{"id":948,"date":"2022-11-08T12:51:33","date_gmt":"2022-11-08T11:51:33","guid":{"rendered":"https:\/\/hochschularchive.nrw\/?p=948"},"modified":"2022-11-08T12:51:33","modified_gmt":"2022-11-08T11:51:33","slug":"archivschaetze-universitaetsarchiv-muenster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/2022\/11\/08\/archivschaetze-universitaetsarchiv-muenster\/","title":{"rendered":"Archivsch\u00e4tze: Universit\u00e4tsarchiv M\u00fcnster"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Am 12. Juni 1912 beschloss der Senat der Universit\u00e4t M\u00fcnster die Gr\u00fcndung eines Universit\u00e4tsarchivs. Im Vorlesungsverzeichnis vom Wintersemester 1912\/13 wurde es erstmals genannt. Erster Universit\u00e4tsarchivar war der Historiker Prof. Dr. Aloys Meister, der als Rektor auch ma\u00dfgeblich die Archivgr\u00fcndung initiiert hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Universit\u00e4tsarchiv M\u00fcnster \u00fcbernimmt und verwahrt Archivgut von den Einrichtungen der Universit\u00e4t, das nach Verzeichnung und Ablauf der Schutzfristen genutzt werden kann. Zudem geh\u00f6rt die \u00dcberlieferung der Vorg\u00e4ngereinrichtungen der Universit\u00e4t zu seinen Best\u00e4nden. Neben klassischen Papierakten sammelt es Nachl\u00e4sse, Druckschriften, Fotografien, Karten und Pl\u00e4ne, Bild- und Tondokumente, Plakate sowie universit\u00e4re Erinnerungsst\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Vermittlung und Erforschung der Universit\u00e4tsgeschichte. Hierzu dienen zwei Publikationsreihen: die gro\u00dfe Schriftenreihe \u201eVer\u00f6ffentlichungen des Universit\u00e4tsarchivs M\u00fcnster\u201c und die kleine Schriftenreihe \u201eNike. Kunst und Geschichte an der Universit\u00e4t M\u00fcnster\u201c. Letztere gibt das Archiv zusammen mit der Zentralen Kustodie der Universit\u00e4t heraus.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Die Sch\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-black-color has-alpha-channel-opacity has-black-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Studium<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Matrikelbuch 1780-1808<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab 1780 sind die Matrikelb\u00fccher der Universit\u00e4t M\u00fcnster \u00fcberliefert, obwohl der Unterricht schon 1773 begann. 1780 ist allerdings das Jahr, in dem die Universit\u00e4t feierlich er\u00f6ffnet wurde. Der erste Matrikelband (Best. 1 Nr. 1) umfasst die Jahre 1780 bis 1808. Nach dem Titelblatt folgt ein Protokoll der feierlichen Einrichtung der Theologischen, Juristischen und Philosophischen Fakult\u00e4t (Inauguration der Universit\u00e4t) am 16. April 1780 sowie eine Abschrift der p\u00e4pstlichen Errichtungsbulle vom 28. Mai 1773. Ab Seite 120 folgen die eigentlichen Matrikeleintr\u00e4ge. Die Abbildung zeigt diese Seite 120. Ihr erster Eintrag geh\u00f6rt Clemens Philipp Freiherr von Spiegel zum Desenburg und Canstein, sp\u00e4ter Domherr in Paderborn und M\u00fcnster, der letzte Eintrag Clemens August Maria Freiherr von Droste-H\u00fclshoff ist, der sp\u00e4ter der Vater von Annette von Droste-H\u00fclshoff werden sollte.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Studium_Matrikelbuch-1780-1808_S.-120.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Studium_Matrikelbuch-1780-1808_S.-120-703x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-976 size-full\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Studium_Promotionsurkunde_Richter-803x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-977 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">P<strong>romotionsurkunde Johanna Richter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Wintersemester 1908\/09 war es Frauen in Preu\u00dfen erstmals gestattet, sich als ordentliche H\u00f6rerinnen an einer Universit\u00e4t einzutragen. 1902 hatte der Senat der Universit\u00e4t M\u00fcnster Frauen erlaubt, als Gasth\u00f6rerinnen an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Die ersten Frauen machten von dieser Erlaubnis allerdings erst 1905 Gebrauch. Zu den ersten Studentinnen, die \u2013 nicht als Gasth\u00f6rerinnen, sondern als ordentliche Studentin \u2013 an der Universit\u00e4t M\u00fcnster eingeschrieben waren, geh\u00f6rte Johanna Richter. Sie war die erste Frau, die an der Universit\u00e4t M\u00fcnster (von der Philosophischen Fakult\u00e4t) promoviert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johanna Richter, geboren am 26. Dezember 1874 in N\u00fcrnberg als Tochter eines Unternehmers, legte im Alter von 31 Jahren extern das Abitur ab und studierte anschlie\u00dfend an den Universit\u00e4ten Heidelberg und M\u00fcnster Vergleichende Sprachwissenschaft, Englisch und Sanskrit. Sie starb am 25. September 1946 in Rudolstadt. \u00dcber ihren weiteren beruflichen Werdegang ist nichts N\u00e4heres bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Abbildung zeigt ihre in lateinischer Sprache ausgestellte Promotionsurkunde vom 23. November 1909 aus ihrer Promotionsakte (Best. 65 Nr. 785).