{"id":7056,"date":"2025-01-09T15:00:18","date_gmt":"2025-01-09T14:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/?p=7056"},"modified":"2025-01-09T16:05:23","modified_gmt":"2025-01-09T15:05:23","slug":"data-stewards-rwth-interview-mit-kseniia-dukkart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/2025\/01\/09\/data-stewards-rwth-interview-mit-kseniia-dukkart\/","title":{"rendered":"Data Stewards an der RWTH \u2013 Interview mit Kseniia Dukkart"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_7060\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2025\/01\/250109_Dukkart_DataSteward_de.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7060\" class=\"wp-image-7060 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2025\/01\/250109_Dukkart_DataSteward_de-300x205.jpg\" alt=\"Bild von Kseniaa Dukkart - Data Steward als Beruf\" width=\"300\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2025\/01\/250109_Dukkart_DataSteward_de-300x205.jpg 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2025\/01\/250109_Dukkart_DataSteward_de-1024x701.jpg 1024w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2025\/01\/250109_Dukkart_DataSteward_de-768x526.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten\/files\/2025\/01\/250109_Dukkart_DataSteward_de.jpg 1321w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7060\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Eigene Darstellung<\/p><\/div><\/p>\n<p>Heute m\u00f6chten wir erneut an die Reihe \u201eWas macht eigentlich ein Data Steward\u201c anschlie\u00dfen, und zwar unter dem neuen Titel<strong> \u201eData Stewards an der RWTH \u2013 Interview mit [&#8230;]\u201c<\/strong>. Die vorherigen Interviews finden Sie im <a href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/forschungsdaten?s=interview\">FDM-Blog<\/a>.<\/p>\n<p>Das Konzept der Data Stewards ist f\u00fcr viele immer noch abstrakt. Daher ist es am besten, ihre konkrete Arbeit abzubilden, damit Sie sich als Leserschaft des FDM-Blogs ein besseres Bild von ihrer T\u00e4tigkeit machen k\u00f6nnen. Im heutigen Interview steht uns Frau Dr. Kseniia Dukkart zur Verf\u00fcgung. Wir w\u00fcnschen viel Spa\u00df beim Lesen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Frau Dukkart, in welchem Kontext arbeiten Sie als Data Steward an der RWTH?<\/span><\/h3>\n<p>Seit April 2023 arbeite ich zu 50 % als Data Steward an der RWTH Aachen. In meiner Rolle betreue ich den <a href=\"https:\/\/www.sfb-trr219.de\/\">Sonderforschungsbereich Transregio<\/a> 219 \u201eMechanisms of Cardiovascular Complications in Chronic Kidney Disease\u201c (SFB\/TRR219), der jeweils am Universit\u00e4tsklinikum der RWTH Aachen (UKA) und an der Universit\u00e4t des Saarlandes (Homburg) angesiedelt ist.<\/p>\n<p>Die andere H\u00e4lfte meiner Arbeitszeit verbringe ich am IT Center der RWTH, wo ich Mitglied des Forschungsdatenmanagement-Teams (FDM) bin. Diese Kombination f\u00fchrt dazu, dass viele Aufgaben aus beiden Bereichen eng miteinander verwoben sind und ein guter wechselseitiger Austausch stattfindet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">K\u00f6nnen Sie mir Ihre derzeitigen Aufgaben als Data Steward beschreiben? Welche konkreten Aufgaben haben Sie?<\/span><\/h3>\n<p>Meine Hauptaufgaben als Data Steward umfassen die folgenden Punkte:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Organisation von FDM-Veranstaltungen:<\/strong> Ich plane und f\u00fchre Workshops und Benutzertreffen durch (wie zum Beispiel das Benutzertreffen f\u00fcr Elektronische Laborb\u00fccher (ELN)). Regelm\u00e4\u00dfig halte ich auch Beratungsgespr\u00e4che, um die FDM-Kenntnisse der Beteiligten am SFB\/TRR219 zu vertiefen.<\/li>\n<li><strong>Individuelle Beratung:<\/strong> Nach den allgemeinen FDM-Schulungen erreichen mich regelm\u00e4\u00dfig Nachrichten vieler Kolleginnen und Kollegen mit der Bitte um individuelle Beratung. Ich helfe bei der L\u00f6sung spezifischer FDM-Probleme, die in den jeweiligen Forschungsgruppen auftreten.<\/li>\n<li><strong>Erstellung von Datenmanagementpl\u00e4nen (DMPs):<\/strong> Ich entwickle DMPs f\u00fcr die Projekte des SFB\/TRR219, um die Datenorganisation und -bewahrung zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<li><strong>Entwicklung von Standardarbeitsanweisungen (SOPs):<\/strong> Ich helfe bei der Erstellung von SOPs f\u00fcr die strukturierte Handhabung von In-vivo-, In-vitro- und Humanproben-Daten.<\/li>\n<li><strong>Erstellung von Newslettern:<\/strong> Die monatlichen FDM-Newsletter behandeln Themen wie Datenstruktur, Versionskontrolle und FAIR-Prinzipien.