Kategorien
Seiten
-

Vivian

Schlagwort: ‘#Auslandssemester’

Auslandssemester in China Résumé

20. April 2016 | von

Erst letzte Woche durfte ich endlich voller Stolz meine Leistungsübersicht aus dem Auslandssemester abholen. Zeit ein kleines Fazit über die Erfahrung China/Auslandssemester zu ziehen.

tmp_8762-mmexport1450442993248-589323077

Um die Sprache zu lernen waren die vier Monate perfekt.

Als erstes sei gesagt, dass die Noten wirklich fernab von allem liegen, was ich an der RWTH jemals erhalten habe. Der Fairness halber hinkt der Vergleich etwas, da ich ja nun mal durch mangelnde Kenntnisse der chinesischen Sprache kein sinnvolles Fach für meinen weiteren Studienverlauf belegen konnte – Vielleicht liegt also meine Stärke gar nicht in den technischen Fächern und ich sollte mich lieber den Sprachen widmen. Oder aber meine plötzliche Mutation zum Sprachtalent liegt in dem Umstand begründet, dass man als Ausländer doch etwas nachsichtiger benotet wird.

Woran es auch immer lag, was hat mir mein Auslandssemester im Nachhinein für mein Studium gebracht, wenn schon keine Creditpoints? (Das persönliche Wachstum an einer solchen Erfahrung lasse ich mal aus. Es ist bestimmt an zahlreichen anderen Stellen in den unendlichen Weiten des Internets hinreichend behandelt worden).

  1. Ich habe als bekennender Sprachlernlegastheniker in gerade einmal vier Monaten Chinesisch so gut gelernt, dass ich in der Lage bin die wichtigsten Überlebensgrundlagen nicht nur mit Händen und Füßen zu artikulieren. Eine Leistung, die außerhalb Chinas undenkbar gewesen wäre, zumindest für mich. Glaubt mir, ich habe das bereits versucht und auch die beste Lehrerin am Sprachenzentrum konnte dieses Wunder nicht vollbringen. Da hat nur die Angst vor dem Verhungern etwas bewirken können.
  2. Interessante Geschichten für Bewerbungsgespräche. Glaubt mir, es war extrem nützlich ein solches Thema zu haben, um die eigene Nervosität in den Griff zu bekommen. Nach den ganzen absurden Geschichten, war ich bei den restlichen Fragen gleich viel entspannter.
  3. Ich habe diesen wundervollen Hiwi-Job bekommen, bei dem ich nun alle mit meinem Geschreibsel Nerven darf. Ohne China wäre mein Studienalltag dann wohl doch zu langweilig gewesen.
tmp_8762-mmexport1450666937464103900142

Chinesische Teezeremonie – Leider nicht wirklich studienrelevant.

Und ansonsten?

Ich muss ehrlich gestehen, dass es mir für mein eigentliches Studium weniger gebracht hat, als ursprünglich geplant. Plant ihr also ordentlich CP zu holen, solltet ihr eine Uni nehmen, auf deren Homepage dick und fett steht, dass Kurse in Englisch angeboten werden. Wenn ihr aber die Vorstellung, nach dem Auslandssemester zum Meister im Stundenplan zusammenbasteln werden wollt, kann ich China trotzdem wärmstens empfehlen. Glaubt mir, die Blicke der Leute, wenn ihr wieder zurück seit sind Gold wert. Auch wenn es für mich im Nachhinein gar nicht mehr, als so große Sache erscheint, wird mir in Gesprächen immer wieder klar, wie exotisch es trotzdem noch ist.

tmp_8762-mmexport1451485269879460250094

Beim Tanzen mit chinesischen Dorffrauen – Ohne eine leise Ahnung, was ich da überhaupt tue. Wenigstens hatten alle anderen sehr viel Spaß an meinen Versuchen. Zu meinem Leidwesen existiert angeblich auch ein Video.

Ich meine, wer hat schon irgendwo im Nirgendwo inmitten von Bergdörfern in China mit Leuten, die er nicht einmal annähert versteht ein ganzes Lamm gegrillt und dabei munter Baijiu getrunken, obwohl er den total widerlich findet? Eben. Das sollte unbedingt auf eure To Do Liste. Also das Lamm – Den Beijiu könnt ihr gerne weglassen.

tmp_8762-IMG_20151219_163912-1244427110

Lagerfeuer und gegrilltes Lamm

Um es nun auch mal auf den Punkt zu bringen: Es war eine wundervolle Erfahrung, wenn auch nicht hilfreich für mein Studienfach, sieht man davon ab, dass sich meine Motivation für das nächste Semester um einiges gesteigert hat.

Bye Bye China – Home sweet home

20. Januar 2016 | von

Sonntag 11:30 auf der Pontstraße in Aachen – irgendwas ist komisch, aber so richtig benennen kann ich es nicht. Nach den beiden längsten und schlaflosesten Tagen an die ich mich in letzter Zeit erinnern kann und 2 Wochen reisen durch China, laufe ich nun  wieder durch Aachen. Die Dimensionen sind plötzlich um einiges geschrumpft und ohne, dass ich mich groß anstrengen müsste verstehe ich die Leute um mich herum und viel gewöhnungsbedürftiger – Die Menschen verstehen mich. Mein Fluchen kann ich also nicht mehr durch eine leise Stimme tarnen.

Nach dem ersten Gang zum Bäcker (nach 4 Monaten endlich wieder Brot – meine deutsche Ader raushängen lassen) wieder in der Wohnung angekommen, weiß ich auch endlich, was so seltsam ist. Es ist so ruhig, so wenig Hektik und die Zimmerwände sind so gut isoliert, dass man von den Nachbarn so gut wie nichts mitbekommt.

Weiterlesen »

Praktikumsbürokratie in China

09. Dezember 2015 | von

Hat jemand von euch schon mal über ein Praktikum in China nachgedacht? Eine nicht ganz so abwegige Überlegung, wenn man bedenkt, wie viele Firmen hier ansässig sind, darunter auch viele große deutsche Firmen. Und es macht sich ja auch so toll auf dem Lebenslauf. Das waren auch meine Gedanken, als ich beschloss nach China zu gehen. Der ursprüngliche Plan sah vor auch noch ein Praktikum hier anzuhängen. Hierfür haben sich allerdings in der letzten Zeit die Hürden massiv erhöht. So stark erhöht, dass zum Beispiel VW zur Zeit keine Praktikanten Stellen in China vergibt. Ausnahmeregelungen gibt es zum Teil für Shanghai.

Weiterlesen »

Ich packe meinen Koffer…

29. November 2015 | von

Ich glaube ich hatte schon einmal erwähnt, dass man sich an der Peking Universität gleich über drei größere Prüfungen pro Fach und Semester freuen kann. Die nächste Woche voller Spiel, Spaß und Freude steht für uns nun bevor, weshalb es heute leider keine aktuellen Bilder von tollen Orten in Peking für euch gibt. Mit einen chinesischen Vortrag im Nacken, muss man doch leider die Kamera fürs erste im Schrank lassen und seinen Lebensmittelpunkt in Richtung Schreibtisch verlegen. Auch wenn das Wetter sich gerade jetzt besondere Mühe gibt mich davon abzubringen. Momentan liefert der Blick aus meinem Fenster mir eine vorzeige Winter-Märchenlandschaft.

Statt also der verbotenen Stadt eingehüllt in Schnee gibt es heute eine Liste, welche Dinge auf jeden Fall in euren Koffer gehören, wenn es nach China geht (und einige Bilder aus der Zeit als ich den Campus tatsächlich mal verlassen konnte).

Weiterlesen »