{"id":3178,"date":"2021-05-07T11:12:26","date_gmt":"2021-05-07T09:12:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/?p=3178"},"modified":"2021-05-07T11:12:26","modified_gmt":"2021-05-07T09:12:26","slug":"nachbericht-des-rwth4nfdi-workshops-2021-tag-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/en\/2021\/05\/07\/nachbericht-des-rwth4nfdi-workshops-2021-tag-2\/","title":{"rendered":"Nachbericht des RWTH4NFDI-Workshops 2021 \u2013 Tag 2"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">This entry is only available in <a href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3178\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3167 alignright\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2021\/04\/RWTH4NFDI.png\" alt=\"\" width=\"394\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2021\/04\/RWTH4NFDI.png 946w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2021\/04\/RWTH4NFDI-300x260.png 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2021\/04\/RWTH4NFDI-768x667.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px\" \/>In unserem letzten Blogbeitrag haben wir \u00fcber den Ablauf des ersten Tages des RWTH4NFDI Workshops informiert. Nun folgt die Zusammenfassung des zweiten Tages.<\/p>\n<p><strong>Einstieg<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn des Workshops wurden alle Teilnehmenden durch Herrn Prof. Dr. Matthias M\u00fcller, Herrn Dipl.-Ing. Stefan Bastian, Herrn Dr. Gero Bornefeld und Frau Dr. Silke Haferkamp begr\u00fc\u00dft und zu einem interaktiven Austausch eingeladen.<\/p>\n<p>Die Podiumsdiskussion bot den perfekten Einstieg in den Workshop und griff das Gru\u00dfwort von Prof. Matthias Wessling vom Vortrag nochmals auf. <em>Aachen steht f\u00fcr Ingenieure. Was m\u00f6chten wir bis 2025 erreichen? M\u00f6glich f\u00fcr die Zukunft: Aachen steht f\u00fcr hochwertige Forschungsdaten. <\/em>Im Fokus der Diskussion standen neue und offen gebliebene Fragen zu den folgenden Themen im Fokus:<\/p>\n<ul>\n<li>Key Performance Indicators<\/li>\n<li>Datenschutz f\u00fcr Data Pooling\/ Data Sharing<\/li>\n<li>F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten zum FDM<\/li>\n<li>Data Literacy Programm der RWTH: Data.RWTH<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Au\u00dferdem ging aus der Diskussion hervor, dass der Austausch zwischen Forschenden noch st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden m\u00fcsse. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Best Practices im Bereich FDM zu sammeln. Auch der Netzwerkgedanke kam weiter zum Tragen. Daten als einzelne Forschungsgruppe zu definieren, ergibt keinen Sinn, sondern den Austausch mit weiteren Forschenden sowie die gemeinsame Erarbeitung der Definitionen in den Mittelpunkt zu stellen. Ob dies Konsortien-\u00fcbergreifend geschehen kann, bleibe nach wie vor eine interessante Frage.<\/p>\n<p><strong>Vorstellung der Konsortien <\/strong><\/p>\n<p>Auch am zweiten Tag stellten sich insgesamt sieben Konsortien vor und hielten spannende Vortr\u00e4ge \u00fcber ihre Arbeit.<\/p>\n<p>Das Konsortium <a href=\"https:\/\/nfdi-neuro.de\/\">NFDI-Neuro<\/a> wurde von Herrn Dr. Michael Denker, Co-Sprecher aus dem Forschungszentrum J\u00fclich, vorgestellt. Herr Prof. Dr. Bj\u00f6rn Kampa von der RWTH ist als Participant t\u00e4tig. Die Neurowissenschaften sind ein sehr heterogenes Forschungsfeld. Die FDM-Strategie dieses Konsortiums beruht darauf, auf existierenden, neurowissenschaftlichen Strukturen aufzubauen. Dabei sollen gemeinsame Infrastrukturen f\u00fcr generische FDM-Prozesse unter der Nutzung generischer Services etabliert werden.<\/p>\n<p>Das Konsortium <a href=\"https:\/\/nfdi4microbiota.de\/\">NFDI4Microbiota<\/a> wurde von dem Co-Sprecher, Herrn Prof. Dr. Thomas Clavel, vorgestellt. Dieses besch\u00e4ftigt sich mit Mikrobiomen wie Bakterien, Viren und Biomasse und hat den Schwerpunkt, einen \u00fcbergreifenden Datenzugang zu Microbiota-Daten zu demokratisieren. Die Schwerpunkte und Ziele umfassen unter anderem das Demokratisieren des Datenzugangs zu Microbiota- Daten sowie das Netzwerken und Training f\u00fcr und in der Community.