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neuland: Der Erstsemester-Blog

Wie schmeckt der Himmel?

19. Januar 2014 | von

Wo fängt dein Himmel an?Weißte auch nicht, ne?
Ich auch nicht. Aber die dicken Krähen auf dem Dach gegenüber wissen das bestimmt. Immerhin fliegen die durch den Himmel und da werden die wohl auch mal probiert haben.
Um diese Frage jetzt zu beantworten, könnte ich mal sone Krähe fragen, ich glaube aber nicht, dass es einen Deutsch-Krähisch Dolmetscher gibt. Nicht mal Google kann mir helfen. Also muss ich wohl anders an die Antwort kommen.
Dazu müsste ich erst mal den „Himmel“ definieren. Meistens meinen wir mit Himmel den blauen Anstrich der Decke unserer Erde. Aber wie jeder, der schon mal auf einen hohen Berg, z.B. den Lousberg oder den Mount Everest (der nur unbedeutend größer ist) stand, oder mit dem Flugzeug geflogen ist, weiß, gibt es irgendwie gar keinen Punkt wo der Himmel anfängt. Und jeder der schon mal zum Mond oder der ISS geflogen ist, weiß auch, dass man dem Himmel irgendwie nie wirklich näher kommt und dass es auch keine blaue Decke gibt, man einfach irgendwann über dem Himmel ist. Das liegt wohl daran, dass der Himmel gar nicht das ist, was wir meistens damit verbinden. Der Himmel ist nicht weit weg, sondern direkt vor mir, neben mir, über mir, einfach überall. Demnach muss ich nur den Mund auf machen und schon schmecke ich den Himmel.

Nagut, aber als Christ verstehe ich unter „Himmel“ auch noch etwas anderes. Im Himmel wacht Gott über die Menschen und wenn die lieb und brav sind und ihre Nächsten lieben, dann kommen sie zu ihm in den Himmel. Aber weder hier unten, wo ja, wie gerade analysiert, auch Himmel ist, noch da, wo die Vögel und Flugzeuge verkehren, und auch nicht im Weltall wurde je ein Gott oder ein Engel gesehen, was ehrlich gesagt wenig verwunderlich ist, aus heutiger Sicht. Aber was bedeutet das jetzt für mich? Wenn ich irgendwann in tausend Jahren nach vielen glorreichen Schlachten sterben sollte, wo komme ich denn dann hin, wenn nicht in den Himmel?

Ich glaube, dass der Himmel in jedem von uns ist. In unserem Kopf, in den Erinnerungen, den Gedanken eines jeden von uns! Wenn ich also irgendwann sterben sollte, dann wäre es doch wahrhaftig himmlisch in die Erinnerungen und Gedanken meiner Freunde und Verwandten zu kommen. Das wäre der Himmel für mich. Ich könnte nicht mehr mit ihnen sprechen und sie von allerhand Unsinn abhalten, oder dafür begeistern, aber ich würde in ihren Erinnerungen weiter leben. Vielleicht würden sie von mir erzählen, stolz auf mich sein, glücklich mit mir Zeit verbracht zu haben. Und das ist das, was ich in meinem Leben erreichen möchte. Menschen Liebe und Glück schenken. Auch wenn das total kitschig und geschwollen klingt. Wenn du ganz tief in dich hinein hörst, ist es nicht das, was dich jeden Tag antreibt? Warum stehst du sonst morgens auf? Aber meistens machen wir es uns viel zu schwer. Andere Menschen glücklich zu machen ist ganz einfach. Der einfachste Weg ist, dein eigenes Glück zu teilen!

Tschau dann erstmal,
Euer Philipp!

PS: Ich bin weder radikaler Christ, noch das Gegenteil. Eigentlich finde ich einfach, dass Jesus ne coole Sau war und das Nächstenliebe hip ist!

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