<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Studium_Studierendenkarte_Block_1.jpg\"><img decoding=\"async\" data-id=\"979\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Studium_Studierendenkarte_Block_1-1024x801.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-979\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster__Studium_Studierendenkarte_Block_2.jpg\"><img decoding=\"async\" data-id=\"978\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster__Studium_Studierendenkarte_Block_2-1024x722.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-978\"\/><\/a><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">F\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Ansicht klicken Sie auf das Bild<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Studierendenkarteikarten <\/strong><strong>1 und 2 <\/strong><strong>von Gertrud Block<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bestand 209 verwahrt das Universit\u00e4tsarchiv M\u00fcnster die Kartei des Studierendensekretariats f\u00fcr die Zeit von 1929 bis 1951. Anhand dieser Kartei lassen sich Verfolgungen von j\u00fcdischen und politisch unliebsamen Studierenden w\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus nachweisen. Die Kartei selbst versinnbildlicht die Verfolgungsma\u00dfnahmen. Auf der ersten Karteikarte, die f\u00fcr Gertrud Block ausgestellt wurde, wird ihre j\u00fcdische Herkunft durch den Stempel \u201eN.A.\u201c f\u00fcr \u201eNichtarier\u201c gekennzeichnet. Die zweite Karteikarte, die auf eine Anweisung des Reichswissenschaftsministeriums zur\u00fcckging, war gelb mit einem roten Querbalken, um anhand der Farben&nbsp;j\u00fcdische Studierenden sofort identifizieren zu k\u00f6nnen, w\u00e4hrend die Karteikarten f\u00fcr nichtj\u00fcdische Studierende weiterhin rot oder gr\u00fcn waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gertrud Block studierte ab 1930 Medizin an der Universit\u00e4t M\u00fcnster, wechselte 1931 f\u00fcr zwei Semester an die Universit\u00e4t M\u00fcnchen, um dann wieder nach M\u00fcnster zur\u00fcckzukehren. Nach dem Staatsexamen verlie\u00df sie Deutschland zun\u00e4chst nach Bern, wo sie promoviert wurde, und emigrierte dann in die USA. Dort gr\u00fcndete sie mit ihrem Mann Fritz Rosenwald eine Familie. Ihre Eltern, ihre Schwester und ihr dreij\u00e4hriger Neffe wurden im KZ Auschwitz ermordet. Gertrud Block, die daran sehr gelitten hat, hat am 12. Februar 1960 in Park Ridge, Illinois, ihrem Leben ein Ende gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-black-color has-alpha-channel-opacity has-black-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Amtsinsignien<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rektormantel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Universit\u00e4tsarchiv M\u00fcnster verf\u00fcgt \u00fcber eine Reihe von Gegenst\u00e4nden, die nicht Archivgut im eigentlichen Sinne sind, z.B. M\u00fcnzen und Medaillen. Dazu geh\u00f6ren auch \u00fcber 100 Talare und Barette, die bis 1968 von den Professorinnen und vor allem von den Professoren der Universit\u00e4t M\u00fcnster bei feierlichen Anl\u00e4ssen, wie der Rektorats\u00fcbergabe, der Immatrikulation oder Promotionsfeiern, getragen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Universit\u00e4t M\u00fcnster keine neue Satzung\/Verfassung erlassen, sondern die Satzung von 1929 angewandt. Darin hei\u00dft es in \u00a7 51: \u201eMit dem Amte des Rektors ist die Anrede \u201aMagnifizenz\u2018 verbunden. Der Rektor tr\u00e4gt bei feierlichen Anl\u00e4ssen die vorgeschriebene Amtstracht und eine goldene Amtskette. Diese Amtstracht besteht aus Mantel und Barett von purpurrotem Sammet mit Goldstickerei.