{"id":1967,"date":"2021-08-19T12:33:10","date_gmt":"2021-08-19T10:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/?p=1967"},"modified":"2021-08-19T12:33:32","modified_gmt":"2021-08-19T10:33:32","slug":"1967-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/1967-2\/","title":{"rendered":"Abgelenkt? &#8211; Spezialproblem Smartphone"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1967 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1967')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1967').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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Hattest du das Handy in der letzten Zeit mal einen ganzen Tag ausgeschaltet? Oder hast du mal geguckt, wie oft am Tag du es aktivierst? F\u00fcr die meisten Menschen heutzutage ist es undenkbar, ohne das Handy das Haus zu verlassen oder es mehrere Stunden unbeachtet rumliegen zu lassen. Irgendwas ist doch immer los und irgendwer hat doch immer was geschrieben.<\/p>\n<p>Ein Nebeneffekt davon: Das Handy hat einen ganz neuen Stellenwert f\u00fcr uns bekommen. Es ist immer pr\u00e4sent in unserer Aufmerksamkeit, selbst wenn unser eigentliches Ziel, auf das wir unsere Aufmerksamkeit richten wollen, gerade ein ganz anderes ist. Dies ist ein Effekt, den die Natur f\u00fcr durchaus sinnvolle Dinge nutzt, wie zum Beispiel, dass einem der eigene Name in einem Gespr\u00e4ch, dem man gerade nicht folgt, auff\u00e4llt, oder dass Eltern, und seien sie noch so konzentriert auf irgendetwas anderes, auf Kindergeschrei reagieren. Im Falle des Handys ist dies jedoch anders, in vielen Situationen, in denen wir uns konzentrieren, braucht das Handy unsere Aufmerksamkeit nicht.<\/p>\n<p>Das Paper \u201eBrain Drain: The Mere Presence of One\u2019s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity\u201c von Ward et al. untersucht die Hypothese, dass diese Aufmerksamkeit f\u00fcr das eigene Smartphone schlecht f\u00fcr die Konzentration ist, und zwar auch, wenn dieses nicht aktiv in Gebrauch ist und auch sonst keine Aufmerksamkeit einfordert, es also nur ungenutzt in der N\u00e4he ist. In zwei Experimenten untersuchten sie, inwiefern die Anwesenheit eines Smartphones sich auf die Konzentrations- und Arbeitsf\u00e4higkeit auswirkt.<br \/>\nIm ersten Experiment wurde untersucht, wie sich Smartphones auf die \u201eWorking Memory Capacity\u201c (WMC), was als verf\u00fcgbare Aufmerksamkeit \u00fcbersetzt werden kann, auswirken.<\/p>\n<p>Es konnte gezeigt werden, dass ein Smartphone, das ungeachtet in der Tasche oder auf dem Tisch lag, die WMC deutlich mehr beeintr\u00e4chtigte, als wenn das Smartphone in einem anderen Raum lag. Und dies, obwohl die Teilnehmer fast alle sagten, dass ihr Handy sie w\u00e4hrend der T\u00e4tigkeit \u00fcberhaupt nicht beeinflusst hatte. Bild 1 zeigt die Ergebnisse.<br \/>\nIm zweiten Experiment wurde untersucht, welchen Einfluss die Abh\u00e4ngigkeit oder Verbundenheit mit dem Smartphone einen Einfluss auf diesen Effekt hat. Es konnte gezeigt werden, dass Personen, die in ihrem Alltag mehr auf ihr Handy fixiert sind, deutlich mehr von diesem abgelenkt werden, als solche, die es weniger nutzen. Die Ergebnisse sind in Bild 2 zu sehen.<br \/>\nZusammengefasst: Je mehr ihr im Alltag an eurem Smartphone h\u00e4ngt, desto mehr k\u00f6nnt ihr davon profitieren, wenn ihr es nicht nur auf stumm schaltet, sondern am besten in einen ganz anderen Raum legt oder es sogar zuhause lasst, wenn ihr irgendwohin geht zum Lernen. Auch, wenn es euch nicht bewusst ist, verbraucht das Smartphone durch seine reine Anwesenheit Teile eurer kognitiven F\u00e4higkeiten. Lasst es doch das n\u00e4chste Mal, wenn ihr rausgeht, mal zuhause und guckt, welchen Effekt dies auf euch hat.<\/p>\n<p>Verfasst von: Iris Heisterklaus<\/p>\n<p>Quelle: Brain Drain: The Mere Presence of One\u2019s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity. Adrian F. Ward, Kristen Duke, Ayelet Gneezy, and Maarten W. Bos. Journal of the Association for Consumer Research 2017 2:2, 140-154.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer kennt es nicht: Man verl\u00e4sst die Wohnung und die letzte Kontrolle ist: Schl\u00fcssel, Geldbeutel und Handy da? Dann kann es losgehen! 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