<\/p>\n<p>Das Konsortium <a href=\"https:\/\/www.nfdi4earth.de\/\">NFDI4Earth<\/a> wurde von Frau Prof. Dr. Susanne Buiter vorgestellt, die als Participant t\u00e4tig ist. Sie erz\u00e4hlte in einem spannenden Vortrag, dass es bei NFDI4Earth darum geht, planetare Evolution zu verstehen und herauszuarbeiten, welchen Einfluss diese unter anderem auf die Klimawandelforschung hat. Ziel des Konsortiums ist es, Metadaten, Repositorien, Dienste und Plattformen in eine Architektur zusammenzuf\u00fchren. Als eine gro\u00dfe Community sollen ein nachhaltiges, offenes und FAIRes FDM entstehen.<\/p>\n<p>Das Konsortium <a href=\"https:\/\/www.dfg.de\/download\/pdf\/foerderung\/programme\/nfdi\/absichtserklaerungen_2020\/2021_nfdi_4patho.pdf\">NFDI4Patho<\/a> stellte der Sprecher des Konsortiums, Herr Univ.-Prof. Dr. med. Peter Boor, vor. Er berichtete unter anderem \u00fcber die Ziele und Kooperationen des Konsortiums. In der pathologischen Forschung werden Bilder anhand multipler Skalen ausgewertet, sodass daraus eine Diagnose erstellt werden kann. Daf\u00fcr muss eine nationale, FAIRe Dateninfrastruktur geschaffen werden, in der die Sicherheit der medizinischen Daten gew\u00e4hrleistet wird. Herr Boor machte noch einmal darauf aufmerksam, dass das Konsortium offen f\u00fcr weitere Kooperationen und Interaktionen sei.<\/p>\n<p>Das Konsortium <a href=\"https:\/\/www.fair-di.eu\/fairmat\/consortium\">FAIRmat<\/a> befasst sich mit der Materialwissenschaftsforschung. Herr Dr. Tam\u00e1s Haraszti, der als Participant t\u00e4tig ist, gab an, dass die Daten der Materialwissenschaftsforschung auf lokalen Servern und die dazugeh\u00f6rigen Metadaten im zentralen Hub gespeichert werden. Dieser Hub bereinigt die Daten und macht sie kompatibel. Das ganze System beruht dabei auf Bottom-Up-Prozessen. Nomad unterst\u00fctzt das Datenmanagement: Es f\u00fchrt die Open-Science-Bewegung in der Materialwissenschaft an und unterst\u00fctzt, indem alle Daten frei zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n<p>Das Konsortium <a href=\"https:\/\/www.sni-portal.de\/de\/daphne-nfdi\/daphne-nfdi\">DAPHNE4NFDI<\/a> wurde vom Co-Sprecher, Herrn Dr. Andreas Houben, vorgestellt. DAPHNE steht f\u00fcr Data from Photon and Neuron Experiments, also Daten aus Photonen- und Neutronenexperimenten. Ziel ist es, die Kooperationen zwischen Forschungszentren und Nutzenden zu verbessern. Insbesondere das Forschungsdatenmanagement von mehrdimensionale Daten soll vereinfacht werden. Dadurch dass dieses Konsortium sehr nutzergetrieben ist, sind viele Disziplinen daran beteiligt.<\/p>\n<p>Das Konsortium <a href=\"https:\/\/nfdixcs.org\/\">NFDIxCS<\/a>, dessen Co-Sprecher Herr Prof. Dr. Matthias M\u00fcller ist, wurde von Herrn Prof. Dr. Bernhard Rumpe, der als Participant t\u00e4tig ist, vorgestellt. NFDIxCS steht hierbei f\u00fcr Nationale Forschungsdateninfrastruktur \u201ecross\u201c Computer Science. Das Konsortium geht davon aus, dass Software eine wichtige Komponente ist und sein wird, da Computer Science verschiedene Arten von Forschungsdaten behandeln kann. In dem Konsortium werden verschiedene Task Areas definiert, welche sich mit Bereichen wie zum Beispiel Quality Management oder Community Development besch\u00e4ftigen, um das Forschungsdatenmanagement nach den FAIR-Prinzipien der verschiedenen Datentypen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Fragerunde<\/strong><\/p>\n<p>In der gr\u00f6\u00dferen Fragerunde wurden Themen wie Training, Ambassadors und Data Stewards sowie \u00fcber Datenbereitstellung (FAIR und Open Data) gesprochen. Es zeigte sich dabei eindeutig, dass Training ein generationen\u00fcbergreifendes Thema ist. Mit Informationsaustausch und Training werden angehende Forschende mitgenommen. Junge Forschende gestalten die Zukunft, sind allerdings oft nicht gut in der Wissenschaftscommunity vernetzt. Durch Training kann es gelingen, Daten so auszutauschen und zu ver\u00f6ffentlichen, dass sie nutzbar werden. Um den Informationsaustausch zu f\u00f6rdern, werden in einigen Konsortien wie z.B. NFDI4Microbiota und NFDI4Chem Ambassadors oder Data Stewards mitgedacht. Hier soll Aufkl\u00e4rungsarbeit von zentraler Seite geleistet werden. <em>Was bedeuten offene Daten? Und ist FAIR = OPEN?