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Rektormantel, der anders als die Talare der \u00fcbrigen Professoren und Dekane wie ein Umhang geschnitten ist, geh\u00f6rt innerhalb des Archivs zum Bestand \u201eUniversit\u00e4tsgeschichtliche Sammlungen\u201c (Bestand 459 Nr. 1). Er stammt aus dem Jahr 1927. Das Vorg\u00e4ngermodell befindet sich im Stadtmuseum M\u00fcnster. Heute wird der Talar vom Rektor bzw. von der Rektorin sehr selten getragen, zumeist nur bei Veranstaltungen im Ausland, bei denen die anderen Rektoren in Amtstracht erscheinen. Amtstrachten wurden an der Akademie M\u00fcnster, dem&nbsp;Vorl\u00e4ufer der Universit\u00e4t, 1856 eingef\u00fchrt. Die Studentenunruhen f\u00fchrten 1968 dazu, dass diese Tradition aufgegeben wurde.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"533\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektormantel.tif_-533x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-950 size-full\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektormantel.tif_-533x1024.jpg 533w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektormantel.tif_-156x300.jpg 156w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektormantel.tif_-768x1476.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektormantel.tif_-799x1536.jpg 799w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektormantel.tif_.jpg 933w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"690\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektoratsuebergabe.tif_-1024x690.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-952 size-full\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektoratsuebergabe.tif_-1024x690.jpg 1024w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektoratsuebergabe.tif_-300x202.jpg 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektoratsuebergabe.tif_-768x517.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektoratsuebergabe.tif_-1536x1034.jpg 1536w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Rektoratsuebergabe.tif_.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rektorats\u00fcbergabe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Rektorats\u00fcbergaben geh\u00f6rten bis 1968 die \u00dcbergabe der Amtsinsignien (Rektormantel und Rektorkette) an den neuen Rektor. Das Foto (Best. 68 Nr. 3191) zeigt die Einkleidung des neuen Rektors Prof. Dr. Wilhelm Rudolph 1958. Beim feierlichen Einzug hatte er zun\u00e4chst einen purpurroten Mantel und ein purpurrotes Barett ohne Stickerei an. W\u00e4hrend der Zeremonie wurden die M\u00e4ntel getauscht. Der scheidende Rektor Prof. Dr. Wilhelm Klemm erhielt den Mantel ohne Stickerei, der neue Rektor den mit Goldstickerei. Auf dem Foto wird Prof. Rudolph gerade die Rektorkette umgelegt und Prof. Klemm eingekleidet.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zepter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Akademie M\u00fcnster verf\u00fcgte nicht \u00fcber eigene Zepter, sondern erhielt 1836 die Zepter der Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Erfurt, nachdem die Universit\u00e4t Erfurt 1816 geschlossen worden war. Diese Zepter wurden von der Akademie und nachfolgend von der Universit\u00e4t M\u00fcnster bis 1968 benutzt. Bis 2010 waren sie im Besitz der Universit\u00e4t M\u00fcnster und wurden dann an die Theologische Fakult\u00e4t der 1999 wiedergegr\u00fcndeten Universit\u00e4t Erfurt zur\u00fcckgegeben. Auf dem Foto sind die beiden Zepter zu sehen. Bei feierlichen Anl\u00e4ssen wurden zum Einzug die Zepter von zwei Pedellen vor dem Rektor getragen.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"712\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Zepter-1024x712.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-949 size-full\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Zepter-1024x712.jpg 1024w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Zepter-300x208.jpg 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Zepter-768x534.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Zepter-1536x1067.jpg 1536w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Amtsinsignien_Zepter.jpg 1586w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-black-color has-alpha-channel-opacity has-black-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Ereignisse<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"669\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Explosionsunglueck-im-Chemischen-Institut-1920.tif_-1024x669.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-955\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Explosionsunglueck-im-Chemischen-Institut-1920.tif_-1024x669.jpg 1024w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Explosionsunglueck-im-Chemischen-Institut-1920.tif_-300x196.jpg 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Explosionsunglueck-im-Chemischen-Institut-1920.tif_-768x502.