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Vivian

Literaturrecherche für die Abschlussarbeit

22. Juni 2016 | von

Ein wenig später als bei anderen, aber doch erschreckend bald beginnt sie, die Zeit meiner Abschlussarbeit. Momentan scheint mein Leben eine nicht endende Aneinandereihung von englischen Fachtexten zu sein und ich schäme mich fast während ich das hier einfach herunter schreibe, ohne mindestens eine adäquate Quelle anzugeben.

Nun ist es zum Glück nicht meine erste Arbeit und so langsam habe ich ein einigermaßen gutes System entwickelt, wie ich nicht komplett in der Masse an Infos versinke. Und nach der Versicherung eines Freundes, dass er bis zu seiner eigenen Abschlussarbeit nicht mal eine Ahnung hatte, was genau Scholar ist, möchte ich dieses hier mit euch teilen.

Man hat sein Thema bekommen – zumindest so grob und ist noch voller Elan. So weit alles noch gut. Aber wie fängt man es denn nun an?

Geeignete Quellen:

-Reviews als Ausgangspunkt nutzen, um relevante Jounals zu identifizieren-

Dass Wikipedia eher suboptimal ist wurde einem ja bereits in der Schulzeit immer wieder eingeprägt.

Dass aber Zeitungsartikel ebenfalls eher eine Ausnahme in der Abschlussarbeit sein sollten, war mir zumindest anfangs neu. Am besten man zitiert Journals (wissenschaftliche Veröffentlichungen in speziellen Zeitschriften, die vor der Veröffentlichung geprüft worden sind). Geeignet sind je nach Fachgebiet auch Konferenzvorträge, Monografien, Editorials und Patente. Um anfangs einen guten Überblick über ein Thema zu bekommen eignen sich auch Reviews gut. Dabei handelt es sich um die Vorstellung wichtiger vorherigen Arbeiten zu einem Thema. Falls ihr an einem recht neuen Forschungsthema sitzt, es folglich noch nicht viele Erkenntnisse dazu gibt, werdet ihr vermutlich noch kein Review finden, kommt so leider auch nicht in den Genuss weitere relevante Quellen bequem auf einem Haufen präsentiert zu bekommen. Womit wir schon beim nächsten Punkt wären.

Wie finde ich Literatur zu meinem Thema? Die passende Suchmaschine für wissenschaftliche Arbeiten:

-Web of Science als Literaturdatenbank für Wissenschaftliche Arbeiten-

Google ist für den Alltag wahrscheinlich bei den meisten essentiell und kann auch bei der wissenschaftlichen Recherche einiges, dann aber bitte „Google Scholar“ nutzen.

Scholar sucht speziell wissenschaftliche Veröffentlichungen oder welche, die wissenschaftlich aussehen und das im gesamten Internet. Das ist auch gleichzeitig der Grund, warum ich lieber mit „Scopus“ gearbeitet habe, welches mit einer abgeschlossenen Datenbank arbeitet, die sämtliche Fachzeitschriften beinhaltet.

Die Vorvergangenheitsform deshalb, weil die RWTH seit kurzem leider keinen Zugang mehr zu dieser Datenbank hat. Ist wohl leider aufgefallen, dass die Beiträge gar nicht bezahlt werden.

Eine ähnlich arbeitende Alternative ist „Web of science„.

Passende Suchbegriffe und Filter nutzen:

-Stichworte für die Suche immer auf Englisch eingeben und Ergebnisse filtern-

Als allererstes verabschiedet ihr euch von deutsch als Suchsprache.

Danach werdet ihr wahrscheinlich erschlagen werden von der reinen Masse an Veröffentlichungen. Da kann es sinnvoll sein, sich nur die neueren Veröffentlichungen anzugucken, oder auch nur bestimmte Fachbereiche betrachten. Auch sinnvoll kann es sein, sich von bereits gefundenen Artikeln die Keywords anzugucken, um sich so Anregungen zu holen für weitere Suchdurchgänge.

Auch wichtig, um die Suche einzuschränken, kann es sein, wenn man zu einer ersten Suche eine Untersuche innerhalb der erhaltenen Ergebnisse zu machen.

Systematisieren der gelesenen Artikel:

-gelesene Artikel direkt in richtiger Zitation notieren-

Jetzt habt ihr sehr viel Zeit in lesen lesen lesen gesteckt und habt in eurem Kopf sehr wahrscheinlich ein großes Chaos. Deshalb würde ich empfehlen euch direkt beim Lesen eine Tabelle anzulegen mit folgenden Punkten:

Quelle(direkt richtige Zitation) / Thema der Veröffentlichung / Forschungsfrage der Veröffentlichung / ggf. Hypothesen / Ergebnisse / wichtige Zitate

Zur Systematisierung der Literatur kann man auch gut Citavi nutzen.

Ein weiterer Tipp zum richtigen Zitieren. Bei Chrome gibt es eine Google Scholar Schlatfläche als Add on. Die ist extrem nützlich. Gibt man den Titel einer gefundenen Arbeit hier ein zeigt es einem sowohl die richtige Zitation nach verschiedenen Standards an, als auch die verfügbaren PDFs dieser Veröffentlichung.

 

So, mit diesem kurzen Überblick wünsche ich allen Mitleidenden viel Erfolg und Durchhaltevermögen beim Recherchieren und schreiben!

Falls euch der Artikel nicht sämtliche freien Minuten gekostet hat, würde ich mich freuen, wenn ihr meine Umfrage macht! Die Recherche ist noch lange nicht so schlimm, wie Teilnehmer für eine Umfrage zu finden, glaubt mir.

http://umfrage.nutzerakzeptanz.de/index.php/survey/index/sid/141444/newtest/Y/lang/de



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