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AachenerFachdidaktikForum

„Erlebniswelt Rechtsextremismus“

18. November 2015 | von

Es mag dem spannenden und auch durchaus verwirrenden Titel der Veranstaltung geschuldet sein. Oder auch der hochaktuellen Relevanz des Themas. Auf jeden Fall zog Michael Klarmanns Vortrag so viele Studierende und externe Gäste an wie noch kein anderes Thema der Vortragsreihe Pädagogische Herausforderungen im Schulalltag.

Und die Zuhörer wurden sodann auch nicht enttäuscht. Klarmann skizzierte eindrucksvoll an (teils verstörenden) Praxisbeispielen, wie modern und auf den ersten Blick antiautoritär rechte Gruppierungen u.a. über soziale Medien und die Inszenierung von Erlebniswelten in der Jugendszene neue Mitglieder rekrutieren. „Besonders auffällig“, so der Journalist „ist dabei, dass die Rechten heute zum Teil in Sachen Kleidung und Frisuren den Linksautonomen deutlich näher stehen als der landläufigen Vorstellung von Aufmärschen mit Glatzen und Springerstiefeln“. Zudem operiere, so Klarmann weiter, die Braunszene häufig auch mit Anlehnungen an die Popkultur und die Hip-Hop-Szene, um für Jugendliche attraktiv zu wirken.

Aufklärung sowie aufgeklärt sein und bleiben ist damit ein zentraler Schlüssel der Präventionsarbeit. Denn aus den neuen Anwerbestrategien der rechten Szene ergeben sich zumindest tw. auch sich wandelnde Problemlagen für u.a. Polististen und Lehrer.  Klarmann plädierte an die Anwesenden, sich kontinuierlich über die neuen Methoden zu informieren und im Zweifelsfall z.B. an die entsprechenden Beratungsstellen der Bezirksregierung zu wenden.

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