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Explosionsunglueck-im-Chemischen-Institut-1920.tif_.jpg 1340w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Explosionsungl\u00fcck am Chemischen Institut, 1920<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 27. Mai 1920 kam es in einer Vorlesung des Ordinarius f\u00fcr physikalische Chemie Prof. Dr. Rudolph Schenck w\u00e4hrend eines Versuchs mit der Fl\u00fcssigkeit Tetranitromethan zu einer schweren Explosion, bei der sechs Studenten auf der Stelle get\u00f6tet wurden. Weitere vier Studenten starben in den folgenden Tagen. Hinzu kamen 20 zum Teil schwerverletzte Studenten. Die Explosion war auch deshalb so verheerend, weil der mit 160 Sitzpl\u00e4tzen ausgestattete H\u00f6rsaal zu diesem Zeitpunkt mit ungef\u00e4hr 300 Studierenden v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllt war. Die Ursachen der Explosion konnten nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt werden. Zwar waren die Mengenangaben der benutzten Stoffe verwechselt worden, eine Wiederholung des Versuchs mit den falschen Mengen ergab aber keine Explosion, sodass es noch weitere Ursachen gegeben haben musste, die zu einer \u00dcberhitzung f\u00fchrten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Sonntag, den 30. Mai 1920, drei Tage nach der Explosion, veranstaltete die Universit\u00e4t eine Trauerfeier im Saal des Rathauses unter reger Beteiligung der Universit\u00e4tsangeh\u00f6rigen, aber auch der st\u00e4dtischen \u00d6ffentlichkeit. Die Chargierten der studentischen Korporationen versammelten sich um 15 Uhr, eine halbe Stunde vor Beginn der Feier, im Universit\u00e4tshauptgeb\u00e4ude am Domplatz und zogen gemeinsam zum Rathaus. Die Stadt stellte nicht nur den Rathaussaal, sondern auch das st\u00e4dtische Orchester zur Verf\u00fcgung und erbat 80 Eintrittskarten f\u00fcr Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung. Im Rathaussaal waren die S\u00e4rge von acht Opfer \u2013 unter ihnen ein persischer Student \u2013 aufgestellt und die Angeh\u00f6rigen versammelt. Ein Student starb f\u00fcnf Tage nach der Trauerfeier, einer wurde vor der Feier in seine Heimatstadt \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Trauerfeier wurden sieben Studenten auf dem Zentralfriedhof beigesetzt. Die K\u00f6lnische Volkszeitung berichtete am 1. Juni 1920: \u201eDann bewegte sich ein gewaltiger Leichenzug durch die Stra\u00dfen zum Zentralfriedhof, inmitten einer nach vielen Tausend z\u00e4hlenden Menschenmenge.\u201c Das Explosionsungl\u00fcck ist heute noch im Ged\u00e4chtnis der Stadtgesellschaft verankert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Foto zeigt die Trauerfeier im Rathaus (Best. 68 Nr. 1012).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:60% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"670\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Universitaetsjubilaeum-1930-1024x670.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-956 size-full\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Universitaetsjubilaeum-1930-1024x670.jpg 1024w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Universitaetsjubilaeum-1930-300x196.jpg 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Universitaetsjubilaeum-1930-768x503.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Ereignisse_Universitaetsjubilaeum-1930.jpg 1308w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Universit\u00e4tsjubil\u00e4um 19<\/strong><strong>30<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Universit\u00e4t M\u00fcnster hat mehrere Gr\u00fcndungsdaten. 1773 begann der Unterricht der ersten Universit\u00e4t M\u00fcnster. Sie wurde 1780 feierlich inauguriert. 1818 wurden die Medizinische und die Juristische Fakult\u00e4t geschlossen und die Universit\u00e4t zu einer H\u00f6heren Lehranstalt zur\u00fcckgestuft. Diese durfte sich ab 1832 Akademische Lehranstalt nennen und wurde 1843 in K\u00f6niglich Theologische und Philosophische Akademie umbenannt. 1902 erlangte sie mit Gr\u00fcndung der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakult\u00e4t wieder den Rang einer Universit\u00e4t. Die Medizinische Fakult\u00e4t wurde 1925 wiederer\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1930 beging die Universit\u00e4t M\u00fcnster eine 150-Jahr-Feier im Gedenken an die Inauguration 1780. PROPGRAMM!