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neuland: Der Erstsemester-Blog

Schlagwort: ‘Literatur- und Sprachwissenschaft’

Warum man [k]eine Geisteswissenschaft studieren sollte.

21. März 2014 | von

Bekommst du zum Bachelor direkt nen Taxischein dazu?“ Wer Geisteswissenschaften studiert braucht für den Spott nicht zu sorgen. Kein Wunder, denn Germanistik und Co gelten nicht selten als studierte Arbeitslosigkeit. Weil das Sommersemester schon in den Startlöchern steht und wir bald keine Erstis mehr sind, ist höchste Zeit für ein Fazit!

 

Mediziner werden Ärzte, Maschis werden Ingenieure und Germanisten werden… ähm, eigentlich weiß das keiner so genau, denn bei vielen Geisteswissenschaften gibt es kein einheitliches Berufsbild für Absolventen. Das bedeutet im Klartext, dass man sich nach seinem Abschluss durchaus auf eine längere Suche nach dem Traumberuf und so manchen Kompromiss gefasst machen sollte. Wer gerne auf zehn Jahre im Voraus plant und so flexibel wie eine Eisenbahnschiene ist, sollte sich das mit den Geisteswissenschaften also nochmal überlegen.

 

Aber bekommt man mit einem geisteswissenschaftlichen Abschluss überhaupt einen Job? Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, denn Geisteswissenschaftler gelten weithin als Generalisten, die in verschiedensten Bereichen arbeiten können und insbesondere durch ihre sozialen Kompetenzen begehrt sind. Gerade diejenigen, die sich noch nicht festlegen und verschiedene Berufe ausprobieren wollen, könnten an Geisteswissenschaften also ihre helle Freude finden.

 

Vorausgesetzt, dass sie sich dafür mächtig ins Zeug legen. Denn einer meiner Dozenten erzählte uns schon in unserer ersten Woche, dass ein mittelprächtiger Abschluss in Geisteswissenschaften zwar eine schöne Deko für die Wohnzimmerwand sei – aber eben nicht mehr. Und wer später wirklich einen Job haben wolle, solle dementsprechend früh mit Praktika und Zusatzqualifikationen beginnen, um sich am Ende von seinen Mitbewerbern abzuheben. Möglichkeiten gibt es genug, zum Beispiel über HiWi-Jobs – die außerdem gut bezahlt sind!

 

Aber kann man Geisteswissenschaften nun empfehlen oder nicht? Auf jeden Fall, denn wenn ihr euch wirklich für euer Studienfach interessiert und später unbedingt in diesem Bereich arbeiten wollt, dann sollte keine Arbeitsmarktprognose euch daran hindern – denn der ändert sich ohnehin im Wochentakt. Wer sich zu einer Sache berufen fühlt, sollte sie auch durchziehen – denn nur dann macht das Lernen auch Spaß. Natürlich gibt es überall schöne und weniger schönere Inhalte, aber wer sich davon nicht abschrecken lässt, ist sicherlich auf einem guten Weg zum Traumberuf. Studiert ihr aber nur aus Verlegenheit weiter, dann solltet ihr auf jeden Fall bei der Zentralen Studienberatung vorbeischauen und euch fragen, ob Geisteswissenschaften wirklich das sind, was ihr wollt. Aber vielleicht sind sie es ja doch.

 

Es muss eben doch nicht immer der Ingenieur sein.

 

 

Bis dann,

 

Alexander

Mal ungefähr ALLES über Literatur- und Sprachwissenschaft

20. März 2014 | von

Mit Literatur- und Sprachwissenschaft landet man in einem kleinen, gemütlichen Studiengang, dessen Absolventen – so zumindest die landläufige Meinung – übergangslos vom Bachelor in die Arbeitslosigkeit marschieren. Wie das erste Semester gelaufen ist und ob nicht auch in euch ein verborgener Linguist schlummert, lest ihr hier!

 

Anforderungen

14-12_buecher_ahSchon in der ersten Woche riet uns unser Tutor, dass sich diejenigen, die nicht gerne lesen und trotzdem für diesen Studiengang entschieden haben, lieber ganz schnell wieder exmatrikulieren sollten. Unrecht hatte er nicht, denn der Leseaufwand hat es wirklich in sich : Von verschiedensten Werken in Seminaren über viele Fachtexte bis hin zu kompletten Büchern, die begleitend zu den Vorlesungen gelesen werden sollen, ist alles dabei – und nicht selten sind die zu lesenden Texte alles andere als Gute-Nacht-Lektüre. Um den Anschluss nicht zu verlieren, sollte man stets zumindest ein wenig am Ball bleiben – ansonsten könnt ihr euch eine Woche später unter dem ganzen Papierkram einbuddeln.

Doch laut Tutor solle man nicht nur gerne lesen, sondern wenigstens auch keine Scheu vor seinem öffentlichen Auftreten haben – denn er könne sich nur wenige Berufe vorstellen, für die man sich mit Literatur- und Sprachwissenschaft qualifizieren könne und in denen man nicht selbstsicher vor Menschen auftreten müsse. Seine Empfehlung: Selbstsicherheit entweder mitbringen oder während des Studiums lernen!

 

Das erste Semester

In meinem ersten Semester beschäftigten wir uns in erster Linie mit Literatur, Linguistik und Grammatik. Ein Klick für die totale Information!