{"id":3173,"date":"2023-09-07T13:30:19","date_gmt":"2023-09-07T11:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/?p=3173"},"modified":"2023-09-07T13:30:19","modified_gmt":"2023-09-07T11:30:19","slug":"erste-audictive-konferenz-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/erste-audictive-konferenz-2023\/","title":{"rendered":"Erste AUDICTIVE-Konferenz 2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_3173 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_3173')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_3173').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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Das schafft gute Voraussetzungen, um die F\u00e4higkeit zur Interaktion mit einer komplexen audiovisuellen Szene &#8211; als Abbildung einer authentischen Lebenserfahrung zum Beispiel in einem Klassenzimmer, einem Gro\u00dfraumb\u00fcro oder aber als komplexe Kommunikationssituationen im Freien &#8211; in Abh\u00e4ngigkeit von akustischen, visuellen und weiteren kontextbezogenen Faktoren kontrolliert zu erforschen. Die Anwendbarkeit der resultierenden wissenschaftlichen Ergebnisse in der unmittelbare Lebenswelt, ebenso wie ihre R\u00fcckkopplung zur Qualit\u00e4tssteigerung in der interaktiven audiovisuellen virtuellen Umgebungen und Qualit\u00e4tsbewertungsmethoden der Schnittstelle beider Fachbereiche sind Themen der Konferenz und Forschungsgegenstand.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich dieser multidisziplin\u00e4ren Herausforderungen lud Universit\u00e4tsprofessorin Janina Fels vom Lehrstuhl f\u00fcr H\u00f6rtechnik und Akustik der RWTH Aachen Forscher aus den Bereichen Akustik, Kognitionspsychologie und Informatik zur ersten AUDICTIVE-Konferenz vom 19. bis zum 22. Juni 2023 ein. Das Ziel war dabei eine interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit in der Grundlagenforschung zu sichern und Synergieeffekte m\u00f6glich zu machen, die von einer einzelnen Disziplin nicht erreicht werden k\u00f6nnen.<br \/>\nGegenw\u00e4rtig werden Forschungsanstrengungen meist getrennt innerhalb der einzelner wissenschaftlicher Forschungsgemeinschaften durchgef\u00fchrt. Dies hindert die kognitive Psychologie und die Akustik daran, das enorme Potenzial der VR voll auszusch\u00f6pfen, um ihre bestehenden Theorien in den realistischeren, reichhaltigeren und interaktiven virtuellen Umgebungen zu testen und zu erweitern, die mit dem gegenw\u00e4rtigen Stand der Technik in der VR-Technologie geschaffen werden k\u00f6nnen. Gleichzeitig kann die VR-Forschung vom Wissen \u00fcber auditive Wahrnehmung und Kognition profitieren, um die wichtigen Qualit\u00e4tskriterien zu verstehen, die erf\u00fcllt werden m\u00fcssen, um die Wahrnehmung und kognitive Leistung der Nutzer sowie das subjektive Erleben und die (soziale) Pr\u00e4senz in einer virtuellen Umgebung zu optimieren. Aufgrund des Mehrwerts der Zusammenarbeit und der Forschungsmethoden der drei Disziplinen ist zu erwarten, dass die Forschung in den Bereichen H\u00f6ren, auditive Kognition und VR auf ein deutlich h\u00f6heres Niveau gehoben werden kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_3186\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3186\" class=\"wp-image-3186 size-full\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/files\/2023\/09\/Audictive_025-scaled.jpg\" alt=\"sitzendes Publikum \" width=\"2560\" height=\"1707\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/files\/2023\/09\/Audictive_025-scaled.jpg 