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Foto zeigt den Aufzug der Chargen der M\u00fcnsterischen Kooperationen am 20.&nbsp;Juni 1930 vor dem Universit\u00e4tshauptgeb\u00e4ude am Domplatz&nbsp;(Best. 68 Nr. 18).<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Universit\u00e4tsjubil\u00e4um 1952<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/hochschularchive.nrw\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/UA-Muenster_Ereignisse_Jubilaeum-1952-Festakt-Lindenhof-Rede-Frau-Minister-Teutsch.wav\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Aufzeichnung des Festakts im Lindenhof enth\u00e4lt under anderem Reden von Rektor Strugger und Kultusministerin Christine Teusch.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-black-color has-alpha-channel-opacity has-black-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Geb\u00e4ude<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lesesaal der Universit\u00e4tsbibliothek in der Alten Akademie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 1588 wurde das Jesuitenkolleg M\u00fcnster gegr\u00fcndet, das in der Folge den Unterricht am Gymnasium Paulinum \u00fcbernahm. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichteten die Jesuiten ein Kolleggeb\u00e4ude, das sp\u00e4ter mehrfach vergr\u00f6\u00dfert und ausgebaut wurde. Als 1773 der Jesuitenorden aufgehoben und in der Folge der Unterricht an der in Gr\u00fcndung begriffenen Universit\u00e4t M\u00fcnster begann, wurden viele Jesuiten zu Professoren ernannt. Teilweise lebten sie weiter im Jesuitenkolleg, das nicht nur f\u00fcr das Gymnasium, sondern auch f\u00fcr die Universit\u00e4t als Unterrichtsgeb\u00e4ude diente. Auf den Best\u00e4nden der Jesuitenbibliothek baute die sp\u00e4tere Universit\u00e4tsbibliothek auf. Sie war im Jesuitenkolleg untergebracht, das sp\u00e4ter den Namen Akademie bzw. ab 1880 \u201eAlte Akademie\u201c und ab 1902 \u201eAlte Universit\u00e4t\u201c trug. Das Foto zeigt den Lesesaal der Universit\u00e4tsbibliothek (Best. 68 Nr. 435).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang des 20. Jahrhunderts wurde f\u00fcr die Universit\u00e4tsbibliothek ein eigener Bau errichtet, der bis 1973 genutzt wurde, als wiederum ein Neubau f\u00fcr die Bibliothek entstanden war. Die Alte Akademie fiel den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetsbibliothek-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-962 size-full\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetsbibliothek-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetsbibliothek-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetsbibliothek-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetsbibliothek.jpg 1144w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetshauptgebaeude-1-1024x774.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-963\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Universit\u00e4tshauptgeb\u00e4ude am Domplatz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K\u00f6nigliche Akademie M\u00fcnster, die die R\u00e4ume des ehemaligen Jesuitenkollegs nutzte, litt Ende des 19. Jahrhunderts an Platzmangel. 1880 wurde am Domplatz ein neues Hauptgeb\u00e4ude, das zun\u00e4chst unter dem Namen \u201eNeue Akademie\u201c, ab 1902 (Wiedererrichtung der Universit\u00e4t) unter \u201eNeue Universit\u00e4t\u201c firmierte. Das Foto (Best. 68 Nr. 1) zeigt das Geb\u00e4ude vor den Bombensch\u00e4den des Zweiten Weltkriegs. Die Reste von alter und neuer Universit\u00e4t wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen und das F\u00fcrstenberghaus an dieser Stelle errichtet. Im F\u00fcrstenberghaus sind die Philosophische Fakult\u00e4t, verschiedene Institute (insb. Historisches Seminar) einschl. zugeh\u00f6rigen Bibliotheken sowie H\u00f6rs\u00e4le und Seminarr\u00e4ume untergebracht. Als Hauptgeb\u00e4ude diente nach dem Zweiten Weltkrieg, nachdem es wieder aufgebaut war, das Schloss.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"600\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetskliniken-1024x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-965\" srcset=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetskliniken-1024x600.jpg 1024w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetskliniken-300x176.jpg 300w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetskliniken-768x450.jpg 768w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetskliniken-1536x900.jpg 1536w, https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Gebaeude_Universitaetskliniken-2048x1199.