{"id":4530,"date":"2022-12-01T10:58:58","date_gmt":"2022-12-01T09:58:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/?p=4530"},"modified":"2026-05-15T12:17:58","modified_gmt":"2026-05-15T10:17:58","slug":"tdf-2022-coscine-fair-im-datenmeer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/2022\/12\/01\/tdf-2022-coscine-fair-im-datenmeer\/","title":{"rendered":"Tag der Forschungsdaten 2022 \u2013 Nachbericht zu Coscine \u2013 FAIR im Datenmeer"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_4407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/09\/2022-11-15_Coscine_FAIRimDatenmeer_Image_Blog.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4407\" class=\"size-medium wp-image-4407\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/09\/2022-11-15_Coscine_FAIRimDatenmeer_Image_Blog-300x218.png\" alt=\"Auf dem Bild ist ein Meer zu sehen, das ein Datenmeer darstellen soll, passend zur Veranstaltung &quot;Coscine \u2013FAIR im Datenmeer&quot;.\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/09\/2022-11-15_Coscine_FAIRimDatenmeer_Image_Blog-300x218.png 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/09\/2022-11-15_Coscine_FAIRimDatenmeer_Image_Blog.png 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4407\" class=\"wp-caption-text\">Veranstaltung Coscine \u2013 FAIR im Datenmeer<br \/>Quelle: Eigene Darstellung<\/p><\/div><\/p>\n<p>Weiter geht es mit dem Nachbericht zum Nachmittagsprogramm des Tags der Forschungsdaten 2022 am Standort der RWTH Aachen University. Wie im letzten Jahr durften auch dieses Mal Forschende aus ganz NRW in den Workshop zu Coscine hineinschnuppern und ihre Fragen zur Plattform f\u00fcr Forschungsdatenmanagement stellen. Was die Inhalte des einst\u00fcndigen Workshops waren, haben wir f\u00fcr Sie in diesem Beitrag zusammengefasst. Die Folien zum Workshop k\u00f6nnen Sie auf <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.7323569\">Zenodo<\/a> herunterladen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Begr\u00fc\u00dfung<\/span><\/h3>\n<p>Ziel des Workshops war es, die Plattform und ihre Funktionen sowie die Nutzungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Forschende, Data Stewards und FDM-Interessierte vorzustellen. Eine besondere Widmung galt den FAIR-Prinzipien sowie der guten wissenschaftlichen Praxis, die mithilfe von Coscine eingehalten werden k\u00f6nnen. Au\u00dferdem konnte Raum f\u00fcr Fragen und Austausch geschaffen werden.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Workshops hie\u00df die IT-Servicemanagerin von Coscine Dr. Ilona Lang die rund 70 Teilnehmenden willkommen und bedankte sich f\u00fcr das rege Interesse an der Plattform. Schlie\u00dflich wurde mit der Pr\u00e4sentation \u00fcber Coscine fortgefahren.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Was tut Coscine f\u00fcr die FAIR-Prinzipien?<\/span><\/h3>\n<p>Der FAIRe Umgang mit Forschungsdaten ist in der Forschung nicht unbedingt selbstverst\u00e4ndlich. Wenn \u00fcberhaupt wird nur ein kleiner Teil der Forschungsdaten eines Projekts bei Ver\u00f6ffentlichung nach den FAIR-Prinzipien behandelt. Dabei geht eine erhebliche Menge an wertvollen (Metadaten-)Informationen verloren. Unsere L\u00f6sung hierbei lautet Coscine: Eine Datenspeicherumgebung, die implizit die FAIR-Prinzipien umsetzt.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Wo l\u00e4sst sich Coscine im Forschungsdatenlebenszyklus einordnen?<\/span><\/h3>\n<div id=\"attachment_4531\" style=\"width: 304px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/12\/Coscine-im-Forschungsdatenlebenszyklus.