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Vivian

Schlagwort: ‘Sprachbarriere’

Reisen in China

05. Februar 2016 | von

Über die mangelnden Englischkenntnisse in China hatte ich mich ja bereits das ein oder andere Mal ausgelassen. Mit meinen Kindergartenreifen Chinesisch Kenntnissen dachte ich allerdings könnte mich nichts mehr stressen – auch beim eigenständigen Reisen durch China nicht – frei nach dem Motto, wer braucht schon eine Reiseagentur oder einen Guide?? Ich bin ja keine verwöhnte Prinzessin, das bekomme ich ja wohl hin.

Hobbit Filmzitat

Wenn man einmal versucht hat Bahnangestellten mit dem Vokabular eines Dreijährigen zu erklären, dass man bei der Buchung einen Zahlendreher gemacht hat und sich trotz Bitten und Betteln dem eiskalten Blick am Ticketschalter ausgesetzt fühlt, verliert man endgültig die Illusion, der Urlaub könne entspannt werden. Vielen Dank übrigens auch an die äußert hilfreichen Kommentare des Chinesen hinter mir… Wie hätte ich die Situation denn auch ohne sein fortlaufenden „No, you no ticket.“ begreifen können?

Erstaunlich ist dann wiederum, dass man fernab jeglicher großen Städte in einem einfachen Dorf mehr Englischkenntnisse antrifft, als in einer UNESCO – Weltkulturerbe Stadt (Lijiang). Wir sind nämlich nachdem uns die Stadt allmählich viel zu hektisch und überlaufen mit Touristen wurde in das Dorf Baihe geflüchtet, wo erstaunlich viele Leute uns verstanden haben. Generell kann ich beim Reisen nur empfehlen auch mal raus aus den großen Städten zu gehen und einen Abstecher in die wirklich wunderschöne Landschaft zu machen. Oft muss man hierzu noch nicht einmal eine überteuerte Tour buchen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind vollkommen ausreichend. Ist man dann noch mit Baidu bewaffnet (chinesische Version von maps) und kann wenigstens Start und Zielpunkt in Zeichen eingeben, kommt man wesentlich günstiger von A nach B.

Ein weiterer Geldspartipp beim Reisen: Nehmt einen Nachtzug für die längeren Strecken. Die Betten sind zwar nicht gerade Luxus, aber immerhin spart man so eine Hotelnacht und ist günstiger als mit dem Flieger. Reist man während der Nacht verpasst man auch keine wertvolle Tageszeit, die man besser für Sightseeing nutzen kann. Wenn man nicht wie ich zu blöd zum Eintippen der Nummern ist wird garantiert auch das Ticket abholen entspannter. Nur an schwarz fahren sollte man hier nicht mal den leisesten Gedanken verwenden. Wir mussten ganze 5 Kontrollen über uns ergehen lassen, bevor wir dann endgültig in unser Bett durften (in dem man übrigens nicht mal aufrecht sitzen kann). Also keine Chance in den falschen Zug zu steigen.

Mit diesem kleinen Rückblick auf meine Reise am Ende meines China-Semesters schöne Grüße und bis nächste Woche – Dann mal mit Neuigkeiten aus Deutschland und mal keine Rückblicke auf China.