<\/li>\n<li><strong>Update der SFB\/TRR219-Webseite:<\/strong> Ziel ist es, dass Informationen \u00fcber ein gutes und nachhaltiges FDM im SFB\/TRR219 leicht auffindbar sind.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Was sind besondere Herausforderungen in der T\u00e4tigkeit als Data Steward?<\/span><\/h3>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen besteht darin, dass ich erst in der zweiten F\u00f6rderphase zum Team des SFB\/TRR219 gesto\u00dfen bin. Das bedeutet, dass viele Arbeitsprozesse bereits etabliert sind. Zudem ist der SFB\/TRR219 sowohl in Aachen als auch in Homburg angesiedelt, was die Nutzung einer gemeinsamen technischen Infrastruktur erschwert.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrt dazu, dass einige organisatorische Ma\u00dfnahmen, die wir in Aachen umsetzen k\u00f6nnen, in Homburg noch nicht in gleicher Weise realisiert werden k\u00f6nnen. Ein Beispiel daf\u00fcr ist das ELN eLabJournal: Die Mitglieder in Homburg haben keinen Zugang zur hiesigen UKA-Instanz. Eine eigene Instanz einzurichten w\u00e4re kostspielig und wenig sinnvoll, da es keine M\u00f6glichkeit gibt, die Daten au\u00dferhalb von Homburg zu teilen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es technische H\u00fcrden bei der Einf\u00fchrung von eLabJournal am UKA. Nicht alle Labore verf\u00fcgen \u00fcber die notwendige technische Ausstattung; weshalb wir versuchen, Benutzertreffen auch zwischen verschiedenen SFBs zu organisieren. Dies f\u00f6rdert den Austausch zur L\u00f6sung dieser technischen Defizite.<\/p>\n<p>Eine weitere Herausforderung in meiner Arbeit ist die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Instituten und die damit verbundenen unterschiedlichen Arbeitsweisen innerhalb eines SFBs. Ich bin mit v\u00f6llig neuen Themenfeldern konfrontiert \u2013 etwa datenschutzrechtlichen Aspekten bei Patienten- und Personendaten oder der Programmierung mit Python.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #00549f;\">Was gef\u00e4llt Ihnen an der Position?<\/span><\/h3>\n<p>Ich sch\u00e4tze besonders die M\u00f6glichkeit, st\u00e4ndig neue Herausforderungen zu meistern und dazuzulernen. Die Arbeit ist nie eint\u00f6nig, stets kommen neue Aufgaben und Herausforderungen auf mich zu. Ein weiterer Pluspunkt ist das hervorragende Team \u2013 das ist f\u00fcr mich sehr wichtig.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend: Was war Ihre Motivation, sich als Data Steward zu bewerben? Bitte beschreiben Sie die Eckpfeiler Ihrer vorherigen beruflichen Laufbahn, um aufzuzeigen wie divers der Hintergrund von Data Stewards sein kann.<\/p>\n<p>Meine Motivation, als Data Steward zu arbeiten, stammt aus meinem wissenschaftlichen Hintergrund: Ich habe als Wissenschaftlerin im Bereich Telemedizin und Kybernetik mit EKG-Ger\u00e4ten gearbeitet und Unterschiede in der Entropie von EKG-Indikatoren bei gesunden und kranken Menschen in der Ukraine untersucht. Obwohl sich die wissenschaftliche Arbeit in der Ukraine und in Deutschland unterscheidet, hat mir mein technischer Hintergrund geholfen, die Arbeitsprozesse besser zu verstehen. Die Position des Data Stewards steht also sehr nah an der Wissenschaft, was mir gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>Frau Dukkart, vielen Dank f\u00fcr das spannende Interview!<\/p>\n<p>&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>Hinweis<\/strong><\/p>\n<p>Data Stewards werden im Zuge von Drittmittelprojekten eingesetzt und \u00fcber diese finanziert. Interessieren Sie sich f\u00fcr die Position eines Data Stewards an Ihrem Institut? Dann kontaktieren Sie das <a href=\"mailto:servicedesk@rwth-aachen.de\">FDM-Team<\/a> f\u00fcr mehr Informationen!<\/p>\n<hr \/>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr die Inhalte dieses Beitrags sind <a href=\"https:\/\/www.itc.rwth-aachen.de\/cms\/it-center\/it-center\/profil\/team\/~epvp\/mitarbeiter-campus-\/?gguid=PER-N82N8ME&amp;allou=1&amp;lidx=1\">Dr. Kseniia Dukkart<\/a>  und <a href=\"https:\/\/www.itc.rwth-aachen.de\/cms\/it-center\/it-center\/profil\/team\/~epvp\/mitarbeiter-campus-\/?gguid=PER-P6E8DPQ&amp;allou=1\">Katharina Gr\u00fcnwald.<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute m\u00f6chten wir erneut an die Reihe \u201eWas macht eigentlich ein Data Steward\u201c anschlie\u00dfen, und zwar unter dem neuen Titel \u201eData Stewards an der RWTH \u2013 Interview mit [&#8230;]\u201c. 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