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Universit\u00e4tskliniken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem 1902 mit der Neugr\u00fcndung der Universit\u00e4t die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakult\u00e4t eingerichtet worden war, fehlte zu einer Volluniversit\u00e4t die Medizinische Fakult\u00e4t. 1913 begannen Bauarbeiten an den f\u00fcr die Medizinische Fakult\u00e4t notwendigen Klinikbauten, die sich jedoch durch den Ersten Weltkrieg und die anschlie\u00dfende schwierige Finanzsituation immer wieder verz\u00f6gerten. 1924\/25 wurden die Kliniken fertiggestellt, 1925 die Medizinische Fakult\u00e4t gegr\u00fcndet. Die Kliniken galten zu ihrer Zeit von ihrer Architektur und Konzeption her als sehr fortschrittlich. Sie besa\u00dfen beispielsweise \u2026 Laubeng\u00e4nge Lungenerkrankung (\u00fcberpr\u00fcfen!)<a><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Foto (Best. 68 Nr. 19) zeigt eine Luftaufnahme \u00fcber das gesamte Klinikgel\u00e4nde von ca. 1927. Die Klinikgeb\u00e4ude sind heute noch weitgehend erhalten, allerdings durch Anbauten und weitere Bauten, wie das Zentralklinikum, erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-black-color has-alpha-channel-opacity has-black-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Studentisches Engagement<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stud<\/strong><strong>entischer Madrigalchor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Studentische Madrigalchor wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 gegr\u00fcndet. Seine Leitung hatte \u00fcber f\u00fcnf Jahrzehnte Herma Kramm inne. Von ihr verwahrt das Universit\u00e4tsarchiv M\u00fcnster einen Nachlass (Best. 257), aus dem das Foto stammt. Es zeigt ein Konzert des Chores 1965 in Lyon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Studentische Madrigalchor war \u00fcber M\u00fcnster hinaus sehr bekannt. Insbesondere zeichnete er sich durch gro\u00dfe Konzertreisen im In- und Ausland aus. Herma Kramm bezeichnete den Chor als Botschafter der Universit\u00e4t M\u00fcnster in Deutschland und in der Welt. Schon 1948 reiste er in die Niederlande, was so kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als ungew\u00f6hnlich war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studierende, die im Madrigalchor sangen, mussten und m\u00fcssen sehr viel Zeit, Disziplin und Engagement aufbringen, auch, weil die Anspr\u00fcche von Herma Kramm an die Chormitglieder sehr hoch waren. Herma Kramm hat die Leitung kurz vor ihrem Tod 1998 an ihren Nachfolger Dr. Ulrich Haspel abgegeben. Seit 2019 ist Marion Wood Chorleiterin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Engagement_Madrigalchor-1024x714.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-972\"\/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Chile-Solidarit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Milit\u00e4rputsch 1973 in Chile bildete sich in M\u00fcnster die Chile-Solidarit\u00e4t, die stark von der Katholischen Studierendengemeinde der Universit\u00e4t M\u00fcnster getragen wurde. Die (zumeist studentischen) Aktivistinnen und Aktivisten demonstrierten, sammelten Geld, um Repressionsopfer und Exilanten zu unterst\u00fctzen, organisierten Solidarit\u00e4tskonzerte, u.\u00e4. Regelm\u00e4\u00dfig traf sich der Initiativkreis zu Besprechungen. Innerhalb der Kirche wurde das Engagement teilweise kritisch gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Plakat (Best. 203 Nr. 27) zeigt eine Konzertank\u00fcndigung der Gruppe \u201eInti&nbsp;Illimani\u201c, einer chilenischen Musikgruppe, die 1973 w\u00e4hrend des Putsches gerade in Europa unterwegs war und deren Mitgliedern nun die Wiedereinreise nach Chile verweigert wurde. Das Konzert fand im Internationalen Zentrum \u201eDie Br\u00fccke\u201c statt, das nach dem Krieg als \u201eThe British Centre\u201c gegr\u00fcndet als Begegnungs- und Informationsst\u00e4tte gegr\u00fcndet worden war und 1956 von der Universit\u00e4t M\u00fcnster \u00fcbernommen wurde.