{"id":8952,"date":"2021-05-19T15:21:35","date_gmt":"2021-05-19T13:21:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/itc\/?p=8952"},"modified":"2023-05-17T11:13:31","modified_gmt":"2023-05-17T09:13:31","slug":"fomo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/itc\/2021\/05\/19\/fomo\/","title":{"rendered":"FOMO &#8211; Hast du heute schon was verpasst?"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_8952 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_8952')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_8952').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Dieser scheinbar neue Begriff begegnet uns in der letzten Zeit immer h\u00e4ufiger, obwohl er eigentlich ein uraltes Ph\u00e4nomen der Menschheit bezeichnet. Durch die IT und die Digitalisierung wird FOMO trotz der Vernetzung, oder vielleicht sogar gerade wegen dieser, nicht weniger. Warum ist das so? Wie stark bist du von FOMO betroffen und was kann dagegen helfen?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Begriff FOMO ist als soziale Angst dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivit\u00e4ten von anderen mitverfolgt werden und dadurch das Gef\u00fchl entsteht, das eigene Leben sei im Vergleich zu dem der anderen \u00f6de und einsam. Unser digitales Verhalten im Alltag spielt dabei eine erhebliche Rolle, insbesondere die Nutzung von sozialen Medien. Menschen streben nach Zugeh\u00f6rigkeit sowie einem erf\u00fcllten Leben und so befinden sich FOMO-Betroffene in einer Spirale, in der sie sich immer mehr um die Kommunikation und Verbundenheit in den sozialen Medien bem\u00fchen, je unzufriedener sie sind. Die permanente Nachrichtenflut erweckt zus\u00e4tzlich das Bed\u00fcrfnis, immer auf dem Laufenden bleiben zu wollen. FOMO kann aber auch von der riesigen Bandbreite an Auswahlm\u00f6glichkeiten in diversen Bereichen ausgel\u00f6st werden. Basketball w\u00e4re vielleicht eine bessere Option als Fu\u00dfball und Apple ist Android vielleicht doch etwas voraus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s11031-018-9683-5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forscher der Universit\u00e4ten Carleton und McGill<\/a> haben herausgefunden, dass FOMO unabh\u00e4ngig vom Pers\u00f6nlichkeitstyp auftritt. Dabei ist ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung stark betroffen, insbesondere junge Menschen. Zudem haben die Studien ergeben, dass es sich bei FOMO nicht nur um einen mentalen Zustand, sondern auch um physische Reaktionen handelt. Symptome sind Stress, M\u00fcdigkeit und verminderter Schlaf, Juckreiz, Herzrasen, Zwangsst\u00f6rungen und innere Unruhe bis hin zu depressiven Verstimmungen. FOMO ist also ein ernstzunehmendes Thema.<\/p>\n<p>Bei einigen ist FOMO zu Zeiten von Corona weniger geworden, schlie\u00dflich steht die Welt im HomeOffice gef\u00fchlt still und kaum soziale Aktivit\u00e4t bedeutet hierhingehend auch nichts zu verpassen. Andererseits kann die Situation FOMO auch versch\u00e4rfen, denn ein Gef\u00fchl des Verpassens allgemein vom normalen sozialen Leben, wie es sich in manchen L\u00e4ndern nach und nach wieder etabliert, ist ebenso auf FOMO zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Hier einige Fragen von <a href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/sciencetech\/article-2015196\/Too-internet-use-damage-teenagers-brains.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forschern, die den \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Internetkonsum untersucht haben<\/a>. Du kannst sie dir stellen, um herauszufinden, ob du selbst von FOMO betroffen sein k\u00f6nntest.<\/p>\n<ol>\n<li>Hast du den Eindruck, ganz im Internet versunken zu sein (Erinnerst du dich an die letzten Online-Aktivit\u00e4ten, oder sehnst du dich nach der n\u00e4chsten Sitzung)?<\/li>\n<li>Empfindest du bei der Internetnutzung eine Befriedigung, wenn du deine Zeit im Internet erh\u00f6hst?<\/li>\n<li>Bist du wiederholt daran gescheitert, deine Internetnutzung zu kontrollieren, zu verringern oder aufzugeben?<\/li>\n<li>F\u00fchlst du dich nerv\u00f6s, launisch, deprimiert oder empfindsam, wenn du versuchst, deine Internetnutzung zu verringern oder sie aufzugeben?