{"id":2311,"date":"2020-01-24T15:38:31","date_gmt":"2020-01-24T14:38:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/?p=2311"},"modified":"2020-01-24T15:38:37","modified_gmt":"2020-01-24T14:38:37","slug":"der-h-index-ein-geeignetes-mass-zur-bewertung-wissenschaftlicher-leistung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/en\/2020\/01\/24\/der-h-index-ein-geeignetes-mass-zur-bewertung-wissenschaftlicher-leistung\/","title":{"rendered":"Der h-Index \u2013 ein geeignetes Ma\u00df zur Bewertung wissenschaftlicher Leistung?"},"content":{"rendered":"\n<p>Erinnern Sie sich noch an unseren <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Beitrag zum Journal Impact Factor (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/2019\/11\/27\/der-journal-impact-factor-ein-geeignetes-mass-fuer-wissenschaftliche-qualitaet\/\" target=\"_blank\">Beitrag zum Journal Impact Factor<\/a> (JIF)? In diesem ging es darum, inwiefern dieser genutzt werden kann, um die wissenschaftliche Leistung von Forschenden zu bewerten. <\/p>\n\n\n\n<p>Heute m\u00f6chten wir einen anderen bibliometrischen Indikator vorstellen \u2013 den h-Index. Denn im Gegensatz zum JIF kann dieser tats\u00e4chlich als Instrument zur quantitativen Bewertung der Publikationsleistung einzelner Forschenden verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was ist der h-Index?<\/h4>\n\n\n\n<p>Der h-Index ist eine Messgr\u00f6\u00dfe, um das Ansehen einer Wissenschaftlerin oder eines Wissenschaftlers in Fachkreisen zu ermitteln. Vorgeschlagen wurde dieser Bewertungsindex von <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Jorge E. Hirsch (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.pnas.org\/content\/102\/46\/16569\" target=\"_blank\">Jorge E. Hirsch<\/a>, weshalb er gelegentlich auch als Hirschfaktor oder Hirsch-Index bezeichnet wird. Der h-Index wird anhand der Anzahl der Publikationen der oder des Forschenden und der H\u00e4ufigkeit der Zitationen der Artikel berechnet. Als Datengrundlage dienen Zitationsdatenbanken wie Web of Science, Scopus oder Google Scholar. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Index<em> h <\/em>einer oder eines Forschenden gibt die (gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche) Anzahl der Publikationen dieser Wissenschaftlerin oder dieses Wissenschaftlers, die mindestens <em>h<\/em> mal zitiert wurde, an. Dabei ist stets die gr\u00f6\u00dfte Anzahl, die diese Anforderung erf\u00fcllt, gemeint. Denn: Eine oder ein Forschender hat einen Hirsch-Index <em>h<\/em>, wenn <em>h<\/em> von seinen insgesamt <em>N<\/em> Publikationen mindestens <em>h<\/em>-mal und die restlichen (<em>N<\/em>\u2013<em>h<\/em>) Publikationen h\u00f6chstens <em>h<\/em>-mal zitiert wurden. <br \/>Um es etwas einfacher auszudr\u00fccken: F\u00fcr einen hohen H-Index m\u00fcssen nicht nur m\u00f6glichst viele Artikel publiziert, sondern auch m\u00f6glichst viele davon m\u00f6glichst h\u00e4ufig zitiert worden sein. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Vor- und Nachteile des h-Index<\/h4>\n\n\n\n<p>Wie der JIF hat auch der h-Index seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen.<br \/>Ein gro\u00dfer Vorteil ist die Robustheit des h-Index. Im Gegensatz zum JIF kann dieser nicht so leicht manipuliert werden. Allerdings sollte der h-Index, ebenso wenig wie der JIF zur qualitativen Beurteilung von Forschenden herangezogen werden, da er ausschlie\u00dflich eine quantitative Bewertungsgr\u00f6\u00dfe darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird der h-Index durch die Karrieredauer beeinflusst. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sind also benachteiligt, weil sie in der Regel weniger publiziert haben als Forschende, die schon l\u00e4nger t\u00e4tig sind. Somit haben sie grunds\u00e4tzlich einen niedrigeren h-Index. Ein weiterer Nachteil ist, dass Autorinnen und Autoren mit gleichen Namen nicht voneinander abgegrenzt werden. Durch die Verwendung von Identifikatoren wie ORCID kann jedoch eine korrekte Zuordnung erreicht werden. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mehr erfahren<\/h4>\n\n\n\n<p>Wenn Sie mehr \u00fcber Forschungsdatenmanagement erfahren m\u00f6chten, wenden Sie sich einfach an das&nbsp;<a href=\"mailto:servicedesk@rwth-aachen.de\">ServiceDesk<\/a>. Das FDM-Team freut sich auf Ihre Nachricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Besuchen Sie f\u00fcr weitere Informationen zum FDM auch die&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.rwth-aachen.de\/go\/id\/lnaw\">RWTH-Webseiten<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Inhaltlich verantwortlich f\u00fcr den Beitrag: Sascha Lankers und Sophia Nosthoff <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnern Sie sich noch an unseren Beitrag zum Journal Impact Factor (JIF)? In diesem ging es darum, inwiefern dieser genutzt werden kann, um die wissenschaftliche Leistung von Forschenden zu bewerten. 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