von

Trotz des negativen Berichts der RAND Corporation, dass die elektronische Aufzeichnung der Krankenhistorien die Kosten im Gesundheitssektor in die Höhe treiben würde, gebe es motivierende Gründe, die dafür sprechen.

Die daraus resultierenden klinischen Datenbanken beispielsweise, seien besonders nützlich für medizinische Forschungszwecke. Die Analyse der Krankenhistorie könnte jeden Patienten zum Teilnehmer einer riesigen, fortlaufenden klinischen Studie machen und Wissenschaftlern so an anderer Stelle Kosten und Mühen für aufwenige Studien ersparen.

Herausforderungen einer solchen Forschungsweise bestünden jedoch noch in dem Risiko nicht validierter Daten und unzuverlässigen Diagnosecodes, die von Ärzten auch zur Abrechnung genutzt würden. And doctors don’t think like researchers. Auch müsste der Datenschutz vollkommen gewahrt werden, sodass keine der Informationen dem betreffenden Patienten zuordenbar ist.

But evidence culled from electronic medical records promises to broaden knowledge beyond what can be learned in a carefully structured study.

Quelle:
New York Times, 14.1.2013

USA – Eletronische Krankenakte bringt nicht die verhoffte Ersparnis

23. Januar 2013 | von

In einer neuen Analyse der RAND Corporation wird der Nutzen und die prognostizierte Kostenersparnis durch den Einsatz der elektronischen Krankenakte kritisch hinterfragt und optimistische Prognosen aus der Vergangenheit revidiert.

In einem Bericht aus dem Jahr 2005 prognostizierte die RAND dem US-Amerikanischen Staat eine Ersparnis von mindestens $ 81 Milliarden, durch den flächendeckenden Einsatz von elektronischen Gesundheitsakten.

Bestätigt habe sich eine solche Ersparnis allerdings bis heute nicht. Im Gegenteil, die Kosten im Gesundheitssektor seien seit Veröffentlichung des Berichts um $ 800 Milliarden gestiegen. Die Gründe seien vielfältig. Derzeit liefen u.a. dazu staatliche Ermittlungen um festzustellen, ob Tools wie die eGK es Ärzten und Krankenhäusern erleichtern, nicht geleistete Behandlungen in Rechnung zu stellen.

Die Regierung arbeite derzeit an neuen Regelungen, die solche und weitere Probleme des aktuellen Systems betreffen sollen.

Quelle:
New York Times, 10.1.2013

 

ELGA-Einführung ab 2013 beschlossen

17. Oktober 2012 | von

Nach langen Verhandlungen haben sich SPÖ und ÖVP nun auf die Einführung der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) ab dem Jahr 2013 geeinigt.

Nach dem Start des ELGA-Portals für Patienten sei eine stufenweise Einführung in die weiteren Bereiche vorgesehen. 2015 sollen Krankenhäuser, 2016 Ärzte und Apotheker und 2022 die Zahnärzte Zugriff auf die Gesundheitsdaten haben.

Für die Patienten soll es bei einer freiwilligen Teilnahme mit einer Opting-Out-Regelung bleiben. Bei Fragen zu dieser Regelung würde ab Mitte 2013 ein Ombudsmann bereit gestellt. Für Ärzte gebe es lediglich die Verpflichtung, Entlassungsbriefe von Spitälern, Labor- und Radiologiebefunde sowie verschriebene Medikamente zu speichern. Bei einer Nicht-Verwendung von ELGA-Daten müssten diese jedoch selbst für Behandlungsfehler haften.

Quelle:
Heise Online, 9.10.2012

Biometrisches Armband erkennt Patienten

31. August 2012 | von

Bisher sind Krankenpfleger selbst dafür verantwortlich, die Identität ihrer Patienten nicht durcheinander zu bringen. Ein neues Verfahren soll für eine verbesserte Patientenerkennung in Krankenhäusern sorgen.

Ein biometrisches Armband misst die sogenannte Bioimpedanz einer Person und ordnet diese automatisch dem Träger zu. Das Gerät wertet die Antwort des Körpers auf schwache elektrische Signale aus und leitet diese dann an eine elektonische Patientenakte weiter.

Kritiker wie Ari Juels, Leiter eines Sicherheitslabors, zweifeln jedoch an der Verlässlichkeit dieser Methode, da die Fehlerquote noch zu hoch sei. So reicht beispielsweise ein Glas Wasser schon aus, um die Bioimpedanz des Körpers zu verändern. 

Quelle:
Heise Online, 22.8.2012
Heise Online, 22.8.2012