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neuland: Der Erstsemester-Blog

Jetzt aber Tacheles…

06. Dezember 2013 | von

Jeder kennt die Routine-Frage beim aufwärmenden Smalltalk zwischen Kommilitonen:

„Wo wohnst du?“

Zumeist antwortet dir dein Gesprächspartner direkt einen unbekannten Aachener Straßennahmen, wohingegen du interessierst nach den Stadtteil fragst, um das Gespräch am Leben zu halten.

„Ach, das ist ja gar nicht so weit vom Hauptgebäude entfernt“ oder „Ach nein, du pendelst?“
sind hierbei die gängigsten Reaktionen.

Fragt man mich nach meiner Bleibe, entgegne ich meinem Gegenüber stets mit der Gegenfrage, ob er/sie denn die „Türme“ kennt. Dabei unterteilt man die am Lousberg, nördlich dem Ponttor gelegenen Türme in vier verschiedene Bauten, die jeweils alle einen Namen bedeutender Ingenieure, wie z.B. Theodore von Kárman oder Walter-Eilender tragen. Dabei sind die einzelnen Türme an der Farbe des Fensterrahmens zu unterscheiden.
Im Walter-Eilender-Haus – kurz WEH – leben  derzeit auf 18 Etagen über 275 Studenten.

Türme am Lousberg

„Geht es im Wohnheim nicht drunter und drüber? Oder ist es so streng geregelt, dass man keine Freiheiten mehr hat?“

In den Türmen lebst du – beim Mieten eines Einzelzimmers – mit 17 weiteren Studenten auf einer Etage. Es wird im Semester beim Etagentreffen ein Etagensprecher gewählt, der die Belange der Etagen zum Rest des Hauses vertritt und die Etage mehr oder weniger anleitet. Auch wird ein Kassenwart bestimmt, der den Semesterbeitrag für Spülmittel, Toiletten- oder Backpapier einnimmt und Leute, die diese Güter wöchentlich im nahgeliegenen Lidl kaufen. 
 

„Ist es nicht ständig dreckig bei euch?“

In der Tat kann ich Menschen mit Zwangsneurosen, die alles in Reih und Glied schätzen, vor einem Einzug ins Wohnheim abraten, weil es nun mal schier unmöglich ist bei dieser Anzahl von Bewohnern, alles zu sterilisieren.
Jedoch gibt es eine Putzkraft, die morgens einmal durchwischt. Ebenso wurde man dadurch stärker sensibilisiert seinen Kram in der Küche nach dem Kochen wegzuräumen, als  sich für eine kurze Zeit Kakerlaken als unliebsame Untermieter einnisteten…Ein kompletter Etagenputz findet normalerweise einmal im Semester statt.
 

„Sind Küche, Bad und Toiletten nicht dauer besetzt?“

3 Duschen. 3 Toiletten. Eine Gemeinschaftsküche.
Bis jetzt kam es nur ein- oder zweimal vor, dass Dusche und Toilette besetzt waren. Aber nie dann, wenn du es auch eilig hattest! In der Gemeinschaftsküche werden dir Fächer im Kühl- und Aufbewahrungsschrank zugeteilt. Meistens ist immer jemand während dem Kochen in der Küche – Gesellschaft kommt hier wirklich nie zu kurz.
 

„Die Zimmer sind viel zu klein!“

11msind zugegebenermaßen nicht die Wucht, aber mal ehrlich – solange ihr kein Yoga im Zimmer machen wollt, reicht es auch vollkommen aus. Ausgestattet sind die Zimmer in der Regel mit Regal, Schrank, Schreibtisch, Stuhl und einem Waschbecken. Einen Uni-Internetzugang und Heizen bis das Saunagefühl einsetzt, sind ebenfalls im Mietpreis enthalten. Streichen dürft ihr die Wände auch, solange ihr die Wände beim Auszug wieder weiß bekommt.

… es gibt noch viel mehr zu erzählen, deswegen:

 

Macht euch selbst ein Bild von den Türmen

und kommt zum diesjährigen

WEHNACHTEN

06.12.2013

WEHnachten, 6.12.2013

 

Türme am Lousberg

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