<\/em> Es zeigt sich ein gro\u00dfer Unterschied zwischen den Disziplinen beim Umgang mit Daten. In der Astrophysik hat das Datenteilen und die Publikation von Daten eine lange Tradition. Im Gegensatz dazu sind viele Disziplinen der Publikation von Daten noch sehr verschlossen. Als m\u00f6gliche Gr\u00fcnde wurden beispielsweise Konkurrenzgedanken, Zukunfts\u00e4ngste und datenschutzrechtliche Gr\u00fcnde formuliert. Auch wurde eine \u00dcberarbeitung des \u201ewissenschaftlichen Belohnungssystems\u201c angesprochen.<\/p>\n<p><strong>Ergebnis des Workshops<\/strong><\/p>\n<p>Auch der zweite Tag diente als perfekte Austauschm\u00f6glichkeit zwischen den Konsortien und allen Teilnehmenden. Es zeigte sich, dass die Vernetzung der verschiedenen Disziplinen und auch der Forschenden einen sehr wichtigen Teil jetzt einnimmt und auch in Zukunft einnehmen wird. Dieses bietet die M\u00f6glichkeit zentrale und disziplinspezifische Aspekte auszutauschen und Verkn\u00fcpfungen zu schaffen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es Grund zum Optimismus, denn durch die hohe Sichtbarkeit des Forschungsdatenmanagements an der RWTH entstehen im Hintergrund aktuell neue Standards.<\/p>\n<p>Auch Best Practice Beispiele waren ein viel besprochenes Thema. Gerne w\u00fcrden wir den Austausch f\u00f6rdern und eine Plattform auf dem Blog dazu bereitstellen. Hier ist Ihre Unterst\u00fctzung gefragt! Wenn Sie ein Anwendungsbeispiel kennen und dieses mit den Forschenden der RWTH teilen m\u00f6chten, dann wenden Sie sich gerne an <a href=\"mailto:servicedesk@rwth-aachen.de\">servicedesk@rwth-aachen.de<\/a>.<\/p>\n<p>Und was bedeuten die Diskussionsthemen konkret f\u00fcr das FDM? Eine einzige, allumfassende L\u00f6sung wird es nicht geben. Daten m\u00fcssen vern\u00fcnftig ablegbar, nutzbar und zug\u00e4nglich gemacht werden. Au\u00dferdem m\u00fcssen Standards aufgebaut und weiterentwickelt werden. Professorinnen und Professoren, Promovierende, Postdocs, Studierende und alle weiteren Mitarbeitenden haben durch ihre Teilnahme an dem Workshop eindrucksvoll gezeigt, dass bereits viele vom Datenmanagement profitieren. Das Forschen und Arbeiten soll auch zuk\u00fcnftig durch das FDM weiterhin erleichtert und etabliert werden. Zusammenk\u00fcnfte wie der RWTH4NFDI Workshop bieten immer einen positiven Outcome und sollen auch in Zukunft weiterhin angeboten werden.<\/p>\n<p>Wir danken allen Teilnehmenden f\u00fcr den sehr gelungenen Workshop, f\u00fcr ihre rege Anteilnahme, ihre Denkanst\u00f6\u00dfe und die sehr interessanten Beitr\u00e4ge. Wir hoffen auf viele weitere, erfolgreiche Netzwerktreffen.<\/p>\n<p><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p>Als regul\u00e4re Vernetzungsveranstaltung bietet das zentrale FDM-Team jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10 bis 12 Uhr das <a href=\"https:\/\/www.rwth-aachen.de\/go\/id\/mkbr\/file\/9-4719\/\">offene FDM-Netzwerktreffen<\/a> an. Hierbei werden in kurzen Impulsvortr\u00e4ge zum einen theoretisches Wissen vermittelt wie auch Best Practice Beispiele vorgestellt. Die Themen der Treffen werden jeweils durch die Teilnehmenden selbst bestimmt.<\/p>\n<p>Save the Date! Am 16. November 2021 findet der Tag des FDMs in NRW statt. Weitere Informationen erhalten Sie in naher Zukunft auf dem Blog.<\/p>\n<p><strong>Mehr erfahren <\/strong><\/p>\n<p>Bei Fragen zu der Veranstaltung und FDM im Allgemeinen, schreiben Sie gerne an das ServiceDesk. Das FDM-Team freut sich auf Ihre Nachricht.<\/p>\n<p>______<\/p>\n<p>Inhaltlich verantwortlich f\u00fcr den Beitrag: Daniela Hausen, Arlinda Ujkani und Jana Baur<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>This entry is only available in Deutsch.In unserem letzten Blogbeitrag haben wir \u00fcber den Ablauf des ersten Tages des RWTH4NFDI Workshops informiert. Nun folgt die Zusammenfassung des zweiten Tages. 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