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Engagement_Chile-Solidaritaet-694x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-973 size-full\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_Engagement_Studentenverbindungen-670x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-974 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Studentenverbindungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert waren sehr viele Studenten Mitglied einer Studentenverbindung. Wie heute auch mussten studentische Vereinigungen oder Verbindungen von der Universit\u00e4t zugelassen werden. Das Universit\u00e4tsarchiv M\u00fcnster verwahrt Akten \u00fcber die Zulassungen zu einzelnen Studentenverbindungen. Diese Akten stammen zumeist aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, sind teilweise aber auch deutlich \u00e4lter. Den Akten lassen sich Zeit und Ort ihrer Treffen, ihre Vorstandsmitglieder und ihre \u00fcbrigen Mitglieder entnehmen. Der Scan aus Bestand 4 Nr. 684 (Seite 26) zeigt den Beginn der Mitgliederliste der Deutschnationalen Studentengruppe vom Wintersemester 1920\/21. Vorsitzender der Gruppe war Martin Niem\u00f6ller, der im Laufe der NS-Zeit vom Bef\u00fcrworter der nationalsozialistischen Bewegung zum Kritiker wurde, zur Bekennenden Kirche geh\u00f6rte und 1938 bis 1945 in verschiedenen Konzentrationslagern interniert war.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-black-color has-alpha-channel-opacity has-black-background-color has-background\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">P\u00e4dagogische Hochschule Westfalen-Lippe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_PH_Rektorkette-1-721x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-968 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rektorkette<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Universit\u00e4tsarchiv M\u00fcnster verwahrt nicht nur die Archivalien der heutigen Universit\u00e4t M\u00fcnster, die seit 1902 besteht, sondern auch die ihrer Vorg\u00e4ngereinrichtungen. Zu diesen geh\u00f6rt die P\u00e4dagogische Hochschule Westfalen-Lippe Abteilung M\u00fcnster. Die Abteilung M\u00fcnster wurde 1980 in die Universit\u00e4t M\u00fcnster (als Fachbereiche 21 bis 24) eingegliedert. Aus diesem Anlass \u00fcbernahm das Universit\u00e4tsarchiv nicht nur das Schriftgut der Abteilung M\u00fcnster, sondern auch Sachakten, die die gesamte PH betreffen, d.h. des Rektors, des Akademischen Pr\u00fcfungsamtes und der Arbeitsstelle f\u00fcr Kontaktbildung und Lehrerfortbildung. \u00dcbergeben wurde auch die Rektorkette (Bestand 459 Nr. 106).<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Integration<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Integration der PH Westfalen-Lippe Abteilung M\u00fcnster in die Universit\u00e4t zum 1. April 1980 stie\u00df bei den Studierenden nicht unbedingt auf Begeisterung. Insbesondere eine Verschlechterung der Lehramtsausbildung wurde bef\u00fcrchtet. Auch nachdem die Integration schon erfolgt war, setzten sie sich mit der Hochschulgesetzgebung des Landes NRW und ihren Folgen auseinander. Publikationsorgan des AStA der Universit\u00e4t M\u00fcnster ist die Zeitschrift \u201eLinks vorm Schlo\u00df\u201c, die des AStAs der PH die Zeitschrift \u201eMaulwurf\u201c. Der \u201eMaulwurf\u201c existierte auch noch einige Jahre nach der Integration als Publikationsorgan des Fachschaftsrats der Fachbereiche 21-24. Im November 1980 ver\u00f6ffentlichten der AStA der Universit\u00e4t M\u00fcnster und der Fachschaftsrat der Fachbereiche 21-24 eine gemeinsame Extraausgabe beider Zeitschriften (Bestand 202 Nr. 1376), die eine gemeinsame Stellungnahme zur PH-Integration enthielt.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_PH_Integration-725x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-969 size-full\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/hochschulularchivenrw\/files\/2022\/11\/UA-Muenster_PH_Pruefungsordnung-1-720x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-970 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pr\u00fcfungsordnung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Druckschriftensammlung des Universit\u00e4tsarchivs befinden sich nicht nur Druckschriften (graue Literatur, Flyer, Flugbl\u00e4tter) der Universit\u00e4t, ihrer Einrichtung und ihrer studentischen Gruppen, sondern auch von der P\u00e4dagogischen Hochschule Westfalen-Lippe. Der Scan zeigt das Deckblatt der Diplom-Pr\u00fcfungsordnung der PH vom 23. Juni 1972 und die Vorl\u00e4ufige Diplom-Studienordnung in der Fassung vom 19. Juni 1972. Das Logo der PH findet sich auch auf der Rektorkette wieder.<a><\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12. Juni 1912 beschloss der Senat der Universit\u00e4t M\u00fcnster die Gr\u00fcndung eines Universit\u00e4tsarchivs. Im Vorlesungsverzeichnis vom Wintersemester 1912\/13 wurde es erstmals genannt. 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