2560w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/files\/2023\/09\/Audictive_025-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/files\/2023\/09\/Audictive_025-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/files\/2023\/09\/Audictive_025-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/files\/2023\/09\/Audictive_025-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/elektrotechnik\/files\/2023\/09\/Audictive_025-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-3186\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Gottfried Behler, Janina Fels und Alexander Raake<\/p><\/div>\n<p>In den Vortr\u00e4gen der Konferenz wurden faszinierende Einblicke in in die Zukunft der Mensch-Computer-Interaktion, auditive Wahrnehmung und Virtual Reality geboten:<\/p>\n<p>Professorin Barbara Shinn-Cunningham vom Carnegie Mellon Institute f\u00fchrte in Ihrer Pr\u00e4sentation aus, wie unser Gehirn die auditive Welt um uns herum wahrnimmt und bewertet. Dabei nutzt es die Interaktion zwischen willentlicher Top-Down-Aufmerksamkeit und unwillk\u00fcrlicher Bottom-Up-Aufmerksamkeit, um sich auf einen Sprecher zu konzentrieren und gleichzeitig neue Schallquellen in unserer Umgebung zu verarbeiten. In diesem Vortrag untersuchte Professorin Shinn-Cunningham, wie periphere und zentrale Faktoren zusammen den kommunikativen Erfolg bestimmen, der in allt\u00e4glichen Umgebungen von erwarteten und unerwarteten Ger\u00e4uschen beeinflusst wird. Den Schwerpunkt legte Sie auf die kortikalen Netzwerke, die den Wettbewerb um die Aufmerksamkeit vermitteln.<\/p>\n<p>Professor Frank Steinicke von der Universit\u00e4t Hamburg pr\u00e4sentierte in seinem Vortrag die aufregende Entwicklung der Verschmelzung von erweiterter Realit\u00e4t (XR) und k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI). Er betonte, wie diese Technologien nahtlose \u00dcberg\u00e4nge zwischen realen und virtuellen Welten erm\u00f6glichen und das Potential haben, immersive Erfahrungen zu schaffen.<br \/>\nDennoch ist die heutige immersive Technologie noch Jahrzehnte von der ultimativen Darstellung entfernt. Die Unzul\u00e4nglichkeiten des menschlichen Wahrnehmungssystems, der Kognition und der Motorik k\u00f6nnen jedoch ausgenutzt werden, um die Realit\u00e4t so zu verbiegen, dass \u00fcberzeugende immersive Erfahrungen m\u00f6glich werden. In seinem Vortrag wurden einige XR-Illusionen vorstellen, die uns der ultimativen Verschmelzung von Intelligenz und Realit\u00e4t n\u00e4her bringen.<\/p>\n<p>Professorin Alexandra Bendixen von der TU Chemnitz sprach \u00fcber ihre Forschung im Bereich der auditiven Wahrnehmung und Sensorik. Sie erl\u00e4uterte, wie Sie Szenen mit mehreren Interpretationen erstellt und die Wahrnehmung von H\u00f6rern \u00fcberwacht, um Faktoren zu untersuchen, die die auditive Wahrnehmung in mehrdeutigen Szenen stabilisieren. Die j\u00fcngsten Kombinationen von auditiver Multistabilit\u00e4t mit Eyetracking haben neue Einblicke in das Zusammenspiel von auditiver und visueller Multistabilit\u00e4t gegeben, mit Auswirkungen auf unser allgemeines Verst\u00e4ndnis der Szenenanalyse \u00fcber alle Sinne hinweg. Wenn die psychophysiologische Messlogik umgedreht wird, k\u00f6nnen Gehirnreaktionen im Zusammenhang mit sensorischen Vorhersagen verwendet werden, um bestimmte Aspekte der virtuellen Realit\u00e4t (VR) zu bewerten, z. B. die Angemessenheit von VR-Latenzen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Weitere Informationen zur <a href=\"https:\/\/www.spp2236-audictive.de\/index.html\">AUDICTIVE-Konferenz<\/a> sind auf der offiziellen Website verf\u00fcgbar.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Konferenz wie ein Booster-Shot f\u00fcr die Dynamik der interdisziplin\u00e4ren Grundlagenforschung mit dem Ziel eine Br\u00fccke zwischen auditiver Wahrnehmung und Kognition einerseits und virtueller Realit\u00e4t andererseits zu schlagen. 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