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4531\" class=\"size-medium wp-image-4531\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/12\/Coscine-im-Forschungsdatenlebenszyklus-294x300.png\" alt=\"Coscine im Forschungsdatenlebenszyklus\" width=\"294\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/12\/Coscine-im-Forschungsdatenlebenszyklus-294x300.png 294w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/12\/Coscine-im-Forschungsdatenlebenszyklus-50x50.png 50w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2022\/12\/Coscine-im-Forschungsdatenlebenszyklus.png 614w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4531\" class=\"wp-caption-text\">Coscine im Forschungsdatenlebenszyklus<br \/>Quelle: Eigene Darstellung<\/p><\/div>\n<p>Im Forschungsdatenlebenszyklus kann Coscine in jede Phase eingeordnet werden.<\/p>\n<p><strong>Plan<\/strong>: Projekt-Metadaten planen &amp; Projektteam einladen<br \/>\n<strong>Production<\/strong>: Hochladen von Metadaten und Daten (automatisch)<br \/>\n<strong>Analysis<\/strong>: Projektdaten herunterladen (automatisch)<br \/>\n<strong>Preservation<\/strong>: Daten und Metadaten archivieren<br \/>\n<strong>Access<\/strong>: PID(s) teilen &amp; Externe zum Projekt einladen<br \/>\n<strong>Re-Use<\/strong>: Daten \u00fcber die interne Metadaten-Suchfunktion finden<\/p>\n<p>Coscine bietet mit seiner Projektstruktur eine einfache Forschungsdatenverwaltung und Zugriff auf freien Speicherplatz. Dabei ist Coscine nicht die Festplatte selbst, auf der die Daten gespeichert werden, sondern erm\u00f6glicht den Zugriff auf verschiedene Speicherpl\u00e4tze wie dem Research Data Storage (RDS) und Linked Data. In Zukunft sollen au\u00dferdem weitere Ressourcen wie Sciebo, Nextcloud und GitLab hinzukommen.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit in einem Forschungsprojekt kann mithilfe von Coscine deutlich vereinfacht werden, da alle Projektmitglieder Zugriff auf die Daten haben. Metadaten werden dank Coscine automatisch mit Daten verkn\u00fcpft, egal wo sie liegen. Ferner lassen sich mit der Integration des Applikationsprofilgenerators von <a href=\"https:\/\/www.aims-projekt.de\/\">AIMS<\/a> (Applying Interoperable Metadata Standards) individuelle, projektspezifische Anwendungsprofile erstellen. Zum Schluss k\u00f6nnen die Daten zehn Jahre nach Projektende auf dem RDS archiviert werden.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Coscine \u2013 Live Demo<\/span><\/h3>\n<p>Nachdem die Fragen der Teilnehmenden zur Archivierung gekl\u00e4rt wurden, f\u00fchrte Dr. Ilona Lang die ersten Schritte live auf der Plattform vor. Sie zeigte die verschiedenen Login-Varianten (Login via SSO und ORCID) sowie das Ausf\u00fcllen der pers\u00f6nlichen Daten im Nutzerprofil. Die pers\u00f6nlichen Daten sind, im Falle eines Logins via SSO, bereits automatisch eingepflegt. Wenn man sich allerdings \u00fcber die ORICID einloggt, m\u00fcssen diese Daten selbst nachgepflegt werden. Im Anschluss an das Nutzerprofil wurden die Projektebene in Coscine vorgestellt. \u00a0In den Projekteinstellungen ist die erste verpflichtende Ebene der Metadaten fortgefahren. In der Benutzerverwaltung besteht die M\u00f6glichkeit, Personen zu suchen und Mitglieder einzuladen.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt ging es dann um die Quotaverwaltung. Hier k\u00f6nnen unterschiedliche Ressourcen hinzugef\u00fcgt werden. Dr. Ilona Lang stellte dies zun\u00e4chst am Beispiel einer Web-Ressource vor. Im ersten Schritt wird ein Ressourcentyp ausgew\u00e4hlt. Im zweiten Schritt werden die generischen Metadaten der Ressource (Titel, Disziplin etc.) angegeben. In Schritt 3 wird ein Applikationsprofil ausgew\u00e4hlt, welches die Metadaten f\u00fcr die Forschungsdaten festlegt. Sollte dabei kein vorhandenes Profil passen, kann \u00fcber den Applikationsprofilgenerator ein eigenes Profil erstellt und gespeichert werden. Der vierte Schritt bietet eine \u00dcbersicht \u00fcber alle Informationen. Daraufhin kann die Ressource angelegt und Dateien hinzugef\u00fcgt werden.