{"id":4753,"date":"2025-12-15T10:55:08","date_gmt":"2025-12-15T09:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/smartmed\/?p=4753"},"modified":"2026-05-03T10:59:33","modified_gmt":"2026-05-03T08:59:33","slug":"lieferengpaesse-bei-arzneimitteln-fortschritte-nur-bei-kindermedikamenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/smartmed\/2025\/12\/15\/lieferengpaesse-bei-arzneimitteln-fortschritte-nur-bei-kindermedikamenten\/","title":{"rendered":"Lieferengp\u00e4sse bei Arzneimitteln: Fortschritte nur bei Kindermedikamenten"},"content":{"rendered":"<p>Die bisherigen politischen Ma\u00dfnahmen gegen Arzneimittelengp\u00e4sse in Deutschland haben nach Einsch\u00e4tzung des Pharmaverbands Pro Generika nur teilweise Wirkung gezeigt. Zwar habe sich die Versorgung mit Kinderarzneimitteln seit dem Lieferengpassbek\u00e4mpfungsgesetz von 2023 verbessert, bei versorgungskritischen Medikamenten habe sich die Lage jedoch nicht entspannt. Besonders betroffen seien Antibiotika und ambulante Krebsmedikamente. Laut Pro Generika sei die Zahl der als kritisch eingestuften Wirkstoffe, die trotzdem nicht verf\u00fcgbar sind, sogar gestiegen.<\/p>\n<p>Als problematisch bewertet der Verband vor allem, dass europ\u00e4ische Hersteller bei Ausschreibungen f\u00fcr Antibiotika und Krebsmedikamente nur bei etwa der H\u00e4lfte der Wirkstoffe den Zuschlag erhalten h\u00e4tten. Dadurch seien Investitionen in den Ausbau oder Neubau von Produktionsst\u00e4tten in Europa ausgeblieben. Gleichzeitig bleibe Deutschland bei vielen Wirkstoffen stark von Herstellern in China und Indien abh\u00e4ngig. Das IGES-Institut nennt neben dieser Abh\u00e4ngigkeit auch Produktionsprobleme und eine hohe Nachfrage als Ursachen f\u00fcr die Engp\u00e4sse.<\/p>\n<p>Positiv sei laut Pro Generika, dass die 2023 eingef\u00fchrten Lockerungen bei Preisvorgaben f\u00fcr Kinderarzneimittel Wirkung gezeigt h\u00e4tten. So seien etwa Rabattvertr\u00e4ge und Festbetr\u00e4ge f\u00fcr Kinderarzneien teilweise aufgehoben worden, au\u00dferdem m\u00fcssten gr\u00f6\u00dfere Vorr\u00e4te vorgehalten werden. Nach Angaben des Verbands sei dadurch die Zahl der Engp\u00e4sse bei Kinderarzneimitteln gesunken. Dennoch w\u00fcrden rund 60 Prozent dieser Medikamente weiterhin nur von einem einzigen Hersteller angeboten. Am Beispiel von Paracetamol-Fiebers\u00e4ften erkl\u00e4rte Pro Generika, dass die gelockerten Preisregeln zwar eine kostendeckende Produktion erm\u00f6glichten, aber noch nicht ausreichten, um neue Anbieter f\u00fcr den Markt zu gewinnen.<\/p>\n<p>Insgesamt fordert Pro Generika deshalb, die Entlastungen auch auf versorgungskritische Arzneimittel auszuweiten. Dies sei nach Ansicht des Verbands finanzierbar, da die bisherigen Mehrkosten des Gesetzes deutlich unter den urspr\u00fcnglich erwarteten Ausgaben l\u00e4gen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/news\/pharmaverband-sieht-mehr-engpasse-bei-versorgungskritischen-medikamenten-0e114a9c-7614-4313-b43f-96adaa6370ab\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.aerzteblatt.de\/news\/pharmaverband-sieht-mehr-engpasse-bei-versorgungskritischen-medikamenten-0e114a9c-7614-4313-b43f-96adaa6370ab<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.apotheke-adhoc.de\/nachrichten\/detail\/pharmazie\/lieferengpaesse-eine-entspannung-ist-nicht-in-sicht\/#\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.apotheke-adhoc.de\/nachrichten\/detail\/pharmazie\/lieferengpaesse-eine-entspannung-ist-nicht-in-sicht\/#<\/a><\/p>\n<p>(zuletzt aufgerufen am 04.12.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die bisherigen politischen Ma\u00dfnahmen gegen Arzneimittelengp\u00e4sse in Deutschland haben nach Einsch\u00e4tzung des Pharmaverbands Pro Generika nur teilweise Wirkung gezeigt. 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