<\/li>\n<li>Verbringst du im Internet mehr Zeit, als urspr\u00fcnglich beabsichtigt?<\/li>\n<li>Hast du wegen des Internets schon riskiert, eine wichtige Beziehung, Arbeit, Bildungs- oder Berufschance zu verlieren?<\/li>\n<li>Haben du deine Familienmitglieder, deinen Therapeuten oder andere Menschen angelogen, um die Wahrheit \u00fcber deine Internetnutzung zu verbergen?<\/li>\n<li>Verwendest du das Internet, um vor Problemen zu fliehen oder Angstzust\u00e4nde zu lindern, z. B. das Gef\u00fchl von Hilflosigkeit, Schuld, Angst oder Depression?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Forscher sagen: \u201eSie sind internets\u00fcchtig, wenn Sie die Fragen 1 bis 5 und mindestens eine der \u00fcbrigen Fragen mit \u201aJa\u2018 beantwortet haben.\u201c<\/p>\n<h3>FOMO vs. JOMO<\/h3>\n<p>Dass FOMO kein neues Thema ist und von vielen bereits bek\u00e4mpft wird, zeichnet sich auch in einer Gegenbewegung ab. Der Trend geht in Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joy_of_Missing_Out\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">JOMO (Joy of Missing Out)<\/a>. Die Freude daran, etwas zu verpassen, die sozialen Medien mal abzuschalten und sein eigenes Leben und was man hat zu feiern, f\u00fchrt zur\u00fcck in die Selbstbestimmung.<\/p>\n<p>Die Kompetenz mit Anzeichen von FOMO umzugehen, ist heute also wichtiger denn je. Deshalb hier noch einige Tipps, die bei der Bew\u00e4ltigung helfen k\u00f6nnten:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>FOMO basiert auf L\u00fcgen.<\/strong> Das Leben anderer erscheint in den sozialen Medien stets besser als das eigene. Dabei suchen sich die Menschen die herausragendsten Augenblicke ihres Lebens raus. Filter und eine gute Kameraf\u00fchrung versch\u00f6nern alles zus\u00e4tzlich. Erkenne das!<\/li>\n<li><strong>Die eigene Mediennutzung reflektieren. <\/strong>Wieviel Zeit verbringst du mit dem Smartphone? Ist es am Morgen und am Abend das Erste und Letzte was du siehst? Verbringst du viel Zeit in den sozialen Medien, solltest du dies einschr\u00e4nken.<\/li>\n<li><strong>Freundschaften und Kontakte im realen Leben pflegen<\/strong>. In Zeiten zu Corona leichter gesagt als getan, aber manchmal hilft es auch einfach mit jemandem zu telefonieren, anstatt Feedbeitr\u00e4ge zu kommentieren.<\/li>\n<li><strong>Hobbys mehr angehen. <\/strong>Ob es eine alte sch\u00f6ne Besch\u00e4ftigung ist, der du noch einmal nachgehst oder ob du etwas Neues lernst, es lohnt sich die Zeit zu investieren. Nat\u00fcrlich sollte es Spa\u00df machen, aber auch die kleinen Erfolge tun gut!<\/li>\n<li><strong>Auf sich selbst h\u00f6ren. <\/strong>Anstatt deine \u00c4ngste zu ignorieren und dich mit der Informationsflut weiter abzulenken oder zu bet\u00e4uben, solltest du versuchen, deine Bed\u00fcrfnisse wahrzunehmen und daran arbeiten, ihnen gerecht zu werden.<\/li>\n<li><strong>Achtsamkeits\u00fcbungen und Meditation <\/strong>k\u00f6nnen dir dabei helfen, den Moment wahrzunehmen und zu genie\u00dfen oder auch mal in dich zu kehren und zur Ruhe zu kommen. Es kommt nicht darauf an, was in einer \u00fcbertriebenen, imagin\u00e4ren Internet- Fantasiewelt geschieht. Gedankliche Pr\u00e4senz ist ausschlaggebend.<\/li>\n<li><strong>Offline-Zeiten einrichten. <\/strong>Hierf\u00fcr gibt es heutzutage vielf\u00e4ltige Apps, die bei der Zeiteinteilung unterst\u00fctzen k\u00f6nnen und dir aufzuzeigen, wieviel Zeit du mit welchen Apps verbringst. Beschr\u00e4nke deinen Medienkonsum bewusst, indem du auch mal die Benachrichtigungen ausstellst. Eine strukturierte Nutzung im Alltag ist sinnvoll!<\/li>\n<li><strong>Dankbarkeit \u00fcben. <\/strong>Manchmal braucht es ein wenig \u00dcbung um zu erkennen, was und wen man alles wertsch\u00e4tzt und sich dessen bewusst zu machen, dass diese Dinge nicht selbstverst\u00e4ndlich sind. Lerne dankbar zu sein f\u00fcr das, was du hast. Ein Dankbarkeitstagebuch kann dabei helfen, die Lebenszufriedenheit zu steigern.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr die Inhalte dieses Beitrags ist Vanessa Halle.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer kennt es nicht: die Angst, etwas zu verpassen \u2013 Fear of missing out (FOMO). 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