<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel folgte mit der Demonstration der S3-Ressource. Hierbei werden die S3 Credentials direkt zur Verf\u00fcgung gestellt. Speicherplatz auf diesem Ressourcentyp muss daher durch einen Quota-Antrag beantragt werden.<\/p>\n<p>Eine detaillierte Anleitung finden Sie in der <a href=\"https:\/\/docs.coscine.de\/de\/\">Coscine-Dokumentation<\/a>.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Fazit \u2013 Was macht Coscine also FAIR?<\/span><\/h3>\n<p>Mithilfe des <strong>Logins<\/strong> \u00fcber SSO und ORCID werden institutionelle Grenzen gebrochen und somit Forschungsdaten <strong>zug\u00e4nglich<\/strong> und <strong>wiederverwendbar<\/strong> gemacht.<\/p>\n<p><strong>Metadaten<\/strong> werden auf Projekt- und Ressourcenebene erfasst und automatisch mit Forschungsdaten verkn\u00fcpft und k\u00f6nnen innerhalb von Coscine \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht werden. Au\u00dferdem sind sie \u00fcber ElasticSearch durchsuchbar. Die technische Darstellung und Validierung geschieht \u00fcber die W3C-Standards RDF und SHACL. Zus\u00e4tzlich ist die Anbindung an den NFDI4Ing Metadaten-Hub \u00fcber &#8222;FAIR Digital Object&#8220; Schnittstellen geplant. All diese Aspekte tragen dazu bei, dass die Forschungsdaten <strong>auffindbar<\/strong> und <strong>interoperabel <\/strong>sind.<\/p>\n<p>Der<strong> Applikationsprofilgenerator AIMS <\/strong>erm\u00f6glicht die Erstellung von Profilen mit individuellen und disziplinspezifischen Metadaten, wodurch keine technischen Kenntnisse erforderlich sind (RDF und SHACL). Dies macht Forschungsdaten<strong> auffindbar <\/strong>und <strong>interoperabel. <\/strong><\/p>\n<p>Durch verschiedenen <strong>Ressourcentypen<\/strong> wird die Speicherung von Forschungsdaten m\u00f6glich gemacht. Unter anderem besteht Zugriff auf das konsortiale Objektspeichersystem RDS (Web, S3, WORM). Dort wird ein Aufbewahrungs- und Archivierungszeitraum von zehn Jahren garantiert. Mithilfe von Linked Data k\u00f6nnen extern gespeicherte Forschungsdaten verkn\u00fcpft werden. Daraus resultiert, dass die Forschungsdaten <strong>wiederverwendbar <\/strong>sind.<\/p>\n<p>Mittels Handle-basierter ePIC <strong>Persistent Identifier <\/strong>werden die Speicherorte der Forschungsdaten eindeutig und dauerhaft identifizierbar sowie auf globaler Ebene referenzierbar. Des Weiteren werden Fragment-Identifikatoren f\u00fcr einzelne Dateien durch erweiterte Handle-URL erm\u00f6glicht. Dies macht die Forschungsdaten <strong>auffindbar<\/strong>.<\/p>\n<p>Bei <strong>RDS-Ressourcen<\/strong> ist abh\u00e4ngig vom Ressourcentyp eine Interaktion \u00fcber Browser, S3-Protokoll oder REST-API m\u00f6glich. Durch die REST-Schnittstelle sind Daten und Metadaten unabh\u00e4ngig voneinander auffindbar und zug\u00e4nglich. Durch die einfache Eingabe von Daten und Metadaten in das System wird die sp\u00e4tere Nutzung erleichtert. Au\u00dferdem erm\u00f6glicht die Schnittstelle Arbeitsabl\u00e4ufe zu automatisieren. Somit werden die Forschungsdaten <strong>auffindbar<\/strong> und <strong>zug\u00e4nglich <\/strong>gemacht.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Abschluss<\/span><\/h3>\n<p>Die rege Teilnahme an dem Workshop sowie die wichtigen Fragen, die darin gestellt wurden, erm\u00f6glichten eine interessante Diskussion und viele Einblicke in die Funktionen von Coscine. Insbesondere Personen, die Coscine noch nicht nutzen, konnten hier die Chance ergreifen, live durch die Plattform gef\u00fchrt zu werden und hineinschnuppern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden f\u00fcr das Interesse an Coscine und den daraus entstandenen erfolgreichen Austausch miteinander.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Mehr erfahren<\/span><\/h3>\n<p>Sie m\u00f6chten keine News \u00fcber Coscine mehr verpassen? 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